13. "TODD-AO 70MM FILMFESTIVAL" in der Schauburg
vom 22. bis 24. September 2017



Das 13. "Todd-AO 70mm Filmfestival" in der Schauburg Karlsruhe bietet Filmemachern und Filmfreunden vom 22. – 24. September eine Gelegenheit, alte und neue Filme in den originalen analogen 70mm Bild- und Tonformaten zu erleben.

Das Karlsruher Traditionskino "Schauburg" ist ein Filmpalast alter Schule, mit viel Plüsch, Kronleuchtern, einem denkmalgeschützten Foyer in Gold und Blau und vor allem anderen der Möglichkeit, neben der heutigen Digitalprojektion in 4K und 3D auch das "Königsformat" des traditionellen Kinofilms zu präsentieren: Den 70-mm-Film, auch bekannt als Todd-AO oder Super Panavision 70.

Seit 2005 findet hier jährlich das Festival des superbreiten, hochauflösenden Bildes statt, vergleichbare Festivals gibt es sonst nur in England, Norwegen und den USA.

Als Christopher Nolan ankündigte, seinen Film "Dunkirk" komplett analog 70mm zu drehen, war das eine Bestätigung, dass dieses fast vergessene analoge Filmformat eine Renaissance erlebt.

Beimdiesjährigen Festival in der Schauburg gibt es neben „Dunkirk“ auch „KONG: Skull Island“ in der 70mm Projektion in der Schauburg zu sehen. Die 17 Meter breite, tiefgewölbte Bildwand des großen Schauburg Saals entspricht der Premium-Präsentation, wie sie in den 1960er Jahre üblich war.

Das 13. „Todd-AO 70mm Filmfestival“ ist eine Achterbahnfahrt in siebzig Millimetern um die Welt, und dies ein ganzes Wochenende lang. Von Breitbild-Abenteuern mit Tim Burtons „Batman“ bis hin zu „Kong: Skull Island“. Ferner wird auch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ zum ersten Mal in Deutschland in einer Premium 70mm Kopie zu sehen sein. Weitere Programmpunkte sind „Baraka“, „Grand Prix“ und „Goldgräber Molly“, ein Musical mit Debbie Reynolds. Das komplette Programm finden Sie auf
www.schauburg.de.


Der Kurier verlost 5 x 2 Festivalakkreditierungen für das 70mm Festival in der Schauburg unter allen, die bis Samstagvormittag 9 Uhr eine email an
gewinnspiel@schauburg.de schicken, Stichwort „70mm Festival“. Die Gewinner werden am Samstagvormittag benachrichtigt und können am Samstag und Sonntag das gesamte Festivalprogramm besuchen, einschl. der Empfänge und Bankettpausen. Bitte Telefonnummer nicht vergessen, die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt.


 


NEU in der Schauburg
LEANDERS LETZTE REISE




Ein Weltkriegsveteran im hohen Alter kehrt auf die Schlachtfelder seiner jungen Jahre zurück, um seine große Liebe wiederzufinden. Bewegendes Road Movie mit Jürgen Prochnow.

Mit 92 Jahren stirbt die Frau von Eduard Leander (Jürgen Prochnow) und macht den Weg frei für eine Reise, die der alte Mann seit Jahrzehnten nicht antreten konnte oder wollte: In die Ukraine will der ehemalige Wehrmachtssoldat reisen, der dort als Teil einer Kosakeneinheit diente. Seine Tochter Uli (Suzanne von Borsody) ist wenig begeistert vom Ausflug des Vaters und schickt ihre Tochter Adele (Petra Schmidt-Schaller) zum Bahnhof, um Leander aufzuhalten. Doch der ist fest entschlossen, seinen Plan umzusetzen und so fährt Adele kurzerhand mit in den Osten. Interesse an der Vergangenheit ihres Großvaters hat Adele ebenso wenig wie Wissen um die deutsche Geschichte und so wird die Odyssee durch Polen, in die Ukraine, zunächst nach Kiew, dann weiter nach Osten, in die Nähe der russischen Grenze, auch zu einer Lehrstunde. Begleitet wird das Duo bald von Lew (Tambet Tuisk), einem Ukrainer russischer Herkunft, der sich angesichts des gerade beginnenden Konflikts der Ukraine mit Russland, zwischen den Stühlen wähnt, denn Teile seiner Familie leben im ukrainisch beherrschten Westen des Landes, andere im russisch geprägten Osten. Zu dritt suchen sie vordergründig nach einer Frau, die Leander einst liebte, vielmehr aber nach Antworten auf Fragen, die gerade die beiden jungen Menschen sich bislang noch gar nicht gestellt hatten.

