DIE OPEN AIR KINONÄCHTE AM SCHLOSS GOTTESAUE GEHEN IN DIE 5. WOCHE



Am Freitag sehen Sie „Ein ganzes halbes Jahr“, eine bittersüße Tragikomödie nach dem Roman von Jojo Moyes: Louisa Clark ist auf Jobsuche. Als das Angebot kommt, einen querschnittsgelähmten (gutaussehenden, vermögenden) jungen Mann auf seinem herrschaftlichen Anwesen zu betreuen, beginnt eine Amour fou. Bitte Taschentücher nicht vergessen!


Samstag ist großes deutsches Kino am Open Air mit "Tschick" - Mit einem gestohlenen Auto begibt sich der 14jährige Maik mit seinem Freund Tschick auf einen Road­trip, der in beiden ein Lebensgefühl von anarchistischer Freiheit und Selbstbestimmung aufkeimen lässt. Der deutsche Starregisseur Fatih Akin („Gegen die Wand“, „Soul Kitchen“) adaptiert hier einfühlsam den Jugendroman von Wolfgang Herrndorf.


Am Sonntag gibt es ein Klassiker Special bei den Open Air Kinonächten. „La Boum – die Fete“-  „Mit einem Jungen gehen, das heißt, ihn auf den Mund küssen.“ Die dreizehnjährige Vic steht vor einem Haufen Problemen: Die Eltern hören ihr nicht zu und sie hat sich Hals über Kopf in Ihren Mitschüler Mathieu verliebt. Die blutjunge Sophie Marceau wurde dank dieser über-charmanten und frechen Coming-of-Age Teeniekomödie 1980 schlagartig zum Star. Übrigens wurde damals für die Schlüssel­szene eine absolut technische Neuheit eingesetzt: Der Walkman („Dreams are my reality…“) 



Die Vorstellungen beginnen um 21.00 Uhr, die Abendkasse und der Biergarten am Schloss sind ab 19.00 Uhr geöffnet. Vorverkauf der Karten in der Schauburg, im Ticketforum in der Postgalerie, beim Musikhaus Schlaile, im Ticketoffice 24 im Hbf. oder per Internet unter www.openair-karlsruhe.de
 


NEU in der Schauburg
GELOBT SEI DER KLEINE BETRÜGER



Ein gutmütiger, sympathischer Kleinkrimineller findet Gefallen am Gefängnisalltag. Pointierte, ironische Dramödie, in der die Inhaftierten ein Sonnenbad nehmen statt sich zu prügeln und gemeinsam TV-Seifenopern anschauen.

Der 45-jährige Bauunternehmer Ahmad (Ahmad Thaher) kommt für eine kleine Dummheit in den Knast: Von dem Geld, das er für einen Bauauftrag erhielt, kauft er sich zehn Laptops, die er gewinnbringend weiterverkaufen will. Wenig begeistert zeigt sich sein Auftraggeber, der dem eigentlich liebenswürdigen und harmlosen Ahmad die Polizei auf den Hals hetzt. Das Urteil des Richters: drei Monate Haft. Zu Beginn fällt Ahmad die Zeit im Gefängnis schwer, auch weil er sich Gedanken um seine Familie macht. Aber langsam gewöhnt er sich an das Leben dort und findet Gefallen daran: es gibt jeden Tag eine warme Mahlzeit und er ist zudem vor fiesen Geldeintreibern geschützt, mit denen er sich sonst herumärgern müsste. Unterdessen werden seine bestellten Laptops bei der Einfuhr vom Zoll beschlagnahmt.

