Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 21.11.
Bernadette
Land des Honigs
Pferde stehlen
Marriage Story (engl. OmU)
voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.
Yung
Aretha Franklin: Amazing Grace
Die schönste Zeit unseres Lebens
Mein Ende. Dein Anfang
The Good Liar - Das alte Böse
voraussichtlich ab Donnerstag 5.12.
A Rainy Day in New York
voraussichtlich ab Mittwoch 18.12.
Star Wars: The Rise of Skywalker (engl. OV in 2D)
voraussichtlich ab Donnerstag 26.12.
Pavarotti

Voraussichtlich ab Donnerstag 21.11.

Bernadette


Eine einstige Stararchitektin kehrt ihrer Familie überraschend den Rücken, um sich neu zu erfinden. Mit Cate Blanchett in der Titelrolle geht Regisseur Richard Linklater einmal mehr auf Oscar-Kurs

Bernadette Fox (Cate Blanchett) ist anders als die perfekt organisierten Mütter aus der Nachbarschaft. Sie ist chaotisch, exzentrisch, sensibel – und schläft schlecht. Bernadette braucht nach Jahren der Fürsorge für ihre Familie dringend mal wieder etwas Zeit für sich. Die einstige Stararchitektin hat Los Angeles den Rücken gekehrt und ist ihrem Mann Elgie (Billy Crudup), einem erfolgreichen IT-Manager, nach Seattle gefolgt. Dort leben die beiden mitsamt der 15-jährigen Tochter Bee (Emma Nelson) in einer von Brombeerhecken umrankten alten Villa, die viel zu groß und obendrein sanierungsbedürftig ist. Als Bernadettes penible Nachbarin Audrey (Kristen Wiig) darum bittet, die wuchernden Brombeerbüsche an der Grundstücksgrenze zu entfernen, setzt das eine Kette von Missgeschicken in Gang, die Bernadettes Leben endgültig auf den Kopf stellen. Und plötzlich ist sie verschwunden. Elgie und Bee nehmen die Suche auf – und ihre Reise endet schließlich mitten in der Antarktis mit einer überraschenden Entdeckung...


Der preisgekrönte Autor und Regisseur Richard Linklater („Boyhood“, „Before Sunrise“-Trilogie) hat mit „Bernadette“ eine warmherzige Komödie inszeniert. Mit sprühendem Witz und feinen Zwischentönen erzählt er von seiner ungewöhnlichen Heldin, die dem Familienalltag entflieht und in den Weiten der Antarktis neu zu sich findet. Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett („Carol“, „Blue Jasmine“) ist in die Rolle der liebenswert-exzentrischen Bernadette Fox geschlüpft und spielt sie gewohnt bravourös – mit viel Humor und Tiefgang. Kristen Wiig („Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“, „Downsizing“), Billy Crudup (“Spotlight“, „Almost Famous – Fast berühmt“) und Neuentdeckung Emma Nelson runden das Ensemble ab.


OT: Where’d you go, Bernadette
USA 2019
Regie: Richard Linklater
Buch: Richard Linklater, Holly Gent Palmo, Vincent Palmo
Darsteller: Cate Blanchett, Billy Crudup, Kristen Wiig, Emma Nelson, Laurence Fishburne
111 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.11.

Land des Honigs



Preisgekrönter Dokumentarfilm mit der zeitgeistigen Thematik rund um das fragile Verhältnis der Menschen zur Natur, poetisch in der Machart und fein beobachtet und unaufgeregt.

Gegenwärtig wird viel über Honigbienen debattiert, denn immerhin betrifft deren Rückgang Menschen auf der ganzen Welt. Auch, weil die wichtige Funktion der Bienen als Bestäuber landläufig bekannt ist, eignen sie sich gut als Stellvertreterinnen für die immer stärker durchbrechende Erkenntnis, dass es höchst fahrlässig wäre, die Erde auszubeuten, zu verpesten, unbewohnbar zu machen. Dass die Menschheit in ihrer Gänze trotzdem weitermacht wie gehabt, daran kann der Dokumentarfilm „Land des Honigs“ freilich kaum etwas ändern. Aber der Film kann dafür sensibilisieren, dass die Verbindung der Menschen zur Natur kein Machtgefälle beinhalten muss, bei dem die Menschheit alles zu Kleinholz macht, sondern als Partnerschaft funktionieren kann, von der letztlich beide Seiten profitieren.

