Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 15.12.
Stille Post
Dem Leben auf der Spur
Wo ist Gott?
Aftersun
voraussichtlich ab Donnerstag 22.12.
Verlorene Illusionen
Ennio Morricone – Der Maestro
EO
Der denkwürdige Fall des Mr. Poe
voraussichtlich ab Donnerstag 29.12.
Die Insel der Zitronenblüten
Annie Ernaux – Die Super-8 Jahre
Was man von hier aus sehen kann
voraussichtlich ab Donnerstag 26.1.
Return to Seoul (OmU)
voraussichtlich ab Donnerstag 20.7.
Oppenheimer (in 70mm Projektion)

Voraussichtlich ab Donnerstag 15.12.

Stille Post

Sein Leben gerät aus den Fugen, als einem Berliner Grundschullehrer Kriegsbilder aus seiner kurdischen Heimatstadt zugespielt werden. Beklemmender, auf wahren Begebenheiten beruhender Film

Khalil ist Grundschullehrer und lebt mit seiner Freundin, der Journalistin Leyla, in Berlin. Als sie ihm Kriegsvideos aus seiner Heimatstadt in der Türkei – der kurdischen Stadt Cizre zeigt, gerät Khalils geordnetes Leben aus den Fugen: er meint, seine tot geglaubte Schwester in den Amateuraufnahmen erkannt zu haben. Über die kurdische Gemeinschaft versucht er mit ihr Kontakt aufzunehmen. Im Gegenzug soll er die Kriegsvideos in die deutschen Nachrichten bringen. Doch kein Sender zeigt Interesse, andere Konflikte haben einen höheren News-Wert. Erst als Khalil und Leyla die Videos manipulieren, bekommen sie die mediale Aufmerksamkeit, die sie sich gewünscht haben: es wird berichtet und politische Debatten nehmen Fahrt auf. Doch als der Konflikt auch Khalils Schulkasse erreicht, realisiert er, es geht nicht mehr nur darum, im Wettbewerb der Nachrichtenbilder zu bestehen, sondern um sein eigenes Leben in Berlin zu beschützen.

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten. Ausgangspunkt sind die authentischen Handyvideos aus der kurdischen Kriegsregion Rojava. Regisseur Florian Hoffmann: “Meine Reise mit diesem Film begann 2015 als ich mitbekam, wie ein Vorfall in der Türkei meine kurdischen und türkischen Freunde in Berlin über Nacht entzweite. Das türkische Militär hatte in einer Nacht- und Nebelaktion die kurdische Stadt Cizre umzingelt und eine Ausgangssperre über sie verhängt: niemand durfte die Stadt betreten. Kurz darauf begann das türkische Militär Cizre zu bombardieren. Was an diesem Fall besonders war: die Militäroperation ging mit einer Medienstrategie einher. Die Stromverbindung der Stadt wurde gekappt, das Internet abgestellt und Störsender errichtet, die den Handyempfang der Bewohner:innen verhinderten. Das türkische Militär wollte sichergehen, dass kein Bild dieser Geheimoperation die Stadt verlässt. In der berliner Diaspora kursierten allerlei Gerüchte und Fake-News über die Geschehnisse in Cizre. Um mehr zu erfahren, musste ich selbst hinfahren. Mir als deutscher Staatsbürger war dies eher möglich als meinen türkischen und kurdischen Freunden. Erst nach 79 Tagen wurde die Ausgangssperre für wenige Tage aufgehoben. Ich fand eine zerstörte Stadt vor und sprach mit traumatisierten Einwohnerv:innen. Zugleich sicherte ich die Videos, die die Bewohner:innen von Cizre heimlich mit ihren Handys gedreht hatten, und die Angriffe und Menschenrechtsverletzungen während der Ausgangssperre belegten”.

Deutschland 2021
Regie: Florian Hoffmann
Darsteller: Hadi Khanjanpour, Kristin Suckow, Aziz Capkurt
95 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.12.

