TRAUMFABRIK-
BIG BROTHER / Surveillance Cinema
in der Schauburg
M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER
am Sonntag, 22. Oktober um 15 Uhr
 


Der Überwachungsstaat ist längst Wirklichkeit geworden, nicht nur in totalitären Diktaturen: Massenüberwachung und „Vorratsdatenspeicherung“, Geheimdienste, Auswertung von Online-Kundendaten durch Internetdienstleister - neue Informationstechnik hat „Otto Normalverbraucher“ zum „gläsernen Bürger“ werden lassen. Doch was, wenn die Kontrolleure unkontrollierbar werden? Sind wir, während wir noch darauf vertrauen, in stabilen Demokratien zu leben, schon auf dem Weg in einen „Big-Brother-Staat“? Und wohin kann dieser Weg führen? Wird politische Wirklichkeit zur Reality Show, zum Alptraum? Leben wir in der „Matrix“?

 „Surveillance Cinema“ - in den Filmen der 14. Traumfabrik Filmreihe in der Schauburg wird der „Big-Brother Staat“ thematisiert, werden seine verschiedenen Ausprägungen, Zusammenhänge und Konsequenzen vor Augen geführt – vor und nach Orwell, von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Zu jedem Film gibt es eine film- und zeitgeschichtliche Mikroeinführung, im Anschluss laden wir zu einem Kinogespräch ein.

Am Sonntag, 22. Oktober um 15 Uhr wird Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ aus dem Jahr 1931 in der restaurierten 35mm Filmfassung gezeigt. Ein Kindermörder versetzt die Bürger einer Großstadt in Schrecken; Massenhysterie bricht aus. Um den Täter zu fassen, konkurrieren zwei Gruppen: der Justizapparat setzt auf Rasterfahndung, die organisierte Unterwelt auf ein Blockwart-System. Langs Polizei-Kommissar hatte ein reales Vorbild: Ernst Gennat, Pionier der Kriminologie, Datensammler (seine „Mörderkartei“) und stadtbekanntes Berliner Original. Am Ende steht ein Plädoyer gegen Selbstjustiz - und die Einsicht: absoluten Schutz kann es nicht geben. Fritz Langs erster Tonfilm - ein Meilenstein der Filmgeschichte.


Vor dem Film gibt es eine Einführung von Wolfgang Petroll und im Anschluss an die Vorführung Gelegenheit zum Filmgespräch.


M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER
Land/Jahr
: Deutschland 1931
Regie: Fritz Lang
Darsteller: Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke
111 Minuten
ab 12 Jahren

 


NEU in der Schauburg
THE SQUARE
auch in Originalfassung mit deuschen Untertiteln


Ein Museumsdirektor gerät bei der Vermarktung seiner neuen Ausstellung, aber auch privat mit der von ihm verlangten "political correctness" in Konflikt. Kritik an der zunehmenden Gleichgültigkeit moderner Gesellschaften und eine Forderung nach Mitmenschlichkeit.

Christian (Claes Bang) ist Kurator eines Museums für moderne Kunst, ein makellos gekleideter, souveräner Mann vom Typ Macher. Für Christian steht seine eigene Bedeutung, die Sinnhaftigkeit seines Tuns in keinem Moment in Frage - bis seine Welt aus den Fugen gerät. Trickbetrüger luchsen ihm seine Brieftasche und das Handy ab, ein Ereignis, das ihn, den Mann, der sich normalerweise in der Welt der Schönen und Reichen bewegt, mit der Unterschicht in Berührung bringt. Zwei Welten treffen hier aufeinander, die kaum etwas miteinander zu tun haben, aber doch durch ein gesellschaftliches Band verbunden sind, ein Band jedoch, das zunehmend fragil erscheint. Darum geht es auch in einer neuen Installation des Museums, die wie der Film The Square heißt. Ein abgegrenztes Quadrat auf dem Boden symbolisiert den Raum in der Gesellschaft, in dem Mitmenschlichkeit herrscht, in dem man Rücksicht nimmt, in dem die eigene Eitelkeit hintenangestellt wird. Ein Raum, der zunehmend kleiner wird.

