TRAUMFABRIK-
Lasst 1000 Blumen blühen!
Filmträume der 68er - heute

in der Schauburg
ZUR SACHE SCHÄTZCHEN

am Sonntag, 27. Mai um 15 Uhr
 


Am Sonntag 27. Mai um 15 Uhr zeigt die Schauburg in ihrer 15. Ausgabe der Filmreihe "Traumfabrik - Lasst 1000 Blumen blühen! Filmträume der 68er - heute" May Spils „Zur Sache Schätzchen“ aus dem Jahre 1968.

Die Traumfabrik zeigt in ihrer 15. Auflage einen Querschnitt aus Filmen verschiedener Filmkulturen, unterschiedlicher Themen und Genres, aus rund zehn Jahren seit 1964, von frühen Filmen innovativer Regisseure wie Jean-Luc Godard, Alexander Kluge, Michelangelo Antonioni, Woody Allen oder Rainer Werner Fassbinder bis zum Spätwerk eines Altmeisters wie Luis Buñuel, von „Weekend“ bis zu „Easy Rider“ und „Woodstock“ – allemal Filme wider die Resignation, und eine Einladung zum ästhetischen Selbstversuch: Wie nachhaltig haben diese Filme unsere Seherfahrungen verändert?

Zu jedem Film gibt es eine Mikroeinführung von Wolfgang Petroll sowie ein Kinogespräch; Filmseminare des ZAK und der AWWK sowie ein Filmexploratorium im ZKM Medientheater runden das Programm ab.Rainer Werner Fassbinder bis zum Spätwerk eines Altmeisters wie Luis Buñuel, von „Abschied von gestern“ bis zu „Easy Rider“ und „Woodstock“ – allemal Filme wider die Resignation, und eine Einladung zum ästhetischen Selbstversuch: Wie nachhaltig haben diese Filme unsere Seherfahrungen verändert?


Am Sonntag 27.5. um 15 Uhr wird May Spils „Zur Sache Schätzchen“ aus dem Jahre 1968 gezeigt. Spaßguerilla in Schwabing - „Leistungsgesellschaft“ nein danke: mit lockeren Sprüchen, selbstironischer „Pseudo-Philosophie“ und Alternativ-Vokabular traf Werner Enke als Wahl-Schwabinger „Dude“ den Geist der Zeit. Ein spontaner Striptease auf dem Polizeirevier bringt Ordnungshüter an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Doch auch die Erschießung von Benno Ohnesorg durch einen Polizisten im Jahr zuvor findet ihren Nachhall. – Die unerreichte Alternativ-Komödie wurde zum besucherstärksten deutschen Film des Jahres und Uschi Glas wurde zum Star.


ZUR SACHE SCHÄTZCHEN
Land/Jahr: BRD 1968
Regie: May Spils
Mit Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck Produktion: Peter Schamoni

80 Minuten

Die Schauburg verlost 5 x 2 Freikarten für
"Zur Sache Schätzchen" am Sonntag 27.5. um 15 Uhr in der Schauburg unter allen, die bis Samstag 26.Mai 18 Uhr eine email an gewinnspiel@schauburg.de schicken, Stichwort "Traumfabrik – Zur Sache Schätzchen". Die Gewinner werden am Samstagabend per e-mail benachrichtigt.

 




                

 

NEU in der Schauburg
IN DEN GÄNGEN



Minimalistische, zugleich märchenhafte Lovestory eines schüchternen Staplerfahrers, der seine Kollegin von der Süßwaren-Abteilung anhimmelt. Liebenswerte Figuren und großartige Darsteller garantieren poetische Momente.

Mit Walzerklängen eröffnet diese Lovestory im Supermarkt. Zur „Schönen Blauen Donau“ flitzen die Gabelstapler durch die Regale des Großmarkts. Für Christian (Franz Rogowski) beginnt der erste Arbeitstag. Angelernt wird der Neue von Bruno (Peter Kurth), dem wortkargen Leiter der Getränkeabteilung. Bruno macht gerne „15“, raucht heimlich auf der Toilette oder spielt Schach mit einem Kollegen. Für den gleichfalls wenig redseligen Christian avanciert er bald zum väterlichen Freund. Andere Kollegen reagieren frostiger: „Meine Ameise ist tabu für dich, Neuer!“, wird gemeckert, als Christian den Hubstapler ausprobiert. „Staplerkonflikte“, kommentiert der erfahrene Bruno die Hierarchien im Großmarkt. Ganz andere Konflikte erwachsen, als Christian durch das Regal hindurch auf der anderen Seite in der Süßwarenabteilung Marion (Sandra Hüller) erblickt. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, doch Marion lässt ihn zappeln. „Frischling“ spottet sie. Fortan ist die ganze Lebenserfahrung von Bruno in Liebesangelegenheiten gefragt.

„IdG“, wie die Lovestory mit Kürzel genannt wird, geriet zum strahlenden Leuchtturm der diesjährigen Berlinale. Die elementarste Drehbuch-Regel, vielfach ignoriert, wird hier vollendet umgesetzt: Empathie mit den Figuren – bis zur kleinsten Nebenrolle. Rogowski avancierte zum Festival-Liebling und ganz großen Favoriten für den Bären. Auch Hollywood rückt näher, fand „IdG“ rasant schnell einen Verleih in den USA. Das Etikett „German Joaquin Phoenix“ klebt seit Berlin mehr denn je an dem 32-Jährigen Darsteller. Die Hüller und der Kurth? Beide spielen wie immer in der charismatischen Champions League, mehr Verletzlichkeit und zugleich Würde lässt sich kaum schaffen. Dieses warmherzige Märchen umarmt sein Publikum. Und lässt es nicht mehr los. Bis zu jenem zauberhaften Ende, an dem ein alter Stapler-Trick von Bruno zur Geltung kommt. Kaurismäki. Phoenix und Blanchett dürften neidisch sein.

