Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.
Star Wars - Die letzten Jedi (englische Originalfassung in 2D)
Star Wars - Die letzten Jedi (englische Originalfassung in 3D)
Die kanadische Reise
Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy (Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Lieber leben
Meine schöne innere Sonne
voraussichtlich ab Donnerstag 21.12.
Eine bretonische Liebe
La Mélodie - Der Klang von Paris
Dieses bescheuerte Herz
voraussichtlich ab Donnerstag 28.12.
The Killing of a Sacred Deer
Loving Vincent
Oper - L opera de Paris
Voll verschleiert!
voraussichtlich ab Donnerstag 18.1.
Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Star Wars - Die letzten Jedi (englische Originalfassung in 2D)

Ja ist denn schon Weihnachten? Zumindest für echte „Star Wars“-Fans findet die Bescherung in diesem Jahr bereits am 14. Dezember statt. Dann nämlich schlagen wir das nächste Kapitel der „Star Wars“-Saga auf unserer Cinerama-Leinwand auf – in 2D und 3D!

Seit 40 Jahren begeistert die größte Saga aller Zeiten immer neue Generationen mit einzigartigen Themen, unvergesslichen Geschichten und neuen Helden. Auf faszinierende und unerwartete Weise setzt „Star Wars: Die letzten Jedi“ die Handlung aus „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ fort. Im neuen epischen Abenteuer der Skywalker-Saga werden uralte Mysterien der Macht entschlüsselt und erschütternde Enthüllungen aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht.

„Star Wars: Die letzten Jedi“ vereint erneut alte und neue Helden vor der Kamera: Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong’o, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Laura Dern und Benicio Del Toro gehören zur eindrucksvollen Besetzung des Films, der von Kathleen Kennedy und Ram Bergman produziert wurde. Als ausführende Produzenten zeichnen J.J. Abrams, Tom Karnowski und Jason McGatlin verantwortlich. Rian Johnson schrieb das Drehbuch und führte Regie.

USA 2017
Regie: Rian Johnson
Darsteller: Mark Hamill, Daisy Ridley, John Boyega
150 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Star Wars - Die letzten Jedi (englische Originalfassung in 3D)

Ja ist denn schon Weihnachten? Zumindest für echte „Star Wars“-Fans findet die Bescherung in diesem Jahr bereits am 14. Dezember statt. Dann nämlich schlagen wir das nächste Kapitel der „Star Wars“-Saga auf unserer Cinerama-Leinwand auf – in 2D und 3D!

Seit 40 Jahren begeistert die größte Saga aller Zeiten immer neue Generationen mit einzigartigen Themen, unvergesslichen Geschichten und neuen Helden. Auf faszinierende und unerwartete Weise setzt „Star Wars: Die letzten Jedi“ die Handlung aus „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ fort. Im neuen epischen Abenteuer der Skywalker-Saga werden uralte Mysterien der Macht entschlüsselt und erschütternde Enthüllungen aus der Vergangenheit kommen ans Tageslicht.

„Star Wars: Die letzten Jedi“ vereint erneut alte und neue Helden vor der Kamera: Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong’o, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Laura Dern und Benicio Del Toro gehören zur eindrucksvollen Besetzung des Films, der von Kathleen Kennedy und Ram Bergman produziert wurde. Als ausführende Produzenten zeichnen J.J. Abrams, Tom Karnowski und Jason McGatlin verantwortlich. Rian Johnson schrieb das Drehbuch und führte Regie.

USA 2017
Regie: Rian Johnson
Darsteller: Mark Hamill, Daisy Ridley, John Boyega
150 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Die kanadische Reise

Die Suche nach seinem leiblichen Vater führt den 33jährigen Mathieu nach Kanada, wo er auf seine Halbbrüder trifft. Ruhig erzähltes und hervorragend besetztes Drama über die Suche nach den eigenen Wurzeln

Regisseur Philippe Lioret erzählt in „Die kanadische Reise“, basierend auf den Familienromanen des Bestseller-Autors Jean-Paul Dubois, die Geschichte des 33-jährigen Mathieu, der seinen leiblichen Vater nie kennengelernt hat. Eines Tages erhält er einen mysteriösen Anruf aus Kanada, sein Vater sei tot und habe ihm ein Päckchen hinterlassen. Neugierig und erwartungsvoll entschließt er sich zu einer Reise ins Unbekannte. In Montreal erwarten ihn zwei ahnungslose Halbbrüder. Pierre, Überbringer der Todesnachricht und Freund des Verstorbenen, will die Existenz eines weiteren Sohnes geheim halten. Ein Versteckspiel beginnt! Getarnt als Freund Pierres ergründet Mathieu seine Wurzeln und deckt dabei verborgene Familiengeheimnisse auf.

