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Mi, 11.03. - Woche der Brüderlichkeit

Sarahs Schlüssel

Bewegendes Drama auf zwei Zeitebenen um ein jüdisches Mädchen, das seinen kleinen Bruder vor den Nazis versteckt, und eine Journalistin, die ihre Geschichte recherchiert.

evor die zehnjährige Sarah im Juli 1942 mit ihren Eltern in der Nacht von der französischen Polizei zur Deportation abgeholt und mit Tausenden anderen Juden ins Vélodrome interniert wird, schließt sie ihren kleinen Bruder hinter einer Tapetentür ein, um ihn zu retten. Sie nimmt den Schlüssel mit, ohne zu ahnen, welche Katastrophe naht. Eine Journalistin im Paris von heute recherchiert über die damalige Razzia und findet heraus, dass sie gerade mit ihrem Mann vor dem Umzug in die Wohnung der Opfer steht.

Die fiktionale Geschichte mit bedrückenden Bildern aus Vélodrome und Deportationscamp hält sich eng an die literarische Vorlage von Tatiana de Rosnay und verwebt überzeugend das Schicksal einer junge Überlebenskämpferin 1942 und einer akribischen Journalistin von heute. Die Rückblenden erfordern Aufmerksamkeit, offenbaren aber die individuellen Verflechtungen zwischen Vergangenheit und heute. Trotz melodramatischer Mittel gibt es weder Pathos noch Künstlichkeit oder Rührseligkeit, nicht zuletzt wegen der perfekten Performance von Kristin Scott-Thomas und der jungen Mélusine Mayance.

Frankreich 2010
Regie: Gilles Paquet-Brenner
Drehbuch: Gilles Paquet-Brenner, Serge Joncour
Buchvorlage: Tatiana de Rosnay
Darsteller: Kristin Scott Thomas, Mélusine Mayance, Niels Arestrup
Laufzeit: 102 Minuten


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