Hatidze Muratova lebt im nordmazedonischen Gebirge, wo sie als Imkerin eine wilde Bienenzucht betreut. Daneben versorgt die sonnengegerbte Frau ihre gelähmte Mutter. Ab und an bricht Muratova in die vergleichsweise hektische mazedonische Hauptstadt Skopje auf, um den geernteten Honig auf dem Markt zu verkaufen, die meiste Zeit verbringt sie aber in der ursprünglichen Natur, in der sie aufgewachsen ist. Das harte, doch idyllische Leben ändert sich, als Muratova und ihre Mutter neue Nachbarn bekommen. Die nomadische Großfamilie von Hussein Sam bringt einige Nutztiere und reichlich Lärm mit. Anders als Muratova sehen die Neuen den Honig vor allem als profitables Verkaufsgut. Die traditionelle Imkerweisheit, den Bienen die Hälfte des produzierten Honigs zu überlassen, schert die Neuankömmlinge wenig. Die Filmemacher Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska beobachten das Geschehen teilnehmend und völlig wertfrei. In oft langen Einstellungen zeigen sie, was passiert, ohne eine Meinung dazu mitzuliefern – das obliegt dem Publikum. Im Kern geht es um das vielschichtige Verhältnis der Menschen zur Natur, das umso vertrackter wird, je mehr Menschen vom Honig naschen wollen.


OT: Honeyland
Land/Jahr: Mazedonien 2019
Skript & Regie: Tamara Kotevska, Ljubomir Stefanov
Mitwirkende: Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam, Ljutvie Sam
85 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.11.

Pferde stehlen


Drama um einen Mann, der sich nach dem Tod seiner Frau in eine abgelegene Hütte zurückzieht und sich in seine Vergangenheit zurückversetzt. Die Romanverfilmung geht als norwegischer Oscar®-Beitrag für den "Besten internationalen Film" ins Rennen

Die Schönheit Norwegens kann manchmal schmerzen. Dabei sucht Trond nur die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte. „Erinnerungen, die das Bewusstsein fluten und den Schmerz bringen – doch als wie stark dieser empfunden wird, entscheidet man selbst."

Das ist einer der schönsten und seltsamsten Sätze in Per Pettersons Roman „Pferde stehlen", der in 50 Sprachen millionenfach verkauft wurde. Es handelt sich wohl um das erfolgreichste norwegische Buch aller Zeiten, und der in den USA lebende norwegische Regisseur Hans Petter Moland („Ein Mann von Welt“, „Einer nach dem Anderen“, Jussi Adler-Olsens „Erlösung“) hat es jetzt mit seinem Lieblingsdarsteller, dem Schweden Stellan Skarsgård in der Rolle des alten Trond Sander, inmitten der atemberaubenden Gebirgs- und Flusslandschaft zwischen Norwegen und Schweden verfilmt. Bei seiner Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2019 wurde der Film mit dem Silbernen Bären für eine Herausragende Künstlerische Leistung (Kamera) ausgezeichnet. Bei den Amanda Awards auf dem Norwegischen Internationalen Filmfestival Haugesund erhielt der Film fünf Amandas: Bester Norwegischer Film, Beste Regie (Hans Petter Moland), Beste Kamera (Rasmus Videbæk), Beste Musik (Kaspar Kaae) und Bester Nebendarsteller (Bjørn Floberg).

Norwegen, Schweden u.a. 2019
Regie: Hans Petter Moland
Darsteller: Stellan Skarsgård, Bjørn Floberg, Tobias Santelmann
123 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 21.11.

