Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 27.4.
Gimme Danger
Die Schlösser aus Sand
Guardians of the Galaxy Vol. 2 (englisches Original 2D)
voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.
Expedition Happiness
Ich. Du. Inklusion. - Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft
5 Frauen
Einsamkeit und Sex und Mitleid
Victoria – Männer & andere Missgeschicke
voraussichtlich ab Donnerstag 11.5.
Berlin Rebel High School
Rückkehr nach Montauk
Das Ende ist erst der Anfang
Ein Tag wie kein anderer
voraussichtlich ab Donnerstag 18.5.
Alien: Covenant (englische Originalfassung)
Beuys
Jahrhundertfrauen
voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.
Die Reste meines Lebens
Churchill
Berlin Syndrom
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (englische Originalfassung)
Song to Song
voraussichtlich ab Donnerstag 27.7.
Dunkirk (in 70mm Projektion)

Voraussichtlich ab Donnerstag 27.4.

Gimme Danger

Jim Jarmuschs Liebeserklärung an die „Stooges“, jener Band, die Mitte der 1960er Jahre die Musikszene aufmischte

Mitten in den 60er Jahren schlugen The Stooges mit ihrem gewaltigen und energischen Stil wie eine Bombe in die Musiklandschaft ein. Mit ihrem Mix aus Rock, Blues, R&B und Free Jazz hat die Band aus Ann Arbor, Michigan das Musikpublikum quasi überfallen und damit den Grundstein für das gelegt, was später gemeinhin als Punk und Alternative Rock bekannt wurde. Jim Jarmuschs „Gimme Danger“ ist die Chronik der Geschichte von The Stooges – eine der größten Geschichten des Rock’n’Roll.

Die Dokumentation wirft einen einzigartigen Blick auf die Erfolge und Misserfolge der Band und erzählt von Inspiration, dem harten Weg zu kommerziellem Erfolg und dem musikalischen Vermächtnis einer Band, die nicht nur musikalisch eine der wichtigsten ihrer Zeit war.

USA 2016
Regie: Jim Jarmusch
Darsteller: Iggy Pop
108 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.4.

Die Schlösser aus Sand

Ex-Liebespaar Éléonore und Samuel verbringt ein Wochenende dort, wo es früher glücklich war: in der Bretagne, am Meer, im Haus von Éléonores Vater. Elegante kleine Komödie, leicht melancholisch angehaucht, aber glücklicherweise vollkommen kitschfrei erzählt.

Weil sie das Haus ihres kürzlich verstorbenen Vaters verkaufen muss, fährt Éléonore noch einmal an den Ort, wo sie am glücklichsten war: in die wilde Bretagne. An ihrer Seite ist ihr Ex Samuel, denn Éléonore kann und will dieses schwierige und irgendwie endgültige Wochenende nicht allein verbringen, zumal sich über die Immobilienmaklerin Claire einige Kaufinteressenten angesagt haben. Zu viele Erinnerungen hängen an diesem Haus, und schnell wird klar, dass Éléonore und Samuel ihre Trennung nicht so richtig verkraftet haben. Éléonore bereut, dass sie Samuel mit einem Musiker betrogen hat, und Samuel scheint ebenfalls zu bedauern, dass er sie wegen dieser Affäre verlassen hat. Da ist noch so viel Vertrautheit und Anziehungskraft zwischen den beiden ehemaligen Liebenden, dass Samuels neue Lebensgefährtin vollkommen zu Recht eifersüchtig ist. Irgendwie kommen beide nicht so richtig aus sich heraus. Das bemerkt auch Claire, die nebenbei dafür sorgt, dass die beiden sich zwischendurch mal ein bisschen entspannen, so dass beinahe so etwas wie Urlaubsstimmung aufkommt; aber eben nur beinahe. Éléonore und Samuel stecken fest in ihren Rollen, sie kreisen um sich selbst, anstatt dem anderen zuzuhören. Und dann taucht plötzlich eine geheimnisvolle Frau auf …

Mit feinem Gespür für realistische Stimmungen und überraschende Situationskomik inszeniert Olivier Jahan ein literarisches Kammerspiel, das fast ausschließlich im und am Haus von Éléonores verstorbenem Vater spielt, das von Trauer handelt, vom Abschiednehmen und vom Miteinander. Doch trotz des Settings hat die Inszenierung nichts Theaterhaftes. Mit sanfter Ironie, in der sich Eric Rohmer und Woody Allen zu begegnen scheinen, serviert Olivier Jahan allwissende Erzähler, die als Off-Stimmen im Hintergrund die Handlung kommentieren. Doch wirkt diese Form hier alles andere als altmodisch – im Gegenteil! Trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit bleibt die Handlung spannend, nicht zuletzt wegen einiger hübscher Zitate quer durch die Filmgeschichte und aufgrund der gut gezeichneten Charaktere. Emma de Caunes und Yannick Renier sind nicht nur ein schönes Paar, sondern es gelingt ihnen, sehr beiläufig eine glaubhafte Entwicklung zu zeigen. Und nun können sie nicht ohneeinander und nicht miteinander. Und das ist dann sehr romantisch.

Frankreich 2015
Regie: Olivier Jahan
Darsteller: Emma de Caunes, Yannick Renier, Jeanne Rosa
102 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.4.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (englisches Original 2D)

Ring frei für den zweiten aberwitzigen Weltraum-Action-Spaß rund um den mit dem ersten Teil zum Superstar avancierten Chris Pratt alias Starlord. Der einzige Unterschied bei der abermals von James Gunn mit viel Lust an der Subversion und schrägen Humor erzählten Außenseitersaga: Beim ersten Mal waren die Guardians noch die Underdogs, jetzt sind sie Favoriten. Und sie werden den Erwartungen gerecht, haben sich ihre unberechenbaren Charme aber erhalten.

USA 2017
Regie: James Gunn
Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista
136 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.

Expedition Happiness

Einmal durch ganz Amerika fahren, und zwar vom Norden in Alaska ganz in den Süden nach Argentinien: Felix Starck und seine Freundin Selima Taibi wollen sich diesen Traum erfüllen. Wo letztendlich ihr Ziel sein wird, wissen die beiden auch nach sechs Monaten ihres Trips nicht. Eine Geschichte über Träume, Spontaneität und die Liebe zum Reisen.

