Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 18.10.
Champagner & Macarons – Ein unvergessliches Gartenfest
Girl
Dogman
Der Vorname
voraussichtlich ab Mittwoch 24.10.
Ex Libris – Die Public Library von New York
voraussichtlich ab Donnerstag 25.10.
Projekt: Antarktis – Die Reise unseres Lebens
Wuff
voraussichtlich ab Mittwoch 31.10.
Bohemian Rhapsody
voraussichtlich ab Donnerstag 1.11.
An den Rändern der Welt
Mandy
voraussichtlich ab Donnerstag 8.11.
Der Klang der Stimme
voraussichtlich ab Donnerstag 15.11.
Suspiria
Juliet, Naked
voraussichtlich ab Donnerstag 29.11.
November

Voraussichtlich ab Donnerstag 18.10.

Champagner & Macarons – Ein unvergessliches Gartenfest



Auf einer Villeneinweihungsparty vor den Toren von Paris prallen Gegensätze aufeinander. Bissige französische Komödie mit Tiefgang

Was für ein Fest! Nathalie, die vielbeschäftigte Fernsehproduzentin, lädt zur großen Einweihungsparty in ihre Villa vor den Toren Paris´ - mit einer illustren Gästeliste: Ihr Schwager Castro (Jean-Pierre Bacri) hat seine besten Jahre als Star-Moderator im Fernsehen hinter sich. Castros Ex-Frau Hélène (Agnès Jaoui) und Schwester von Nathalie macht wieder einmal nur Werbung für ihr neustes Flüchtlingsprojekt. Deren Tochter Nina ist kurz davor, ihren zweiten Roman zu veröffentlichen, in dem ihre Eltern nicht gerade gut wegkommen. Unaufhaltsam füllt sich der Garten mit Menschen aller Art, aus der Stadt und vom Land, Möchtegern-Stars, Hipstern und Lebenskünstlern, YouTubern und Influencern, Musikern und mittendrin die hoffnungslos verknallte Kellnerin Samantha, die nur Eines will – ein Selfie mit Castro. Man bewundert und verachtet sich, tanzt und singt, fühlt sich cool und lebendig – und vielleicht ein bisschen einsam auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Als die Champagner-Korken knallen und die Party in vollem Gange ist, fallen unaufhaltsam die zivilisierten Masken und geben den Blick frei auf ein unberechenbares Pulverfass der Emotionen…

Regisseurin und Hauptdarstellerin Agnès Jaoui („Madame Aurora und der Duft von Frühling“) entwirft in dieser bissigen französischen Komödie ein Kaleidoskop unserer heutigen Gesellschaft. Mit messerscharfem Humor seziert sie sowohl die Abgründe als auch die polierten Oberflächen ihrer Protagonisten und zeigt was passiert, wenn Gegensätze aufeinanderprallen: Stadt und Land, analoge und digitale Welten, Jung und Alt, berühmt oder schon auf dem absteigenden Ast. Um Jaoui und ihren langjährigen Partner Jean-Pierre Bacri („Das Leben ist ein Fest“), einen der erfolgreichsten Schauspieler Frankreichs, der außerdem am Drehbuch mitschrieb, gruppiert sich ein hochkarätiges Schauspieler-Ensemble, u.a. mit Léa Drucker („Büro der Legenden“), Kevin Azais („Liebe auf den ersten Schlag“) und Nina Meurisse („Ein Leben“). Als Produzenten zeichnen der renommierte Saïd Ben Saïd („Elle“, „Der Gott des Gemetzels“, „Maps to the Stars“) und Michel Merkt („Elle“) verantwortlich.

Frankreich 2018
Regie: Agnès Jaoui
Darsteller: Agnès Jaoui, Jean-Pierre Bacri, Léa Drucker
98 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.10.

Girl



Ein 15jähriges Mädchen, das mit dem Körper eines Jungen geboren wurde, will Balletttänzerin werden. Bei den Filmfestspielen in Cannes gleich mehrfach ausgezeichnetes Drama

Lara (Victor Polster) ist 15 und hat einen Traum: Sie will Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater Mathias (Arieh Worthalter) und ihrem kleinen Bruder Milo (Oliver Bodart) nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heiß-kalte Wasser der Pubertät geworfen...

