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Sa, 21.09. - In Kooperation mit "Parents for Future"

Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen

Eigentlich ist jedem heute klar, dass wir als Menschheit an unserer Lebensweise dringend etwas verändern müssen, wollen wir die Erde, unsere Natur und Ressourcen bewahren und schützen. Sowohl die Denkweise eines grenzenlosen Wachstums als auch die Idee einer ungeordneten Globalisierung führen absehbar in eine Sackgasse. Auch die französische Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“) und ihr Landsmann Cyril Dion, ein engagierter NGO-Aktivist, verspürten ein wachsendes Unbehagen. Aufgerüttelt von einer wissenschaftlichen Studie in der Zeitschrift „Nature“, welche den Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren prognostizierte, suchten sie rund um den Globus nach Antworten und Lösungen, wie jeder einzelne von uns im Kleinen etwas zum Gelingen des Ganzen beitragen kann. Kurzum: In „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ geht es um die Rettung unseres Planeten und um nichts weniger. Diese Prämisse klingt zunächst viel zu komplex, um sie in einen knapp zweistündigen Film zu verpacken. Tatsächlich nähern sich Laurent und Dion bei ihrer Erkundungstour durch 10 Länder der Formel zur Weltrettung wie den einzelnen Teilen eines Puzzles. So wie diese erst zusammengesetzt ein Bild ergeben, so zeigt ihre engagierte und einfühlsame Dokumentation sehr anschaulich, wie alles mit allem zusammenhängt. Beginnend bei der Landwirtschaft und der Art, wie heute Lebensmittel hergestellt werden bis hin zu einem anderen Demokratie- und Bildungsverständnis beleuchtet „Tomorrow“ die ganz großen Themen im Kleinen und anhand sehr konkreter Initiativen.

Obgleich Laurent und Dion neben vielen engagierten Menschen auch immer wieder Experten und Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, bemühen sie sich doch um einen persönlichen, möglichst verständlichen Zugang. Ihr Antrieb für den unter anderem mittels Crowdfunding finanzierten Film sei vor allem ihr Elternsein und die Frage nach der Zukunft ihrer Kinder gewesen. Statt unzähliger Daten und Fakten – diese werden eher sparsam eingesetzt – dominiert hier der Blick auf das konkrete Projekt. Wo andere, inhaltlich durchaus verwandte Dokumentationen hauptsächlich Probleme und Missstände aufzeigen, konzentrieren sich Laurent und Dion auf Lösungsansätze. Ihr Film ist optimistisch und fordert ohne allzu übertriebene Didaktik zum persönlichen Engagement auf. Mit bislang über 800.000 Kinozuschauern allein Frankreich scheint das Thema aber bei vielen, insbesondere jungen Menschen einen Nerv getroffen zu haben.

Dokumentarfilm
Frankreich 2015
Regie: Cyril Dion, Mélanie Laurent
118 Minuten


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