Dem Leben auf der Spur



Um den letzten Wunsch seiner Frau zu erfüllen, muss ein Vater gemeinsam mit seinem entfremdeten Sohn eine große Reise antreten. Einfühlsames Vater-Sohn-Roadmovie vor der wilden Kulisse Irlands

Frank Fogle (John Hawkes), ein sanftmütiger, etwas unbeholfener Mann, sieht sich nach dem Tod seiner geliebten Frau Anna nach langer Zeit mit seinem entfremdeten Sohn Sean (Logan Lerman) konfrontiert. Denn kurz vor Annas Tod hat sie Frank das Versprechen abgenommen, gemeinsam mit Sean von Alabama nach Nordirland zu reisen, um ihre Asche an einem abgelegenen, idyllischen See zu verstreuen. Sean, der gerade seine Haftstrafe wegen Autodiebstahls und anderer Kleinkriminalitäten abgesessen hat, ist zunächst alles andere als begeistert davon, sich auf diese Reise einzulassen. Einzig das Versprechen seines Vaters, ihn danach nie wieder sehen zu müssen, kann ihn dazu bewegen, Frank zu begleiten. Im weit entfernten Irland angekommen, lernt Sean die aufgeweckte Jewel (Sarah Bolger) kennen, die sich den beiden kurzerhand anschließt und die ohnehin schwierige Beziehung zwischen Vater und Sohn auf eine weitere Probe stellt. Doch mit jedem weiteren Kilometer, den sie in ihrem Mietwagen zurücklegen, reift bei Frank und Sean auch die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, die Wunden der Vergangenheit zu heilen.

Der isländische Regisseur Elfar Adalsteins erzählt in seinem Spielfilmdebüt “Dem Leben auf der Spur” vor der beeindruckenden Kulisse Irlands einfühlsam und authentisch von einem ungewöhnlichen Vater-Sohn-Roadtrip, den Schatten der Vergangenheit und der Hoffnung auf Neuanfang. Dafür konnte Adalsteins den Oscar® nominierten John Hawkes und den ehemaligen „Percy Jackson“-Darsteller Logan Lerman gewinnen, die dem Film trotz seiner leisen Töne enorme Kraft und Intensität verleihen. Der Film feierte seine Premiere beim Edinburgh International Film Festival.


Island, Irland u.a. 2019
Regie: Elfar Adalsteins
Darsteller: John Hawkes, Logan Lerman, Sarah Bolger
96 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.12.

Wo ist Gott?



Vier Menschen finden Gott in jeweils einer anderen Religion: im Christentum, im Islam, im Judentum und im Buddhismus. In diesem Dokumentarfilm werden ihre Wege zu Gott vorgestellt.

Wir begleiten vier Brückenbauer/innen aus Judentum, Islam, Buddhismus und Christentum an den Anfang ihrer Geschichten bis heute. Im Mittelpunkt steht die Liebe: Wie haben sie gelernt, sich selbst und andere zu lieben? Sie wollen ihre zutiefst menschlichen Erfahrungen auf ihrem Lebensweg weitergeben und uns an einem existentiellen Prozess teilhaben lassen, der so universal ist, dass sich jeder Mensch darin wiederfinden kann. Gibt es eine umfassende Matrix hinter unserem Dasein? Welche Rolle spielen wir im Universum? Werden wir für Fehler, die wir gemacht haben, irgendwann zur Rechenschaft gezogen? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es ein transzendentes Wesen? Gibt es Gott?

Menschen leben ihre Sehnsucht nach Heil und Ganzheit in den unterschiedlichsten Formen von Religion und Meditation aus. Insbesondere Meditationstechniken östlicher Traditionen wie Yoga und Zen haben Hochkonjunktur. Hier finden Menschen so etwas wie einen direkten Zugang zu intensiven, nicht alltäglichen Erfahrungen, durchlaufen tiefgreifende Wandlungsprozesse und öffnen sich dem Erleben der Transzendenz.


Dokumentation
Deutschland 2019
Regie: Sandra Gold
105 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.12.

Aftersun

AFTERSUN erzählt eine besondere Vater-Tochter-Beziehung: Die elfjährige Sophie (Newcomerin Frankie Corio) und ihr Vater Calum (BAFTA-Preisträger Paul Mescal) machen Ende der 1990er Jahre Urlaub in einem türkischen Badeort. Es ist eine fast unbeschwerte Zeit: Sie gehen schwimmen, spielen Billard und genießen das Zusammensein. Sie sind unzertrennlich, zwischen ihnen besteht ein liebevoll-neckisches Band wie bei Geschwistern. Jeden ihrer Schritte und Ausflüge filmt Sophie auf ihrem neuen Camcorder. Sie hat das Gefühl, dass alles möglich ist, wenn Calum da ist. Wenn sie für sich ist, findet sie Freunde und macht neue Erfahrungen. Wenn Calum mit Sophie zusammen ist, ist er die beste Version seiner selbst. Doch unmerklich schleichen sich Melancholie und Geheimnisse in sein Verhalten ein. Zwanzig Jahre später bekommen die unbeschwerten Urlaubserinnerungen im Rückblick eine neue Bedeutung.

