Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 29.6.
Axolotl Overkill
Dries
Sommerfest
Die Verführten
voraussichtlich ab Donnerstag 6.7.
Ein Chanson für Dich
Small Town Killers
voraussichtlich ab Donnerstag 13.7.
Paris kann warten
Zum Verwechseln ähnlich
Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
voraussichtlich ab Donnerstag 27.7.
Dunkirk (in 70mm Projektion)
Sie nannten ihn Spencer

Voraussichtlich ab Donnerstag 29.6.

Axolotl Overkill

Tragikomödie nach Helene Hegemanns Roman, in dessen Mittelpunkt die 16jährige Mifti steht, souverän gespielt von Ausnahmetalent Jasna Fritzi Bauer

Mifti (Jasna Fritzi Bauer) ist 16, sieht aus wie 12, verhält sich wie Mitte 30 und lebt seit dem Tod ihrer Mutter mit ihren Halbgeschwistern in einer Berliner WG. Ihr Vater hält Terrorismus für einen zeitgemäßen Karrierezweig und interessiert sich eher für Kunst als für Menschen; zur Schule gehen macht in diesem Setting weniger Sinn als sein Leben zwischen Parties, Drogen, Affären und Küchentischpolemiken zu verbringen. Sie ist wild, traurig, vernünftig und verliebt. Die Erwachsenen, auf die sie trifft, sind dagegen nur eines: verzweifelt. Entweder, weil bald die Welt untergeht, oder weil sie nicht wissen, was sie anziehen sollen. Also muss Mifti selbst erwachsen werden, auf die eine oder andere Weise.

Helene Hegemann über ihren Film:
„Der Axolotl ist ein mexikanischer Schwanzlurch, der sein Leben lang im Larvenstadium verharrt. Er metamorphosiert nicht, also wird er nicht erwachsen. Er stellt durch anpassungsfähige Zellen schwer verletzte Organe und Gliedmaßen vollständig wieder her, ohne dass Forscher die Mechanismen dieser Regeneration erklären können. In „Axolotl Overkill“ geht es nicht um eine bestimmte Generation oder gar um eine Grenze zwischen Generationen – es geht um die Auflösung von Grenzen. Zwischen Geschlechtern, zwischen Arm und Reich, Alt und Jung. Mifti ist 16 und ein Mädchen, das sich bewusst gegen gesellschaftliche Standards wehrt. Sie ist nicht devot, sondern der unmoralische, tragikomische Trottel, den in Filmen eigentlich immer nur Männer spielen dürfen. Sie hängt mit Leuten herum, die genau so funktionieren wie sie und sich von vorgegebenen Strukturen befreit haben und in dieser Freiheit jetzt auf der Suche nach Liebe und Identität jenseits der biologischen Festlegung und nach Vertrauen und Geborgenheit jenseits von herkömmlichen Regeln der Moral sind. Diese Suche ist das gemeinsame Biotop von charakterlich völlig unterschiedlichen Leuten. Sie spielen mit Knarren und feiern unprätentiös und ein bisschen lebensmüde die Kompliziertheit ihrer Freiheit ab. Die Figuren aus „Axolotl Roadkill“ haben mich nie losgelassen, ich sie auch nicht, und sowohl ihnen als auch mir jetzt eine Plattform bieten zu können, auf der man ihre Beweggründe, ihre Existenzen aus einem anderen Blickwinkel auffächert, ist ein sehr interessantes Experiment über Form, Inhalt und Entwicklung. Wie wird man erwachsen in einer Welt, die das Altwerden verachtet? Und warum ist der Wahnsinn der Liebe für Erwachsene so nebensächlich? Ist das erwachsen? Dass man die reine Liebe für nichts als Zeitverschwendung hält? Es gibt noch etwas anderes, als im System zu funktionieren. Für Teenager. Und für Filmemacher.“

Deutschland 2017
Regie: Helene Hegemann
Darsteller: Jasna Fritzi Bauer, Arly Jover, Mavie Hörbiger
94 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.6.

Dries

Fesselnder Fashion-Dokumentarfilm über Dries van Noten, dem Modepoet, der mit seinen Kollektionen Geschichten erzählen will. Der spannende Blick hinter die Kulissen ist auch eine Feier der perfekten Handwerkskunst.