„Routine ist der Feind des Fortschritts“ – finden Felix Starck, Filmemacher („Pedal the World“) und seine Freundin Selima Taibi, Sängerin, besser bekannt als Mogli. Sie haben sich kennengelernt, als er den Globus mit seinem Fahrrad umrundete und sie ihn einige Wochen in Neuseeland begleitete. Entstanden ist daraus mit „Pedal the World“ der erfolgreichste deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahre. Die beiden leben im kreativen Berlin, als sie die Idee zu ihrem neuesten Projekt „Expedition Happiness“ haben. Vom Weltreisen zurück fällt ihnen in der lauten, dreckigen Stadt die Decke auf den Kopf. War es das? Liegt das Lebensglück in einem Loft in Wedding? Wieso Berlin? Wieso Deutschland? Und wieso eigentlich ein fester Wohnsitz? Als sie im Internet einen alten Schulbus entdecken, ist sofort klar - das ist es. Nur 4 Wochen später sitzen sie im Flieger nach Amerika. Mit im Gepäck jede Menge Kameraausrüstung, um das Erlebte zu dokumentieren

Ein Filmemacher, eine Sängerin, ein Berner Sennenhund und ein Schulbus, den die beiden zu einem „Loft on Wheels“ umgebaut haben, das sind die Zutaten einer Reise quer über den amerikanischen Kontinent, von Alaska bis Mexiko. Sie sehen wilde Wölfe, Elche und einen Grizzly. Sie reisen zu Gletschern und durchqueren Wüsten und Dschungel. Hund Rudi wird operiert und die mexikanische Armee kreist sie nachts ein. Sie stehen vor dem höchsten Gipfel und am tiefsten Punkt Nordamerikas - Sinnbild für die Achterbahnfahrt ihrer Gefühle, an denen sie den Zuschauer teilhaben lassen. „Expedition Happiness“ ist nah, tief, ungefiltert und sehr persönlich. Ein Abenteuer und eine Suche nach dem Glück, jenseits aller ausgetretenen Pfade. Felix Starck und Selima Taibi („Mogli“) haben den neuen Film genau wie den Kinoerfolg „Pedal the World“ komplett alleine produziert und bringen ihn auch selbst in die Kinos. Untermalt ist der Film mit dem wundervolle Soundtrack von Mogli, die ihre einfühlsamen Songs auf dieser Reise geschrieben hat.

Deutschland 2017
Regie: Felix Starck
Darsteller: Felix Starck, Selima "Mogli" Taibi
95 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.

Ich. Du. Inklusion. - Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft

Dokumentarfilm, der am Beispiel von fünf Grundschülern einen offenen und direkten Schulalltag zeigt und wie es ist, wenn der Inklusionsanspruch auf Wirklichkeit trifft.

Seit Sommer 2014 haben in Deutschland Kinder mit Unterstützungsbedarf einen Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht in den Regelschulen. Viele Förderschulen wurden daraufhin geschlossen. Man könnte meinen, dass anfängliche Schwierigkeiten durch die strukturelle Erneuerung mittlerweile nachgelassen haben und Lösungsansätze sich bewährt hätten. Hört man allerdings die Stimmen derer, die am Prozess der Inklusion beteiligt sind, bekommt man den Eindruck, dass auch nach zwei Jahren noch viele Fragen offen, noch viele Probleme ungelöst sind. Und wer ist schuld? Sind es die Lehrerinnen und Lehrer, die den Inklusionsprozess blockieren, weil sie sich überfordert fühlen – wie beispielsweise der Verein „Mittendrin“, der die Eltern der Kinder mit Unterstützungsbedarf vertritt, meint? Oder fehlt es schlicht an Budget oder an anderen Ressourcen? Viele werfen der Politik vor, die Schulen mit der Umsetzung allein zu lassen und nicht genug Unterstützung anzubieten. Auch fehlte es an ausreichend qualifizierten Kräften.

Der 90-minütige Dokumentarfilm „Ich. Du. Inklusion.“ begleitet zweieinhalb Jahre 5 Grundschüler mit und ohne Unterstützungsbedarf. Sie sind Teil des ersten offiziellen Inklusionsjahrgangs an der Geschwister-Devries-Schule in Uedem (NRW).

„Die große emotionale Resonanz auf die Ankündigung des Kinostarts von „Ich.Du.Inklusion. Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“ hat uns überwältigt. Es besteht ein riesen Bedarf sich mit dem Thema auseinanderzusetzen… im Grunde betrifft es alle: Eltern, Schüler, Lehrer, alle die sich an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen möchten. Mit mehr als 50 Kinos, die den Film bundesweit ab dem 4. Mai spielen, werden wir unseren bislang größten Kinostart in der Geschichte des Verleihs haben. Es ist eine Bestätigung für uns wie relevant Dokumentarfilm noch heute ist und wie viel er noch bewegen kann.“ Holger Recktenwald, mindjazz pictures.

„Ich bin gerührt. Dass die Ankündigung eines Dokumentarfilms solche Reaktionen auslösen könnte, davon hab ich nicht mal zu Träumen gewagt. Das Frage, wie Inklusion in der Schule gelingen kann, bewegt viele.“ Thomas Binn, Regisseur

Dokumentarfilm
Deutschland 2017
Regie: Thomas Binn
95 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.

5 Frauen

Fünf Freundinnen sehen sich plötzlich mit der Vergangenheit und mit den Gespenstern ihrer Freundschaft konfrontiert. Thrillerdrama mit wunderbaren Bildern aus der französischen Provinz und einer einfallsreichen Kameraarbeit

Fünf ehemalige Mitschülerinnen eines Internats treffen sich in Südfrankreich, wo eine von ihnen im Landhaus ihrer Eltern lebt: Marie (Anna König) ist Malerin und versucht, mit ihren Bildern das Trauma einer Vergewaltigung zu überwinden. Das wissen alle, und alle unterstützen Marie, die damals die Tat nicht angezeigt hat, sondern offenbar sehr erfolgreich allein mit der Last fertig werden wollte. Anna und Nora, beide streng seriös, in festen Partnerschaften und mit Kind, freuen sich ebenso wie die ziemlich flippige Schauspielerin Ginette auf dieses Frauenwochenende. Die Fünfte im Bunde, Steffi, trifft erst am 2. Tag ein und verpasst deshalb eine ereignisreiche Nacht: Ginette mischt ein paar interessante Pilze in den Salat, die so halluzinogen wirken, dass die vier Frauen schnell in einen Rausch geraten, der sie erst ins Nirwana und später in die Hölle führt. Denn mitten in der Nacht taucht plötzlich ein Eindringling auf, ein Mann, der von Marie überrascht wird. Anna und Nora wollen Marie beschützen und erschlagen den Fremden. Die Leiche soll dann beseitigt werden, doch dann taucht ein weiterer Mann auf – ein irritierend sympathischer und gutaussehender Typ, der behauptet, er sei auf der Suche nach seinem Bruder. Wegen einer Autopanne wären sie liegen geblieben und sein – übrigens stummer! – Bruder sollte Hilfe holen. Ob man ihn vielleicht gesehen hätte?

In seinem außergewöhnlichen Regiedebüt vor der Traumkulisse Südfrankreichs lässt Bestsellerautor Olaf Kraemer („High Times“. „Mein wildes Leben“) die titelgebenden Frauen in einem aufregendem Wochenende voller Erotik und menschlicher Abgründe die Tiefen ihrer Freundschaft ausloten. Dabei kann er sich voll auf seinen frischen Cast um Julia Dietze und Odine Johne verlassen, der die Bezeichnung Frauenpower in jeder Hinsicht rechtfertigt.