Charlotte Wells atemberaubendes und berührendes Spielfilmdebüt AFTERSUN, zu dem sie sowohl das Buch geschrieben als auch die Regie geführt hat, stellt eine hoffnungsvolle Coming-of-Age-Geschichte einem ergreifenden, intimen Familienporträt gegenüber, das einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt. Der Film feierte in diesem Jahr seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Aufgrund seiner Frische und Lebendigkeit sorgte er für sehr viel Aufsehen und wurde mit dem französischen Touch-Jury-Preis in der Cannes Critics Week 2022 ausgezeichnet. Für die Rolle der aufgeweckten Sophie wurde die talentierte Newcomerin Frankie Corio gefunden. In jeder Einstellung ist spürbar, dass zwischen ihr und Paul Mescal (NORMAL PEOPLE, FRAU IM DUNKEL), der den Vater spielt, die Chemie stimmt. In außergewöhnlichen Blickwinkeln und zum Teil überraschender Kameraführung schafft es Kameramann Greg Oke das flirrende Sommerferiengefühl in Szene zu setzten. Die ästhetischen, mitunter fast melancholischen Bilder werden hin und wieder von 90er-Jahre Musik umspielt, einem raffiniert eingesetzten Soundtrack, der die jugendliche Leichtigkeit und rückblickende Melancholie auch akustisch erlebbar macht.

Großbritannien, USA 2022
Regie: Charlotte Wells
Darsteller: Celia Rowlson-Hall, Frankie Corio, Paul Mescal
101 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 22.12.

Verlorene Illusionen



Frankreich im 19. Jahrhundert: Der junge und hoffnungsvolle Lucien (Benjamin Voisin) widmet seine ganze Leidenschaft der Dichtkunst. Doch in der heimatlichen Provinz, umringt von seiner Arbeiterfamilie, ist sein Talent nutzlos. Die Chance der ländlichen Enge zu entkommen, bietet sich, als seine heimliche Geliebte Louise (Cécile de France) nach Paris geht. Er verlässt Hals über Kopf die familiäre Druckerei und versucht fortan an der Seite seiner Geliebten, die auch seine Mäzenin ist, in der märchenumwobenen Stadt Paris Fuß zu fassen und in der Gesellschaft aufzusteigen.

In den Intellektuellenkreisen von Paris fällt sein Talent auf fruchtbaren Boden. Lucien erhält Anerkennung, Geld und Macht. Der windige Chefredakteur einer auflagenstarken Zeitung, Étienne Lousteau (Vincent Lacoste), bringt ihn in die richtigen Kreise. Schnell avanciert Lucien zur „Edelfeder“ des Blattes, seine Theaterrezensionen sind gefürchtet. Sogar der wichtigste Verleger der Stadt, Dauriat (Gérard Depardieu), umgarnt den Schriftsteller, um sein erstes Buch herauszubringen. Doch der Erfolg provoziert Neid und Missgunst.

Als sich Lucien in die bildschöne Schauspielerin Coralie (Salomé Dewaels) verliebt, wendet sich das Blatt: ein Rückschlag folgt dem anderen und hinter den Kulissen offenbaren sich ihm die wahren Mechanismen der gesellschaftlichen Macht: Profit, Schein und Fake News. Die anfängliche Naivität ist bald verflogen und Lucien lernt schnell, dass das Leben in Paris einer menschlichen Komödie gleicht, in der einfach alles und jeder käuflich ist, solange man weiß, welche Stricke man im Hintergrund ziehen muss und über entsprechende Zahlungsmittel verfügt. Lucien durchläuft eine bittere Schule des Lebens und muss sich entscheiden, welchen Weg er gehen will.

