TRAUMFABRIK-
Film x Musik
in der Schauburg
WOODSTOCK
am Sonntag, 26. Mai um 15 Uhr

 


Woodstock, vor 50 Jahren im August 1969, war die Mutter aller Open Air Konzerte, einschließlich Karlsruhes „Das Fest“. Der Konzertfilm, mit innovativer Schnitttechnik von Martin Scorsese, dokumentiert das Musikereignis seiner Epoche: Folk, Rock, Blues, Soul, Latin, Psychedelic - Gegenkultur, noch nicht voll kommerzialisiert. Und die als Bürgerschreck gefürchteten „Hippies“ erweisen sich als die wahren Söhne der Pioniere. Mit Filmauftritten von Crosby, Stills & Nash, Canned Heat, Richie Havens, Joan Baez, The Who, Sha-Na-Na, Joe Cocker and the Grease Band, Country Joe McDonald, Arlo Guthrie, Ten Years After, Santana, Sly and the Family Stone, Jimi Hendrix.

In der Filmreihe „Traumfabrik: Film x Musik“ wird eine authentische 35mm Technicolor Kopie in 4-Kanal Magnet Stereoton gezeigt. Vor dem Film gibt es eine Mikroeinführung von Wolfgang Petroll und im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zur Publikumsdiskussion.


WOODSTOCK

Land/Jahr: USA 1969
Aufgenommen in 16mm und 35mm
Präsentiert in 35mm CinemaScope® (1:2.35)
4-Kanal Stereo Magnetton
Deutsche Fassung
169 Minuten
Produktion: Bob Maurice, Dale Bell
Regie: Michael Wadleigh
Buch: Michael Wadleigh
Kamera: Michael Wadleigh, David Myers, Richard Pearce, Don Lenzer, Al Wertheimer, Malcolm Hart, Michael Margetts
Schnitt: Martin Scorsese, Michael Wadleigh, Thelma Schoonmaker, Jere Huggins, Stanley Warnow
Mitwirkende: Joan Baez, Joe Cocker, Country Joe and The Fish, Arlo Guthrie, The Who, Jimi Hendrix

 






                

 

PREMIERE  in der Schauburg
BLOWN AWAY - MUSIC, MILES AND MAGIC
am Mittwoch, 29. Mai um 20.30 Uhr in Anwesenheit der Protagonisten Hannes Koch & Ben Schaschek, sowie des Musikers Jack Mantis

 


Premiere in der Schauburg mit den Hauptdarstellern und Live-Musik: Blown Away – Music, Miles and Magic am Mittwoch 29. Mai um 20.30

Bebilderter Segeltörn rund um den Globus, den zwei Freunde in vier Jahren zurückgelegt haben. Trotz einiger „Reisemängel“ gelingt ein Expeditions-Tagebuch, das durch die Energie und Lebensfreude der Musiker zu überzeugen vermag.

„We are sailing“, sagten sich die jungen Musiker Ben Schaschek und Hannes Koch. Nach dem gemeinsamen Tontechnik-Studium wollten die zwei „irgendetwas Abgefahrenes“ machen. In 80 Tagen um die Welt reichte den beiden nicht, sie planten gleich vier Jahre für den Segeltörn um den Globus. Ein echter Sprung ins kalte Wasser, denn vom Segeln haben sie keine Ahnung. 15.000 Euro aus einem Erbe haben die Freunde in Boot, Proviant und Ausrüstung investiert. In jedem besuchten Land sollen lokale Musiker aufgenommen werden, so der Plan. Pro Tag und Person haben sie 12 Euro ausgegeben, „so günstig könnte ich in Berlin nicht leben“, erzählt Koch. Über Papua-Neuguinea, Australien und Singapur geht es im kleinen Segelboot nach Indien. Die entspannte Art der bärtigen Globetrotter öffnet schnell alle Türen. Musik-Aufnahmen finden da auch schon mal direkt am sonnigen Strand statt oder nach der fröhlichen Besichtigung einer Hanf-Plantage: Hippies 2.0!

Das filmische Reisetagebuch überzeugt durch sympathische Protagonisten und die angenehme Erzählerstimme. Bei den Begegnungen mit geselligen Gastgebern rund um den Globus kommt zuverlässig kuschelige „Couchsurfing“-Stimmung auf: Offenheit statt Eigennutz. Helfen, lachen, Musik machen. Außer dem gelegentlichen Ausfall des Motors der betagten „Marianne“, einer zerbrochenen Gitarre oder einem kleinen Läusebefall scheint es wenig Stolpersteine auf der abenteuerlichen Reise gegeben zu haben. Monatelang verbringen die beiden Freunde einsam auf einem sieben Quadratmeter kleinen Boot - alles ohne jeden Streit? Ganz ohne Gequatsche über Gott und die Welt und die letzten Fragen der Menschheit?  Trotz solcher „Reisemängel“ gelingt ein hübsches Expeditions-Tagebuch, das durch die Energie und Lebensfreude der Musiker zu überzeugen vermag. Das Reiseziel von Globetrotter Hannes Koch wird erreicht: „Wir glauben, dass wir mit unserem Film Menschen inspirieren können, sich auf das Unbekannte einzulassen. Sich selbst und anderen zu vertrauen. Das haben wir auch getan und sind als andere Menschen zurück gekehrt…“