Frankreich, Kanada 2016
Regie: Philippe Lioret
Darsteller: Pierre Deladonchamps, Gabriel Arcand, Catherine De Léan
98 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Leaning into the Wind – Andy Goldsworthy (Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

Dem preisgekrönten Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer gelingt es, das Universum des faszinierenden LandArt-Poeten Andy Goldsworthy in eine meditative Bildsprache umzusetzen.. Ein sinnliches Kinoerlebnis, das wunderbar entschleunigt und zur mehr innerer Ruhe und Gelassenheit beiträgt.

Nicht zuletzt nach seiner großartigen Doku „Im Fluss der Zeit“ hat Regisseur Thomas Riedelsheimer ein starkes Faible für den schottischen Land-Art-Künstler Andy Goldsworthy entwickelt. Kein Wunder, denn wie den britischen Ausnahmekünstler reizt den preisgekrönten Kameramann und Cutter immer wieder die Herausforderung, Momente des Vergänglichen hin zur Entdeckung des „ästhetischen Augenblicks“ mit der Kamera festzuhalten. Denn zu Beginn waren es eher seine Kunstbücher und weniger seine Ausstellungen, die Goldsworthy zu einem stillen Star der internationalen Kunstszene machten. Nach wie vor ist hauptsächlich die Natur bei ihm - wie bei einem klassischen Bildhauer - sein Material. Nachdenklicher, ernster und rauer, macht sich der weltoffene Künstler inzwischen immer öfter selbst zur eigenen, lebendigen Skulptur in der Landschaft. Spektakulär klettert er in seiner schottischen Heimat durch einen dornigen, bizarren Zaun aus Schlehenhecken. Vor dem regengrauen Horizont wirkt seine dunkle Silhouette wie ein übergroßes Insekt.

Seine Werke, wie flüchtig auch immer sie sein mögen, sollen zwar auch eine einfühlende Beziehung zur Natur manifestieren. Doch schlichte Gesten allein genügen dem agilen 61jährigen nicht mehr. Seine Installationen sieht er heute nicht nur als Metaphern für die ökologische Krise. Nach wie vor treibt den kreativen Puristen der unbändige Wille zu verstehen. „Ich möchte hinter die Oberfläche sehen“, betont er. Doch bei einem skulpturalen Eingriff in der spanischen Extremadura bremst er sich plötzlich. Er schafft es nicht den Fels zwischen der Macchia aus dem Boden zu fräsen. „Ich habe sonst nur mit Fels aus Steinbrüchen gearbeitet“, erklärt er. Und entschuldigt sich beim Kamerateam, dass sie zu früher Stunde antreten mussten. Doch das geduldige, manchmal vergebliche Warten gehörte bereits bei der ersten Doku zum natürlichen Bestandteil der Dreharbeiten. Trotzdem macht ihn diese Geste sympathisch. „Je älter ich werde, desto mehr muss ich mit Verlust umgehen“, verrät er. Offen spricht er dabei in diesem Zusammenhang auch über seine gescheiterte Ehe. Feinfühlig zeigt die Doku so Spuren, die die Zeit bei Künstler und Werk hinterlassen haben.

Deutschland, UK 2016
Regie, Kamera & Schnitt: Thomas Riedelsheimer
Darsteller: Andy Goldsworthy, Tina Fiske, Holly Goldsworthy
Musik: Fred Frith
97 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Lieber leben

Aus einem angehenden Sportlehrer wird ein Pflegefall, der plötzlich im Rollstuhl sitzt. Tatsächlich entwickelt der Film aus diesem Szenario eine unerwartet humorvolle und einfühlsame Geschichte, die mit ihren grandiosen Nachwuchsdarstellern und treibenden Hip-Hop-Beats für modernes französisches Kino steht.

Von einem Moment auf den nächsten ist nichts mehr wie es einmal war. Was sich nach einer Phrase anhört, wird für Ben (Pablo Pauly) zur bitteren Realität. Ein Unfall macht aus einem sportlichen jungen Mann mit vielen Zukunftsplänen und Wünschen eine hilflose Person, die plötzlich komplett auf andere angewiesen ist. Als er wieder das Bewusstsein erlangt, ist Ben vom Hals abwärts gelähmt. Aus seinem Krankenbett nimmt er in diesem Moment seine Umwelt nur schemenhaft wahr. Dann werden die Schläuche und Maschinen entfernt und er schließlich nach vielen Wochen in eine Reha-Klinik verlegt. Dort beginnt für ihn ein neues Leben. Bei allem ist er nun auf fremde Hilfe angewiesen. Sogar das aufrechte Sitzen muss Ben neu lernen. Es ist die Voraussetzung, um das Zimmer das erste Mal nach Monaten wieder zu verlassen. Hoffnung machen ihm dabei selbst die kleinsten Fortschritte. Als er schließlich im Rollstuhl sitzt, scheint das Glück für einen kurzen Moment perfekt. Ben lernt in der Klinik auch die bereits reha-erfahrenen Farid (Soufiane Guerrab), Steeve (Franck Falise) und Toussaint (Moussa Mansaly) kennen, mit denen er den oftmals eintönigen Alltag fortan zusammen meistert...