Xavier Giannolis Verlorene Illusionen basiert auf dem Roman Illusions perdues von Honoré de Balzac (erschienen in Deutschland bei dtv, übersetzt von Melanie Walz) und feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der 78. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Seine deutsche Festivalpremiere feierte Verlorene Illusionen auf dem 39. FILMFEST MÜNCHEN.

Mit über 980.000 Zuschauern konnte sich Verlorene Illusionen über zehn Wochen in den Top 10 der französischen Kinocharts halten.

Bei den 47. César-Verleihungen dieses Jahr erhielt Verlorene Illusionen 15 Nominierungen in 13 Kategorien – und ist damit der Film mit den meisten Nominierungen in der Geschichte der renommierten Preisverleihung.

Mit insgesamt sieben Awards ist Verlorene Illusionen von Xavier Giannoli der große Gewinner der diesjährigen Césars: Bester Film; Bester Nebendarsteller (Vincent Lacoste); Bester Nachwuchsdarsteller (Benjamin Voisin); Bestes adaptiertes Drehbuch; Bestes Szenenbild; Beste Kostüme und Beste Kamera.

Frankreich, Belgien 2021
Regie: Xavier Giannoli
Darsteller: Benjamin Voisin, Cécile de France, Vincent Lacoste
150 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 22.12.

Ennio Morricone – Der Maestro



Preisgekrönter Dokumentarfilm, der kurz vor Morricones Tod im Jahr 2019 entstand. Eine gelungene Symphonie aus Konzertaufnahmen, Filmausschnitten und Stimmen prominenter Wegbegleiter

Mit seinem sehr bewegenden Dokumentarfilm setzt der italienische Regisseur Giuseppe Tornatore einem der größten Filmkomponisten aller Zeiten ein Denkmal: Ennio Morricone. In einem langen Interview erzählt der “Maestro” sehr ausführlich von den Anfängen seiner Musikerlaufbahn bis hin zu seiner letzten Arbeit, immer kommentiert von entsprechendem Archivmaterial sowie unzähligen Filmausschnitten. Natürlich kommt dabei auch die Musik von Morricone nicht zu kurz und sorgt mehr als nur einmal für Gänsehautmomente. Viele bekannte italienische Filmregisseure, Filmkomponisten und weitere Wegbegleiter Morricones teilen vor der Kamera ihre persönlichen Erinnerungen an Morricone.

Tornatores Film gerät gleichzeitig zu einem Streifzug durch die italienische Filmgeschichte und sorgt auch hier für einige Gänsehautmomente. Die Entscheidung für das CinemaScope-Format verleiht dem Dokumentarfilm echte Kinoqualität, was insbesondere dann zur Wirkung kommt, wenn Tornatore seinen Lieblingskomponisten beim Dirigieren im Konzertsaal perfekt kadriert. Der Film empfiehlt sich nicht nur für Fans des Komponisten, sondern spricht ein sehr breites Publikum an. Denn es dürfte kaum jemanden geben, der nicht schon einen Film mit der Musik des Maestros gesehen hat. Von der schieren Länge des Films – 156 Minuten – sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen. Denn die vergehen wie im Flug!

Dokumentation
Italien, Belgien u.a. 2021
Regie: Giuseppe Tornatore
Darsteller: Ennio Morricone
163 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 22.12.

EO



Aus den Augen eines Esels erzähltes Drama über den ungewöhnlichen Weg des Tieres durch Europa.

Aus den Augen des Esels Eo betrachtet, ist die Welt ein mysteriöser Ort. Der graue Esel mit den melancholischen Augen begegnet auf seinem Weg guten und bösen Menschen, er erlebt Freud und Leid, und das Schicksal verwandelt abwechselnd sein Glück in Unglück und seine Verzweiflung in unerwartetes Glück. Niemals aber verliert Eo seine Unschuld.