Deutschland 2016
Drehbuch und Regie: Olaf Kraemer
Darsteller: Julia Dietze, Odine Johne, Anna König, Korinna Krauss, Kaya Marie Möller,
98 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.

Einsamkeit und Sex und Mitleid

Episoden-Drama über die Liebe in neurotischen Zeiten. Clever konstruiert, mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert sowie einem schillernden Figurenkarussell. Umwerfend komisch, unheimlich traurig: Ein funkelnder Diamant des Arthaus

Die Lage der Nation in Sachen Liebe, könnte dieses kuriose Kaleidoskop überschrieben sein. Flüsternde Erzählerstimmen geben eine Einführung in das famose Figurenkabinett. Da wäre der Thomas (Jan Henrik Stahlberg), ein Polizist mit latentem Rassismus-Problem. „Hör mir mal zu, du kleiner Bimbo!“, raunzt er ein Kind im Zug an. Dessen entsetzte Mutter beschimpft er als „Affenmutti“. Wenig später wird er einen jungen Araber provozieren und angreifen. Thomas mimt gern den Macho vor seiner verschüchterten Kollegin Carla (Friederike Kempter), mehr als ein gemeinsamer Sauna-Besuch läuft jedoch nicht. Supermarktleiter Uwe (Peter Schneider) geht die Sache pragmatischer an, er macht Kontakte übers Internet, wie zum Beispiel mit Künstlerin Janine (Katja Bürkle). Dem blasierten Smalltalk über Gin-Sorten an der coolen Bar folgt die schnelle Nummer auf dem Behinderten-Klo. Da ist Uwes Ex beim Sex schon wählerischer. Sie bucht Callboy Vincent (Eugen Bauder) mit höchst detaillierten Vorstellungen. Bei der Teenager-Liebe knirscht es gleichfalls im Gefühlsgebälk. Dem sensiblen Johannes (Aaron Hilmer) macht eine Sekte die Hölle heiß, als er erste Mädchenträume beichtet. Sein Objekt der Begierde Swentja (Lilly Wiedemann), muss sich derweil den forschen Mahmud (Hussein Eliraqui) vom Hals halten...

So kompliziert und abstrus diese „Wer liebt wen, warum und wie?“-Geschichten klingen mögen, so lässig und verspielt sind sie miteinander verwoben. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen sowie neue Verknüpfungspunkte, die für verblüffende Wow-Effekte sorgen. Die klassischen Beziehungsthemen wie die Suche nach Liebe, die Angst vor Einsamkeit oder das Verlangen nach Sex werden satirisch flott aufgemischt und mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert. Beim Scheitern dieser Helden ist der Zuschauer prompt mittendrin, statt nur dabei. Die wortwitzigen Dialoge („Du bist bipolar! Nein, ich weiß: Laktoseintolerant!“) fallen dabei so gelungen aus wie die Situationskomik. Vom beweglichen Sex-Cartoon auf der Teenager-Innenhand über die Gefahren von Staubsauger-Robotern für einsame Singles bis zu den Vorzügen von Wurstabschnitten oder einem bemalten Mops, der nur mühsam gereinigt werden muss. Als Sahnehäubchen zum Schluss stimmen alle Akteure vereint beim Abspann den Peter Maffay-Schlager „Du“ an. Der Text fällt freilich etwas egozentrischer aus als im Sommerhit von 1970 - nun heißt es: „Ich bin alles, was ich habe auf der Welt. Ich bin alles, was ich will. Ich allein kann mich verstehen.“. So schließt sich musikalisch der Kreis zum Filmtitel im Versmaß der Nationalhymne.

Deutschland 2017
Regie: Lars Montag
Darsteller: Jan Henrik Stahlberg, Bernhard Schütz, Friederike Kempter, Lilly Wiedemann, Hussein Eliraqui, Aaron Hilmer, Eugen Bauder
119 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.5.

Victoria – Männer & andere Missgeschicke

Eine Anwältin steuert geradewegs in eine Lebenskrise. Elemente eines Dramas verbinden sich mit satirischen Momenten, auch Sex und die Liebe kommen nicht zu kurz, im Mittelpunkt steht dabei stets die vielschichtige, schwer zu fassende Titelfigur.

Victoria (Virginie Efira) ist Ende 30 und erfolgreiche Anwältin in Paris. Dazu ist sie außerordentlich attraktiv, zieht zwei Kinder groß, wechselt die Psychiater fast so oft wie ihre Liebhaber und wird nun auch noch von ihrem ehemaligen Freund Vincent (Melvil Poupaud) gebeten, ihn vor Gericht zu vertreten. Dieser wurde des Mordversuchs bezichtigt, soll seiner Freundin bei einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier ein Messer in den Bauch gerammt haben. Als Besucherin der Hochzeit und ehemalige Freundin des mutmaßlichen Täters ist Victoria eigentlich befangen, doch sie nimmt den Fall dennoch an. Der ehemalige Kleindealer Sam (Vincent Lacoste), den sie einst vor dem Gefängnis bewahrte, was ihr ewige Dankbarkeit und seine totale Hingabe bescherte, hilft ihr bei der Recherche, kümmert sich jedoch vor allem um die Kinder und den Haushalt. Auch für Victorias Probleme mit wechselnden Männerbekanntschaften hat Sam stets ein offenes Ohr und hofft doch darauf, dass Victoria ihn endlich auch als Mann wahrnimmt.

Anfangs wirkt „Victoria - Männer und Andere Missgeschicke“ wie eine typisch überdrehte Komödie, bei der eine Figur, die lange Zeit allein und in größter Selbstständigkeit durchs Leben ging, an die Grenzen ihrer Kräfte kommt und langsam lernt, Hilfe anzunehmen. Andererseits fügt Justine Triet in ihrem zweiten Langfilm auch Elemente des Gerichtsfilms ein. In viele Richtungen bewegt sich Triets Film also, wechselt fortwährend den Tonfall, was ihm etwas Unruhiges, Rätselhaftes, aber auch große Faszination verleiht. Allein das Bild ihrer Geschlechtsgenossinnen, das Triet zeichnet lässt sich kaum auf einen Punkt bringen: Selbstbewusste, eigenständige Frauen zeigt sie einerseits, andererseits aber auch von Männern abhängige, ja geradezu besessene Wesen, die wie Vincents Freundin, geradezu im Wochentakt die Meinung über ihren Freund und oder Angreifer ändert. Einfache Antworten auf Fragen des Zwischenmenschlichen gibt es hier nicht, und auch wenn Triet beim mal komödiantischen, mal satirischen Spiel mit Geschlechterrollen und Paarbeziehungen manches Mal das Heft aus der Hand gleitet: Uninteressant ist ihr Film in keinem Moment. Und allein dass sie ihrer Hauptdarstellerin in Umkehr der auch im französischen Kino sonst allzu üblichen Muster einen deutlich jüngeren Mann als Ideal an die Seite stellt, macht „Victoria - Männer & Andere Missgeschicke“ bemerkenswert.