Ein weicher, grüner Teppich, der an eine Wiese erinnert, verschluckt das Klonk-Klonk der Schuhe auf dem Laufsteg. Bedächtig, wie über Moos, bewegen sich die Models im Saal des Pariser Grand Palais darauf. Vogelgezwitscher ertönt im Hintergrund. Am Ende lassen sich die Frauen langsam auf dem Teppich nieder. Es ist minutenlang ruhig, wie in einem Zen-Kloster. Der verzauberte Moment eines Sommernachtstraums. Und das am ersten Tag der Fashion Week in Paris, an dem die Zuschauer völlig gestresst sind. Modepoet Dries van Noten schuf ihn mit seiner ihm eigenen Mischung aus Performance und Theater bei seiner Sommerkollektion 2015. Eine sinnliche Sequenz, die sich gleich zu Beginn der fesselnden Fashion-Doku einprägt. Zum ersten Mal erlaubt der flämische Mode-Künstler einen filmischen Einblick in den kreativen Prozess seiner Arbeit und verrät seine Inspirationsquellen. Ein ganzes Jahr lang begleitet Regisseur und Kameramann Reiner Holzemer die Entstehung vier neuer Kollektionen.

Sensibel und respektvoll nähert er sich dem Künstler der „Antwerp Six“, der sich seit fast 30 Jahren unabhängig und frei in einer globalisierten Modewelt behauptet und Maßstäbe setzt. „Ich möchte keine kurzlebigen Produkte herstellen“, betont er. Einst hatte der Avantgardist maßgeblichen Anteil daran, Belgien und seine Heimatstadt Antwerpen auf die Landkarte der internationalen Modewelt zu katapultieren. Im Gespräch erinnert er sich an diese turbulente Zeit als er mit den „Antwerp Six“ Furore machte. Dries, der auf Fotos aus dieser Zeit bereits akkurat wirkt, ist der Gemäßigtste unter ihnen. Heute befindet sich sein Atelier unter dem Dach des hohen Lagerhauses am Godefriduskaai. Ein Blick aus diesen Fenstern weitet den Horizont. Van Notens Kollektionen sind immer auch eine Ode an die Handarbeit und Handwerkskunst. Und so zeigt die Doku seine Angestellten in einer indischen Stickerei nahe Kolkata. „Ich möchte sicher gehen, dass sie jede Saison genug Arbeit haben, um überleben zu können“, sagt Dries. Schon allein deshalb finden sich in jeder seiner Kollektionen feinste Paillettenstickereien. Für jeden, der sich für Mode und das Geheimnis kreativer Prozesse interessiert, ist die informative Doku Gold wert. Nicht umsonst schwärmt die extravagante Stilikone Iris Apfel von dem belgischen Ausnahmedesigner als „seltenen Schatz“, den es zu hüten gilt. Und wer sich ein Bild von „einem der intellektuellsten Modeschöpfer unserer Zeit“, wie ihn die „New York Times“ lobte, machen will, für den ist der inspirierende Modefilm ein absolutes Muss.

Dokumentarfilm
Deutschland, Belgien 2017
Regie: Reiner Holzemer
93 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.6.

Sommerfest

Sommerfest

Ein Schauspieler erinnert sich bei einer kurzen Heimkehr nach Bochum an die ganz großen Gefühle für seine Jugendliebe. Sehr lässig erzählter Heimatfilm mit liebenswert ulkigen Figuren, reichlich Situationskomik sowie ziemlich cleverem Dialogwitz: „Kleine Haie“ lassen grüßen.