Marriage Story (engl. OmU)

Die Scheidung eines Theaterregisseurs lässt die Anwaltskosten in exorbitante Höhen schnellen. Noah Baumbachs „Szenen einer Ehe“ als Netflix-Produktion mit Starbesetzung

Charlie ist ein erfolgreicher Off-Broadway-Theaterregisseur, während seine Frau Nicole früher als Schauspielerin arbeitete und sich nun um den gemeinsamen Sohn kümmert. Nach ihrer Trennung von Charlie zieht sie mit dem 8-jährigen Henry zurück in ihre Heimatstadt Los Angeles. Der Umzug nach dort war immer einer der Hauptstreitpunkte in ihrer Ehe gewesen. Hier verbringt sie viel Zeit mit ihrer Mutter Sandra, einer früheren Schauspielerin, und ihrer Schwester Cassie. Als ihr neues Leben Gestalt annimmt, will sie eine offizielle Scheidung von Charlie und konsultiert die hochkarätige Scheidungsanwältin Nora Fanshaw. Nicole will aber auch nach der Scheidung mit ihrem Ex-Mann befreundet bleiben, weshalb alles möglichst sanft über die Bühne gehen soll. Sie erzählt Nora, wie sie in ihrer Ehe nach und nach ihre Ambitionen aufgegeben, ihre Bedürfnisse verdrängt und sich Charlie untergeordnet hat. Er habe sich lieber um seine Karriere gekümmert, als um seine Familie, während sie selbst ihre Schauspielkarriere aufgegeben hat. Obwohl er weiter in New York arbeitet, wo er gerade Elektra inszeniert, nimmt sich Charlie nach Rücksprache mit seinen Anwälten eine Zweitwohnung in der Nähe von Nicole, um über das gemeinsame Sorgerecht für Henry zu verhandeln und pendelt zwischen Los Angeles und New York hin und her. Während ihr Sohn mal bei der Mutter, mal beim Vater seine Zeit verbringt, steigen die Anwaltskosten in exorbitante Höhen.

Als Kameramann fungierte Robbie Ryan, der den Film auf 35-mm drehte und mit vielen Nahaufnahmen arbeitet. In Kombination mit den Weitwinkelaufnahmen der Gesichter der Schauspieler werde schon die physische Distanz zwischen Charlie und Nicole deutlich, so Jon Frosch von „The Hollywood Reporter“. Die Filmmusik komponierte der Oscar-, Grammy- und Emmy-Gewinner Randy Newman, mit dem Baumbach bereits für „The Meyerowitz Stories“ zusammengearbeitet hatte. In den Hauptrollen agieren Scarlett Johansson und Adam Driver.

USA 2019
Regie: Noah Baumbach
Darsteller: Scarlett Johansson, Adam Driver, Laura Dern
136 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.

Yung



Der Alltag vier junger Mädchen in der pulsierenden und hedonistischen Subkultur des modernen Berlin. Realistisches, extremes und gleichzeitig liebevolles Portrait dieser neuen „Lost Generation"

„Yung“ ist der flirrende Trip von vier jungen Mädchen durch die pulsierende und hedonistische Subkultur des modernen Berlin, vor allem aber ein pures, raues und authentisches Portrait ihrer Freundschaft. Janaina (17) verdient sich etwas Taschengeld mit Webcam-Sex hinzu. Für ihre beste Freundin Emmy (18) ist die Stadt ein einziger Rausch, dabei realisiert sie nicht, dass sie immer tiefer in den Strudel der Abhängigkeit gerät. Joy (17) sinnt über die Liebe nach, wenn sie nicht gerade Drogen verkauft, und die süße Abbie (16) träumt davon nach Los Angeles abzuhauen.