Frankreich 2016
Regie & Buch: Justine Triet
Darsteller: Virginie Efira, Vincent Lacoste, Melvil Poupaud, Laurent Poitreneux, Laure Calamy, Alice Daquet
97 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.5.

Berlin Rebel High School

Die selbstverwaltete „Schule für Erwachsenenbildung“ (SFE) in Berlin-Kreuzberg ermöglicht jungen Menschen auf dem zweiten Bildungsweg die Prüfungsvorbereitung auf den mittleren Schulabschluss und das Abitur. Die Doku begleitet einige von ihnen

Alexander ist Anfang zwanzig und hat schon mehr als zehn Schulen besucht, überall gab es Ärger, denn mit Autoritäten kommt er nicht klar. Lena schmiss die Schule für eine Flucht aus ihrem einengenden Heimatdorf, und Hanil aus Aachen war zu faul und bekifft, um das Abi zu schaffen. Die drei Teenager und ihre Mitschüler wollen die Hochschulreife nun nachholen und besuchen die Kreuzberger „Schule für Erwachsenenbildung“, wo engagierte Lehrer sie auf die Prüfungen vorbereiten. Das Besondere an der 1973 gegründeten SFE ist die Selbstverwaltung: 142 Euro Schulgeld pro Schuljahr sichern der Bildungsanstalt finanzielle Unabhängigkeit. Die Angestellten von der Bürokraft bis zum Lehrer erhalten einen Bruttostundenlohn von 12,50 Euro, die Schüler dürfen auf den Vereinsversammlungen mitbestimmen. Noten gibt es in dem anti-autoritären Bildungsverein nicht, auch keinen Direktor, dafür Feedbackrunden und einen persönlichen Kontakt zum Lehrpersonal. Die Prüfungsvorbereitung findet zwischen Graffitis und dem Hund der Klassenkameradin statt. Ob die Schüler ihre zweite Chance nutzen, liegt in ihrer eigenen Verantwortung. Nicht alle können ohne äußeren Druck bei der Sache bleiben...

Es ist ein zentrales Thema des Films, wie unterschiedlich die Jugendlichen mit dem fehlenden Druck umgehen, inwieweit sie die nötige Reife mitbringen. Die Struktur folgt den Phasen, die eine Lehrerin als typisch beschreibt: Auf die anfängliche Begeisterung folgt erst schleichende Ernüchterung, dann (zumindest bei den meisten) die produktive Panik vor der Prüfung. Gerade im letzten Kapitel merkt man, wie sehr einem die Protagonisten ans Herz gewachsen sind. Von der Machart her fällt Alexander Kleiders Doku konventionell aus. Die Schüler und Lehrer kommen in klassischen Interviewsituationen zu Wort, Kurzausflüge in die Heimatstädte spüren der Vergangenheit der Schüler nach, und Kamerafahrten über die Dächer Berlins schaffen hergebrachte Szenenübergänge. Am besten trifft noch der verspielte Soundtrack aus elektronischer Popmusik den rebellischen Geist der SFE, deren basisdemokratischer Ansatz auf jeden Fall bedenkenswert ist.

Deutschland 2017
Regie: Alexander Kleider
92 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.5.

Rückkehr nach Montauk

Die Premiere seines neuen Buches führt einen Schriftsteller nach New York, wo er seine alte Liebe wieder trifft. Großartig besetztes Liebesdrama und Hommage an Max Frisch

Der Schriftsteller Max Zorn (Stellan Skarsgård) kommt zu seiner Buchpremiere nach New York. Seine junge Lebensgefährtin Clara (Susanne Wolff) ist ihm vorausgereist, um an der US-Veröffentlichung mitzuarbeiten. In seinem Roman schreibt Max vom Scheitern einer Liebe in dieser Stadt. Nicht ganz zufällig trifft er Rebecca wieder, die Frau von damals (Nina Hoss). Sie ist inzwischen eine sehr erfolgreiche Anwältin, ursprünglich aus Ostdeutschland und seit 20 Jahren in New York. Sie beschließen, noch einmal ein Wochenende miteinander zu verbringen. Es ist Winter in Montauk, dem kleinen Fischerhafen mit dem berühmten Leuchtturm am Ende von Long Island. Zwei Strandstühle am windgepeitschten Meer. Sie warten auf zwei Menschen, die einander für lange Zeit verloren hatten. Nun kehren sie zurück, voller Trauer um das versäumte Leben und Hoffnung auf die Zukunft. Die Körper erinnern sich, aber sie wissen nicht, ob sie die Zeit ungeschehen machen können. In Montauk werden sie es herausfinden.

Volker Schlöndorff über seinen Film: „Montauk“, heißt es, sei das Buch von Max Frisch, das bleiben wird. Während meiner Arbeit mit ihm an „Homo Faber“ haben wir oft über diese Erzählung gesprochen, und wir waren uns einig, dass sie zu autobiografisch sei, um sie zu verfilmen. Viele Jahre später bin ich durch ein Gespräch mit dem irischen Schriftsteller Colm Tóibín darauf gekommen, eine ähnliche Geschichte heute zu erzählen: Ein Schriftsteller kommt mit seiner Partnerin nach langer Zeit zurück nach New York und trifft dort auf eine Frau aus seiner Vergangenheit. Ein guter Roman basiert, laut Henry James, auf „erlebtem Leben“ (life lived). Mit einem Film sollte es nicht anders sein. Unser Schriftsteller hat seine Geschichte, seine Liebe aufgeschrieben. Doch in der Erinnerung der Frau, um die es geht, war alles ganz anders. Was mich reizt, ist auf Rückblenden zu verzichten. Denn was sollten sie abbilden: die genaue Erinnerung der Frau oder die literarische Erzählung des Mannes? Die Gefühle der beiden füreinander sind nach wie vor sehr stark. Auch die Körper erinnern sich. Hat sich seit damals etwas verändert? Haben sie sich verändert? Können sie das Versäumte einholen?“

Deutschland, Frankreich 2017
Regie: Volker Schlöndorff
Darsteller: Stellan Skarsgård, Nina Hoss, Bronagh Gallagher
106 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.5.

Das Ende ist erst der Anfang

Zwei abgehalfterte Kopfgeldjäger geraten auf der Suche nach einem Handy in absurde Abenteuer. Obwohl Weltuntergangsstimmung herrscht, geht’s im dystopischen Plot insbesondere doch auch um die Liebe und Mitmenschlichkeit.