Regisseur und Drehbuchautor Lukas Dhont über seinen Film: „Als Kind wollte mein Vater, dass ich Pfadfinder werde. Alle zwei Wochen setzte er meinen Bruder und mich dort ab, und wir spielten mit den anderen Kindern im Matsch oder gingen zelten. Wir haben es beide gehasst. Wir wollten lieber schauspielern, singen, und tanzen, weil wir uns dabei besser ausdrücken konnten. Sie können sich denken, wie verwirrend es für uns war, als wir kurz darauf erfuhren, dass dies als feminin galt, als etwas „für Mädchen“. Ich war ein Junge, wie also konnte mir so etwas Spaß machen? Irgendwann ließ ich es sein, weil ich nicht deswegen ausgelacht werden wollte. Viele Jahre später, als ich gerade mein Filmstudium begonnen hatte, las ich in einer Zeitung einen Artikel über ein junges Mädchen. Es war im Körper eines Jungen geboren, jedoch davon überzeugt, ein Mädchen zu sein. Auch wenn es aus biologischer Sicht nicht der Fall zu sein schien. Meine Bewunderung für sie war enorm. Ich wollte unbedingt solch eine Figur porträtieren, einen mutigen jungen Menschen, der eine Gesellschaft herausfordert, in der die biologische sowie gesellschaftliche und kulturelle Definition des Begriffs „Geschlecht“ unweigerlich miteinander verknüpft sind. Das war der Startpunkt für „Girl“.“


Belgien, Niederlande 2018
Regie: Lukas Dhont
Darsteller: Victor Polster
106 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.10.

Dogman



Ein Hundefrisör bemüht sich standhaft aber vergeblich, den Fängen der Unterwelt zu entkommen. Ein harsches Drama, dicht und stark gespielt, mit einem überragenden Hauptdarsteller

Marcello (Marcello Fonte) könnte kaum harmloser sein: Mit seinen hängenden Augenlidern, dem schiefen, stets unsicher lächelnden Mund und seiner fast kleinwüchsigen Gestalt, wirkt er in dem kargen, heruntergekommen Viertel einer süditalienischen Ortschaft erst recht wie ein Fremdkörper. In einem kleinen Laden hat sich Marcello eine ordentliche Existenz aufgebaut, betreibt einen Hundesalon, in dem er die Vierbeiner des Viertels – vom Pudel bis zum Kampfhund – wäscht und frisiert. Nebenbei verkauft er aber auch Koks, wie es dazu kam ist ein Rätsel, vielleicht hat Marcello damit begonnen, um den berüchtigten, grobschlächtigen Simoncino (Edoardo Pesce) mit der Droge zu versorgen. Denn so brutal der Schläger oft auch agiert: Marcello will sein Freund sein...

Für seine berührende Darstellung wurde Marcello Fonte in Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet, völlig zurecht, ist er es doch, der Matteo Garrones Film Leben einhaucht. Eine viel kleinere Geschichte als in seinem brillanten Mafia-Drama „Gomorrah“ erzählt Garrone diesmal, beschränkt sich in den kaum 100 Minuten Dauer von „Dogman“ ganz auf eine Figur, der er in einer Weise nahe zu kommen sucht, die an den italienischen Neorealismus erinnert. Weniger aus eigenen Antrieb agiert auch dieser Marcello, nicht aus Gier oder Hass oder sonstigen Emotionen, sondern auf Grund der Umstände, in denen er nun mal lebt, ohne daran etwas ändern zu können. Mit erst wenigen Filme ist Fonte fast noch ein Laie, der dennoch eine erstaunliche Leinwandpräsenz mitbringt, der in fast jedem Moment zu sehen ist, der leidet und mit sich ringt und schließlich einen Wandel durchlebt, der ihn endgültig aus seinem bescheidenen, beschaulichen Leben herausreißt. Ein schlechter Mensch ist er in keiner Weise, doch in der harschen, schonungslosen Welt, die Garrone einmal mehr auf unerbittliche Weise zeichnet, ist auch so jemand nicht davor gefeit, zum Mörder zu werden.

Italien 2018
Regie: Matteo Garrone
Buch: Ugo Chiti, Maurizio Raucci, Matteo Garrone, Massimo Gaudiso
Darsteller: Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Alida Baldari Calabria, Nunzia Schiano, Adamo Dionisi
102 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.10.