In seinem ebenso gefühlvollen wie aufwühlenden Drama schlägt Nick Baker Monteys („Der Mann, der über Autos sprang“) Brücken zwischen Jung und Alt, krisengeschüttelter Ukraine und deutscher Vergangenheit, privater Geschichte und politischer Historie. „Leanders letzte Reise“ ist ein berührendes Roadmovie, das dem Kino bislang vollkommen unbekanntes Terrain erschließt. In den Hauptrollen liefern sich Jürgen Prochnow („Die dunkle Seite des Mondes“, „The Da Vinci Code – Sakrileg“) und Petra Schmidt-Schaller („Stereo“, „Somme rin Orange“, „Unknown“) einen pointierten Schlagabtausch. Suzanne von Borsody („Hannas Reise“, „Hanni & Nanni 1-3“) überzeugt als dauergenervte Mutter, Tambet Tuisk („Poll“, „Ich und Kaminski“, „Tschiller – Off Duty“) als cool-charmanter Lebenskünstler.

LEANDERS LETZE REISE
Land/Jahr: Deutschland 2017
Regie: Nick Baker-Monteys
Darsteller: Jürgen Prochnow, Petra Schmidt-Schaller, Tambet Tuisk
107 Minuten
ab 6 Jahren

 

NEU in der Schauburg
KÖRPER UND SEELE
auch in ungarischer Originalfassung mit deuschen Untertiteln


Liebe am Arbeitsplatz - in einem Schlachthof? Romanzen scheinen hier ganz unmöglich. Und doch erzählt die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi eine bezaubernde Liebesgeschichte. Und gewann damit den Goldenen Bären der diesjährigen Berlinale.

Was für eine Liebesgeschichte – verhalten und doch romantisch, langsam und doch packend, märchenhaft und doch realistisch. Und das an einem Ort, wo Liebe gar nicht möglich scheint: in einem Schlachthof, diesem archaischen, blutgetränkten Ort, in dem es so pragmatisch zugeht und gewissenhaft die Vorschriften beachtet werden. Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi („Mein 20. Jahrhundert“) zeigt darum zunächst, was das bedeutet: Rinder werden in einem Eisengitter festgezurrt, getötet, ausgeblutet, gehäutet, zerschnitten. Authentische, manchmal schwer zu ertragende Bilder, die im Gegensatz zum idyllischen Beginn des Films stehen. Da schweift ein Hirsch mit großem Geweih durch einen schneebedeckten Wald, säuft an einem Fluss und erblickt eine Hirschkuh, der er sich kaum zu nähern traut.

Die eigentliche Handlung kommt in Gang, als Maria (Alexandra Borbély), die neue Qualitätskontrolleurin, ihre Arbeit im Schlachthof antritt. Eine eigentümliche Frau, das sieht Endre (Géza Morcsányi), Leiter des Schlachthofes, sofort: Steif, fast roboterhaft, mit unbewegtem Blick sucht sie einen unbesetzten Tisch in der Kantine, spricht mit niemandem, meidet jeden Kontakt mit den Kollegen, bleibt unzugänglich und kühl. Und doch ist sie von einer elfenhaften Schönheit, die Endre nicht verborgen bleibt. Dann kommt durch einen Zufall – nach einem Diebstahl befragt eine Psychologin mehrere Mitarbeiter – heraus, dass Endre und Maria in der Nacht zuvor dasselbe geträumt haben, einen Traum, den der Zuschauer bereits kennt: Ein Hirsch trifft in einem verschneiten Wald eine Hirschkuh. Endre versucht den Vorfall herunterzuspielen, doch weil sich die Träume auch in den folgenden Nächten gleichen, kann man sie nicht einfach ignorieren. Langsam, sehr langsam kommen sich Endre und Maria, zwei Menschen mit großen Wunden auf der Seele, näher. Ildikó Enyedi nimmt sich sehr viel Zeit, ihre schwierigen Charaktere zu beschreiben und ihnen, mit unterschiedlichem Tempo, eine Entwicklung zuzugestehen. Während Endre mit den Frauen längst abgeschlossen hat und aus Angst vor Zurückweisung ein einsames Leben führt, muss Maria den Kontakt mit anderen Menschen erst noch lernen. Zu den schönen Ideen des Films zählt, dass sie – obwohl eine erwachsene Frau – noch immer zu einem Kinderpsychologen geht und zuhause mit Playmobilfiguren und Salzstreuern mögliche Gespräche einübt. „Körper und Seele“ lief gleich am zweiten Tag im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Und ging der Jury nicht mehr aus dem Kopf. Er gewann den Goldenen Bären.


KÖRPER UND SEELE
Land/Jahr: Ungarn 2017
Regie: Ildikó Enyedi
Darsteller: Alexandra Borbély, Géza Morcsányi, Réka Tenki
116 Minuten
ab 12 Jahren
 



Das große Frühstückskino in der Schauburg
am 24. September 2017


Bedienen Sie sich am Sonntag ab 10.00 Uhr an einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffet mit frischen Brötchen, Croissants, Laugengebäck, Brot, Wurst, Käse, Schinken, Rührei, Speck, Quark, Joghurt, Räucherlachs, Kuchen, Obst und vielen mehr. Dazu Kaffee, Tee, Organgensaft, Kakao, Sekt und ... und ... und  .

Filmbeginn ist dann ab 11.00 Uhr.

Das große Frühstücksbuffett incl. Film nur EURO 13,00

Am Sonntag (24.09.) im Frühstückskino...

Leanders letzte Reise
WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt


Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18