Mit „Yung“ gibt Henning Gronkowski sein Spielfilm-Regiedebüt. Er schrieb das Drehbuch, nachdem er mehr als zwei Jahre zusammen mit Berliner Teenagern das Projekt entwickelt hatte. Es ist ein realistisches, extremes und gleichzeitig liebevolles Portrait dieser neuen "Lost Generation" - das ihnen gewidmet ist. Der Regisseur über seinen Film: „Es ist ein Film über Teenager, die in vielerlei Hinsicht ein aufregendes und exzentrisches Leben führen. Vier Mädchen, die Drogen nehmen, wild feiern und ihr Sexleben ausleben. Es ist das echte Berlin. Es ist eine echte Geschichte. Mit Leidenschaft und großer Energie erzählt, basierend auf den Abenteuern dieser Teenager und ihrer Freunde. Sie erzählten mir davon und sie zeigten mir echte Emotionen. Diese Energie ist in jedem Bild zu spüren. Daneben greift der Film Teile meines persönlichen Lebens auf und der Welt, in die ich in den letzten 10 Jahren abgetaucht war. Ich bin nicht unbedingt stolz darauf, aber ich bereue es auch nicht. Ich habe einen Weg hinaus gefunden und einen Film über meine Erfahrungen und die Menschen geschaffen, die ihn inspiriert haben – eine Katharsis. Ich wollte eine Berliner Jugendsubkultur zeigen, die sich in einer dem öffentlichen Bewusstsein verborgenen Parallelwelt abspielt. Es ist eine Generation von Kids, die alle Möglichkeiten im Leben haben. Auf der anderen Seite haben sie keine Ahnung davon, was sie damit machen wollen. Zumindest sollte man versuchen, sich selbst zu finden, während man noch YUNG ist!“

Deutschland 2018
Regie: Henning Gronkowski
Darsteller: Janaina Liesenfeld, Emily Lau, Joy Grant
95 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.

Aretha Franklin: Amazing Grace



Es ist die erfolgreichste Gospel-Platte aller Zeiten: „Amazing Grace“, die Aretha Franklin 1972 aufnahm. Was viele nicht wussten: Die Aufnahmen in einer Kirche in Los Angeles wurden gefilmt, doch erst jetzt ist das Material zu sehen.

1972 befand sich die damals 29jährige Aretha Franklin auf dem Höhepunkt ihres Ruhms. Elf Nummer Eins Songs hatte sie schon eingesungen – darunter Klassiker wie Respect oder Chain of Fools – doch dann wollte sie ein Album aufnehmen, das sie zu ihren musikalischen Wurzeln zurückführen sollte, dem Gospel. In der New Temple Missionary Baptist Kirche im Stadtteil Watts in Los Angeles trat Franklin an zwei Abenden auf. Unterstützt vom lokalen Southern California Community Choir, geleitet vom legendären Reverend James Cleveland, der wie wenige andere dazu beigetragen hat, den Gospel populär zu machen, sang sie religiöse Standards wie What a Friend We Have in Jesus, Mary, Don t You Weep und natürlich den Titelsong Amazing Grace.

Auch eine Filmcrew war vor Ort, geleitet vom damals noch wenig bekannten späteren Oscar-Gewinner Sydney Pollack, der in bester Cinéma vérité Manier das Konzert filmte, aber einen schweren technischen Fehler beging: Bild und Ton waren nicht synchronisiert und so war das Material in den damaligen analogen Zeiten praktisch unbrauchbar und landete für Jahrzehnte im Archiv. Erst vor wenigen Jahren gelang es nun dem Musikproduzenten Alan Elliott im Auftrag der Rechteinhaber Warner Bros., das Material zugänglich zu machen. Das Ergebnis ist das Dokument „Aretha Franklin: Amazing Grace“, in dem das Konzert roh und ungeschnitten gezeigt wird, abgesehen von einigen wenigen erklärenden Texttafeln ohne Kontext oder gar kulturhistorische Einordnung. Ein pures Dokument ist „Aretha Franlin: Amazing Grace“ also, das ganz bewusst technische Schwächen nicht zu kaschieren versucht, manchmal Kameramänner im Bild zeigt, manchmal Unschärfen hat, seine holprige Entstehungsgeschichte zum Teil des Films macht. Kein sakraler Ort ist dies, keine fehlerlos inszenierte Show, sondern ein tatsächlich spiritueller Moment, ausgelöst durch die atemberaubende Stimme Aretha Franklins. Vielleicht muss man also gar nicht versuchen, in Worte zu fassen, was Aretha Franklin so besonders machte: Es reicht es 90 Minuten lang zu hören, zu sehen, es zu erleben.

Dokumentation
OT: Amazing Grace
USA 2018
Regie: Alan Elliott, Sydney Pollack
89 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.