33 Jahre nach seiner letzten Einladung nach Cannes kehrt Jerzy Skolimowski - 1982 mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet für "Schwarzarbeit" und 1978 geehrt mit dem Großen Preis der Jury für "Der Todesschrei" - zurück in den Wettbewerb, nachdem der 84-Jährige seine letzte Arbeit, "11 minuti", in Venedig gezeigt hatte. Der Film des polnischen Filmemachers trägt unverkennbare Parallelen zu Bressons Klassiker "Zum Beispiel Balthasar", streng aus der Sicht des Esels erzählt, eine Vision unseres Europa der Gegenwart. Eo ist der 18. Spielfilm des polnischen Filmemachers Jerzy Skolimowski, für den er gemeinsam mit Ewa Piaskowska auch das Drehbuch verfasste. Beide hatten schon an seinen vorangegangenen Werken “Essential Killing” (2010) und “Vier Nächte mit Anna” (2008) zusammengearbeitet. Es handelt sich bei Skolimowskis Film um eine Neuinterpretation von Robert Bressons Werk “Zum Beispiel Balthasar” aus dem Jahr 1966. Es sei laut dem polnischen Regisseur der einzige Film, der „ihn wirklick bewegt“ habe. Für den Namen des Titelhelden soll die Figur des pessimistischen „I-Aah“ bzw. „Eeyore“ aus A. A. Milnes Kinderbuch “Pu der Bär” Pate gestanden haben. Für die Hauptrollen wurden u. a. Sandra Drzymalska als Kasandra, Mateusz Kościukiewicz, Lorenzo Zurzolo und Isabelle Huppert als Gräfin verpflichtet. Für die Produktion zeichnen Skolimowski und Koautorin Piaskowska gemeinsam mit Eileen Tasca jeweils für die polnische Skopia Film und die italienische Gesellschaft Alien Films verantwortlich. Als Executive Producer konnte Jeremy Thomas gewonnen werden, der u. a. 1978 Skolimowskis Horrorfilm “Der Todesschrei” sowie “Essential Killing” produziert hat.


Polen, Italien 2022
Regie: Jerzy Skolimowski
Darsteller: Sandra Drzymalska, Mateusz Kosciukiewicz, Tomasz Organek
88 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 22.12.

Der denkwürdige Fall des Mr. Poe



Starbesetzter, atmosphärisch dichter historischer Krimi um den berühmten Edgar Allen Poe. Wir garantieren Euch Gänsehaut!

An einem grauen Wintermorgen im Jahr 1830 wird ein Kadett an der Militärakademie West Point tot aufgefunden. Doch als man im Leichenschauhaus entdeckt, dass das Herz des jungen Mannes auf gekonnte Art entfernt wurde, wird aus einer Tragödie ein schreckliches Verbrechen. Die Leitung von West Point fürchtet um den Ruf der noch neuen Militärakademie und bittet den örtlichen Ermittler Augustus Landor (Christian Bale), den Mordfall zu lösen. Da ihn der Schweigekodex der Kadetten bei seinen Ermittlungen behindert, beauftragt er einen von ihnen, ihm bei der Lösung des Falls zu helfen - einen exzentrischen jungen Mann mit einer Vorliebe für Poesie, der den harten Alltag des Militärs verabscheut. Sein Name lautet Edgar Allan Poe (Harry Melling).

Der Mystery-Thriller Der denkwürdige Fall des Mr. Poe basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Louis Bayard (im englischen Original: The Pale Blue Eye). Der erste Teaser zum Film lässt schon mal erschaudern. Nicht nur wegen der gruseligen Atmosphäre, sondern auch wegen der eisigen Schneelandschaft. Scott Cooper führte bei der Verfilmung von Louis Bayards Kriminalroman "Der denkwürdige Fall des Mr Poe" die Regie. Der Brite Harry Melling spielt Edgar Allan Poe, Christian Bale ist in der Rolle von Augustus Landor zu sehen. Bale hatte bereits in Coopers Filmdrama “Auge um Auge” eine Hauptrolle übernommen und ebenso in seinem Western “Feinde – Hostiles”. Neben dem Regisseur, John Lesher und Tyler Thompson war Bale auch einer der Produzenten des Films. Die Dreharbeiten fanden von Ende November 2021 bis Ende Februar 2022 statt. Zu den Drehorten zählten Pittsburgh und das Westminster College in New Wilmington. Als Kameramann fungierte der Japaner Masanobu Takayanagi. Zur Starbesetzung gehören unter anderem Gillian Anderson, Lucy Boynton, Charlotte Gainsbourg, Toby Jones, Harry Lawtey, Simon McBurney, Hadley Robinson, Timothy Spall und Robert Duvall.


USA 2022
Regie: Scott Cooper
Darsteller: Christian Bale, Harry Melling, Gillian Anderson
128 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.12.