„Muss man dich kennen?“, die Frage hört Schauspieler Stefan (Lucas Gregorowicz) häufiger, als ihm lieb sein kann. Er ist nun einmal kein Star, schlimmer noch: Sein aktueller Vertrag am Münchner Theater wurde gerade gekündigt. Immerhin lockt ein neues Casting, Seine Freundin, zugleich die Agentin, jubiliert über den Coup. Stefan hat derweil ganz andere Sorgen. Sein Vater ist unerwartet verstorben. Noch im Bühnenkostüm reist der Schauspieler sofort mit dem Zug nach Bochum. Vor über zehn Jahren hat Stefan seiner Heimat den Rücken gekehrt. Eigentlich will er in spätestens drei Tagen die Formalitäten der Beerdigung erledigt haben. Doch die Rückkehr in das elterliche Bergarbeiterreihenhäuschen gerät zum nostalgischen Trip mit ungeahnten Folgen. Die alten Freunde im Pott sind hart aber herzlich wie eh und je. „Omma“ Anne, die ihren kleinen Kiosk resolut gegen bewaffnete Ganoven verteidigt. Sein geschwätziger Kumpel Toto, der ewige Versager. Diggo, das grobe Großmaul mit goldenem Herzen. Oder der frustrierte Frank, der mit dem Job als Museumsleiter der ehemaligen Zeche so unglücklich ist wie mit seiner Ehe. Last not least ist da noch Charlie (Anna Bederke), Stefans große Jugendliebe.

Mit großer Fabulierlust sowie spürbarem Herzblut erzählt Sönke Wortmann (zugleich Drehbuchautor) von seinen bisweilen schrägen, aber allemal liebenswerten Ruhrpott-Typen. Tragik und Komik liegen dabei nicht nur bei seinem geplagten Helden oft haarscharf nebeneinander. „Ich bin Mandy - dabei komm’ ich nicht mal aus dem Osten!“, klagt etwa jener Teenager, die den ungeliebten Namen der Barry-Manilow-Liebe ihrer Mutter verdankt. In einer anderen Szene glotzen vier fettleibige Kinder apathisch ein Fitness-Programm im Fernsehen. Vor einem Vierteljahrhundert schickte der Regisseur in „Kleine Haie“ seinen Helden vom Ruhrgebiet auf die Schauspielschule nach München. Diesmal geht die Reise in die umgekehrte Richtung - und präsentiert sich mit der erfrischenden Leichtigkeit von einst. Im Revier kennt sich der Sohn eines Bergmannes bestens aus. Wortmann weiß, wie diese Menschen ticken. Da stimmt jeder Dialog punktgenau. Derweil die gängigen Klischees vergnüglich jongliert und dann gebrochen werden. Um es mit dem charmanten Versager Toto zu sagen: „Storys, ehrlich, wo du hinguckst. Die liegen praktisch auf der Straße, die musst du nur aufheben!“ - wer bis zum Ende des Abspanns wartet, bekommt als Belohnung noch dessen Lieblingswitz zu hören.

Deutschland 2017
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Lucas Gregorowicz, Anna Bederke, Nicholas Bodeux
92 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.6.

Die Verführten

Remake des 1971 von Don Siegel mit Clint Eastwood in der Hauptrolle inszenierten Thriller-Dramas „Betrogen“

Mit dem ersten Thriller ihrer Karriere kehrt Regisseurin und Oscar®-Gewinnerin Sofia Coppola („Lost in Translation“, „The Bling Ring“) zurück auf die große Leinwand. Ihre Adaption des Romans „The Beguiled“ von Thomas Cullinan spielt in einer Mädchenschule im Jahr 1864, die während des tobenden Bürgerkriegs eine sichere Zuflucht vor den Schrecken der Außenwelt bietet. Als in unmittelbarer Nähe ein verletzter Soldat entdeckt und zur Pflege in die Schule gebracht wird, gerät das geregelte Leben der Frauen durch seine Anwesenheit aus den Fugen. Schon nach kurzer Zeit erliegen die Frauen dem Charme des Soldaten – Eifersucht und Intrigen vergiften zunehmend das Zusammenleben. Es beginnt ein erotisch aufgeladenes Spiel mit unerwarteten Wendungen, das Opfer auf beiden Seiten fordert.

