ROSENMONTAGS-SPECIAL in der Schauburg
THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW

am Rosenmontag, 24. Februar um 21 Uh
r in englischer Originalfassung

 


Rosenmontags-Special am 24.02.2020 um 21 Uhr in der Schauburg: The Rocky Horror Picture Show (engl. OV)

DER Kultfilm überhaupt. Mit Tim Curry als Zeremonienmeister in Strapsen und Korsett, einem seltsamen Fest mit vielen Bekannten und einer Menge heißer Musik (u.a. Meatloaf). Eine Autopanne, ein merkwürdiges Schloß und schon stehen die frisch vermählten Brad und Janett am Anfang eines unglaublichen Abenteuers. "I take you on a strange journey" prophezeit Dr. Scott böses ...

Brad und Janet haben sich gerade verlobt und wollen ihren früheren Collegeprofessor besuchen, als sie wegen eines platten Reifens während eines Sturms Zuflucht in einem abgelegenen Schloss suchen müssen. Dort will der Transvestit Frank-N-Furter beim jährlichen Treffen für Besucher vom Planeten Transsylvanien gerade seine neueste Kreation, den blonden, muskelbepackten Rocky Horror, vorstellen. Im Laufe einer aufregenden Nacht verführt Frank sowohl Janet als auch Brad. Als Janet ihre neu gewonnene Lust an Sex auch mit Rocky teilt, hört der Spaß für Frank jedoch auf...

Unbeschwert kitschiges Rockmusical aus den siebziger Jahren, das als Parodie auf die Horrorfilmgeschichte die sexuelle Befreiung erzwingt und Polysexualität feiert. Die filmische Umsetzung des Bühnenstücks von Richard O´Brien (im Film der buckelige Diener Riff Raff) erwies sich zunächst als Flop an den Kinokassen. Durch den Einsatz in Spätvorstellungen und die zunehmende Begeisterung der Fans entwickelte sich der Film zum weltweiten Kultspektakel, bei dem das kostümierte Publikum selbst eine Show mit Zwischenrufen, Mitsingen, Reis werfen und Wasserpistolen veranstaltete.


THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW

Land/Jahr: Großbritannien 1975
Regie: Jim Sharman
Darsteller: Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick
94 Minuten
ab 12 Jahren



 






                


NEU in der Schauburg
BOMBSHELL - DAS ENDE DES SCHWEIGENS

auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Eine Fernsehmoderatorin probt den Aufstand. Dreifach Oscar®-ausgezeichnetes Unterhaltungs- und Starkino mit Aufklärungsauftrag zu den sexistischen Machenschaften von Fox News.

Megyn Kelly (Charlize Theron) ist das Aushängeschild von Fox News: blond, attraktiv, sexy. Schöne Beine sind bei dem konservativen Nachrichtensender gefragter als investigativer Journalismus und unbequeme Fragen. Als sich die Starmoderatorin vor laufenden Kameras mit Präsidentschaftsbewerber Donald Trump anlegt, hat sie keine Rückendeckung von oben zu erwarten: Senderchef Roger Ailes (John Lithgow) ist mit Trump befreundet, außerdem beschert der Krawallkandidat Fox News Topquoten – so auch mit seiner sexistischen Twitter-Kampagne gegen Megyn. Ihre gestandene Kollegin Gretchen Carlson (Nicole Kidman) weigert sich, noch länger die „TV-Barbie“ zu geben. Daraufhin wird ihr Vertrag „wegen enttäuschender Einschaltquoten“ nicht verlängert – während die ehrgeizige Redakteurin Kayla Pospisil (Margot Robbie) nach einem Meeting hinter Roger Ailes verschlossener Bürotür aufsteigt. Als Gretchen ihren langjährigen Boss wegen sexueller Belästigung verklagt, formiert sich bei Fox News sofort „Team Roger“. Nur Megyn bleibt verdächtig neutral, auch Kayla schweigt. Aber wie lange noch?

