NEU in der Schauburg
EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN

Sondervorstellung am 21. September um 17 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Robert Budina


Als sich die Moschee eines albanischen Bergdorfes als ehemalige Kirche entpuppt, entzündet sich ein handfester Streit. Ein kleines Filmjuwel aus Albanien, mit viel Liebe inszeniert.

In der rauen, aber schönen Hochgebirgs-Idylle eines albanischen Bergdorfes lebt es sich erstaunlich multikulturell: Der Hirte Besnik ist dank der katholischen Mutter, dem kommunistischen Vater und den muslimischen und orthodoxen Schwiegerfamilien an Kompromisse gewöhnt. Doch das friedliche Miteinander im Dorf und in der Familie wird herausgefordert. Beim Gebet in der Moschee folgt Besnik einer seltsamen Eingebung und entdeckt etwas Unglaubliches: verborgen hinter Wandverputz offenbart sich eine christliche Heiligendarstellung. Unvorstellbar scheint für die muslimische Mehrheit, was nun unwiderlegbar ist: die Moschee war einst eine Kirche. Ein gemeinsames Gotteshaus mag für ihre Vorfahren selbstverständlich gewesen sein. Den aktuellen Einwohnern des Bergdorfes scheint es reiner Frevel. Doch einmal geweckt, sind die Begehrlichkeiten kaum zurückzuhalten...

Ein seltenes Juwel ist dieser kleine, aber mit viel Liebe inszenierte Spielfilm aus Albanien, der mit großer Subtilität die Spielräume der Religiosität in den Fokus rückt. Ein ungewöhnlicher Beitrag zu einer allgegenwärtigen Debatte, der mit großer Poesie und in einer zart kadrierten Bildsprache von Orten des Glaubens und vom Obdach der Gemeinschaft erzählt. Regisseur Robert Budina über seinen Film: „Ich fühlte mich immer schon von einer einzigartigen Geschichte angezogen, die vor sehr langer Zeit geschah. In Shkodra, einer Stadt im Norden von Albanien, gab es einst ein legendenumwobenes Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das sowohl als Kirche als auch als Moschee diente und sechs Tage in der Woche von Muslimen und den verbleibenden Tag von Katholiken für Gottesdienste genutzt wurde. Aber es sollte kein Film sein speziell über das religiöse Miteinander, für das mein Land bekannt ist, oder das Trauma, das vom albanischen kommunistischen System übrig geblieben ist. Stattdessen wollte ich einen persönlichen, intimen, subjektiven Film über die persönliche Beziehung eines Einzelnen zu seiner Gemeinschaft, Familie, Liebe, Religion, zu Gott und der Natur drehen.“

Am Samstag 21. September um 17 Uhr ist der Regisseur Robert Budina in der Schauburg zu Gast und stellt sich im Anschluss an den Film den Fragen des Publikums.


EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN

Land/Jahr: Albanien, Rumänien 2018
Regie: Robert Budina
Darsteller: Arben Bajraktaraj, Esela Pysqyli, Irena Cahani
83 Minuten
ohne Ältersbeschränkung



NEU in der Schauburg
DOWNTON ABBEY

auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


 


Als sich königlicher Besuch auf Downton Abbey ankündigt, steht bald alles Kopf. Erster Kinofilm der äußerst erfolgreichen Fernsehserie.

Aufregung auf Downton Abbey: Der König und die Königin erweisen dem Hause Grantham die Ehre. Es müssen ein royaler Lunch, eine Parade und ein Dinner organisiert werden. Aber wir befinden uns im Jahr 1927 und der Earl of Grantham (Hugh Bonneville) sinnt, ob sie nach all den Veränderungen der letzten Jahre überhaupt noch einem königlichen Besuch gewachsen sind. Als wäre diese Aufgabe nicht schon schwer genug zu bewältigen, muss sich das Personal mit dem furchteinflößenden royalen Haushalt herumärgern, und schon bald keimt eine kleine Revolte im unteren Teil des Hauses auf. Währenddessen quält Lady Mary (Michelle Dockery) die Frage, ob der Erhalt von Downton überhaupt noch zeitgemäß ist. Soll das Familienanwesen vielleicht doch einer bürgerlichen Institution weichen? Auch die Dowager Countess of Grantham (Maggie Smith) sieht dem königlichen Besuch mit gemischten Gefühlen entgegen, gehört ihre Cousine Lady Bagshaw (Imelda Staunton) doch zum royalen Gefolge, und mit dem Aufeinandertreffen reißen auch alte Wunden wieder auf.

„Downton Abbey“ bringt alles, was über sechs preisgekrönte TV-Staffeln weltweit liebgewonnen wurde, nun endlich ins Kino. Man darf mitfiebern, mitfühlen, sich an der wunderschönen Ausstattung und natürlich den scharfen Sprüchen der Dowager Countess, gespielt von der zweifachen Oscar®-Gewinnerin Maggie Smith, erfreuen. Produziert wird der Film von Julian Fellowes, der auch das Drehbuch schrieb, zusammen mit Gareth Neame und Liz Trubridge.

DOWNTON ABBEY
Land/Jahr: Großbritannien 2019
Regie: Michael Engler
Darsteller: Hugh Bonneville, Jim Carter, Michelle Dockery
118 Minuten





NEU in der Schauburg

SYSTEMSPRENGER


 


Die Geschichte einer Neunjährigen, die durch ein früh erlittenes Trauma kaum zu bändigenden ist. Eindrucksvoller, intensiver Debütfilm mit einer erstaunlichen Performance von Nachwuchstalent Helena Zengel.