Die ersten Einstellungen von „Lieber lernen“ erinnern sehr an Julian Schnabels „Schmetterling und Taucherglocke“. Der Zuschauer erlebt zunächst alles aus Bens Blickwinkel. Die Geräusche und Stimmen sind dumpf, die Gesichter verschwommen. Anders als bei Schnabel lösen die beiden Regisseure diese streng subjektive Perspektive aber nach wenigen Minuten auf. Mit dem Wechsel in das Reha-Zentrum beginnt dann ein weitaus konventionellerer, oft jedoch nicht weniger einfühlsam erzählter Film. Obwohl der deutsche Titel „Lieber leben“ doch deutlich vom schlichten französischen Original „Patients“ abweicht, so drückt er sehr genau die durchaus positive, lebensbejahende Grundstimmung des Films aus. Vor allem diese andere Herangehensweise an ein ansonsten meist viel zu schwer aufbereitetes Thema zeichnet das Regiedebüt der beiden Freunde Idir und Marsaud/Grand Corps Malade aus. Dass beide Regisseure mit Hip Hop aufgewachsen und bis heute der Musik eng verbunden sind, verleiht ihrem Filmdebüt einen ganz eigenen Rhythmus. Man könnte auch von Beat sprechen. Schließlich übersetzen sie Bens Herzschlag in eine wunderbar leichte, emotional packende filmische Reise.

Frankreich 2016
Regie: Grand Corps Malade, Mehdi Idir
Drehbuch: Grand Corps Malade, Fadette Drouard nach dem Roman von Grand Corps Malade
Darsteller: Pablo Pauly, Soufiane Guerrab, Nailia Harzoune, Franck Falise, Moussa Mansaly, Alban Ivanov
111 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 14.12.

Meine schöne innere Sonne


Eine erfolgreiche Künstlerin um die 50 sucht nach der erfüllenden Liebe. Nur auf den ersten Blick eine Komödie, denn unter der Oberfläche lässt Regisseurin Claire Denis kaum ein gutes Haar an den zahlreichen Männern, mit denen sie ihre brillante Hauptdarstellerin Juliette Binoche konfrontiert.

Isabelle (Juliette Binoche) ist Künstlerin, geschieden, Mitte/ Ende 40 und Single. Ob sie noch einmal nach der großen Liebe suchen soll, ob man überhaupt nach der großen Liebe suchen sollte, sind die Fragen, die sie umtreiben. Sie hat Affären mit einem selbstgefälligen Banker (Xavier Beauvois), einem etwas verwirrten Schauspieler (Nicolas Duvauchelle), einem sensiblen Künstler (Alex Descas) und einem Mann aus der Arbeiterklasse (Paul Blain), doch wirklich warm wird sie mit keinem dieser Männer. Doch woran liegt es, dass sie sich nicht wirklich öffnen kann, nie ganz zufrieden mit dem jeweiligen Liebhaber ist? An ihr selbst, an den gesellschaftlichen Konventionen oder doch einfach an den Männern?

Schon die erste Szene von „Meine schöne innere Sonne“ ist bezeichnend: Ein Mann müht sich da auf der von Juliette Binoche gespielten Isabelle ab, das Paar hat Sex, im weitesten Sinne, denn dieser Akt wirkt mühsam, nicht gerade lustvoll. Zunehmend gelangweilt blickt Binoche nach oben, in die Kamera, bis sie reichlich genervt „Komm endlich!“ ruft. Nicht minder verkrampft ist das postkoitale Gespräch, der Versuch des Mannes, bestätigt zu bekommen, dass er nichts falsch gemacht hat, die Bemühungen der Frau, ihn nicht in seiner Männlichkeit zu verletzen. Aber warum eigentlich nicht? Warum fällt es dieser Frau, dieser autarken, eigentlich selbstbewussten, auch erfolgreichen Künstlerin, wie wir sie im Laufe des Films kennenlernen werden, in diesem Moment so schwer, dem Mann zu sagen, dass er ein schlechter Liebhaber ist? Fragen des Zwischenmenschlichen, des Verhältnisses von Männern und Frauen stellt Claire Denis in ihrem Film, der lose auf Roland Barthes „Fragmente einer Sprache der Liebe“ basiert, was eigentlich auch ein schöner Titel für einen Film wäre, der zwar kein Fragment ist, aber einer losen, offenen Struktur folgt. Man darf diesen Film durchaus autobiographisch verstehen, als Reflexion einer Regisseurin, die im Lauf ihrer 71 Jahre viel erlebt, viel gelebt hat. In Juliette Binoche hat sie ein ideales Alter Ego gefunden, die hier eine bemerkenswert natürliche Darstellung abliefert.