Die Insel der Zitronenblüten



Die zutiefst berührende Geschichte zweier sehr verschiedener Schwestern, die eine mysteriöse Erbschaft wieder zusammenbringt - unter der strahlenden Sonne Mallorcas und durchzogen von duftendem Sommerflair.

Vor langer Zeit hat das Schicksal die Schwestern Marina (Elia Galera) und Anna (Eva Martín) voneinander getrennt. Ihre Kindheit verbrachten sie gemeinsam auf Mallorca, wo der Duft von Zitronenblüten die Luft erfüllt. Während Anna das Inselparadies nie verlassen hat, ist Marina als Ärztin um die Welt gereist. Doch als eine unbekannte Wohltäterin den Schwestern ihre Bäckerei vermacht, muss Marina in ihre Heimat zurückkehren. Das Anwesen soll verkauft werden. Anna hofft so, ihre Schulden loszuwerden – und ihren untreuen Ehemann gleich mit! Marina plant indessen einen Neuanfang. Neben Adoptionsstress und Verlobungsversprechen steht vor allem das lange aufgeschobene Wiedersehen mit ihrer Schwester auf dem Plan. Der Zauber der kleinen Bäckerei hält, was er verspricht: Während sie den wahren Gründen für ihre mysteriöse Erbschaft nachspüren, kommen Marina und Anna sich wieder näher... und schon bald weht der süße Geruch von frischgebackenem Brot durch die Straßen, der alte Geheimnisse aufwirbelt und den Sommer für die beiden Schwestern zu einer unvergesslichen Reise in die Vergangenheit werden lässt.

In berauschenden Bildern und mit unvergleichlicher Farbenpracht gelingt mit “ Die Insel der Zitronenblüten” eine wunderschöne Adaption des gleichnamigen Romanerfolgs. Der Film erzählt eine Geschichte über verlorene und wiedergefundene Liebe, die besondere Verbindung zwischen Müttern, Töchtern und Schwestern, sowie die geheimnisvolle Kraft der Vergangenheit, die eine Familie zusammenhält. Wohlig wie ein warmer Sommerwind, erfrischend wie eine kühle Meeresbrise und erfüllt vom Duft köstlichen Zitronenkuchens: ein bewegendes und mitreißendes Kinoerlebnis, bei dem kein Auge trocken bleibt.

Spanien, Luxemburg 2021
Regie: Benito Zambrano
Darsteller: Elia Galera, Eva Martín, Tommy Schlesser
121 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.12.

Annie Ernaux – Die Super-8 Jahre



Ernaux kommentiert Aufnahmen der Jahre 1972–1981 auf ihre einmalige, poetische und zugleich gesellschaftsanalytische Weise aus heutiger Perspektive. Filmischer Schatz, der Persönliches mit der Geschichte eines Jahrzehnts und eines Landes verknüpft.

Im Winter 1972 gründet die französische Schriftstellerin Annie Ernaux mit ihrem Ehemann Philippe eine Familie, und die beiden legen sich eine Super-8-Kamera zu. In der Folge zeichnen sie über 9 Jahre ein französisches Mittelklasse-Leben auf, nicht nur Szenen einer Ehe, sondern auch Reisen an politisch außergewöhnliche Orte wie Chile, Albanien oder Russland werden dokumentiert.

“Annie Ernaux – Die Super-8 Jahre” (1972 bis 1981) ist das feministische Dokument eines 9-jährigen Aufbruchs einer jungen Frau, die am Anfang noch von der Kamera ihres Mannes beim verschämten Schreiben ertappt wird, weil sie als junge Mutter und Lehrerin andere Pflichten hat, als ihren Weg als Schriftstellerin zu suchen. Aber am Ende, nach der Trennung von ihrem Mann, wird ihr mit ihrem Buch „Der Platz“ der internationale Durchbruch gelingen. In ihrem ersten Film zeigt uns die über 80 jährige Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux ihren `avant text´, den Vor-Text ihres Schreibens. Natürlich nicht ohne ihn mit einem `nach-den-Bildern-Text´ zu kommentieren, wie er für alle ihre literarischen Werke typisch ist. „Ernaux ist hier wieder die Soziologin einer sehr intimen Weltbeschreibung. „Man merkt sehr stark, dass dieses Schreiben für sie nicht wichtig, sondern überlebenswichtig war in dieser Zeit. Ernaux erarbeitet sich quasi eine eigene Perspektive auf ihre eigene Familie, auf ihre Erinnerung und auch auf ihre Sehnsucht und Traurigkeit damals, die man in den Bildern nicht sieht.“ (Deutschlandfunk Kultur)


Dokumentation
Frankreich 2022
Regie: Annie Ernaux, David Ernaux-Briot
61 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 29.12.

