Das Klezmer Projekt – In mir tanze ich (OmU)

Halbfiktionaler Dokumentarfilm, der die Suche nach verlorenen Klezmer-Melodien, Zeugnisse des Lebens im osteuropäischen Dreiländereck Ukraine-Rumänien-Moldau und die persönlichen Geschichte der beiden jüdischen Filmschaffenden verbindet.

Der frustrierte jüdische Hochzeitsfilmer Leandro interessiert sich nicht für die Religion seiner Familie. Als er sich bei der Arbeit in die Klezmer-Klarinettistin Paloma verliebt, erfindet er ein Dokumentarfilmprojekt, damit er Zeit mit ihr verbringen kann. Der Film schickt beide auf eine Reise quer durch Osteuropa auf der Suche nach verschollenen Klezmer-Melodien, die in der Obhut der Roma überdauert haben, weil diese vor dem Zweiten Weltkrieg Tür an Tür mit den Juden zusammenlebten.

Das semifiktionale Roadmovie von Paloma Schachmann und Leandro Koch ist alles andere als eine konventionelle Musikdokumentation. Auf den Spuren eines Kulturerbes, das zu verschwinden droht, führt es von Buenos Aires ins Dreiländereck Ukraine-Rumänien-Moldau. Geschickt und mit erfrischendem Humor verbindet das Regieduo eine persönliche Geschichte mit der Erkundung der Klezmer-Tradition und übernimmt in der Metaerzählung die Hauptrollen selbst. Es entsteht eine kraftvolle Welle der Emotionen in Bewegung, die uns mit der Musik davonträgt.

Land/Jahr: Argentinien, Österreich 2024
Regie: Leandro Koch, Paloma Schachmann
Darsteller: Leandro Koch, Rebeca Yanover, Cesar Lerner, Marcelo Moguilevsky, Bob Cohen
Laufzeit: 110 Minuten
FSK: 0

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Spielzeiten:

Freitag 14.06.24:14.45 Uhr (Letzte Vorstellung!)