Frankreich 2017
Regie: Claire Denis
Darsteller: Juliette Binoche, Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle
94 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.12.

Eine bretonische Liebe

Als ein 45jähriger Witwer erfährt, dass sein Vater nicht sein biologischer Vater ist, begibt er sich auf die Suche nach seine Erzeuger. Zwei von Belgiens größten Stars geben sich die Ehre in dieser schwungvollen Komödie mit Tiefgang um die "richtige" und "falsche" Liebe. Es geht um Männer in all ihren Ausprägungen und um Frauen mit viel Drive.

Abgesehen von seinen berufsbedingten Risiken als Bombenentschärfer verläuft das Leben des 45-jährigen Witwers Erwan (François Damiens) ruhig und unspektakulär. Bis zu dem Tag, an dem durch die ungeplante Schwangerschaft seiner Tochter Juliette (Alice de Lencquesaing) und einen Gentest ans Licht kommt, dass Erwans Vater Bastien (Guy Matchand) nicht sein biologischer Vater ist. Während seine Tochter nichts vom Vater ihres ungeborenen Kindes wissen will, lässt Erwan die Frage nach seiner Herkunft keine Ruhe und so macht er sich auf die Suche nach seinem Erzeuger. Dabei trifft er auf den aufgeschlossenen, 70-jährigen Joseph (André Wilms), der seine Mutter flüchtig kannte und sein „echter“ Vater sein könnte. Etwa zeitgleich läuft ihm die unnahbare Ärztin Anna (Cécile de France) über den Weg und er verliebt sich prompt in die unbekannte Schöne. Doch zwischen Joseph und Anna besteht ebenfalls eine Verbindung... Können die offenen Fragen nach den diversen Vaterschaften beantwortet werden und bekommen Erwan und Anna die Chance, den zarten Beginn ihrer Liebe fortzusetzen?

Regisseurin Carine Tardieu erzählt mit „Eine bretonische Liebe“ die berührende Geschichte eines Vaters auf der Suche nach seinen Wurzeln, die sich peu à peu zu einer ebenso sensiblen wie streckenweise auch skurril-komischen Familien- und Liebesgeschichte ausweitet. Ein Film über Herkunft und Familienbande, ein einfühlsamer Blick zurück auf Erinnerungen, die bleiben und ein Plädoyer für eine hoffnungsvolle Zukunft und die alle Zweifel überwindende Kraft der Liebe. Neben Frankreichs Schauspielgrößen Cécile de France und François Damiens überzeugen in weiteren Rollen André Wilms, bekannt u.a. aus Aki Kaurismäkis „Le Havre“ (2011), Guy Marchand sowie Frankreichs Nachwuchstalent Alice de Lencquesaing, die zuletzt in der deutsch-französischen Ko-Produktion „Frantz“ von François Ozon auf der Leinwand zu sehen war. Carine Tardieu, Michel Leclerc und Raphaële Moussafir zeichneten gemeinsam für das Drehbuch verantwortlich. Der Film feierte beim Filmfestival von Cannes 2017 Premiere und avanciert in Frankreich mit derzeit bereits mehr als 700.000 Kinobesuchern zum Publikumsliebling.

Frankreich, Belgien 2017
Regie: Carine Tardieu
Darsteller: François Damiens, Cécile de France, Guy Marchand
100 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.12.

La Mélodie - Der Klang von Paris

An einer Schule in den Pariser Banlieues soll ein Geiger Geigenunterricht geben und zerbricht fast an dieser Herausforderung. Berührendes Plädoyer für die integrative Kraft der Musik

Von der Konzertbühne ins Klassenzimmer: Für den Berufsmusiker Simon Daoud (Kad Merad) ein riesiger Schritt. Doch da die Karriere des 50jährigen in einer Sackgasse steckt, hat er scheinbar keine andere Wahl. In den Pariser Banlieu das Geigenspiel zu unterrichten ist nicht gerade sein Traum. Und auch seine Schüler, Kinder mit Migrationshintergrund, zeigen sich anfangs wenig begeistert. Im Ghetto ist klassische Musik nicht zuhause. Streng versucht der Kammermusiker die rebellischen Kids trotzdem zu disziplinieren. Sein Kollege, der Lehrer Farid (Samir Guesmi), muss ihn immer wieder daran erinnern, dass er Störenfriede nicht ausschließen darf, sondern den Gemeinschaftssinn unter den Kindern fördern soll. Als er dann doch die Nerven verliert, weil ihn einer der Schüler total provoziert, kommt es beinah zum Eklat. Aber langsam erkennt Simon, dass Strenge allein nicht weiterhilft. Zudem entdeckt er in dem schüchternen Senegalesen Arnold (Alfred Reney) ein echtes Talent. Umsichtig versucht er Arnold zu fördern. Wie er jedoch den großen Traum der Klasse von einem Auftritt in der Pariser Philharmonie verwirklichen soll, ist ihm ein Rätsel...

