Unsere große kleine Farm

John und Molly Chester beschließen aufs Land zu ziehen und dort einen Neuanfang zu wagen. Die sieben Jahre, die folgten, hat John Chester in seinem Dokumentarfilm festgehalten und damit einen Film abgeliefert, der den Zuschauer zum Träumen verleitet.

Der Kameramann John Chester nimmt einen Hund auf, der zusammen mit Hunderten anderen bei einer Frau lebte, die ihre Tiere immer mehr verwahrlosen ließ. Eigentlich ist das Appartement für John und Molly schon zu klein, mit dem Hund aber erst recht. Dennoch reift noch nicht gleich der Plan, ein ganz neues Leben anzufangen. Das passiert erst, als der Hund durchgehend bellt und man das Mietverhältnis der Chesters kündigt. Die beiden beschließen, ihren Traum wahrzumachen und eine Farm zu führen, die auf natürliche Landwirtschaft setzt. Einen Investor finden sie, das geeignete Stück Land auch, aber damit beginnt die eigentliche Arbeit erst, wobei sie von Alan York unterstützt werden, der ihnen beratend zur Seite steht. Der Film deckt einen Zeitraum von sieben Jahren ab, in denen man miterlebt, wie aus einem brachliegenden Stück Land ein kleines Paradies wird.

Dies ist keine typische Aussteigergeschichte. Vielmehr ist es die Geschichte zweier Menschen, die mit unendlicher Hingabe und Passion, aber auch mit einem gesunden Pragmatismus an eine Herausforderung herantreten, von der ihnen jeder abgeraten hat. Denn sie wollen eine Landwirtschaft, die nachhaltig ist. Keine Monokulturen, kein Ausbeuten des Bodens, sondern ein Miteinander mit der Natur. Dutzende Fruchtsorten werden angepflanzt, Schafe, Hühner, Enten, Hütehunde und ein Schwein gekauft. Damit einher werden Möglichkeiten erschaffen, aber auch Schwierigkeiten. Es ist höchst interessant mitzuverfolgen, wie dieses Habitat entsteht. „Unsere große kleine Farm“ ist ein beeindruckender Film, der durchaus auch die Rückschläge zeigt, mit denen die Neu-Farmer zurechtkommen mussten. Vor allem aber überzeugt er, weil er zum Träumen von einem besseren, einem natürlicheren Leben einlädt – und weil er das in Bilder packt, die die berückende Schönheit dieser Landschaft ins rechte Licht setzen.

USA 2018
Regie: John Chester
Buch: John Chester, Mark Monroe
Darsteller: John Chester, Molly Chester
91 Minuten
ohne Altersbeschränkung

Bild

Spielzeiten:

Sonntag 21.07.19:15.00 Uhr
Dienstag 23.07.19:19.00 Uhr