Bisher hat sich Regisseurin Sofia Coppola mit Geschichten aus dem 18., 20. und 21. Jahrhundert auseinandergesetzt – diesmal reist sie mit „Die Verführten“ ins 19. Jahrhundert. Das Drehbuch verfasste sie nach dem Roman „The Beguiled“ von Thomas Cullinan. Begleitet wird die Oscar-Preisträgerin von bewährten und neuen Mitarbeitern vor und hinter der Kamera. Zwei ihrer Lieblingsdarstellerinnen sind wieder dabei: Kirsten Dunst und Elle Fanning. Erstmals inszeniert Coppola Golden-Globe-Preisträger Colin Farrell und Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman. Diese erfahrenen Schauspieler werden unterstützt von einem Ensemble jugendlicher Darstellerinnen am Anfang ihrer Karriere. Zum Team hinter der Kamera zählen Produktionsdesignerin Anne Ross, Cutterin Sarah Flack und Kostümdesignerin Stacey Battat, die alle schon mehrfach mit der Regisseurin gearbeitet haben, sowie der Kameramann und Oscar-Kandidat Philippe Le Sourd, der erstmals in Coppolas Team mitwirkt. Die Story wird geprägt von Elementen eines mitreißenden Psycho-Thrillers und spielt 1864 im amerikanischen Bürgerkrieg, der damals schon drei Jahre andauerte. Die Handlung konzentriert sich ganz auf ein Mädcheninternat in Virginia (also in den Südstaaten) – dorthin flüchtet sich ein verwundeter Soldat der Nordstaaten-Union. Coppola war begeistert von dieser Story, die sie aus der Verfilmung von 1971 kannte: Don Siegel drehte damals seinen Film „Betrogen“ mit Clint Eastwood, Geraldine Page, Elizabeth Hartman und Jo Ann Harris in den Hauptrollen. Sofia Coppola interessierte sich für das Thema der Frauen, die während des Bürgerkriegs völlig isoliert leben, und bezog sich bei ihrer Arbeit am Drehbuch vor allem auf den Roman, denn sie wollte ihre Filmversion aus der Sicht der weiblichen Hauptfiguren erzählen.

USA 2017
Regie: Sofia Coppola
Darsteller: Colin Farrell, Elle Fanning, Kirsten Dunst
93 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 6.7.

Ein Chanson für Dich

Liliane (Isabelle Huppert) arbeitet in einer Pasteten-Fabrik und führt ein eintöniges Leben. Die Zeiten, in denen sie als Chanson-Sängerin "Laura" noch große Erfolge feierte, sind längst vergessen und vorbei. Doch als sie Jean (Kévin Azaïs), einen 22-jährigen Boxer, kennenlernt, der in ihr den einstigen Star erkennt, ändert sich alles. Er verliebt sich in Liliane und überzeugt sie, dass es an der Zeit ist, ins Rampenlicht zurückzukehren.

In EIN CHANSON FÜR DICH spielt Isabelle Huppert (ELLE, ALLES WAS KOMMT) eine Frau, die ein Comeback wagt - auf der Bühne sowie in der Liebe. Die ergreifend-poetische Romanze von Regisseur Bavo Defurne wird stimmungsvoll untermalt mit der Musik von Pink Martini.

Belgien/Luxemburg/Frankreich 2016
Regie: Bavo Defurne
Darsteller: Isabelle Huppert, Kévin Azaïs, Johan Leysen
90 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 6.7.

Small Town Killers

Die Ehen der beiden Heimwerker Ib und Edward haben schon bessere Zeiten gesehen. Ihre Frauen Ingrid und Gritt halten ihre Männer nur für Witzfiguren, flirten ständig mit dem Tanzlehrer und schlafen lieber auf dem Sofa als mit dem Gatten. Ein Neuanfang muss her, doch die Männer sitzen auf so viel Schwarzgeld, dass eine Scheidung sie bettelarm machen könnte. Ein Auftragskiller soll die ungeliebten Ehefrauen loswerden. Doch die Damen haben längst Wind von dem Plan der Männer bekommen und sich eine eigene britische Profikillerin besorgt...

Dänemark 2017
Regie: Ole Bornedal
Darsteller: Nicolas Bro, Ulrich Thomsen, Mia Lyhne
90 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 13.7.