Der Vorname



Ein Abendessen im familiären Kreis entartet, als Thomas bekanntgibt, seinen Sohn Adolf taufen zu wollen. Amüsant-entlarvende Gesellschaftskomödie mit deutscher Star-Besetzung

Es hätte ein wunderbares Abendessen werden können, zu dem Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) in ihr Bonner Haus eingeladen haben. Doch als Thomas (Florian David Fitz) verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René (Justus von Dohnányi) bereits die Vorspeise im Hals stecken. Man faucht einander Wahrheiten ins Gesicht, die zugunsten eines harmonischen Zusammenseins besser ungesagt geblieben wären. Starke Egos geraten aneinander, Eitelkeiten werden ausgespielt und der Abend eskaliert: Die Diskussion über falsche und richtige Vornamen geht in ein Psychospiel über, bei dem die schlimmsten Jugendsünden und die größten Geheimnisse aller Gäste lustvoll serviert werden.

Mit „Der Vorname“ inszenierte Erfolgsregisseur Sönke Wortmann („Frau Müller muss weg!“, „Das Wunder von Bern“) ein Abendessen im Freundes- und Familienkreis, das zum handfesten Streit über Kindererziehung, Jugendfreundschaften und Liebesbeziehungen ausartet. Eine amüsant-entlarvende Gesellschaftskomödie mit deutscher Star-Besetzung: Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi und Janina Uhse spielen die Hauptrollen. In einer Nebenrolle ist Iris Berben zu sehen.

Deutschland 2018
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Justus von Dohnányi, Florian David Fitz, Caroline Peters
91 Minuten
a 6 Jahren


Voraussichtlich ab Mittwoch 24.10.

Ex Libris – Die Public Library von New York



Nicht einfach eine Bibliothek, sondern einen ganzen Kosmos von Orten des Lernens, des Miteinanders, des Zusammenhalts in Zeiten zunehmender sozialer Spannungen, hat der 88jährige Frederick Wiseman dokumentiert.

Viele New York-Besucher kennen das markante Hauptgebäude der Public Library, dass sich im Herzen Manhattans befindet, an einem Park gelegen, eine große Treppe, gerahmt von zwei großen Löwen-Skulpturen. Hier hat Frederick Wiseman viele Szenen seiner jüngsten Dokumentation gefilmt, doch dass sein Fokus nicht etwa auf den banalen Strukturen einer Bibliothek liegt, dürfte Kenner seiner Filme nicht überraschen. Wiseman gilt als klassischer Vertreter eines inzwischen bedauerlicherweise nicht mehr oft gesehenen Zweig des dokumentarischen Kinos, der sich größte Zurückhaltung auflegt, der nur beobachtet, keine Szenen nachstellt, auf den Einsatz von Interviews, Musik und anderer Stilmittel verzichtet. Wochen- bzw. monatelang taucht Wiseman stets in eine Institution ein, sei es ein Krankenhaus, eine Schlachterei, Militäranlagen oder Museen, sammelt Material, lässt sich von seinem Gespür leiten und formt das Material dann zu seinen inzwischen meist sehr langen, selten unter drei Stunden langen Filmen.

Stets hatten Wisemans Filme trotz offensiv zur Schau gestellter Objektivität, eine subjektive Note, ein soziales Anliegen. Man kann nun davon ausgehen, dass es dem so genauen, bewussten Beobachter Wiseman in den letzten Jahren zunehmend unwohl angesichts mancher Entwicklungen seiner Heimat geworden ist: Die zunehmenden Grabenkämpfe im politischen Wesen, die wieder stärker werdende soziale Kälte, zunehmend ruppigere Umgangsformen, Entwicklungen, die durch die Wahl Trumps noch beschleunigt wurden und werden. In zahlreichen der 92 Dependancen der Bibliothek, die über die fünf New Yorker Stadtteile verteilt sind, hat Wiseman gefilmt. Einen breiteren Kosmos der Bildung und des Wissens, vor allem aber des sozialen Miteinanders beschreibt er im Laufe von drei Stunden, ein Symbol für ein anderes Amerika, ein Amerika, dass zwar manchmal ein wenig bürokratisch und träge abläuft, aber die Basis für eine andere Zukunft zu legen verspricht, als es den meisten Politikern des Landes scheinbar wichtig ist.

Dokumentation
USA 2017
Regie: Frederick Wiseman
197 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.10.