Die schönste Zeit unseres Lebens



Ein grantiger Ehemann wird von seinem Sohn auf eine Zeitreise geschickt. Mitreissende Komödie voller Lebenslust und wunderbarer Dialoge, getragen von einem brillanten Ensemble

„So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime (Michaël Cohen). Sein Vater Victor (Daniel Auteuil) wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne (Fanny Ardant) ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht definitiv Hilfe! Und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine (Guillaume Canet) hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hatte. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot (Dora Tillier) die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt …

„Die schönste Zeit unseres Lebens“ ist eine mitreißende Komödie voller Lebenslust, Charme und Esprit, die auf leichte und amüsante Weise mit der Frage spielt, was das Leben letztlich schön macht. Nicolas Bedos („Die Poesie der Liebe“) konnte für seinen zweiten Spielfilm die Leinwandlegenden Daniel Auteuil („Verliebt in meine Frau“, „Caché“) und Fanny Ardant („Die schönen Tage“, „8 Frauen“) gewinnen. Unwiderstehlich brilliert Guillaume Canet („Zusammen ist man weniger allein“, „Zwischen den Zeilen“) als Firmenchef, den mehr als eine berufliche Leidenschaft mit Margot verbindet, gespielt von Doria Tillier, die für ihr Kinodebüt „Die Poesie der Liebe“ als beste Hauptdarstellerin für den César nominiert wurde. Der Film feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb (außer Konkurrenz) bei den 72. Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Die Nordamerika-Premiere fand auf dem 44. Toronto International Film Festival statt.

Frankreich 2019
Regie: Nicolas Bedos
Darsteller: Daniel Auteuil, Guillaume Canet, Fanny Ardant
115 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.

Mein Ende. Dein Anfang



Regiedebütantin Mariko Monoguchi wirbelt die Gesetze des filmischen Erzählens durcheinander und inszeniert unter Zuhilfenahme eines preiswürdigen Ensembles eine zu Tränen rührende Geschichte über Liebe, Verlust und Vergeben.

Für Nora (Saskia Rosendahl) bricht eine Welt zusammen, als ihr Freund (Julius Feldmeier) bei einem Banküberfall ums Leben kommt. Zunächst versucht sie die Tragödie zu verdrängen. Doch nach und nach brechen die Gefühle aus ihr heraus und sie beginnt notgedrungen, den Verlust zu verarbeiten. Dazu schwelgt sie in Erinnerungen an ihr gemeinsames Kennenlernen, ihre große Liebe und all die Träume, die das glückliche Paar hatte und nun doch nie umsetzen können wird. Irgendwo in einer anderen Ecke der Stadt hat Natan (Edin Hasanovic) ein ähnliches Problem, das ihm den Boden unter den Füßen wegzieht. Seine kleine Tochter ist schwerkrank und benötigt dringend eine teure Behandlung, die für Natan jedoch unbezahlbar wird, als er durch eigenes Verschulden seinen Job verliert. Die Wege von Natan und Nora kreuzen sich eines Nachts, denn die beiden scheinen überraschend viel gemeinsam zu haben…

Regisseurin Mariko Minoguchi arbeitet zwar nicht mit derart drastischen visuellen Stilmitteln wie ihr Kollege Noé, doch genau wie dieser hat auch sie die Wichtigkeit von inszenatorischer Experimentierfreude erfasst. Da rückt der Handlungsstrang rund um Noras One-Night-Stand Natan zeitweise fast in den Hintergrund, da man erst weit in der zweiten Filmhälfte von „Mein Ende. Dein Anfang.“ zu verstehen beginnt, von welch enormer Wichtigkeit Natans Eintritt in Noras Leben eigentlich ist. Sowohl die sich zaghaft aufbauende Beziehung zwischen den beiden, als auch die über kleine, dafür umso liebevollere Gesten funktionierende Lovestory zwischen ihr und ihrem verstorbenen Freund erinnern an die Filme eines Mikhaël Hers, der mit „Ein Sommergefühl“ einen der besten, wenn nicht gar den besten Film zum Thema Trauerverarbeitung inszeniert hat, den es überhaupt gibt. Hier trifft die reduzierte Intimität seiner Erzählungen auf die keinerlei Risiko scheuende Experimentierfreude von Filmemachern wie Christopher Nolan oder eben auch Gaspar Noé – eine Kombination, die man einfach erleben muss, um sie zu glauben.

