Das Licht, aus dem die Träume sind



In einem kleinen Dorf in Indien entdeckt ein Junge seine Liebe zum Kino. Bewegender Film über die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens

Der große Saal, die rauschenden Farben, das Rattern des Filmprojektors – die erste Kinoerfahrung ist eine ganz besondere. Auch die Welt von Samay, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in Indien lebt, wird auf den Kopf gestellt, als er von seinem Vater zum ersten Mal in das örtliche Kino mitgenommen wird. Danach ist er sich sicher: Er möchte Filme machen! Ein glücklicher Zufall lässt ihn auf den Filmvorführer Fazal treffen, der von den Kochkünsten von Samays Mutter begeistert ist und ihn im Austausch gegen den Inhalt seiner Lunchbox kostenlos Filme schauen lässt. Kurzerhand beginnt Samay, die Schule zu schwänzen und seine Tage lieber im Projektionsraum des Kinos zu verbringen. Hier taucht er Tag für Tag in fantastische Welten ein. Doch die Idylle droht ein jähes Ende zu finden: Die Ära des Zelluloids neigt sich ihrem Ende zu und dem örtlichen Kino droht die Schließung...

In warmen, nostalgischen Bildern lässt “Das Licht, aus dem die Träume sind” die ersten Berührungspunkte mit der großen Liebe zum Kino auferstehen. Regisseur Pan Nalin ist ein zärtlicher und bewegender Liebesbrief an die Kraft des Kinos und des Geschichtenerzählens auf der großen Leinwand gelungen. Ein kraftvoller und entzückender Film, der in eine wunderbare Welt aus Licht und Zelluloid entführt und beweist, dass der Traum des Kinos nie zu groß geträumt werden kann. Nalin auf die Frage, welche Regisseure er in seinem Film ganz bewusst zitiert: “Ich bin der größte Filmfan des Universums. Wie könnte ich mich da zurückhalten, einigen Filmemachern, die mein Leben und meine Arbeit tiefgreifend beeinflusst haben, eine Hommage oder, wie die Franzosen sagen würden, ein „clin d‘oeil“ (Augenzwinkern) zu widmen? Es ist also subtil in die filmische Umsetzung integriert. Wenn man kein Cineast ist, merkt man vielleicht gar nichts. Aber das war die Idee; ich wollte nicht, dass die Leute die Hommagen an die Filmemacher leicht erkennen.”

Indien, Frankreich u.a. 2021
Regie: Pan Nalin
Darsteller: Bhavin Rabari, Bhavesh Shrimali, Rahul Koli
112 Minuten
ab 12 Jahren

Bild

Spielzeiten:

Dienstag 17.05.22:19.00 Uhr
Mittwoch 18.05.22:14.30 Uhr (Seniorenkino, nur 6€ inklusive einem Glas Sekt) + 19.00 Uhr (Originalfassung mit dt. Untertitel)
Donnerstag 19.05.22:17.00 Uhr
Samstag 21.05.22:17.00 Uhr
Dienstag 24.05.22:17.00 Uhr
Mittwoch 25.05.22:19.00 Uhr

Internet-Links

Trailer DAS LICHT