2016 musste Roger Ailes abdanken, Gretchen Carlson erhielt Schadensersatz in Millionenhöhe und eine offizielle Entschuldigung von Fox News. Jay Roach („Meine Braut, ihr Vater und ich“) widmete sich schon in „Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt“ dem US-Politzirkus und arbeitete in „Trumbo“ ein dunkles Kapitel der Hollywood-Geschichte auf. In „Bombshell“ rekonstruiert der Regisseur nun mit Biss und Tempo den Skandal, der den mächtigsten Medienmanager der USA zu Fall brachte und als ein erster Meilenstein der #MeToo-Bewegung gelten darf. Für das Drehbuch zeichnet Charles Randolph, Oscar-prämiert für „The Big Short“, verantwortlich. Als die drei gegensätzlichen Frauen, die das große Schweigen brechen, brillieren die Oscar-Preisträgerinnen Charlize Theron („Long Shot“, „Mad Max: Fury Road“) und Nicole Kidman („Destroyer“, „Lion: Der lange Weg nach Hause“) sowie die Oscar-nominierte Margot Robbie („Once Upon a Time in Hollywood“, „I, Tonya“).

BOMBSHELL - DAS ENDE DES SCHWEIGENS
Land/Jahr: Kanada, USA 2019
Regie: Jay Roach
Darsteller: Margot Robbie, Charlize Theron, Nicole Kidman
110 Minuten
ab 12 Jahren




NEU in der Schauburg
LA GOMERA
auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln



Um einen im Gefängnis einsitzenden Geldwäscher frei zu bekommen, soll ein korrupter Polizist aus Bukarest eine Pfeifsprache lernen. Ungewöhnlich konstruierter Film, der dem Begriff des Whistleblowers Bedeutung im Wortsinn zukommen lässt.

Wenn ein Film mit Iggy Pops schwungvollem Hit „The Passenger“ beginnt, dann hebt das die Laune schon mal gleich ordentlich. Untermalt wird damit die Ankunft eines Mitte 50-jährigen Mannes per Schiff auf der Kanareninsel La Gomera. Man spürt, dass dieser Mann nicht so recht weiß, was ihn hier erwarten wird. Tatsächlich wirken jene, die ihn abholen, auch nicht sonderlich vertrauenserweckend. Als man ihn abliefert an seinem Zielort auf der Insel, heißt es kurz und knapp: „Das Paket ist angekommen.“ Woher er die zum Begrüßungskomitee gehörende Gilda (Catrinel Marlon), nicht von ungefähr mit einem aufreizend roten Kleid bekleidet, kennt, wird sogleich in einer ersten Rückblende deutlich. Im traurig-tristen und meist verregneten Bukarest spricht die femme fatale ihn, den Inspektor Cristi (Vlad Ivanov), auf der Straße an. Niemand käme auf die Idee, sie würde ihn, den korrupten Polizisten, darum bitten, bei der Wiederbeschaffung verschwundener Millionen ihres inhaftierten Mafiafreundes (Sabin Tambrea) mitzuwirken. Der allerdings sitzt nur, weil die Polizei ihm zuvor Kokain untergejubelt hat.

Die Dinge liegen komplex in dieser verschachtelten Story, in der es trotz des Ernstes der Lage doch auch viele humorvolle Momente gibt, allen voran die Versuche von Cristi beim Erlernen der kanarischen Pfeifsprache El Siblo. Tatsächlich ist die Pfeifsprache in Corneliu Porumboius 2019 in Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme vorgestellten Neo-Noir-Thriller nur ein ironischer Gimmick am Rande, so wie auch vieles andere hier mit einem gewissen Augenzwinkern und als Verweis auf andere Noir-Klassiker goutiert werden darf. Raffiniert ist ganz gewiss, wie der für einige seiner früheren Filme (u.a. „12:08 Jenseits von Bukarest“ (2008), „Police, Adjective“ (2009) und „Der Schatz“ (2015) in Cannes mit Preisen ausgezeichnete Regisseur „La Gomera“ strukturiert hat und kapitelweise jeweils eine Figur in den Blick nimmt, um nach und nach Details dieses verworrenen Puzzles offen zu legen.


LA GOMERA
L.and/Jahr: Rumänien, Frankreich, Deutschland 2019
Regie: Corneliu Porumboiu
Darsteller: Vlad Ivanov, Catrinel Marlon, Rodica Lazar, Sabin Tambrea, Antonio Buil, Agustí Villaronga, George Pistereanu, Julieta Szoyi, Kico Correa, Daid Agranov, Andrei Popescu, Ioan Coman
98 Minuten