Was man von hier aus sehen kann


Eine junge Frau, died en Tod vorhersehen kann, hält eine kleine Dorfgemeinschaft auf Trab. Bestsellerverfilmung über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen und die Suche nach dem Sinn im Leben.

Luise (Luna Wedler) ist bei ihrer Großmutter Selma (Corinna Harfouch) in einem abgelegenen Dorf im Westerwald aufgewachsen. Selma hat eine besondere Gabe, denn sie kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Ort. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Das ganze Dorf hält sich bereit: letzte Vorbereitungen werden getroffen, Geheimnisse enthüllt, Geständnisse gemacht, Liebe erklärt....

Mit „Was man von hier aus sehen kann“ gelang Mariana Leky (Graf & Graf Literaturagentur) ein wahrer Überraschungshit in der deutschen Buchbranche: Der Roman erschien im Juli 2017 im DuMont Buchverlag und wurde seither mehr als 700.000-mal verkauft und in 22 Sprachen übersetzt. Das Hörbuch wurde für tacheles!/Roof Music 2017 von Sandra Hüller eingesprochen. Entstanden ist nun ein phantasievoller Film über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen und die Suche nach dem Sinn im Leben. Begeben Sie sich auf die Reise in ein Dörfchen im Westerwald, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt und sich die großen Themen des Lebens im Kleinen wiederfinden. Regisseur Aron Lehmann (“Das schönste Mädchen der Welt”) hat Mariana Lekys wunderbaren Bestsellerroman über ein Dorf in der Provinz und seine skurril-liebenswerten Bewohner für die große Leinwand inszeniert. Die einzigartige Dorfgemeinschaft mit ihren warmherzig gezeichneten Charakteren wird durch ein wunderbares Schauspiel-Ensemble auf der Leinwand zum Leben erweckt: An der Seite von Corinna Harfouch (“Lara”, “Was bleibt”) als Großmutter Selma ist Luna Wedler (“Dem Horizont so nah”, “Das schönste Mädchen der Welt”) als Luise zu sehen sowie Karl Markovics (“Résistance – Widerstand”, “Die Fälscher”) als Optiker. In weiteren Rollen spielen Rosalie Thomass (“Die Känguru-Chroniken”, “Eine ganz heiße Nummer”), Benjamin Radjaipour (“Futur Drei”) und Peter Schneider (“Dark”, “Gundermann”, “Systemsprenger”).

Deutschland 2022
Regie: Aron Lehmann
Darsteller: Corinna Harfouch, Karl Markovics, Luna Wedler
103 Minuten
ab 6 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 26.1.

Return to Seoul (OmU)

Freddie, 25, kehrt zum ersten Mal nach Südkorea zurück, wo sie geboren wurde, bevor sie adoptiert wurde und in Frankreich aufgewachsen ist, um ihre Herkunft wiederzufinden. Die eigensinnige junge Frau macht sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern in einem Land, von dem sie so wenig weiß, dass es ihr Leben in neue und unerwartete Bahnen lenkt. Davy Chou beweist große Sensibilität im Umgang mit Themen wie Heimat, Identität und dem Aufeinanderprallen... Der französisch-kambodschanische Regisseur Davy Chou erweist sich in seinem Nachfolgefilm zu Diamond Island (Gewinner des SACD-Preises der Kritikerwoche in Cannes) als ein neuer, unverzichtbarer Porträtist der heutigen Jugend und entmystifiziert die vorgefassten Meinungen über internationale Adoptionen durch die Suche dieser brennenden jungen Frau nach einer Lösung für ihre tief verwurzelte Identitätskrise.

Belgien, Deutschland 2022
Regie: Davy Chou
Darsteller: Park Ji-Min, Oh Kwang-rok, Guka Han
116 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 20.7.

Oppenheimer (in 70mm Projektion)

Neuster Streich von Christopher Nolan ("Tenet") bei uns exklusiv in 70mm Projektion!

USA 2023
Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Cillian Murphy, Sir Kenneth Branagh, Emily Blunt