Tschaikowsky – Genie und Wahnsinn

Die eigenwillige Musiker-Biografie des Exzentrikers Ken Russell, der geheiligte Kulturgüter lustvoll demontiert, indem er Tschaikowskis Schaffensprozeß als Ausdruck einer Sexualneurose deutet und das klassische Ambiente mit greller Pop-Ästhetik konfrontiert. In dem bombastischen Bilderschwulst, angereichert mit so manchen Geschmacklosigkeiten, beschränkt sich der Film weitgehend auf die Darstellung von Tschaikowskis Homosexualität und seiner aus diesem Grund scheiternden Ehe, wobei er der Persönlichkeit und dem Werk des Kompnisten allzuviel schuldig bleibt. Respektabel immerhin als Versuch, eine Biografie eher nachzuempfinden als lediglich filmisch nachzustellen. (Film-Dienst)

Originaltitel: The Music Lovers / GB 1971
Aufgenommen in 35mm Panavision® Anamorphic (1:2.35)
Präsentiert in 35mm CinemaScope® (1:2.35) / Mono Lichtton
Deutsche Fassung / 123 Minuten / Technicolor
Welturaufführung: 24.01.1971
Deutsche Erstaufführung: 26.02.1971
Produktion: Ken Russell, Roy Baird
Regie: Ken Russell
Buch: Melvyn Bragg (Vorlage: Barbara von Meck, Catherine Drinker Bowen)
Kamera: Douglas Slocombe
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski, André Previn
Schnitt: Michael Bradsell
Darsteller: Richard Chamberlain (Peter I. Tschaikowski), Glenda Jackson (Nina Mikulowa), Christopher Gable (Graf Chiluwski), Max Adrian (Nikolas Rubenstein), Izabella Telezynska (Frau von Meck), Sabina Maydelle (Sascha), Maureen Pryor (Ninas Mutter), Kenneth Colley (Modest Tschaikowski), Andrew Faulds (Dawidow), Bruce Robinson (Alexei Sofronow), Graham Armitage (Prinz Balukin)

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