Das Ende der Welt ist in Bouli Lanners viertem abendfüllendem Spielfilm angekündigt. Könnte man beim Blick auf die Industrieruinen und die scheinbar am Rande jeder Zivilisation liegende graue und triste Landschaft tatsächlich meinen. Esther und Willy glauben tatsächlich auch, dass bald schon die Apokalypse hereinbricht. Das Pärchen ist nach dem Ausbruch aus einer Psychiatrie auf der Flucht, ihr Weg führt sie entlang einer wie ein Viadukt auf Stelzen geradlinig in die Landschaft gepflanzten Trasse, die Lanners in der Nähe von Orléans gefunden hat. Ein bisschen wirkt diese Kulisse wie eine „Road to nowhere“. Und so ist es ja auch tatsächlich für das wie Obdachlose umherstreifende Pärchen: sie sind auf der Suche nach Esthers Tochter, von der sie aber gar nicht so genau weiß, wo die sich aufhält. Auch Bouli Lanners ist ein Suchender. Zusammen mit Albert Dupontel bildet er ein älteres Kopfgeldjägerduo, deren aktueller Auftrag lautet, das vermutlich gestohlene Handy ihres Bosses zu finden. Die Suche bringt sie zufällig auch mit Esther und Willy zusammen. Und nicht nur denen. Auch ein paar wild mit Waffen herumfuchtelnde Gesetzlose kreuzen auf, ebenso ein Herr, der sich Jesus nennt und später wie zum Beweis ein Loch in seiner Hand haben wird...

Was vielleicht etwas kryptisch und verschwurbelt klingt, macht in seiner nebulösen Beschreibung aber insofern Sinn, als es die Neugier auf die Geschehnisse in diesem von rätselhaften Figuren, religiösen Metaphern und abzweigenden Nebenhandlungen bevölkerten Krimi und Drama erhält und weckt. Großartig ist, wie Lanners die mal tragischen, mal komischen Stränge und Elemente zusammenführt und immer wieder mit leiser Ironie, aber auch unverhofften Momenten zu punkten weiß. Wortkarg inszeniert hat er auch in seinen früheren Filmen schon immer gerne, und ruppig dürfen seine Figuren, die man durchaus in sein Herz schließen kann, auch sein. Der Humor ist, wie kann’s anders sein, tiefschwarz. Wie eingangs erwähnt gefällt dieser von einem schönen Independent-Western-Soundtrack untermalte Film auch durch seine die triste Landschaft stimmungsvoll festhaltenden Aufnahmen. Wenn da der Blick in den verhangenen Wolkenhimmel von unheilvoll grummelnden Geräuschen begleitet ist, dann ist das die richtige Stimmung für einen Plot, der zwar von der Finsternis, der Gewalt und auch dem Tod handelt, in denen sich aber auch die Liebe Bahn bricht.

Frankreich/Belgien 2015
Regie/Buch: Bouli Lanners
Darsteller: Bouli Lanners, Albert Dupontel, David Murgia, Aurore Broutin, Suzanne Clément, Philippe Rebbot, Michael Lonsdale, Max von Sydow
98 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.5.

Ein Tag wie kein anderer

Um den Schmerz über den Tod seines Sohnes zu lindern, konsumiert er dessen Cannabis-Vorräte, wodurch sich dem notorischen Griesgram ganz neue Welten eröffnen. Stimmige Figuren, starke Schauspieler sowie ein gutes Händchen für Situationskomik machen aus dem bitteren Stoff eine bewegende Tragikomödie der gelungenen Art

Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Weil Eyal besonders große Sorgen hat, hofft er auf die beruhigende Wirkung von Cannabis. Sein Sohn bekam es als Schmerzmittel von den Ärzten im Hospiz. Nachdem der 25-Jährige dem Krebsleiden erlegen ist, findet der Vater durch Zufall dessen Marihuana-Vorrat. Für ihn der Strohhalm, seinen großen Schmerz ein wenig erträglich zu machen. Schließlich scheitert der Alte kläglich daran, sich das Tütchen zu drehen. Die einzige Hoffnung wäre Zooler, der Sohn der Nachbarn – mit denen liegt die Familie freilich schon länger im Streit. Der Wille zum Kiffen versetzt die Berge von Stolz. Der junge Nachbar bringt den alten Griesgram mit seiner Fröhlichkeit schließlich erfolgreich auf andere Gedanken. Von der wunderbaren Freundschaft des ungleichen Duos sind nicht alle begeistert „Kannst du aufhören, mit meinem Sohn herumzuhängen!“, meckert der Nachbar, mit dem seit langem nicht mehr gut Kirschen essen ist.

Der alte Kauz und der junge Freak, diese Mischung sorgen für reichlich Konfliktpotenzial und nicht minder viele Möglichkeiten für lakonische Situationskomik. „Die Vermischung des Traumatischen mit dem Absurden“, beschreibt Regisseur Asaph Polonsky sein Ziel, wobei er sich auf überzeugende Darsteller verlassen kann. Allen voran Shai Avivi, der den störrischen Griesgram derart feinfühlig gibt, dass die anfängliche Antipathie sich alsbald in verständnisvolles Mitgefühl verwandelt. Besonders eindrucksvoll gelingt das bei einer Schlüsselszene am Friedhof. Weil er eine Frist versäumt hat, wurde das Grab neben dem Sohn nicht wie geplant für die Eltern reserviert, sondern an andere Leute vergeben. Der tobende Eyal reißt cholerisch das neue Namensschild aus der Erde. Zufällig wird er Zeuge der bewegenden Grabrede für die fremde Verstorbene. Damit tauchen plötzlich all die Erinnerungen an die eigene, verdrängte Trauer auf. Eine Montage mit geschnittener Rückblende visualisiert raffiniert den emotionalen Schock, den der Tod des Sohnes ausgelöst hat. Wiederum gelingt die heikle Balance der Gefühle perfekt, dem großen Schmerz dieser Sequenz folgt sofort eine komische Szene als Ausgleich. So wird aus dem bitteren Stoff über Krebs und Tod eine bewegende Tragikomödie der gelungenen Art. Humor erweist sich einmal mehr als taugliches Mittel, mit tragischen Themen umzugehen.

Israel 2016
Regie: Asaph Polonsky
Darsteller: Shai Avivi, Evgenia Dodina, Tomer Kapon, Sharon Alexander, Uri Gavriel
98 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.5.

Alien: Covenant (englische Originalfassung)

Meister-Regisseur Ridley Scott meldet sich mit einem weiteren düsteren Kapitel seiner SciFi-Horror-Saga zurück

Die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant ist unterwegs zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Sie entdeckt - wie sie glaubt - ein unerforschtes Paradies, aber tatsächlich ist es eine dunkle, gefährliche Welt. Als die Crew mit einer ihre Vorstellungskraft übersteigenden Bedrohung konfrontiert wird, muss sie einen grauenvollen Fluchtversuch unternehmen.

