Originalfassungen

Aktuell im Programm
Toy Story 3 (In digitaler 3D-Projektion)

englisches Original

USA 2010
Regie: Lee Unkrich
Drehbuch: Michael Arndt
Länge: 103 Minuten
FSK: 0

Der Moment des Abschieds ist gekommen: Andy ist den Kinderschuhen entwachsen und macht sich bereit, aufs College zu gehen. Für sein stets getreues Spielzeug hat er keine Verwendung mehr. Andys Mutter spendet die Spielsachen der Kindertagesstätte Sunnyside. Doch dieses angebliche Paradies entpuppt sich nach zuerst freundlicher Aufnahme durch die alteingesessenen Spielzeuge bald zum Gefängnis für die Freunde. Ein ausgeklügelter Ausbruchsplan wird ausgearbeitet.
Auch nach über zehn Jahren Pause gibt es bei diesem Franchise keine Ermüdungserscheinung: "Toy Story 3" macht Kinder froh und Erwachsene ebenso. Dabei hält der blanke Horror Einzug in der heilen Welt der Spielsachen. Die Macher von Pixar bauen nach einem Drehbuch von "Little Miss Sunshine"-Autor Michael Arndt perfekte Referenzen auch an Gefängnis- und Einbruch/Ausbruch-Filme mit ein und peppen die eigentlich simple Story mit einer solchen Fülle an originellen Ideen und neuen Figuren auf, dass es eine wahre Freude ist. Komik und Spannung funktionieren perfekt.


Aktuell im Programm
Inception

englisches Original mit dt. Untertiteln

USA/Großbritannien 2010
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Lewitt, Marion Cotillard, Ken Watanabe

Bahnbrechender Science-Fiction-Thriller über eine Bande, die mit dem Diebstahl von Träumen Kasse macht.
Cobb ist der Anführer einer technologisch bestens ausgerüsteten Bande von Dieben, die einen Weg gefunden hat, Träume in den Köpfen von Menschen zu platzieren und zu steuern, indem man sich selbst in ihnen manifestiert. Auf diesem Weg soll der aufstrebende Manager Fischer dazu bewegt werden, seine künftige Firma aufzusplitten. Cobb agiert nicht ganz eigennützig, denn er wird von dem mysteriösen Saito erpresst. Als Cobbs Frau ihren Mann auffordert, die Probleme in der realen Welt hinter sich zu lassen und mit ihr in einem Traum zu verweilen, muss er eine Entscheidung treffen.
Zunächst von Christopher Nolan als Intermezzo zwischen "Dark Knight" und einem dritten "Batman"-Film ersonnen, wie er es davor bereits mit "Prestige" gemacht hatte, entpuppt sich der vertrackte Science-Fiction-Thriller als das vielleicht inhaltlich wie technisch ambitionierteste Projekt in der Karriere des Briten. Ein Stoff mit Blockbuster-Aufwand, Megabudget (die Rede ist von 150 Mio. Dollar) und Staraufgebot (DiCaprio, Cotillard, Page), das eben nicht nur auf Spektakel im Stil von "Matrix" setzt, sondern auch Futter für graue Zellen im Genregewand (à la "Memento") bietet.

Aktuell im Programm
Moon

englisches Original mit dt. Untertiteln

Großbritannien 2009
Regie: Duncan Jones
Darsteller: Sam Rockwell, Kaya Scodelario, Dominique McElligott, Matt Berry
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 12

Herausragendes Science-Fiction-Drama in der Tradition von "2001" und "Silent Running", in dem ein einsamer Mann drei Jahre auf einer Raumstation auf dem Mond verbringt und langsam durchzudrehen beginnt.
Seit drei Jahren ist Sam Bell auf der dunklen Seite des Mondes stationiert. Allein überwacht er dort für Lunar Industries die Förderung von Rohstoffen, die die Energieprobleme auf der Erde lösen. Drei Wochen noch, dann soll er abgelöst und wieder heimgeschickt werden - zu seiner Frau und seiner Tochter, die vor seiner Mission eine schwere Zeit zu durchleben hatten. Für Sam ist es höchste Zeit, nach Hause zu kommen: Er leidet schwer an Lagerkoller und glaubt bisweilen, sich selbst zu sehen. Nach einem Unfall wird er gerettet - von einem Mann, der tatsächlich so aussieht wie er und behauptet, er sei Sam Bell.
Mit einem großartigen Science-Fiction-Drama in der Tradition von "2001" und "Lautlos im Weltraum" gibt David Bowies Sohn Duncan Jones ein aufsehenerregendes Regiedebüt. Befeuert von einem wirklich spektakulären Auftritt von Sam Rockwell in einer Doppelrolle, nimmt sich die ebenso bedächtig wie konzentriert erzählte Geschichte über den einsamsten Menschen der Welt, der zunehmend erkennen muss, dass sein Leben auf Sand gebaut ist, viel Zeit, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Das tut sie dann aber in der exzellent designten Produktion, der man das Minibudget von fünf Mio. Pfund niemals ansieht, mit Wucht.