Der französische Komödienstar Kad Merad überzeugt nach seinem überwältigenden Erfolg „Willkommen bei den Scht´tis“ als sensibler Musiker, der die nuancierten schauspielerischen Töne perfekt beherrscht. Der Sohn einer französischen Mutter und eines algerischen Vaters weiß um Ausgrenzung. Nicht umsonst kürzte der 53jährige seinen algerischen Namen Kaddour ab. Denn auch wenn eine große Community an arabisch-stämmigen Franzosen existiert, zumeist aus Marokko und Algerien, ist der Migrationshintergrund ebenso wie eine Adresse in den Banlieues eines der Haupthindernisse, um Arbeit oder Anerkennung zu finden. Das optimistische, warmherzige Drama von Regisseur Rachid Hami erinnert an den Oscar nominierten, charmant nostalgischen Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, der mit über acht Millionen französischen und einer Million deutschen Zuschauern völlig unerwartet zum Blockbuster avancierte. Als modernes Großstadtmärchen überrascht Hamis Spielfilmdebüt jedoch nicht zuletzt mit talentierten jungen Darstellern, die selbst ihre emotionalen Szenen mit Bravour meistern.

Frankreich 2017
Regie: Rachid Hami
Drehbuch: Rachid Hami, Guy Laurent, Valérie Zenatti
Darsteller: Alfred Renely, Kad Merad, Samir Guesmi,Claudine Vinasithamby, Corinne Marchand, Mathieu Spinosi, Sofiene Mamdi, Marc Brunet, Mouctar Diawara, Tatiana Rojo, Ginger Romàn, Slimane Dazi, Jana Bittnerova, Zakaria-Tayeb Lazab, Anaïs Meiringer,Jean-Luc Vincent, Mounir Margoum, Youssouf Gueye, Souhade Temimi,, Shirel Nataf.
102 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.12.

Dieses bescheuerte Herz

Lenny, Sohn eines Herzspezialisten, genießt sein Playboy-Leben bis ihm sein Vater nach einer Eskapade zu viel die Kreditkarte sperrt und ihn dazu verdonnert, sich um einen seiner Patienten zu kümmern, den 15 jährigen, schwer kranken David. Der hat eine Wunschliste von Dingen, die er vor seinem Tod noch machen möchte und auf der Sachen stehen wie: "Einmal von einem Mädchen geküsst werden" oder "Mama wieder glücklich sehen". Lenny nimmt sich des Jungen und seiner Liste an.

Unwiderstehlicher Feelgood-Film nach einem Tatsachenroman, in dem Marc Rothemund, der 2017 bereits den Hit "Mein Blind Date mit dem Leben" lieferte, im Spannungsfeld zwischen "Ziemlich beste Freunde" und "Honig im Kopf" die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählt. Er lässt "Fack Ju Göhte"-Star Elyas M Barek vom Saulus zum Paulus werden an der Seite von Nachwuchstalent Philip Noah Schwarz. Ein Triumph der Konvention im besten Sinne.

Deutschland 2017
Regie: Marc Rothemund
Darsteller: Elyas M Barek, Philip Noah Schwarz, Nadine Wrietz


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.12.

The Killing of a Sacred Deer

Ein 16-jähriger Junge drängt sich in das Leben eines erfolgreichen Chirurgen und belegt seine Familie mit einem Fluch. Beklemmendes, packendes und irritierendes Drama um Schuld und Sühne von Ausnahme-Regisseur Yorgos Lanthimos.

Auf den ersten Blick scheint alles in bester Ordnung. Steven Murphy (Colin Farrell) ist ein erfolgreicher Herzchirurg, seine Frau Anna (Nicole Kidman) arbeitet als Augenärztin. Gemeinsam leben sie mit ihren Kindern Kim und Bob in einer großzügigen, modernen Villa. Doch dann die erste Irritierung: Steven verabredet sich auffallend oft mit dem 16-jährigen Martin, macht ihm Geschenke, geht mit ihm essen. Mehr und mehr drängt sich Martin in das Leben von Steven, besucht ihn unangemeldet im Krankenhaus und lädt ihn sogar nach Hause ein – um ihn mit seiner Mutter zu verkuppeln. Und dann erfahren wir auch warum: Martins Vater ist bei einer Operation, die von Steven geleitet wurde, gestorben. Will der Junge jetzt Rache? Steven fühlt sich zunehmend von Martin bedroht und weist ihn schroff zurück. Doch dann belegt Martin Stevens Familie mit einem Fluch, der schon bald beängstigende Gestalt annimmt: Dem kleinen Bob versagen plötzlich die Beine, gelähmt muss er ins Krankenhaus. Und damit fängt der Horror erst an.