Projekt: Antarktis – Die Reise unseres Lebens

Auch wenn man eine organisierte Reise bucht, kann einiges schiefgehen wie drei Freunde aus Bremerhaven feststellen, die ihre Abenteuer am Südpol als „Projekt: Antarktis“ gefilmt haben und nun ins Kino bringen.

„Macht doch lieber was Vernünftiges!“ Diesen Satz bekamen Tim (24), Michael (29) und Dennis (25) seit der Schulzeit nicht nur einmal zu hören, wenn sie sich zu ihren Traumjobs bekannten: Künstler, Fotograf, Filmemacher. Die Antwort: Manche Träume müssten Träume bleiben, Arbeit müsse schließlich keinen Spaß machen, sondern vor allem genug Geld einbringen und sicher sein. Einige Jahre später arbeiten die drei an ihrem Kinofilm, für den es zuerst keinen konkreten Abnehmer gibt, keine große Produktionsfirma und auch keinen Filmverleih… vernünftig ist wirklich etwas anderes. Sie setzen alles auf eine Karte und sind fest entschlossen, für ihr Ziel zwei Jahre Arbeitszeit zu investieren. Unbezahlt. Dabei geht es nicht um irgendein Ziel: Die drei wollen in die Antarktis reisen. Sie wollen herausfinden, ob es möglich ist, auch die entferntesten Ziele zu erreichen, wenn man es nur doll genug will.

Zu Beginn stehen die drei Abenteurer vor der Frage, wie sich das Projekt „Eigener Kinofilm“ überhaupt umsetzten lässt. Wie soll der Film finanziert werden? Wie kommt man an antarktistaugliches Equipment und wie soll die Reise eigentlich ablaufen? Die Jungs entscheiden sich, das Abenteuer so aufzunehmen, wie es passiert: Mit allen Höhen und Tiefen. Mit zehn Kisten voller Equipment machen sie sich auf den 14.000 km weiten Weg in die Antarktis. Auf die Reise ihres Lebens. Doch schon in Buenos Aires – wo nur ein schneller Flughafenwechsel geplant ist, gibt es den ersten herben Rückschlag. Der Zoll beschlagnahmt ohne Angabe von Gründen das komplette Equipment. Das Expeditionsschiff legt aber schon in vier Tagen ab, in Ushuaia, mehr als 3000 km von Buenos Aires entfernt, egal ob mit den Jungs oder ohne. Ein Rennen gegen die Zeit und über die Hürden der argentinischen Dienstwege beginnt.

Dokumentarfilm
Deutschland 2018
Regie: Tim David Müller-Zitzke, Michael Ginzburg, Dennis Vogt
97 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.10.

Wuff



Das Leben von vier besten Freundinnen wird gehörig auf den Kopf gestellt. Und dabei mischen die Hunde entscheidend mit. Lebenskomödie mit Herz - und Hund von Detlev Buck

Ella wird von ihrem Freund verlassen und adoptiert den Mischling Bozer. Dieser bringt zwar ihren Alltag durcheinander, führt sie gegen alle Widerstände aber auch in ein neues Glück. Cecile schlittert gerade in eine Ehekrise. Dem sanftmütigen Hund Simpson jedoch gelingt es mit seiner Spürnase, nicht nur für die Kinder da zu sein, sondern auch den Familienfrieden zu retten. Währenddessen datet Katzenfreundin Lulu einen Hundeliebhaber - ein ziemlich heikles Unterfangen. Silke hingegen versteht sich als Hundetrainerin blendend mit den Vierbeinern, nur mit den Menschen hapert es - bis sie den Ex-Fußballer Olli kennenlernt.

Regisseur Detlev Buck über seinen Film: „Wir sind nicht die einzige Spezies auf der Welt. In jedem meiner bisherigen Filme spielen Tiere eine Rolle. In „Wuff“ bekommen die Hunde eine eigene Perspektive. Die Mensch-Hund-Beziehung ist eine ganz eigene. Die Beziehung und Kommunikation ist angesichts der Abstammung von Primaten und Wölfen nicht ganz einfach, aber es überwiegt wohl die Liebe auf der einen Seite und der Nutzen auf der anderen - oder eine Mischung aus beidem. Klar ist aber: der Hund wertet nicht. So wie du bist, bist du in Ordnung. Der Hund akzeptiert dich, wie du bist und ordnet sich unter. Du musst für ihn sorgen. Und so führt er viele Menschen aus Krisen, aus Depressionen. Der Hund kann also zu neuem Selbstvertrauen helfen. Ich glaube, das ist auch der Punkt, warum so viele Obdachlose Hunde haben, um die sie sich rührend kümmern. Gerade gestern sah ich jemand an der zugigen Luft bettelnd sitzen, während der Hund im Schlafsack eingewickelt war. Alles Bilder, die zu jeder Zeit in den Film „fallen“ können. Ich glaube, dass dieses Phänomen zwischen Mensch und Hund eine eigene filmische Umsetzung braucht. Die Bilder des Fotografen Michael Ruetz haben mich da sehr inspiriert. Der Film soll keine Romcom mit Hund werden. Natürlich wird vieles komisch sein, aber auch wahr. „Wuff“ wird etwas berühren, das man versucht, zu verstehen.“