Paris kann warten

Eigentlich wollten sich der vielbeschäftigte Hollywood-Produzent Michael Lockwood (Alec Baldwin) und seine Frau Anne (Diane Lane) ein paar gemeinsame freie Tage im Süden Frankreichs gönnen. Doch dann muss Michael dringend geschäftlich von Cannes nach Budapest reisen. Anne kann ihn nicht begleiten und findet sich unverhofft im Cabrio von Michaels französischem Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) wieder. Der bietet nur allzu gern seine Chauffeurdienste an, schließlich sind es nur ein paar Stunden Fahrt nach Paris, wo sich Anne und Michael in ein paar Tagen wiedertreffen wollen. Doch Jacques, ein typischer Franzose und Bonvivant, hat es alles andere als eilig und lässt keine Gelegenheit aus, der attraktiven Amerikanerin die Vorzüge Südfrankreichs nahe zu bringen - und hemmungslos mit ihr zu flirten. Anne bleibt zunächst auf Distanz, fühlt sich von den Avancen ihres lebenslustigen Begleiters aber durchaus geschmeichelt. Bald schon muss sie sich auch eingestehen, dass sie es genießt, wenn Jacques sie an die denkbar schönsten Orte der Welt führt und versucht, sie mittels feinster kulinarischer Köstlichkeiten zu verführen. Aus dem kurzen Trip werden schließlich zwei ganze Tage, in denen sich die beiden immer näher kommen...

Mit PARIS KANN WARTEN liefert Eleanor Coppola, Ehefrau von Regielegende Francis Ford Coppola und Mutter von Indie-Ikone Sofia Coppola, ihr luftig-leichtes Spielfilmdebüt ab. Das verlockend schöne und wunderbar unterhaltsame Roadmovie erzählt von einer magischen Zufallsbegegnung und zelebriert auf unnachahmliche Weise das Savoir-vivre. Jede Menge Leckerbissen, die nicht nur den Gaumen, sondern auch Herz und Sinne betören, inklusive! In den Hauptrollen verführen die unglaublich faszinierende Diane Lane (UNTREU, UNTER DER SONNE DER TOSKANA) und der charismatische Arnaud Viard (CAROLE MATTHIEU, ARNAUD FAIT SON 2E FILM). Alec Baldwin (STILL ALICE, WENN LIEBE SO EINFACH WÄRE) überzeugt als Hollywood-Mogul, gewisse Ähnlichkeiten mit realen Personen nicht ausgeschlossen.

USA 2017
Regie: Eleanor Coppola
Darsteller: Diane Lane, Alec Baldwin, Arnaud Viard
93 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 13.7.

Zum Verwechseln ähnlich

Paul und Sali sind ein glückliches Paar. Sie haben einen kleinen Blumenladen in Paris eröffnet und es gelingt ihnen sogar, ihre Familien, die aus dem Senegal stammen, mit hinreichend Traditionswahrung glücklich zu machen. Mehr als alles andere wünschen sie sich ein Kind, seit Jahren läuft der Adoptionsantrag. Eines Tages klingelt das Telefon: der kleine Benjamin könnte neue Eltern gebrauchen. Das Baby ist hinreißend: süß, pflegeleicht und - weiß! Paul und Sali sind auf den ersten Blick zwar etwas geplättet, doch sie verlieben sich sofort in den kleinen Racker. Da der liberale Fortschritt der Welt Patchworkfamilien jeglicher Couleur fest etabliert hat, sind sich Paul und Sali sicher, dass schwarze Eltern mit einem weißen Baby offene Türen einrennen werden. Doch als Sali beim Kinderarzt und auf dem Spielplatz stets nur für die Nanny gehalten wird und die senegalesischen Großeltern erst in eine Farbkrise und dann in eine Depression verfallen, stellen sie fest, dass die Welt doch nicht so bunt ist, wie sie dachten. Da hilft auch die misstrauische Dame vom Familienamt nicht weiter, die ihnen in den ungünstigsten Situationen auflauert, in der Hoffnung, den ultimativen Erziehungsfehler zu finden. Als eine babysittende Freundin ohne Aufenthaltserlaubnis von der Polizei mit dem Baby aufgegriffen wird, ist das Chaos perfekt.

ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH ist turbulentes und mit großem Herz erzähltes Komödienkino in bester französischer Tradition. Regisseur Lucien Jean-Baptiste und sein wunderbares Darstellerensemble lassen ein vielfarbiges Spektrum aus Gemeinheiten und Toleranztrainingseinheiten auf die Leinwand strahlen. ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH ist ein gerissener Schlagabtausch zwischen den menschlichen Licht- und Schattenseiten unserer Zeit, der amüsiert, glücklich macht und aus dem großen bunten Familienalbum des französischen Kinos schon jetzt nicht mehr wegzudenken ist.