BLOWN AWAY - MUSIC, MILES AND MAGIC
Land/Jahr: Deutschland 2019
Regie: Micha Schulze
Darsteller: Hannes Koch, Ben Schaschek
120 Minuten


Am Mittwoch 29. Mai um 20.30 sind die beiden Protagonisten Ben und Hannes sowie ein im Film vorgestellter Musiker zur Premiere in der Schauburg zu Gast, stellen Ihren Film vor und spielen vielleicht noch etwas Musik LIVE für die Schauburg Gäste. Die Schauburg verlost 5 x 2 Freikarten unter allen, die bis Montag 27. Mai eine email an gewinnspiel@schauburg.de  senden, Stichwort: „Blown Away“. Bitte Telefonnummer nicht vergessen, die Gewinner werden im Laufe des Dienstages telefonisch benachrichtigt.
 


NEU in der Schauburg
EDIE - FÜR TRÄUME IST ES NIE ZU SPÄT



 


Eine 85jährige Witwe erfüllt sich ihren Lebenstraum und besteigt einen markant aufragenden Berg. Hauptdarstellerin Sheila Hancock zieht alle Register ihres Könnens.

Jahrzehnte war Edie (Sheila Hancock) mit George (Donald Pelmear) verheiratet, eine Ehe, die ebenso freudlos und grau war, wie das Reihenhaus, in dem das Paar seit ewigen Zeiten lebt. Nachdem George eines morgens stirbt, versucht ihre Tochter Nancy (Wendy Morgan) Edie möglichst bald in ein Altersheim abzuschieben. Doch Edie ist nach Jahrzehnten des ständigen Ärgers über ihren Mann, über ihr Leben und auch über ihre eigene Unfähigkeit, sich aus den Fängen einer unglücklichen Ehe zu befreien, verbittert und widerborstig. In einem alten Tagebuch liest sie von einem langgehegten Traum, den George einst verhinderte: Den Suliven zu besteigen, einen markant aufragenden Berg in den schottischen Highlands. Gesagt, getan, macht sich Edie auf eigene Faust auf den Weg. Gleich am Bahnhof wird sie von Jonny (Kevin Guthrie) umgerannt. Aus schlechtem Gewissen kümmert sich Jonny um Edie, die seine Hilfe anfangs nur widerwillig annimmt. Schließlich wird er sogar ihr Bergführer, zumindest versucht er es, denn Edie braucht lange, bevor sie zulässt, dass sich zwischen dem so gegensätzlichen Duo eine Freundschaft entwickelt.

Vor allem die in England seit Jahrzehnten durch zahlreiche Rollen, meist fürs Fernsehen, bekannte Sheila Hancock ragt aus diesem konventionellen Projekt heraus. Ohne Scheu, dass sie allzu unsympathisch wirkt, gibt sie lange die widerborstige, verhärmte alte Dame, die eigentlich keine Lust hast, sich auf andere, auf neue Menschen einzulassen, um schließlich doch zu merken, dass sie viel zurückbekommt, wenn sie denn auch etwas von sich preisgibt.

EDIE - FÜR TRÄUME IST ES NIE ZU SPÄT
Land/Jahr: Großbritannien 2017
Regie: Simon Hunter
Buch: Elizabeth O Halloran
Darsteller: Sheila Hancock, Kevin Guthrie, Amy Manson, Paul Brannigan, Wendy Morgan
102 Minuten
ohne Altersbeschränkung

 



NEU in der Schauburg
ALL MY LOVING - EINE GESCHICHTE VON  DREI GESCHWISTERN



Drei voneinander entfremdete Geschwister stecken jeweils in einer verfahrenen Lebenssituation. Ohne forcierte Zuspitzungen inszeniert, erzeugt der Episodenfilm aber dennoch eine intensive Wirkung.

Weil sein Gehör nachlässt, verliert Stefan (Lars Eidinger) seinen identitätsstiftenden Job als Pilot. Statt das wahrzuhaben, hängt der Playboy weiter an seinem alten Leben und streift in einer Pilotenuniform durch Berliner Bars, um Frauen kennenzulernen. Stefans Schwester Julia (Nele Mueller-Stöfen) und ihr Mann Christian (Godehard Giese) leiden derweil am drei Jahre zurück liegenden Tod ihres Sohns. Ein Italienurlaub soll Entspannung bringen, doch Julia lässt ihre komplette Aufmerksamkeit einem verletzten Straßenhund zukommen. Tobias (Hans Löw), der jüngere Bruder von Stefan und Julia, schreibt derweil noch mit Ende 30 an seiner Diplomarbeit und schmeißt den Haushalt mit drei kleinen Kindern, während seine Frau die Finanzen stemmt. Da er von allen Geschwistern vermeintlich am meisten Zeit hat, soll er sich um die pflegebedürftigen, ziemlich widerspenstigen Eltern kümmern.