Deutschland 2018
Regie: Detlev Buck
Darsteller: Kostja Ullmann, Frederick Lau, Emily Cox
114 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Mittwoch 31.10.

Bohemian Rhapsody

Der mit Spannung erwartete Spielfilm über Freddie Mercury und sein Leben mit der Jahrhundertband Queen.

„Bohemian Rhapsody“ erzählt die Geschichte wie Freddie Mercury und seine Bandmitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon Queen gründeten – eine der legendärsten Rockgruppen aller Zeiten. Der Film begleitet Queen, während sie Hit über Hit produzieren, Doch hinter der Fassade von Erfolg kämpft Freddie mit seiner inneren Zerrissenheit. Der aus Sansibar stammende Parse sucht unablässig nach seinem Platz in der Welt, während er gleichzeitig versucht, sich in einer Gesellschaft, die in Stereotypen und Erwartungen gefangen ist, mit einer Sexualität zu arrangieren, die er selbst kaum definieren kann. Freddie wagt es, sich zu widersetzen, aber zahlt auch den Preis dafür. Zum exzessiven Leben verführt und von dunklen Kräften getrieben, trennt sich Freddie von Queen, um eine Solo-Karriere zu starten. Sein Versuch, sich als Solo-Künstler neu zu erfinden, endet mit Enttäuschung und weiterer Isolation.

Freddie, der unter der fehlenden Zusammenarbeit mit Brian, Roger und John – seiner Rock’n’Roll-Familie leidet, erkennt schließlich, dass die Magie von Queen und das Geheimnis ihres Erfolges darin liegt, dass sie zusammenarbeiten und sich gegenseitig beflügeln. Freddie gelingt es rechtzeitig für „Live Aid” – dem größten Konzert aller Zeiten – die Band wieder zu vereinen. Aber das Schicksal und sein exzessiver Lebensstil legen ihm ein niederschmetterndes Hindernis in den Weg, eins das ihn zwingt, sich seiner eigenen Sterblichkeit zu stellen und sie zu akzeptieren. Nachdem er es ein weiteres Mal schafft, seine persönlichen Konflikte und alle Schwierigkeiten zu überwinden, gibt die Band das beste Konzert in der Geschichte der Rockmusik. Queen zementiert damit ein Vermächtnis, das noch heute Außenstehende, Träumer und Musikliebhaber inspiriert. Auf Freddies Weise, und nicht der vom Rest der Welt.

Großbritannien, USA 2018
Regie: Bryan Singer,
Dexter Fletcher
Darsteller: Rami Malek, Joseph Mazzello, Ben Hardy
106 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 1.11.

An den Rändern der Welt

Der Naturfotograf Markus Mauthe bereist die Welt in dem Wissen, dass die Orte, die er abbildet, dass die Klänge, denen er lauscht, dem Untergang nahe sind. Er bildet sie in der Hoffnung ab, dass sich die zivilisierte Welt angesichts der geschauten Schönheit eines Besseren besinnt.

Wir folgen dem Fotografen auf einer Serie von Reisen zu indigenen Völkern in Afrika, Amerika und Asien: Lebenswelten, die bald verschwunden sein werden. Denn unsere Welt erodiert von ihren Rändern aus.

Dokumentarfilm
Deutschland 2018
Regie: Thomas Tielsch, Markus Mauthe
Darsteller: Markus Mauthe


Voraussichtlich ab Donnerstag 1.11.

Mandy



„Mandy“ ist ein ultraharter, durchgestylter Höllentrip mit Heavy-Metal-Symbolik, dämonischen Motorradmutanten und surrenden Kettensägen, der das Zeug zum absoluten Kultfilm hat. Nicolas Cage war seit Jahren nicht besser.