Frankreich 2016
Regie: Lucien Jean-Baptiste
Darsteller: Aïssa Maïga, Lucien Jean-Baptiste, Vincent Elbaz
95 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 13.7.

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Eigentlich führt die liebenswerte Chaotin Kati (Jessica Schwarz) mit ihrem Ehemann, dem Arzt Felix (Felix Klare), seit fünf Jahren eine glückliche Beziehung. Aber so langsam schleicht sich der Alltag ein, denn Felix scheint über seine Arbeit die Liebe vergessen zu haben. Als Kati der unangepasste Künstler Mathias (Christoph Letkowski) über den Weg läuft, verknallt sie sich sofort in ihn - und beginnt zu zweifeln: Ist ihr Felix tatsächlich der richtige Mann? Will sie wirklich mit ihm alt werden? Während Kati völlig hin und hergerissen ist, spielt ihr das Schicksal einen Streich: Kati findet sich plötzlich fünf Jahre früher wieder, exakt einen Tag bevor sie Felix zum ersten Mal begegnet ist. Verständnis für diesen unerklärlichen Zeitsprung zeigt nur die esoterisch versponnene Kollegin Linda (Pheline Roggan), vor ihrer besten Freundin Marlene (Elena Uhlig) muss Kati ihr unerklärliches Wissen um die nahe Zukunft geheim halten. Kati erhält so aber eine zweite Chance bei der Suche nach dem großen Glück - und die einmalige Gelegenheit, das Schicksal in manchen Dingen zu überlisten.

Deutschland 2017
Regie: Pepe Danquart
Darsteller: Jessica Schwarz, Felix Klare, Christoph Letkowski
101 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.7.

Dunkirk (in 70mm Projektion)

Im Mittelpunkt des Film steht die militärische Evakuierungsaktion der britischen Admiralität im Zweiten Weltkrieg, die unter dem Codenamen Operation Dynamo erfolgte und vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940 stattfand. Im Rahmen der Operation wurden insgesamt 338.226 alliierte Soldaten, darunter das Gros des britischen Expeditionskorps und Teile der französischen Armee, die während der Schlacht von Dünkirchen von deutschen Truppen in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen eingekesselt waren, per Schiff nach Großbritannien transportiert. (Quelle: Wikipedia)

USA, Großbritannien 2017
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Tom Hardy, Cillian Murphy, Sir Kenneth Branagh


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.7.

Sie nannten ihn Spencer

Carlo Pedersoli war der Überzeugung, jeden Beruf ausgeübt zu haben außer Jockey und Balletttänzer. Er war Schriftsteller, elffacher italienischer Schwimmchampion, zweifacher Olympiateilnehmer, Wasserballeuropameister, Rechtswissenschaftler, Sänger, Komponist, Pilot, Flugunternehmer, Modedesigner, Fabrikant, Drehbuchautor, Produzent und nicht zuletzt Erfinder einer Art Einwegzahnbürste. Er beherrschte sechs Sprachen. Seinen Weltruhm jedoch verdankt Carlo Pedersoli knallharten Backpfeifen und schlagfertigen Sprüchen - als Schauspieler unter dem Pseudonym Bud Spencer. An der Seite von Terence Hill wurde ein Bösewicht nach dem anderen zur Schnecke gemacht, niemand ließ die Fäuste so fliegen wie Bud Spencer. Ihre Westernkomödien avancierten zu Kulthits und begeisterten ein Millionenpublikum. Zwei seiner Fans wollen nicht nur Anekdoten sammeln, sie machen sich auf die Reise zu ihrem ewigen Idol.

SIE NANNTEN IHN SPENCER ist ein berührendes Roadmovie über zwei Jungs wie Pech und Schwefel auf der Suche nach dem Menschen hinter der Kultfigur. Regisseur Karl-Martin Pold schuf ein faszinierendes Porträt eines Schwergewichts der Filmgeschichte, der die Herzen des Publikums im Sturm eroberte und weitaus mehr zu bieten hatte als die legendäre senkrechte Faust auf den Kopf des Schurken.

Österreich/ Deutschland 2017
Dokumentation
Regie: Karl-Martin Pold
122 Minuten