Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 27.9.
I Can Only Imagine
The Man Who Killed Don Quixote
Offenes Geheimnis
voraussichtlich ab Mittwoch 3.10.
Werk ohne Autor
voraussichtlich ab Donnerstag 1.11.
Mandy
voraussichtlich ab Donnerstag 15.11.
Suspiria
voraussichtlich ab Donnerstag 29.11.
November

Voraussichtlich ab Donnerstag 27.9.

I Can Only Imagine



Lose biographischer Film über Bart Millard, der in der Musikrichtung christlicher Rock ein großer Star ist. Ein Film von unbestreitbarer Kraft, der nebenbei von einem Teil Amerikas erzählt, der in Deutschland meist wenig Beachtung erfährt.

Mitte der 80er Jahre wächst Bart Millard im ländlichen Texas auf. Er ist ein Junge voller Phantasie und Ideen, die jedoch von seinem cholerischen Vater Arthur (Dennis Quaid) für Hirngespinste gehalten werden. Nicht seinen Träumen soll Bart nachlaufen, sondern sich Gedanken darum machen, wie er Geld verdienen kann. Spätestens nachdem die Mutter die Familie verlassen hat wird Barts Leben zum einzigen Kampf gegen den Vater, der ihn schlägt und unterdrückt. Sobald er die High-School beendet hat flieht Bart und zieht nach Oklahoma City. Dort findet er, der inzwischen seine Lust am Singen und komponieren entdeckt hat, Anschluss an eine Band, die bald unter dem Namen MercyMe durch die Provinz tingelt. Doch noch haben sie, noch hat Bart nicht seine Stimme gefunden, nicht entdeckt, was ihn wirklich ausmacht. Erst ihr Manager Scott Brickell (Trace Adkins) erkennt das Talent des jungen Mannes, das immer wieder aufleuchtet. Doch erst als sich Bart seiner Vergangenheit gestellt und seinem Vater vergeben hat, kann er den Song schreiben, der ihn berühmt macht.

In zehn Minuten habe er „I Can Only Imagine“ geschrieben, einen Song, der 2001 veröffentlicht wurde und sich schnell zum erfolgreichsten Song des Genres Contemporary Christian Music, in etwa zeitgenössische christliche Musik, mauserte und nicht zuletzt bei Beerdigungen immer wieder gespielt wird. Denn der Song erzählt von der ersten Begegnung mit Jesus, die jeden guten Christen erwartet, die aber kaum vorstellbar ist. So wie es Bart Millard beschreibt und der Film in lose biographischer, zwar zugespitzter, aber doch authentischer Weise erzählt, war es der Kampf seines Vaters mit dem Krebs, der ihn inspirierte. Spät fand der Vater zu Gott und wenn so ein Mann Gott finden kann, dann muss da was dran sein. Ungebrochen erzählen die Brüder Erwin, die schon zuvor erfolgreich im Genre des christlichen Kinos gearbeitet haben, die Geschichte, geprägt von Momenten der Erleuchtung, Szenen, in denen Konzertbesucher mit ausgestreckten Armen der Musik lauschen, als würde Jesus persönlich zu ihnen sprechen.

USA 2017
Regie: The Erwin Brothers
Buch: Jon Erwin & Brent McCorkle
Darsteller: J. Michael Finley, Dennis Quaid, Madeline Carroll, Trace Adkins, Cloris Leachman, Nicole DuPort
110 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.9.

The Man Who Killed Don Quixote



Nach mehreren Jahrzehnten Genese hat es Terry Gilliam endlich geschafft sein Herzensprojekt zu realisieren - überbordend, oft hysterisch, bisweilen konfus, oft phantasievoll – eben durch und durch Gilliam.

Toby ist ein Werbefilmregisseur, der einst von Größerem träumte. Beim Dreh in der kargen spanischen Natur stößt er zufällig auf eine DVD eines Studentenfilms, einer Don Quixote-Version, die er vor Jahren in einem nicht weit entfernten Dorf drehte. Kurzentschlossen macht er sich auf die Spurensuche: Sein ehemaliger Don, eigentlich ein Schuster, hält sich inzwischen für den leibhaftigen Mann aus La Mancha, doch vor allem geht es Toby um eine holde Maid (Joana Ribeiro), deren Leben sich durch den Dreh ebenso veränderte wie das Schicksal des ganzen Dorfes. Hinzu kommen ein eifersüchtiger Produzent (Stellan Skarsgård), seine nymphomane Geliebte (Olga Kurylenko) und ein russischer Oligarch (Jordi Mollá),