Auch in seinen früheren Filmen „Play“ und „Force Majeur“ hat der schwedische Regisseur Ruben Östlund moralische Versuchsanordnungen inszeniert, bestimmten Teilen der Gesellschaft und ihrer Verhaltensweisen den Spiegel vorgehalten, Oberflächlichkeiten und Abgründe entlarvt. Oft wirken Östlunds Filme wie jene bei aufklärerischen Fernsehsendungen beliebten Experimente, bei denen mit versteckter Kamera in der Öffentlichkeit gefilmt wird, um das Maß an Hilfsbereitschaft oder Gleichgültigkeit zu testen, wenn etwa ein scheinbar behinderter Mensch um Hilfe bittet und die meisten Passanten achtlos an ihm vorübergehen. Solche provokanten Momente ziehen sich auch durch „The Square“, ein Künstlergespräch im Museum wird etwa durch einen Zwischenrufer gestört oder die Bravourasequenz des Films, bei der ein halbnackter Mann ein Galadinner sprengt, indem er sich als zunehmend wilder Affe gebärdet. Ein diskussionswürdiger, interessanter Film ist Ruben Östlund gelungen, der In Cannes dieses Jahr auch mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet wurde.

THE SQUARE
Land/Jahr: Schweden 2017
Regie: Ruben Östlund
Darsteller: Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West, Terry Notary, Christopher Laesso, Jan Lindwall
Laufzeit: 142 Minuten
ab 12 Jahren


 


NEU in der Schauburg
BORG/McENROE : DUELL ZWEIER GLADIATOREN
auch in englischer Originalfassung mit deuschen Untertiteln


Der dänische Dokuspezialist Janus Metz rückt die Sportler in den Mittelpunkt, ihre Zweifel und Ambitionen, ihre inneren Kämpfe und den Antrieb, an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu gehen. Ein sportlicher Psycho-Thriller im wahrsten Sinne des Wortes.

1980: Das traditionsreichste Tennisturnier, die Wimbledon Championships, steht vor der Tür und für den besten Tennisspieler der Welt soll es ein Triumphzug werden. Björn Borg (Sverrir Gudnason) kann zum fünften Mal den Titel holen. Jedoch hat seine lange, schon im Kindesalter begonnene Karriere Spuren hinterlassen. Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, fühlt Borg sich erschöpft und ausgebrannt, leidet unter Ängsten. Davon ist John McEnroe (Shia LaBeouf) noch weit entfernt. Der 20jährige aufstrebende Star will Borg vom Thron stürzen und ist fest entschlossen, Wimbledon zu gewinnen. Doch mehr und mehr fühlt er sich, ebenso wie Borg, als wäre er in einem Käfig gefangen. In der Öffentlichkeit sorgt McEnroes aufbrausendes Temperament immer wieder für Schlagzeilen und die Medien stilisieren den Zweikampf immer weiter hoch: der coole Borg gegen den verzogenen McEnroe. Nach und nach müssen die beiden Gegner erkennen, dass ausgerechnet ihr größter Rivale der einzige sein könnte, der versteht, was sie durchleiden…

Das Grand Slam Turnier in London gilt als eines der größten Sportereignisse weltweit. Packend erzählt „Borg/McEnroe“ die wahre Geschichte der beiden Tennislegenden Björn Borg und John McEnroe, die sich 1980 auf dem prestigeträchtigen Rasen ein bis heute unvergessenes und als eines der besten Spiele aller Zeiten geltendes Match lieferten. Die beiden Sportgrößen werden von dem schwedischen Schauspieler Sverrir Gudnason („Die Kunst sich die Schuhe zu binden“, „Mankells Walander“) als Tennislegende Borg und von Hollywood Star Shia LaBeouf („American Honey“, „Nymph()maniac“) als kämpferischer Herausvorderer McEnroe brillant verkörpert. Ergänzt wird die Besetzung prominent durch Stellan Skarsgård („Rückkehr nach Montauk“, „Avengers: Age of Utron“) als Borgs Trainer und Mentor. Borgs Sohn Leo spielt den eigenen Vater in jungen Jahren und überzeugt in seiner ersten größeren Kinorolle.


BORG/McENROE : DUELL ZWEIER GLADIATOREN
Land/Jahr: Schweden/Dänemark 2017
Regie: Janus Metz Pedersen
Darsteller: Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård
Laufzeit: 108 Minuten
ohne Altersbeschränkung

 



Das große Frühstückskino in der Schauburg
am 22. Oktober 2017


Bedienen Sie sich am Sonntag ab 10.00 Uhr an einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffet mit frischen Brötchen, Croissants, Laugengebäck, Brot, Wurst, Käse, Schinken, Rührei, Speck, Quark, Joghurt, Räucherlachs, Kuchen, Obst und vielen mehr. Dazu Kaffee, Tee, Organgensaft, Kakao, Sekt und ... und ... und  .

Filmbeginn ist dann ab 11.00 Uhr.

Das große Frühstücksbuffet incl. Film nur EURO 13,00

Am Sonntag (22.10.) im Frühstückskino...

The Square
Maleika


Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18