Es geht um Schuld und Sühne, um Tod und Opfer, vielleicht auch um so etwas wie Rache, zumindest aber Gerechtigkeit. Und wer sich ein wenig mit den alten Griechen auskennt, weiß, dass hier der Mythos der Iphigenie Pate stand. Yorgos Lanthimos überträgt ihn kurzerhand auf die Moderne, fügt übersinnliche Elemente ein und fragt so nach der Verantwortung des Einzelnen. Die Konsequenz, mit der sich Martins Fluch erfüllt, ist grausam und unerträglich. Manchmal möchte man gar nicht mehr hinschauen, zumal Lanthimos seine strenge Versuchsanordnung bis zum Schluss, bis zur Erlösung, durchspielt. Dabei streut der Regisseur immer wieder kleine Irritierungen ein, die auf den ersten Blick gar nicht so viel auszumachen scheinen, in ihrer Summe aber die verstörende Wucht des Films bestimmen. Das beginnt schon mit den intimen Begegnungen zwischen Steven und Martin, die der Zuschauer zunächst nicht einordnen kann, weil ihm die Beziehung zwischen den beiden nicht klar ist. Absurd, fast schon bizarr sind Stevens steife Unterhaltungen mit seinen Kollegen, die viel zu offenen Gespräche mit Freunden, der Umgang mit seiner Frau, beim Sex zum Beispiel: Wenn Anna nackt auf dem Bett liegt und so tut, als sei sie ohnmächtig, ist dies ebenso komisch wie verstörend. Ist es wirklich so erregend, mit einer leblos daliegenden Frau zu schlafen? Noch so ein irritierender Gedanke, der einen nicht mehr los lässt.

GB/Irland 2017
Regie: Yorgos Lanthimos
Darsteller: Colin Farrell, Nicole Kidman, Berry Keoghan, Raffey Cassidy, Sunny Suljic
121 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.12.

Loving Vincent

Vincent van Gogh in seinen eigenen Bildern, zum Leben erweckt von mehr als 200 Malern in einem höchst ambitionierten Filmprojekt, das neben wunderschön anzusehender Kunst eine richtig spannende Krimihandlung bietet. Mit Sicherheit eines der ungewöhnlichsten Biopics der letzten Jahre!

Armand, der Sohn des Postboten Roulin, erhält von seinem Vater den Auftrag, Vincents letzten Brief an seinen Bruder Theo auszuliefern. Der Tod des Malers liegt schon einige Zeit zurück und Roulin, der ein guter Freund van Goghs war, hat schon mehrmals vergeblich versucht, Theos Adresse zu erfahren, um den Brief zuzustellen. Armand ist nur sehr widerwillig bereit, seinem Vater zu helfen. Bald darauf erfährt er, dass auch Theo mittlerweile verstorben ist. Doch nun hat er schon Feuer gefangen und setzt seine Detektivarbeit fort. Er begibt sich auf Vincent van Goghs Spuren, sucht die Menschen auf, mit denen der verkannte Maler zuletzt Kontakt hatte, und es dauert nicht lange, bis Armand durch diese Gespräche auf einen komplett neuen Gedanken kommt: Könnte es sein, dass Vincent van Gogh gar nicht Selbstmord begangen hat, sondern Opfer eines Verbrechens wurde?