Vielversprechende Bezüge zur Arbeit eines Regisseurs im allgemeinen und zu Gilliams Persona im besonderen hat die Quixote-Figur, auch die Frage, welche Folgen eine Filmproduktion für das Schicksal der Menschen in einem kleinen Dorf haben kann, das plötzlich für ein paar Wochen mit einer völlig anderen Welt konfrontiert wird, bietet viel Erzählpotential. Mit „Lost in La Mancha“ gibt es sogar schon eine Dokumentation über einen der zahlreichen Versuche von Terry Gilliam, einen Film über eine der berühmtesten Figuren der Literaturgeschichte zu drehen: Miguel de Cervantes Ritter von der traurigen Gestalt Don Quijote, auf englisch meist Quixote geschrieben. Damals sollte Jean Rochefort den Ritter spielen, in einer anderen Version John Hurt (diesen beiden, inzwischen verstorbenen Schauspielern ist der Film gewidmet), nun ist es Jonathan Pryce, der gegen Windmühlen kämpft. Eine Metapher war das schon im Roman, eine Metapher, die sich leicht auch auf das Leben eines Filmregisseur übertragen lässt, der oft allein gegen alle um sein Werk zu kämpfen scheint, seine Vision auf die Leinwand bringen will, gegen Investoren kämpft, denen es nicht um Kunst geht, sondern um Kommerz. Mag sein, dass sich Terry Gilliam wie ein Quixote fühlt, der nun endlich genug Geld zusammen hatte, um in Portugal und Spanien einen Film zu drehen, den er schon lange, vielleicht zu lange im Kopf hatte.



Spanien, Portugal, GB 2018
Regie: Terry Gilliam
Buch: Terry Gilliam & Tony Gisoni
Darsteller: Adam Driver, Jonathan Pryce, Stellan Skarsgård, Olga Kurylenko, Joana Ribeiro, Sergi López, Rossy de Palma, Hovik Keuchkerian, Jordi Mollá
133 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.9.

Offenes Geheimnis


Während einer Hochzeitsfeier in Spanien wird eine Halbwüchsige entführt. Brillant konstruiertes Drama, das auf die Farhadi eigene Weise Abgründe, Geheimnisse und Lebenslügen seziert.

Die Spanierin Laura (Penelope Cruz) lebt seit Jahren in Argentinien, wo sie Alejandro (Ricardo Darin) geheiratet hat. Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester kehrt sie in ihre Heimat zurück, genauer gesagt in eine kleine Ortschaft in der Provinz, in der jeder jeden zu kennen scheint. Dementsprechend ist die Hochzeit das Ereignis des Tages, die unterschiedlichsten Gäste tauchen auf, unbekannte und bekannte Gesichter. Auch Paco (Javier Bardem) ist anwesend, einst Lauras große Liebe, der inzwischen eine Finca betreibt und glücklich verheiratet ist. Doch die Spannung zwischen ihm und Laura ist vom ersten Moment an zu spüren und wird durch das unerhörte Ereignis noch verstärkt, das die eigentliche Geschichte in Gang setzt: Während der Hochzeitsfeierlichkeiten ist plötzlich Lauras halbwüchsige Tochter Irene (Carla Campra) verschwunden. Schnell wird aus dem freudigen Fest eine fiebrige Suche, doch der schlimme Verdacht bestätigt sich: Laura wurde entführt.

Was nun folgt ist klassisches Farhadi-Kino: Wie er es schon in „About Elly“, „The Salesman“ und vor allem in seinem Meisterwerk und Gewinner des Goldenen Bären „Nader und Simin – Eine Trennung“ durchexerziert hat, entfaltet sich ein immer dichter werdendes Geflecht aus Misstrauen und Verdachtsmomenten. Wie beim Häuten einer Zwiebel entfernt Farhadi eine Ebene nach der anderen, führt die Geschichte in immer neue (Un)-Tiefen. Immer neue Ebenen offenbart Farhadi nun, dreht die Geschichte mit kleinen (und diesmal auch größeren) Enthüllungen immer weiter und erzählt damit einmal mehr von großen Themen: Um Vorurteile geht es, lange zurückliegende, aber nie wirklich geklärte Ereignisse, um Schuld und Ehre.

Frankreich/ Spanien/ Italien 2018
Regie & Buch: Asghar Farhadi
Darsteller: Penélope Cruz, Javier Bardem, Ricardo Darín, Eduard Fernández, Bárbara Lennie, Inma Cuesta, Elvira Mínguez, Ramón Barea, Carla Campra
133 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Mittwoch 3.10.