IN DEN GÄNGEN
Land/Jahr: Deutschland 2017
Regie: Thomas Stuber
Darsteller: Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth
120 Minuten



 


NEU in der Schauburg
THE HAPPY PRINCE
auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln



Die letzten Jahre im Leben des Skandalautors Oscar Wilde. Rupert Everetts Regiedebüt ist ein Herzensprojekt für den Schauspieler, der jahrelang an der Entstehung des Films arbeitete.

Von 1895-97 saß der legendäre Schriftsteller und Homosexuelle Oscar Wilde (Rupert Everett) im Zuchthaus eine Strafe wegen Unzucht und Sodomie ab. Nach seiner Entlassung war er in seiner englischen Heimat geächtet. Durch die moralische und vor allem finanzielle Unterstützung von Freunden wie Reggie Turner (Colin Firth) und Robbie Ross (Edwin Thomas), einem ehemaligen und aktuellen Liebhaber, konnte Wilde in Frankreich und später in Italien im Exil leben. Doch das Geld war knapp, diverse Süchte - Kokain, Absinth, junge Männer - brachten Wilde immer wieder in Geldnöte. Auch seine große Liebe Alfred Bosie Douglas (Colin Morgan) - eigentlich aus reichem Haus, aber von seiner Familie wegen seiner fortgesetzten Beziehung zu Wilde verstoßen - mit dem Wilde rauschende Feste feierte, trug zum baldigen Ruin des einstmals gefeierten Autors bei...

Erst im letzten Jahr wurde Wilde zusammen mit gut 50.000 anderen Briten posthum begnadigt, was Rupert Everetts biographischem Film ungewollte Aktualität verleiht. Doch die gesellschaftliche Ächtung, die Wilde durch seine Homosexualität erfuhr, ist nur ein Randaspekt von „The Happy Prince“, der sich vielmehr um Wildes ewige Suche nach Liebe dreht. Während in London seine Frau Constance (Emily Watson) vergeblich auf die Rückkehr ihres Mannes hofft, mit dem sie zwei Kinder hat, freundet sich Wilde im Exil mit zwei Straßenjungs an, denen er seine Erzählung The Happy Prince erzählt. Als Leitmotiv dient Everett diese Erzählung des glücklichen Prinzen, der nie Leid gekannt hat, im extremen Gegensatz zu dem ausufernden, von Tragik und Skandalen geprägten Leben, das Wilde gelebt hat. Im Gegensatz zu Brian Gilberts 1997 entstandenem Film „Oscar Wilde“, in dem Stephen Fry den Autor spielte, konzentriert sich Everett komplett auf den Verfall des Autors, die letzte Phase in einem reichen Leben, die nicht mehr von literarischem und gesellschaftlichem Ruhm gekennzeichnet war, sondern von Leid, Sucht und schließlich einem frühen Tod.


THE HAPPY PRINCE
Land/Jahr: Großbritannien, Deutschland 2017
Regie & Buch: Rupert Everett
Darsteller: Rupert Everett, Colin Firth, Colin Morgan, Edwin Thomas, Emily Watson, Franca Abategiovanni, Alister Cameron
105 Minuten

 


NEU in der Schauburg
SOLO: A STAR WARS STORY
englische Originalfassung in 2D


Der coolste Pilot der Galaxis, Han Solo, und sein großer Freund Chewbacca kehren mit Lichtgeschwindigkeit auf die große Leinwand zurück!

Bei einer Reihe waghalsiger Abenteuer in der düsteren und gefährlichen kriminellen Unterwelt lernt Han Solo (Alden Ehrenreich) seinen späteren Co-Piloten Chewbacca (Joonas Suotamo) kennen und trifft auf den berüchtigten Glücksspieler Lando Calrissian (Donald Glover).

„Solo: A Star Wars Story“ markiert den Beginn der außergewöhnlichen Freundschaft des wohl ungewöhnlichsten Helden-Duos der Star-Wars-Saga! Unter der Regie von Oscar®-Preisträger Ron Howard begeistern in „Solo: A Star Wars Story“ Alden Ehrenreich als Han Solo, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover als Lando Calrissian, Thandie Newton und Phoebe Waller-Bridge sowie Joonas Suotamo als Chewbacca. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Lawrence und Jon Kasdan. Als Produzenten zeichnen Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel verantwortlich. Als Co-Produzenten fungieren Kiri Hart, Susan Towner und Will Allegra, sowie als ausführende Produzenten Lawrence Kasdan und Jason McGatlin.


SOLO: A STAR WARS STORY
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Ron Howard
Darsteller: Alden Ehrenreich, Donald Glover, Emilia Clarke
135 Minuten

 


 

Großes Frühstückskino in der Schauburg
macht Sommerpause

Das große Kinofrühstück am Sonntag in der Schauburg macht Sommerpause bis Mitte September 2018.