Bei den Filmfestspielen von Cannes und Sundance waren sich Kritiker und Publikum einig: „Mandy“ ist ein neuer Kultfilm für die Ewigkeit
Rottentomatoes-Score von 100% „Nicolas Cage war seit Jahren nicht besser“ Seventh Row
Eröffnungsfilm des Fantasy Filmfest 2018, Kinostart im November 2018

Inhalt:
Shadow Mountains, 1983: Der friedliebende Einzelgänger Red Miller kocht vor Wut und Trauer. Hilflos musste er mitansehen, wie seine große Liebe Mandy verbrannt wurde. Jeremiah Sand, der charismatische Führer der religiösen Sekte „Children of the New Dawn“, hatte sie sich geschnappt und eiskalt in Flammen gesteckt – nur weil Mandy ihm nicht gefügig war. Red hat nun nichts mehr zu verlieren. Mit einer eigenhändig geschmiedeten Kriegsaxt in der Hand und einer Teufelsdroge in den Adern, die ihm übermenschliche Kräfte verleiht, macht er sich auf den Weg in einen blutigen Albtraum. Von wahnsinnigem Rachedurst getrieben, wird Red nicht eher ruhen, bis er Jeremiah und seine Jünger zur Strecke gebracht hat.

„Mandy existiert in seiner eigenen und über den Dingen stehenden Horror-Dimension“ (Daily Telegraph)

„Eine Synapsen-schmelzende Orgie von kosmischen Proportionen, die unglaublich Spaß macht“ (Sight and Sound)

USA 2018
Regie: Panos Cosmatos
Darsteller: Nicolas Cage, Andrea Riseborough, Bill Duke
116 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 8.11.

Der Klang der Stimme

Der Klang der Stimme erzählt von vier Menschen, die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen Stimme neu ausloten. Andreas Schaerer experimentiert mit seiner Stimme um Klänge zu finden, die ihn bei Live Auftritten verwandeln. Die Sopranistin Regula Mühlemann sucht den perfekten 360 Grad rundum Klang, der frei im ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen Methoden Menschen auf dem Weg zu ihrer eigenen Stimme. Eine filmische Annäherung an die transzendierende Wirkung der menschlichen Stimme.

Dokumentarfilm
Schweiz 2017
Regie: Bernard Weber
82 Minuten
ohen Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.11.

Suspiria

Remake des Kult-Klassikers von Dario Argentos aus dem Jahre 1977 von Luca Guadagnino, Regisseur von CALL ME BY YOUR NAME (Oscar 2018) und A BIGGER SPLASH.

Italien, USA 2018
Regie: Luca Guadagnino
Darsteller: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Chloe Grace Moretz
152 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.11.

Juliet, Naked

Tucker Crowe: Der Name des geheimnisvollen Rockstars ist das Einzige, was in der leidenschaftslosen Beziehung von Annie und Duncan noch für Zündstoff sorgt. 25 Jahre ist es her, dass der gefeierte Musiker seine letzte Platte veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem fanatischen Tucker-Crowe-Fan Duncan verreißt Annie dessen neues Album "Juliet, Naked" in einem Online-Forum - und bekommt plötzlich Post von Tucker Crowe höchstpersönlich...

Großbritannien 2018
Regie: Jesse Peretz
Darsteller: Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris ODowd
98 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.11.

November

Herbst in einem Dorf in Estland. Werwölfe, Geister und die Pest treiben ihr Unwesen, während die Bauern versuchen, den Winter zu überleben. Und dafür ist jedes Mittel recht! Es wird gestohlen, betrogen, die Menschen verkaufen ihre Seelen. In dieser sonderbaren Welt treffen sich zwei junge Menschen und erleben einen November voll seltsamer Ereignisse. Regisseur Rainer Sarnet hat dieses dunkle Erwachsenen-Märchen, frei nach Andrus Kivirähks Erfolgsroman „Rehepapp“, in kontrastreichem Schwarzweiß inszeniert.

„Ein Kultfilm von morgen.“ (goEast)

„Phantastisch, wunderschön und ergreifend.“ (The Hollywood Reporter)

Estland/Niederlande/Polen 2017
Regie: Rainer Sarnet
Darsteller: Dieter Laser, Taavi Eelma, Rea Lest
115 Minuten
OmU
FSK: ab 16 Jahren