Benni (Nora Fingscheidt) ist neun, keineswegs dumm, aber oft nicht zu bändigen. Durch ein frühkindliches Trauma hasst sie es, im Gesicht berührt zu werden, eine Schwäche, die andere Kinder in der Schule oder den wechselnden Heimen auszunutzen verstehen. Kommt es zum Streit reicht eine Berührung und Benni rastet aus. Die Sozialarbeiterin Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) hat trotz allem große Sympathien für Benni, sieht, dass sie ein kluges Kind ist, doch langsam gehen ihr die Optionen aus. Kein Heim in der Region will Benni mehr aufnehmen, jede Möglichkeit scheint erschöpft, auch die an sich Beste, eine Rückkehr zur Mutter Bianca (Lisa Hagmeister), ist wenig aussichtsreich, denn die Mutter ist von ihrer Tochter komplett überfordert. Der Weg in die geschlossene Anstalt scheint unausweichlich, doch der Sozialarbeiter Micha (Albrecht Schucht) will ihr noch eine Chance geben...

Ohne die junge Hauptdarstellerin Helene Zengel wäre „Systemsprenger“ kaum vorstellbar. Kein Neuling ist die zehnjährige Zengel, einige Filme hat sie schon gedreht und weiß sich augenscheinlich vor einer Kamera zu bewegen. Dennoch bringt sie eine enorme Menge an anarchischer Energie mit, die die Extreme ihrer Figur schmerzhaft deutlich werden lassen. Von einem Moment zum nächsten kann sich Benni vom lieben, auch zuvorkommenden Kind in einen rasenden Vulkan verwandeln, der kaum zu bändigen ist und für sich und andere eine Gefahr darstellt. Wie dieses Kind im wahrsten Sinne des Wortes das System sprengt, schildert Nora Fingscheidt in ihrem Debütfilm auf absolut konsequente Weise. Was vor allem bedeutet, dass sie am Ende keine Lösung aus dem Hut zaubert. „Systemsprenger“ überzeugt als wuchtiges, intensives, sehenswertes Psychogramm, das beide Seiten schildert: Die von Benni, die an sich nichts Böses im Sinne hat, sondern nur nach Nähe und Zuverlässigkeit verlangt. Und auf der anderen Seite die Erwachsenen, ihre überforderte Mutter, die ihr eigenes Leben kaum im Griff hat, die Pflegemütter und Sozialarbeiter, die Bennis Intelligenz erkennen, aber nicht mehr wissen, was sie noch tun können.

SYSTEMSPRENGER
Land/Jahr: Deutschland 2019
Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide
125 Minuten
ab 12 Jahren



 


NEU in der Schauburg
AD ASTRA - ZU DEN STERNEN
in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Ein Astronaut wird auf einer gefährlichen Weltraummission mit existentiellen Fragen konfrontiert. Science-Fiction-Thriller mit Brad Pitt.

Astronaut Roy McBride (Brad Pitt) reist an den äußersten Rand des Sonnensystems, um seinen vermissten Vater zu finden und mysteriöse Vorgänge aufzudecken, die das Überleben auf unserem Planeten bedrohen. Auf seiner Reise enthüllt er Geheimnisse, die die menschliche Existenz und unseren Platz im Universum in Frage stellen.

Seine Pläne, „Ad Astra“ zu drehen und auch das Drehbuch zu schreiben, verkündete der Filmemacher James Gray erstmals im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes im Mai 2016. Im April 2017 erklärte Gray, dass er die realistischste Darstellung von Weltraumreisen erschaffen wolle, die jemals in einem Film gezeigt worden war. Der Weltraum solle dabei ein äußerst menschenfeindlicher Ort sein. Unter anderem wurde der Film von der Bona Film Group finanziert. Die Filmmusik stammt aus der Feder von Max Richter. Der Titel des Films, „Ad Astra“, bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt soviel wie „zu den Sternen“. Der Ausdruck, der auch von vielen Luft- und Raumfahrtorganisationen genutzt wird, wurde von dem Dichter Vergil geprägt, der in seinem Epos Aeneis „sic itur ad astra“, also „so reist man also zu den Sternen“, schrieb. Zum weiteren Star-Ensemble an Brad Pitts Seite zählen Tommy Lee Jones, Ruth Negga, Donald Sutherland.


AD ASTRA - ZU DEN STERNEN
Land/Jahr: USA, Brasilien 2019
Regie: James Gray
Darsteller: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Ruth Negga
124 Minuten
ab 12 Jahren


 



Das große Frühstückskino in der Schauburg
am 22. September 2019


Bedienen Sie sich am Sonntag ab 10.00 Uhr an einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffet mit frischen Brötchen, Croissants, Laugengebäck, Brot, Wurst, Käse, Schinken, Rührei, Speck, Quark, Joghurt, Räucherlachs, Kuchen, Obst und vielen mehr. Dazu Kaffee, Tee, Organgensaft, Kakao, Sekt und ... und ... und  .

Filmbeginn ist dann ab 11.00 Uhr.

Das große Frühstücksbuffet incl. Film nur EURO 15,00

Am Sonntag (22.9.) im Frühstückskino...

Und wer nimmt den Hund?
Systemsprenger
Leid und Herrlichkeit

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18