Ridley Scott kehrt mit „Alien: Covenant“ zu dem von ihm erschaffenen Universum zurück, einem neuen Kapitel in seiner bahnbrechenden „Alien“ Franchise. Der Film verfolgt dasselbe Thema wie schon Scotts 1979 erschienener Film „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ und ist zugleich eine Fortsetzung des Films „Prometheus – Dunkle Zeichen“ aus dem Jahr 2012. „Alien: Covenant“ ist nach Aussage von Ridley Scott die erste von insgesamt drei Fortsetzungen, die nach „Prometheus“ folgen sollen. In einem Interview mit dem US-Ticketportal Fandango nannte Ridley Scott bereits den Titel des nächsten Films: „Alien: Awakening“. Dieser Teil soll zeitlich zwischen „Prometheus“ und „Covenant“ spielen. Nachdem Michael Fassbender bereits 2014 angekündigt hatte, in der Fortsetzung von „Prometheus“ mitwirken zu wollen, bestätigte Scott dies im September 2015 offiziell. Fassbender wird wieder die Rolle des Androiden David übernehmen und zudem dessen weiterentwickelte Version Walter spielen. Die Rolle des zentralen weiblichen Charakters Daniels wurde mit Katherine Waterston besetzt. Im Februar 2016 wurde bekannt, dass der australische Schauspieler Alex England eine Rolle im Film erhalten hatte. Im März 2016 stieß Ben Rigby zur Crew. Wie im Oktober 2016 bekannt wurde, wird Guy Pearce im Film, wie bereits in „Prometheus – Dunkle Zeichen“, in der Rolle von Peter Weyland zu sehen sein, dem milliardenschweren Gründer von Weyland Corp., der die Prometheus-Expedition von Dr. Elizabeth Shaw zum Planetoiden LV-223 finanzierte. James Franco übernimmt im Film die Rolle von Branson.

USA 2017
Regie: Ridley Scott
Darsteller: Katherine Waterston, Michael Fassbender, James Franco
122 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.5.

Beuys

Durch eine furiose, kluge Collage unzähliger Bild- und Tondokumente entstandenes Porträt des Ausnahmekünstlers

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Regisseur Andres Veiel und seine Editoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer furiosen, klugen Collage unzähliger, oftmals bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente das Bild eines einzigartigen Menschen und Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte. „Beuys“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume, mitreißend, provozierend und verblüffend gegenwärtig.

Andres Veiel über seinen Film: „Beuys hat mich geprägt, schon als Jugendlicher in den späten 70er Jahren. Er sah in der Kunst eine Kraft, um in gesellschaftliche Prozesse einzugreifen. Kunst sollte die Wände der Museen aufbrechen, nach draußen wirken. Seine Arbeiten sah er als Katalysatoren, als Kraftspeicher und Batterien gesellschaftlicher Veränderung. Beuys war von der Einzigartigkeit des Menschen überzeugt. Er sah in jedem Menschen ein Potenzial von aktiver gesellschaftlicher Gestaltungskraft. Geschichte passiert uns nicht nur, sondern wir sind es selbst, die sie gestalten. Die Auseinandersetzung mit Beuys hat mich bei all meinen Filmen und Stücken begleitet. Es war der Hase in Beuys, der mich immer wieder überraschte. Und dem ich zugetan blieb. Mein Film über Beuys folgt dieser offenen Nähe. Im Lauf der Jahre hatte ich viele neue Fragen an ihn, in der Auseinandersetzung mit den Materialien von und mit ihm bin ich ihnen nachgegangen. Vieles lasse ich weg, Vollständigkeit hat mich nicht interessiert. Zugleich ist Beuys für mich auch nach jahrelanger Auseinandersetzung immer noch ein Mensch, der sich entzieht, der in vielen Bereichen voller Widersprüche ist und damit voller Geheimnisse. Deshalb war mir eine offene, assoziative Erzählweise wichtig, die Raum lässt für eine eigene Haltung Beuys gegenüber und die Möglichkeit gibt, Beuys selbst zu entdecken. Womöglich mit einem Lachen.“

Deutschland 2017
Regie: Andres Veiel
107 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.5.

Jahrhundertfrauen

Coming-of-Age-Geschichte, in der einem Teenager zwei Freundinnen den Vater-Ersatz bieten sollen. Zauberhaftes Zeitgeist-Kaleidoskop der späten 70er Jahre samt pfiffiger Dialoge. Originelles Indie-Kino für Herz und Kopf!

Von dem deutschen Filmtitel sollte man sich nicht irritieren lassen. Dies ist kein bebilderter Wikipedia-Artikel über weibliche VIPs, sondern der nächste, gelungene Komödien-Streich von Indie-Filmer Mike Mills („Beginners“), der es mit seinem Drehbuch diesmal bis ins Oscar-Rennen geschafft hat. Erzählt wird die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Dorothea Fields (Annette Bening), die im Kalifornien Ende der 70-er Jahre mit der Erziehung des heranwachsenden Sohnes Jamie ins Stolpern kommt. Um den fehlenden Mann im Haus zu ersetzen, baut Mama spontan auf Frauen-Power: Die selbstbewusste Fotografin Abbie (Greta Gerwig) sowie Teenager Julie (Elle Fanning), die beste Freundin ihres Sohnes seit Kindergarten-Tagen, sollen fortan solidarisch bei der Erziehung mithelfen. Der sensible Jamie reagiert zunächst nicht unbedingt begeistert auf diese unorthodoxe Pädagogik-Maßnahme, aber er lässt sich auf den Deal ein und erkennt fortan schnell die Vorteile als Hahn im Korb.

Mit zwei verschiedenen Erzählerstimmen (von der Mutter und vom Sohn) sowie raffiniert eingebauten Rückblenden wird die Coming-of-Age-Geschichte kunstvoll konstruiert und ganz nebenbei ein Zeitgeist-Kaleidoskop geboten. Sei es mit jener berühmten TV-Rede von Jimmy Carter, der engagiert den Konsum und die Gier seiner Landsleute geißelt. Oder mit den Problemen, die man als bekennender Fan der ziemlich intellektuellen „Talking Heads“ in der Provinz bekommen kann. Im Kern steht freilich das Familienleben, das von kleinen Alltagsproblemen bis zu großen dramatischen Einschnitten wie Krebserkrankungen stets mit lässig lakonischem Humor beleuchtet wird. Das ausgesprochen hübsch entwickelte, zudem psychologisch plausible Figurenkabinett wird von einem exzellenten Ensemble verkörpert, dem die Spielfreude spürbar anzumerken ist. Für zusätzliches Vergnügen sorgt neben den gut geschliffenen Dialogen ein Sahnehäubchen-Soundtrack, der von David Bowie über The Clash und Devo bis zu den Talking Heads reicht. Bevor die Nostalgie allzu heimelig ausfällt, gibt es aus Muttis Erzählermund die warnende Vorhersage: „Sie ahnen nicht, dass dies das Ende des Punk ist. Sie wissen nicht, dass Reagan kommt und Bush und Clinton“. Wie schon bei „Thumbsucker“ und „Beginners“ gilt für den talentierten Mister Mills erneut: Originelles Indie-Kino für Herz und Kopf!