Werk ohne Autor

Während des Zweiten Weltkriegs wird das Interesse des kleinen Kurt Barnert an der Kunst durch seine unkonventionelle Tante Elli geweckt, die später von dem Nazi-Arzt Seeband in den Tod geschickt wird. Nach dem Krieg lässt sich Kurt in Dresden als Künstler ausbilden und lernt dort seine große Liebe kennen, Elisabeth, die Tochter von Seeband. Gemeinsam wagen sie in den späten Fünfzigern den Sprung nach Düsseldorf, wo Kurt an der Kunstakademie seine Stimme als Künstler zu finden hofft, während sich die Konflikte mit dem Schwiegervater zusehends verschärfen.

Sieben Jahre nach "The Tourist" legt Florian Henckel von Donnersmarck seinen ersten deutschen Film seit "Das Leben der Anderen" vor, ein durchaus mit dem Oscar-Gewinner verwandtes Epos, das drei Jahrzehnte deutsche Nachkriegsgeschichte streift, um die Kraft des künstlerischen Impetus zu feiern. Tom Schilling und Sebastian Koch stehen sich als erbitterte Gegenspieler und Vertreter unvereinbarer Lebensentwürfe gegenüber. Ähnlichkeiten mit realen Persönlichkeiten aus dem Kunstbetrieb sind beabsichtigt, und doch sind alle Figuren fiktive Entwürfe.

Deutschland 2018
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Darsteller: Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer
189 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 1.11.

Mandy



„Mandy“ ist ein ultraharter, durchgestylter Höllentrip mit Heavy-Metal-Symbolik, dämonischen Motorradmutanten und surrenden Kettensägen, der das Zeug zum absoluten Kultfilm hat. Nicolas Cage war seit Jahren nicht besser.

Bei den Filmfestspielen von Cannes und Sundance waren sich Kritiker und Publikum einig: „Mandy“ ist ein neuer Kultfilm für die Ewigkeit
Rottentomatoes-Score von 100% „Nicolas Cage war seit Jahren nicht besser“ Seventh Row
Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfest 2018, Kinostart im November 2018

Inhalt:
Shadow Mountains, 1983: Der friedliebende Einzelgänger Red Miller kocht vor Wut und Trauer. Hilflos musste er mitansehen, wie seine große Liebe Mandy verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der charismatische Führer der religiösen Sekte „Children of the New Dawn“, hatte sie sich geschnappt und eiskalt in Flammen gesteckt – nur weil Mandy ihm nicht gefügig war. Red hat nun nichts mehr zu verlieren. Mit einer eigenhändig geschmiedeten Kriegsaxt in der Hand und einer Teufelsdroge in den Adern, die ihm übermenschliche Kräfte verleiht, macht er sich auf den Weg in einen blutigen Albtraum. Von wahnsinnigem Rachedurst getrieben, wird Red nicht eher ruhen, bis er Jeremiah und seine Jünger zur Strecke gebracht hat.

„Mandy existiert in seiner eigenen und über den Dingen stehenden Horror-Dimension“ (Daily Telegraph)

„Eine Synapsen-schmelzende Orgie von kosmischen Proportionen, die unglaublich Spaß macht“ (Sight and Sound)

USA 2018
Regie: Panos Cosmatos
Darsteller: Nicolas Cage, Andrea Riseborough, Bill Duke
116 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.11.

Suspiria

Remake des Kult-Klassikers von Dario Argentos aus dem Jahre 1977 von Luca Guadagnino, Regisseur von CALL ME BY YOUR NAME (Oscar 2018) und A BIGGER SPLASH.

Italien, USA 2018
Regie: Luca Guadagnino
Darsteller: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Chloe Grace Moretz
152 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.11.

November

Herbst in einem Dorf in Estland. Werwölfe, Geister und die Pest treiben ihr Unwesen, während die Bauern versuchen, den Winter zu überleben. Und dafür ist jedes Mittel recht! Es wird gestohlen, betrogen, die Menschen verkaufen ihre Seelen. In dieser sonderbaren Welt treffen sich zwei junge Menschen und erleben einen November voll seltsamer Ereignisse. Regisseur Rainer Sarnet hat dieses dunkle Erwachsenen-Märchen, frei nach Andrus Kivirähks Erfolgsroman „Rehepapp“, in kontrastreichem Schwarzweiß inszeniert.

„Ein Kultfilm von morgen.“ (goEast)

„Phantastisch, wunderschön und ergreifend.“ (The Hollywood Reporter)

Estland/Niederlande/Polen 2017
Regie: Rainer Sarnet
Darsteller: Dieter Laser, Taavi Eelma, Rea Lest
115 Minuten
OmU
FSK: ab 16 Jahren