Was für eine tollkühne Idee! Hammerharte Hochkunst, gepaart mit einer coolen Detektivstory um einen der berühmtesten Maler der Geschichte und seinen bis heute geheimnisumwitterten Tod. Das ist nur auf den ersten Blick eine gewagte Kombination. Auch der konservativste Kunsthistoriker wird sich besänftigen lassen, denn die Umsetzung spricht hier für sich. Auf der Grundlage zahlreicher Werke von Vincent van Gogh entstanden die farbigen Passagen des Films als animierte Ölgemälde: Felder mit wogenden Pinselstrichhalmen, wilden Wolkenbergen und rötlich flackernden Sonnenbällen; Stillleben, die plötzlich zum Leben erwachen; Porträts, die zu echten Menschen werden ... die Welt der Bilder eines Malers entsteht neu und wird zu einem optischen Feuerwerk, das monströs wäre, würde es sich um einen anderen Künstler handeln. Aber es ist eben Vincent van Gogh, dessen landschaftliche Farborgien ebenso stilbildend waren wie seine Menschenbilder. Für die Erzählung selbst bedienen sich die Filmemacher eines Tricks: Alle Rückblenden, die den noch lebenden Vincent van Gogh in der Vergangenheit zeigen, sind Schwarz-Weiß-Zeichnungen, Armands Gegenwart und seine Recherchen sind in Farbe. Tatsächlich versuchen die Filmemacher das noch immer aktuelle Geheimnis um van Goghs Tod aufzudecken. Ob und wie das geschieht? Das soll natürlich nicht verraten werden. Klar ist vor allem eines: All das ist brillant und clever gemacht, für Hardcore-Kunstkenner vielleicht sogar ein bisschen gewagt, aber es macht einfach höllischen Spaß.

Großbritannien/Polen 2017
Regie und Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Darsteller/-innen: Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd, Aidan Turner, Jerome Flynn, Robert Gulaczyk, Helen McCrory
95 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.12.

Oper - L opera de Paris

Anderthalb Jahre filmte Jean-Stéphane Bron in der Pariser Oper, hatte Zugang zu Proben und Geschäftsbesprechungen, filmte Stars und aufstrebende Künstler. Ein Abbild der sozialen Strukturen Frankreichs, ein Blick hinter die Kulissen, eine Hommage an Künstler und ihre Leidenschaft.

In der ersten Szene von „Oper - L opéra de Paris“ wird zu Fanfarentönen die französische Fahne auf dem Dach der Pariser Oper gehisst, im Hintergrund die Silhouette der Hauptstadt. In der letzten Szene sieht man gut 110 Minuten später eine farbige Putzfrau die Sitze des Opernhauses absaugen. Dazwischen zeigt Jean-Stéphane Bron die Arbeitsweisen der Oper, ihrer Bürokratie, der Werkstätten, vor allem der Künstler, blickt mal mit sanfter Ironie, mal mit Gespür für das Pathos von Oper und Ballett auf die Funktionsweisen einer Institution, die ein Stolz der Nation ist, in der sich aber auch die sozialen Unterschiede und Ungerechtigkeiten Frankreichs in vielerlei Hinsicht aufzeigen lassen. Gut anderthalb Jahre filmte Bron in der Oper, von Januar 2015 bis Juli 2016, eine Zeit, in der sich die Pariser Oper in einer Zeit des Umbruchs befand. Mit Stéphane Lissner übernahm ein neuer Mann den Direktionsposten, während mit Benjamin Millepied auch das Ballett einen neuen künstlerischen Leiter bekam. Eine andere Figur, der man immer wieder begegnet, ist der junge russische Sänger Mischa Timoshenko, der im Laufe eines Jahres viel lernt, nicht zuletzt die französische Sprache. Anfangs kommuniziert er noch auf englisch, auch auf deutsch, so wie das Leben hinter den Kulissen ohnehin von großer Vielstimmigkeit geprägt ist.

Die Vielfalt der französischen Nation sucht man hier jedoch vergebens, praktisch nur hellhäutige Menschen arbeiten in den Werkstätten, in der Verwaltung, erst recht auf der Bühne. Wenn man da in einem Kurs für junge Musiker auch einige Kinder sieht, deren Hautfarbe sie als Kinder französischer Einwanderer aus West- oder Nordafrika ausweist, dann wirken sie nicht von ungefähr wie Fremdkörper in einer hermetischen Institution. Doch diese sozialen Strukturen deutet Bron nur unterschwellig an, versagt sich jedes deutlichen Kommentars. Auch dann wenn der Direktor sich bei einer Sitzung dafür einsetzt, dass die teuersten Tickets doch nicht ganz so teuer sein sollten, man wolle ja niemanden vom Besuch der Oper ausschließen, so als würde es für sozial schlechter gestellte Menschen einen Unterschied machen, ob eine Karte 150 oder 200 Euro kostet. Ebenso subtil, wie er das geradezu immanent Elitäre eines Opernbetriebs andeutet, erzählt Bron aber auch von der Faszination, die von einer Kunst wie der Oper ausgeht, vom Einsatz, von der Aufopferung, die Sänger und Tänzer auf sich nehmen, um dem Publikum ein perfektes Erlebnis zu bereiten.

Dokumentation
Frankreich/ Schweiz 2017
Regie: Jean-Stephane Bron
110 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.12.

Voll verschleiert!

Um an dem radikalisierten Bruder seiner Freundin vorbeizukommen, tarnt sich deren Liebhaber mit einem Ganzkörperschleier – mit ungeahnten Folgen! Flott inszenierte Verkleidungskomödie über Islamismus, die Rolle der Frau im Islam und falsch verstandene Toleranz.