USA 2016
Regie: Mike Mills
Darsteller: Annette Bening, Greta Gerwig, Elle Fanning, Lucas Jade Zumann, Billy Crudup
118 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.

Die Reste meines Lebens

Nach dem Tod seiner Freundin beginnt für einen jungen Tonkünstler mit der lebensfrohen Milena ein Neuanfang. Mit sommerlicher Wärme und flirrender Heiterkeit erzählt Jens Wischnewski eine sensible Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer und den tiefen Glauben an das Leben.

Schimon (Christoph Letkowski) ist ein Glückskind. In San Francisco hat er die Liebe seines Lebens gefunden und seine Leidenschaft für die Welt der Töne zum Beruf gemacht. Er ist überzeugt, dass es das Schicksal gut mit ihm meint. „Es kommt immer so, wie es kommen soll.“ – hat ihm schon sein Großvater prophezeit. Doch als er zurück nach Deutschland zieht, verliert er alles. Trotzdem hält er an seiner positiven Lebenseinstellung fest und kämpft statt zu resignieren. Er scheint Recht zu behalten. Als er der lebensfrohe Milena (Luise Heyer) begegnet, verliebt er sich Hals über Kopf und ist bereit für einen Neuanfang. In einer Achterbahnfahrt der Gefühle muss er herausfinden, ob es das Schicksal wirklich gut mit ihm meint.

Die Liebe zum Film zieht Jens Wischnewski vom Hohenloher Land nach München, Prag und Köln. In seinem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg inszeniert er unter anderem den mehrfach ausgezeichneten Film „Livestream“ mit Matthias Brandt und Anna Maria Mühe. 2016 macht er sein Debüt „Die Reste meines Lebens“ mit Christoph Letkowski, Luise Heyer und Karoline Bär. Jens arbeitet und lebt in Stuttgart und Hamburg als freier Autor und Regisseur. Jens Wischnewski über seinen Film: „Nach dem Tod seiner Frau steht Schimon unter emotionalem Schock. Um nicht zu zerbrechen, klammert er sich an die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Die Liebe zu Milena scheint diesen Neuanfang zu ermöglichen, doch dann brechen seine unterdrückten Gefühle erbarmungslos über ihn herein. Der Weg aus dem Schockzustand ist für mich der Kern des Films und der zentrale Grund, diese Geschichte zu erzählen. Es ergreift mich, dass Schimons Liebe zu Milena auf der einen Seite so wünschenswert ist, denn wir alle hoffen ja darauf, dass es das Leben am Ende gut mit uns meint. Es auf der anderen Seite aber auch so offensichtlich ist, dass Schimon Schmerz und Verlust durchleben muss, bevor er zurück zur Normalität finden kann. Trotz der schrecklichen Ereignisse in Schimons Leben, steckt seine Geschichte für mich voll Wärme, Humor und Leichtigkeit. Ich wollte den Film von Anfang an lebensbejahend erzählen und Schimons Schicksal nach und nach mit liebevollem Blick enthüllen: seine Geburt, der Tod des Großvaters, sein Umzug nach Amerika und schließlich seine tragische Rückkehr.“

Deutschland 2016
Regie: Jens Wischnewski
Darsteller: Christoph Letkowski, Luise Heyer, Karoline Bär


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.

Churchill

Drama um die letzten Stunden vor dem D-Day, in dem der große britische Staatsmann mit seinen Zweifeln kämpfen muss.

Juni 1944: Der britische Premierminister Winston Churchill steht vor einer epochalen Entscheidung: Soll er den Einmarsch der Alliierten Streitkräfte in das von Nazi-Deutschland besetzte Europa befehlen? Erschöpft durch den jahrelangen Krieg ist Churchill nur noch ein Schatten des einstigen Helden, der sich Hitlers Blitzkrieg widersetzte. Er befürchtet, dass man sich an ihn nur als den "Architekten des Blutvergießens" erinnern wird, falls die D-Day-Operation scheitert. Soll er seinem Gewissen folgen oder sich der Kriegsräson ergeben? In den dramatischen Tagen vor der Invasion ist seine Frau Clementine als wichtige Ratgeberin an seiner Seite. Wie niemand sonst versteht sie es, sein impulsives und aufbrausendes Temperament resolut und liebevoll zugleich zu zügeln. Doch die Anspannungen der Kriegsjahre haben in ihrer Beziehung tiefe Spuren hinterlassen. Und so steht auch ihre Ehe in diesen Tagen vor einem Wendepunkt.

„Churchill“ ist ein mitreißendes, emotionales Kinoporträt eines der berühmtesten Staatsmänner der Weltgeschichte. Neben Charakterdarsteller Brian Cox („Zodiac – Die Spur des Killers“, „Troja“, „Braveheart“) in der Titelrolle glänzt die Oscar®-nominierte Miranda Richardson („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, „The Hours“) als seine Ehefrau Clementine Churchill. Der Film erzählt die wahre, im Kino bisher nicht erzählte Geschichte von Sir Winston Churchills letzten vier Tagen vor dem kriegsentscheidenden D-Day. Der bedeutende Politiker muss mit der Unterstützung seiner starken Ehefrau, die wohl wichtigste Entscheidung seines Lebens fällen. Regie führte Jonathan Teplitzky („The Railway Man – Die Liebe seines Lebens“).

Großbritannien 2017
Regie: Jonathan Teplitzky
Darsteller: Brian Cox, Miranda Richardson, John Slattery


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.

Berlin Syndrom

Eine australische Rucksacktouristin gerät in Berlin in die Hände eines Psychopathen. Cate Shortlands Film ist zugleich stringenter Thriller und Psychogramm der (gestörten) deutschen Psyche

Allein reist die junge Australierin Clare (Teresa Palmer) durch Europa und landet dabei auch in Berlin. Im Herzen der Metropole, am Kottbusser Tor in Kreuzberg steigt sie in einem Hostel ab, doch trotz ein paar nächtlicher Drinks mit anderen Reisenden bleibt sie allein. Am nächsten Tag streift sie durch die Straßen der Hauptstadt, stöbert in Antiquariaten und Trödelläden herum und begegnet dem Endzwanziger Andi (Max Riemelt). Eine scheinbar zufällige Begegnung an einer Ampel, ein Lächeln, ein Kaffee, schließlich verbringen sie die Nacht miteinander. Statt nach Dresden weiterzureisen bleibt Clare in Andis Wohnung. Das sie ganz abgelegen ist, in einem offenbar unbewohnten Haus stört Clare zunächst nicht, bis sie merkt, dass die Wohnung ihr Gefängnis ist. Sie ist Andis Gefangene, seine Geisel, wird zwar nicht schlecht behandelt, aber kann auch nicht weg. Nach und nach findet sie sich mit der Situation ab, macht gute Miene zum bösen Spiel, lauert aber doch auf den Moment, da Andi einen Fehler macht.

