My Sailor, My Love

Ein alter Kapitän und eine Haushälterin gehen eine Romanze sein. Ein herzerwärmendes Drama über zeitlose Liebe und Vergebung.

Der pensionierte Kapitän Howard (James Cosmo) verkümmert in seiner Isolation. Als seine Tochter Grace (Catherine Walker) die ältere Annie (Brid Brennan) als Haushälterin engagiert, reagiert er mit Verachtung und entlässt sie baldmöglichst, holt sie jedoch wieder zurück, als ihm klar wird, wie sehr er sich danebenbenommen hat. Howard entwickelt für Annie und deren Familie eine positive und fürsorgliche Einstellung: Er hat sich verliebt. Als Annie und Howard eine Romanze beginnen, muss sich Grace mit ihren negativen Gefühlen auseinandersetzen, die sie seit ihrer Kindheit plagen. Alte Wunden und streng gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und bringen die Beziehung zwischen Howard und Annie in Gefahr. Kann die Liebe zwischen ihnen trotz Grace gedeihen?

Etwa zur gleichen Zeit, als auf Achill ein gewisser Oscar-nominierter Film von Martin McDonagh gedreht wurde, entstand auf derselben Insel ein anderes, bescheidener budgetiertes Projekt, das eine ganz andere Geschichte erzählt. Unter der Regie von Klaus Härö, dem erfahrenen finnischen Filmemacher hinter “The Fencer”, schlägt der neue Film “My Sailor, My Love” eine scheinbar vorhersehbare Richtung ein - eine, die in tausend Liebesromanen verarbeitet wurde -, bevor er auf einen steinigeren, weniger vertrauten Pfad abbiegt. Der Film untergräbt nicht gerade die Erwartungen, aber der scharfsinnige Schreibstil und das subtile Schauspiel sorgen für ein befriedigenderes Erlebnis, als es die bloße Inhaltsangabe verspricht. Obwohl es sich hier nicht um einen fröhlichen Reisebericht handelt, kann man nicht leugnen, dass - wie in dem hier nicht genannten Film von Martin McDonagh - die Kulisse ihren Teil dazu beiträgt, uns zu überzeugen. Es ist interessant, dass Autoren, Kameramann und Regisseur aus nordischen Ländern stammen. Würde der Film anders klingen, wenn er in Finnland oder Schweden gedreht worden wäre? Möglicherweise. Aber so, wie er ist, verbindet er das Besondere mit dem Allgemeinen.

Quelle: The Irish Times / Donald Clarke

Finnland, Belgien, Irland 2023
Regie: Klaus Härö
Darsteller: James Cosmo, Brid Brennan, Catherine Walker, Nora-Jane Noone
103 Minuten

Bild

Spielzeiten:

Montag 26.02.24:14.30 Uhr

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