„Gelobt sei der kleine Betrüger“ zeigt einen Mann, der ausgerechnet an einem Ort sein Glück findet, den jeder andere nie von Innen sehen möchte: im Gefängnis. Die Dramödie wurde vom jordanischen Filmemacher Mahmoud al Massad inszeniert. Er erlangte international vor allem durch seine Dokus Bekanntheit, für die er vielfach ausgezeichnet wurde. Die Hauptfigur des Films, Ahmad, ist wahrlich ein „kleiner“ Betrüger. Er ist Kleinkrimineller und Trickdieb, der überall versucht, das Beste für sich herauszuholen. Aber er ist in erster Linie auch ein „harmloser“ Betrüger. Denn Ahmad könnte keiner Fliege etwas zu Leide tun und er trägt das Herz am rechten Fleck. Dass er zudem höchst sensitiv und sensibel veranlagt ist wird deutlich, als ihn die ersten Tage im Gefängnis doch merklich melancholisch stimmen. Im Gefängnis wird Ahmad nur „Old Man“ genannt, da er – fast komplett ergraut und Falten so tief wie Straßengräben – eher wie Ende 50 aussieht als wie Mitte 40. Rund 80 Prozent des Films spielen im Gefängnis, als klassischer „Knast-Film“ geht „Gelobt sei der kleine Betrüger“ aber garantiert nicht durch. Im Gegenteil: genüsslich zieht Regisseur Al Massad alle gängigen Gefängnisfilm-Klischees und Gangster-Stereotype mit viel schwarzem Humor durch den Kakao. Denn die Inhaftierten, die sich teilweise zu zehnt eine Zelle teilen müssen, sind durch die Bank eher harmlos-unbedeutende Betrüger als gefährliche Kriminelle.

GELOBT SEI DER KLEINE BETRÜGER
Land/Jahr: Deutschland, Jordanien, Niederlande 2016
Regie & Drehbuch: Mahmoud al Massad
Darsteller: Ahmad Thaher, Maher Khammash, Omar el Natshe, Odai Hijazi, Nadeem Rimawi
83 Minuten
ab 6 Jahren


 


NEU in der Schauburg
KEDI - VON KATZEN UND MENSCHEN



Tausende von Katzen streifen täglich durch die Straßen von Istanbul. Sie gehören niemandem und sind doch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Frei, unabhängig und stolz leben sie seit vielen Jahren inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude, aber lassen sich nie besitzen. Ceyda Toruns faszinierender Dokumentarfilm begleitet sieben von ihnen durch den Alltag, jede einzelne von ihnen ist einzigartig und von außergewöhnlichem Temperament. Die Kamera folgt ihnen durch lebhafte Märkte, sonnige Gassen, Häfen und über die Dächer der Stadt – und fängt ihre besondere Beziehung zu den Menschen ein, deren Leben sie nachhaltig beeinflussen.

Kino aus Katzenperspektive: In wunderschönen, berührenden Bildern erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben dieser gleichsam anmutigen wie rätselhaften Tiere und ihr außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen. In den USA gelang dem Dokumentarfilm innerhalb kürzester Zeit ein überraschender Publikums Erfolg. Pünktlich zum Weltkatzentag wollen die samtpfotigen Streuner auch die Herzen der Schauburg Zuschauer erobern.

KEDI - VON KATZEN UND MENSCHEN
Land/Jahr: Türkei, USA 2016
79 Minuten
Dokumentarfilm
Regie: Ceyda Torun
ohne Altersbeschrämkung

 

NEU in der Schauburg
ROBERT DOISNEAU - DAS AUGE VON PARIS



Leben und Werk des berühmten Fotografen, dessen Bilder erst auf der großen Leinwand ihr volles Potenzial entwickeln. Ein Muss für Kunst- und Paris-Fans

“Robert Doisneau: Das Auge von Paris” erzählt wie ein Kind aus einer Vorstadt von Paris zu einem Superstar der Fotografie wurde. Ein intimes Porträt von Doisneaus Leben und seiner Arbeit – die so eng mit einander verwoben waren, dass er sein leidenschaftliches Künstlersein als Quelle seines Glücks verstand. Die Regisseurin Clémentine Deroudille ist eine Enkelin von Robert Doisneau (14.4.1912 - 1.4.1994), der Film hat daher einen sehr privaten und familiären Zugang zu bisher unveröffentlichten Materialien aus dem Nachlass. Daneben stehen Interviews mit Doisneau, seinen Freunden und Kollegen und natürlich sein Werk. Seinem Werk entsprechend aber ist Clémentine Deroudilles Film nicht nur ein Film über Robert Doisneau geworden, sondern auch ein Film über Doisneaus wichtigste Sujets, Paris und seine Menschen.


ROBERT DOISNEAU - DAS AUGE VON PARIS
Land/Jahr
: Frankreich 2016
Regie: Clémentine Deroudille
Darsteller: Robert Doisneau
77 Minuten

 


 

Großes Frühstückskino in der Schauburg
macht Sommerpause

Das große Kinofrühstück am Sonntag in der Schauburg macht Sommerpause bis Mitte September 2017.