An das oft beschriebene Stockholm Syndrom ist der Titel von Cate Shortlands („Lore“, Sommersault“) neuem Film angelehnt, jene merkwürdige Nähe, die zwischen einer Geisel und ihrem Geiselnehmer entstehen kann. Fast wie eine ganz normale Beziehung wirkt das Verhältnis von Clare und Andi auch bald, am Morgen geht Andi aus dem Haus, am Nachmittag kommt er wieder, man kocht, man redet, wobei Clare naturgemäß wenig zu erzählen hat. Andi dagegen hat ein Leben außerhalb seiner Wohnung, hat Schüler, darunter die laszive Franka (Emma Bading), die ihm eines Tages folgt und plötzlich vor der Tür steht, vor allem aber sein Vater Erich (Matthias Habich), ein Geschichtsprofessor an der Universität. In den zwei, drei Begegnungen zwischen Andi und Erich wird nun auf die deutsche Geschichte angespielt, vor allem auf die DDR-Vergangenheit, auf ein Unrechtssystem, in dem die Menschen in gewisser Weise Gefangene waren. Auch andere Verweise auf die Geschichte Berlins streut Shortland immer wieder ein, inszeniert Szenen an so „typisch“ deutschen Orten wie einem Schrebergarten oder einer Laube.

Australien 2016
Regie: Cate Shortland
Buch: Shaun Grant, nach dem Roman von Melanie Joosten
Darsteller: Teresa Palmer, Max Riemelt, Matthias Habich, Emma Bading
116 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (englische Originalfassung)

Volle Kraft voraus! Wenn sich Johnny Depp alias Jack Sparrow wieder die berühmte Piratenkappe aufsetzt, wird wieder Seemannsgarn in Hülle und Fülle gesponnen! Bei uns im englischen Original

Ein vom Pech verfolgter Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) findet sich in einem völlig neuen Abenteuer wieder: Einmal mehr hat sich der Schicksalswind gedreht und mordlustige Geister-Matrosen, die dem berüchtigten „Teufels-Dreieck“ entkommen sind, jagen alle Piraten auf hoher See – ganz oben auf ihrer Liste steht: Jack! Sein alter Erzfeind, der furchteinflößende Captain Salazar (Javier Bardem), führt die Bande an und jagt ihn unerbittlich. Jacks einzige Überlebenschance besteht darin, den legendären „Dreizack des Poseidon“ zu finden, ein mächtiges Artefakt, das seinem Besitzer völlige Kontrolle über die Meere verleiht. Die Jagd nach dem Dreizack zwingt Jack dazu, ein spannungsgeladenes Bündnis mit der ebenso brillanten wie schönen Mathematikerin und Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) und dem eigenwilligen jungen Royal Navy Matrosen Henry (Brenton Thwaites) einzugehen. Am Steuer seines arg gebeutelten kleinen Schiffs Dying Gull stürzt sich Captain Jack todesmutig wie eh und je in den stürmischen Überlebenskampf gegen den mächtigsten und wohl auch bösartigsten Feind, dem er sich je stellen musste.

Mit „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ kommt am 25. Mai das neue, spannende Abenteuer einer der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten in die deutschen Kinos. Johnny Depp verkörpert erneut seine populäre Rolle als verwegener Antiheld Captain Jack Sparrow, an seiner Seite die Oscar®-Gewinner Javier Bardem und Geoffrey Rush sowie neue und altbekannte Gesichter der „Pirates of the Caribbean“-Reihe. Produziert wurde der Film wieder von Erfolgsmogul Jerry Bruckheimer, Regie führte das norwegische Duo Joachim Rønning und Espen Sandberg, die schon mit ihrem Seefahrer-Epos „Kon-Tiki“ für Furore sorgten.

USA 2017
Regie: Espen Sandberg, Joachim Rønning
Darsteller: Johnny Depp, Kaya Scodelario, Geoffrey Rush


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.5.

Song to Song

In der pulsierenden Musikmetropole Austin gerät eine ambitionierte Musikerin zwischen zwei Männer. Nach jahrelangem Warten endlich im Kino: Filmkunst a la Terrence Malick

Musikproduzent Cook (Michael Fassbender) ist eine ebenso erfolgreiche wie exzentrische Lichtgestalt der berüchtigten Musikszene von Austin, Texas. In der Hoffnung auf ihren großen Durchbruch lässt sich die ambitionierte Musikerin Faye (Rooney Mara) auf eine Affäre mit ihm ein, die ihr schnell zum Verhängnis wird, als sie den aufstrebenden Songwriter BV (Ryan Gosling) kennenlernt und sich in ihn verliebt. Abseits des Rampenlichts entwickelt sich ein explosives Dreiergespann, deren Protagonisten sich zwischen Liebe, Betrug und Sinnlichkeit treiben lassen …

Regisseur Terrence Malick („To the Wonder“, „The Tree of Life“) vereint diesmal nicht nur sein bewährtes Schauspielerensemble, sondern präsentiert auch legendäre Musiker wie Patti Smith, Iggy Pop oder die Red Hot Chili Peppers in Gastauftritten. Damit bietet „Song to Song“ eine besondere musikalische Kinoerfahrung und spannt den Bogen zu einem authentischen Lebensgefühl unserer Zeit, in der die Suche nach Fame und der Erfüllung der eigenen Träume jeden Schritt bestimmt. Neben den Protagonisten Ryan Gosling, Michael Fassbender und Rooney Mara konnte Malick wieder Natalie Portman und Cate Blanchett gewinnen. „Song to Song“ eröffnete das diesjährige South By Southwest-Festival in Austin, Texas.

USA 2016
Regie: Terrence Malick
Darsteller: Michael Fassbender, Natalie Portman, Ryan Gosling
128 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.7.

Dunkirk (in 70mm Projektion)

Im Mittelpunkt des Film steht die militärische Evakuierungsaktion der britischen Admiralität im Zweiten Weltkrieg, die unter dem Codenamen Operation Dynamo erfolgte und vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940 stattfand. Im Rahmen der Operation wurden insgesamt 338.226 alliierte Soldaten, darunter das Gros des britischen Expeditionskorps und Teile der französischen Armee, die während der Schlacht von Dünkirchen von deutschen Truppen in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen eingekesselt waren, per Schiff nach Großbritannien transportiert. (Quelle: Wikipedia)

USA, Großbritannien 2017
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Tom Hardy, Cillian Murphy, Sir Kenneth Branagh