Armands (Félix Moati) Eltern stammen aus dem Iran und flohen einst nach der islamischen Revolution nach Frankreich. Für Politik interessiert sich Armand nicht, dennoch ahnt er, dass seine Eltern wenig begeistert über seine Beziehung zu Leila (Camélia Jordana) sind, deren Herkunft der arabisch geprägte Maghreb ist. Doch nicht nur Armands Eltern könnten Probleme bereiten, vor allem Leilas Bruder Mahmoud (William Lebghil) steht der Beziehung im Weg: Der ist nach einem Aufenthalt im Jemen radikalisiert zurückgekehrt, trägt einen dichten Bart und predigt die Lehren des Propheten. Sehr zum Unwillen der säkularisierten Leila, die sich bald in ihrer eigenen Wohnung eingesperrt sieht. Um sie dennoch besuchen zu können, fällt Armand ein gewagter Plan ein: In einem Ganzkörperschleier, der nur die Augen frei lässt, klopft er an Mahmouds Tür und stellt sich als Scheherazade vor. Anfangs reagiert Mahmoud zwar skeptisch auf die scheinbar tief religiöse Person, doch deren Wissen über den Islam und seine Lehren begeistern ihn bald so sehr, dass er sich bald unsterblich in Scheherazade verliebt. Eine Wendung, mit der Armand und Leila nun wirklich nicht gerechnet haben.

„Voll verschleiert!“ ist der neueste französische Komödienhit zu einem brennend aktuellen Thema, und das Spielfilmdebüt der Doku-Regisseurin Sou Abadi, die auch das Drehbuch schrieb. Sie erzählt mit frechem Humor von dem jungen Studenten Armand, der sich voll verschleiert als Kommilitonin seiner Freundin Leila tarnen muss, um an ihrem tief religiösen Bruder Mahmoud vorbei zu kommen. Als dieser sich in die „betörende Muslima“ verliebt, wird’s richtig kompliziert – und irre komisch. Die ausgelassene Maskerade vor ernstem Hintergrund trifft mitten ins Schwarze und ist großartig besetzt: Félix Moati („Der Landarzt von Chaussy“) und Camélia Jordana („Nur wir drei gemeinsam“) überzeugen als frisch Verliebte in Not, und William Lebghil („Liebe auf den ersten Schlag“) gibt den religiösen Fanatiker auf Freiersfüßen mit umwerfendem Charme.

Frankreich 2017
Regie & Buch: Sou Abadi
Darsteller: Félix Moati, Camélia Jordana, William Lebghil, Anna Alvaro, Carl Malapa, Predrag Manojlovic, Oscar Copp
98 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.1.

Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit

Alles beginnt mit einer großen Liebe in den 60er-Jahren: Hannah und ihr Mann Ole Nydahl fühlen sich eng verbunden in ihrer Sehnsucht nach geistiger Freiheit, in der Suche nach etwas Besserem. 1968 folgen sie frisch verheiratet dem Hippie Trail von Kopenhagen nach Kathmandu. Nepals Hauptstadt zieht in dieser Zeit magisch Rucksacktouristen aus ganz Europa an, die auf der Suche nach spiritueller Erfahrung oder zumindest nach dem Rausch von Drogen und freier Liebe sind. Aber für Hannah und Ole wird diese Reise wesentlich mehr als ein Hippie-Abenteuer. Sie begegnen dort jenem Mann, der ihr Leben für immer verändern sollte, dem 16. Karmapa, geistiges Oberhaupt der Karma-Kagyü-Linie des tibetischen Buddhismus, auch König der Yogis genannt.

Die Nydahls werden die ersten westlichen Schüler des Karmapa und machen fortan die weltweite Verbreitung der buddhistischen Lehren zu ihrem gemeinsamen Lebensprojekt. In den nächsten 35 Jahren sind sie unermüdlich auf den Straßen zwischen den Kontinenten unterwegs und eröffnen bis zu Hannahs frühem Krebstod 2007 weltweit hunderte buddhistische Zentren.

Das preisgekrönte Filmporträt Hannah - Ein buddhistischer Weg zur Freiheit erzählt, wie die Dänin Hannah Nydahl in den wilden 60er-Jahren vom Hippie zur bedeutendsten Pionierin des Buddhismus im Westen wurde. Erstmals setzt ein Dokumentarfilm dieser außergewöhnlichen Frau, die auch liebevoll Mutter des Buddhismus genannt wird, ein eindrucksvolles Denkmal.

Dokumentarfilm
Großbritannien, Spanien 2014
Regie: Adam Penny, Marta György-Kessler
89 Minuten
ab 12 Jahren