Deutschland 2019
Regie: Mariko Minoguchi
Darsteller: Saskia Rosendahl, Julius Feldmeier, Edin Hasanovic, Jeanette Hain, Lilly Forgach, Leonard Hohm, Emanuela von Frankenberg, David Baalcke
111 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 28.11.

The Good Liar - Das alte Böse

Der professionelle Hochstapler Roy Courtnay (McKellen) kann sein Glück kaum fassen, als er online die Bekanntschaft der betuchten Witwe Betty McLeish (Mirren) macht. Als Betty ihm die Türen zu ihrem Zuhause und ihrem Leben öffnet, stellt Roy erstaunt fest, dass er sich zu ihr hingezogen fühlt, was den eigentlich narrensicher geplanten Betrug in die tückischste Gratwanderung seines Lebens verwandelt.

USA 2019
Regie: Bill Condon
Darsteller: Helen Mirren, Sir Ian McKellen, Jim Carter
109 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 5.12.

A Rainy Day in New York

USA 2019
Regie: Woody Allen
Darsteller: Timothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez
95 Minuten


Voraussichtlich ab Mittwoch 18.12.

Star Wars: The Rise of Skywalker (engl. OV in 2D)

Sowohl alte als auch neue Gesichter kommen für diesen letzten Teil der Skywalker-Saga zusammen. Wieder zu sehen sind unter anderem Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong o, Domhnall Gleeson, Kelly Marie Tran, Joonas Suotamo und Billie Lourd.

Neu hinzu kommen in Episode IX Naomi Ackie, Richard E. Grant, Keri Russell, Matt Smith und Dominic Monaghan. Verstärkung erhalten sie von den Star Wars Veteranen Mark Hamill, Anthony Daniels und Billy Dee Williams, der erneut in seine Rolle als Lando Calrissian schlüpft.

Leia Organa wird erneut von Carrie Fisher verkörpert indem bisher unveröffentlichtes Material verwendet wird, das für "Star Wars: Das Erwachen der Macht" gedreht wurde. "Wir haben Carrie Fisher verehrt", sagt Abrams. "Einen überzeugenden Abschluss der Skywalker-Saga ohne sie zu finden, war uns nicht möglich. Eine Umbesetzung oder der Einsatz einer computeranimierten Figur stand nie zur Diskussion. Mit der Unterstützung und dem Segen ihrer Tochter Billie haben wir einen Weg gefunden, Carries Vermächtnis und ihre Rolle als Leia in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" in Ehren zu halten, indem wir unveröffentlichtes, für Episode VII gedrehtes Material verwenden."

USA 2019
Regie: J.J. Abrams
Darsteller: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac
ca. 150 Minuten
ab 12 Jahren beantragt


Voraussichtlich ab Donnerstag 26.12.

Pavarotti

Der italienische Opernsänger Luciano Pavarotti ist selbst denjenigen ein Begriff, die sonst mit einem Opernbesuch nicht viel am Hut haben. Im Laufe seiner Karriere brachte der 1936 geborene Tenor es mit seiner Stimme zu Weltruhm, bevor er 2007 verstarb. Da Vinci Code-Regisseur Ron Howard, der zuvor mit The Beatles: Eight Days a Week - The Touring Years bereits eine andere Musikdokumentation abgeliefert hatte, widmete sich in seiner Doku Pavarotti ganz der Opern-Legende und nutzte für die Aufarbeitung von dessen Karriere und Privatleben die privaten Aufzeichnungen von dessen Familie, Interviews sowie Aufzeichnungen von Live-Auftritten des Sängers. (Quelle: Moviepilot.de)

Dokumentarfilm
USA, Großbritannien 2019
Regie: Ron Howard
Darsteller: Luciano Pavarotti
114 Minuten
ohne Altersbeschränkung