Das Drehbuch von Edward Berger und der Schauspielerin Nele Mueller-Stöfen stellt einen prägnanten Prolog an den Anfang, der die Geschwister bei einem Restaurantbesuch vorstellt. Darauf folgen drei voneinander getrennte Episoden, die einen Blick in die jeweils schwierigen Leben der Figuren werfen. Die Einheitlichkeit entsteht durch die unaufgeregte und punktgenaue Inszenierung und die Tatsache, dass alle Geschwister voller Zweifel stecken, die sie nach außen hin verbergen. Das wiederum erschwert es ihnen, notwendige Lebensveränderungen vorzunehmen. Sie alle sind nämlich an einem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr einfach so weiter gehen kann. Die sorgfältig arrangierten Aufnahmen des Kameramanns Jens Harant und der strikte erzählerische Aufbau schaffen zwar eine gewisse Distanz zu den Charakteren, zugleich wirken die Porträts mit ihrer Nähe zum Alltäglichen aber authentisch. Bei allem Verdruss der Figuren gibt es auch Momente zarter Komik. Edward Berger unterstreicht sein schon in „Jack“ gezeigtes Talent für die Darstellung zwischenmenschlicher Nöte und sein Händchen für die passende Besetzung – und weckt die Neugier auf seinen nächsten Film.


ALL MY LOVING - EINE GESCHICHTE VON  DREI GESCHWISTERN
Land/Jahr: Deutschland 2019
Regie: Edward Berger
Drehbuch: Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen
Darsteller/innen: Lars Eidinger, Nele Mueller-Stöfen, Hans Löw, Godehard Giese, Mathilda Berger, Christine Schorn, Manfred Zapatka, Valerie Koch
116 Minuten
ab 12 Jahren


 

NEU in der Schauburg
SUNSET OVER HOLLYWOOD

auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Wie wäre es mit einer Fortsetzung zu „Casablanca“? In einem Altersheim der US-Filmindustrie im sonnigen Kalifornien wird emsig daran gearbeitet, wie Uli Gaulkes wunderschöne Dokumentation zeigt.

Versteckt am Ende des Mulholland Drive nördlich von Los Angeles liegt das Altersheim der US-Filmindustrie. Einst das Rückgrat des amerikanischen Showbiz bildend verbringen hier SchauspielerInnen, Produzenten, Tonleute, Maskenbildner und Regisseure ihren Lebensabend. Das Alter kann den Schaffensdrang dieser oft vergessenen Hollywood-Legenden nicht bremsen. Im hauseigenen Filmstudio schreiben, diskutieren und produzieren sie munterst weiter. Uli Gaulkes Film wird dabei rasch zu einer bewegenden Erzählung über Freundschaft, Kreativität und die Möglichkeiten & Unmöglichkeiten der Liebe, die dem nicht immer gradlinigen Drehbuch des Lebens folgen.

Da ist zum Beispiel die älteste noch aktive Schauspielerin der Welt, Connie Sawyer, die mit ihren 105 Jahren noch immer zu Castings in Hollywood geht und an der Seite von Stars wie Frank Sinatra, Susan Hayward und Dean Martin in mehr als 70 Filmen mitspielte. Oder Daniel Selznick, der Sohn des berühmten Hollywood Produzenten David O. Selznick, der George Lucas die Chance gab „American Graffiti" zu drehen und ihm damit zum Durchbruch und zu einer beispiellosen Karriere verhalf. Es sind diese stillen, fast vergessenen Hollywoodhelden, von denen der Film erzählt und aus deren Perspektive die amerikanische Filmgeschichte noch einmal persönlich erlebbar wird. Doch sie wären keine Filmschaffenden, wenn sie nur von Erinnerungen leben würden. Im hauseigenen Filmstudio haben sie die Möglichkeit, Drehbücher zu schreiben und Filme zu produzieren. Und als plötzlich die Idee im Raum steht, über eine Fortsetzung des Filmklassikers „Casablanca" nachzudenken, da nimmt ungeahnte Kreativität ihren Lauf und das eigene Leben und ihre sprudelnden Filmideen beginnen sich auf wundervolle Weise zu durchdringen.


SUNSET OVER HOLLYWOOD

Land/Jahr: Deutschland 2018
Dokumentarfilm
Regie: Uli Gaulke, Agnes-Lisa Wegner
101 Minuten
ohne Altersbeschränkung

 


 

Großes Frühstückskino in der Schauburg
macht Sommerpause


Das große Kinofrühstück am Sonntag in der Schauburg macht Sommerpause bis Mitte September 2019.