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Di, 12.03. - Im Rahmen der Initiative "Plastik-Fasten"

Plastic Planet

Informativer Dokumentarfilm von Werner Boote über die Bedrohung durch das Plastik auf uns und unsere Umwelt. Wohin mit unserem Plastikmüll, der sich erst nach ca. 500 Jahren zersetzt…

Kostengünstig zum einen, vielseitig verwendbar zum anderen, ist Kunststoff das Wundermittel unserer Zeit – und für jene, die sich seiner Produktion verschrieben haben, eine Lizenz zum Gelddrucken. In den Meeren allerdings existiert es bereits sechsmal häufiger als etwa Plankton und gelangt durch den Kreislauf des Fressens und Gefressen werden unter Umständen gar auch in den menschlichen Körper. Keine Frage: für Umwelt und Gesundheit stellt Plastik ein großes Problem dar.

Der Österreicher Werner Boote beschäftigt sich bereits seit rund zehn Jahren intensiv mit dem Thema. Fünf Jahre dauerten allein die Recherchen für seine Dokumentation. Die Erinnerung an seinen Großvater, der in den 1960er Jahren in leitender Position in der Kunststoffindustrie tätig war, stellten für Boote eine weitere Motivation dar, diesen Film zu drehen.
Er tritt dabei in bester Michael-Moore-Manier auf, verzichtet allerdings auf populistische Pauschalverurteilungen. Er ist neugierig und stellt viele Fragen. Jene etwa, warum der Mensch sein Konsumverhalten mit Blick auf die gesundheitlichen und ökologischen Folgen nicht ändert, warum die Industrie nicht auf die von Kunststoffen ausgehenden Gefahren reagiert oder auf wessen Kappe die Müllberge in den Wüsten und Meeren gehen. Auch wenn nicht immer eine Antwort möglich ist, so regen die zahlreich zu Wort kommenden Wissenschaftler, Lobbyisten, PR-Vertreter und Umweltexperten doch zum Nachdenken und Grübeln an – und damit vielleicht ja auch zu anderen Sicht- und Verhaltensweisen.

Die Dimensionen, von denen in Sachen Plastik die Rede ist, machen sprachlos – eine Lösung, wie die Plastikflut eingedämmt werden könnte, hat freilich auch Boote nicht parat. Vermeidung, so die Aussage, fängt im Zweifel schon im Kleinen an.

Österreich/Deutschland 2009
Regie: Werner Boote
Drehbuch:Werner Boote
Länge: 99 Minuten
FSK:o. A.


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