Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.
Namaste Himalaya - Wie ein Dorf in Nepal uns die Welt öffnete
Alcarràs – Die letzte Ernte
Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr
Sweet Disaster
NOPE
voraussichtlich ab Donnerstag 18.8.
Bullet Train
Goliath
Wettermacher
voraussichtlich ab Donnerstag 25.8.
Der Gesang der Flusskrebse
Evolution
Die Känguru-Verschwörung
Märzengrund
voraussichtlich ab Mittwoch 31.8.
Die Zeit, die wir teilen
voraussichtlich ab Donnerstag 15.9.
Into the Ice

Voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.

Namaste Himalaya - Wie ein Dorf in Nepal uns die Welt öffnete

Zum Ausbruch der Pandemie stranden die beiden Weltreisenden Anna und Michael in Nepal. Als das Land vom Lockdown überrascht wird und die Städte abriegelt, fliehen sie in die Berge. Am Fuß der Achttausender finden sie Zuflucht und ein Wellblech über dem Kopf. Im Dorf begrüßt man sie zunächst zynisch mit »Namaste Corona«, denn man fürchtet, die Globetrotter könnten das Virus im Gepäck haben. Doch als die Nahrung knapp wird und der Hunger einzieht, wächst der Zusammenhalt. Feldarbeiterinnen, Bettlerinnen und Bergführerinnen werden ihre Freunde – und die beiden für fünf Monate Teil einer Schicksalsgemeinschaft.

Dokumentarfilm, Deutschland 2022
Regie: Anna Baranowski, Michael Moritz
93 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.

Alcarràs – Die letzte Ernte



Eine Familie kämpft um ihr Pfirsichfeld, auf dem der Grundbesitzer Sonnenkollektoren installieren will. Der diesjährige Berlinale-Gewinner überzeugt mit herausragenden Darstellern

Seit sie denken können, hat die Familie Solé jeden Sommer Pfirsiche auf ihrem Feld in Alcarràs, einem kleinen Dorf in Spanien, gepflückt. Doch die diesjährige Ernte könnte ihre letzte sein, denn ihnen droht die Räumung. Die neuen Pläne des Grundbesitzers sehen vor, die Pfirsichbäume zu fällen und Sonnenkollektoren zu installieren. Eine Situation mit der jeder in der großen, eng verbundenen Familie anders umgeht. Wissen aber tun sie alle: Zum ersten Mal stehen sie vor einer ungewissen Zukunft und riskieren, mehr als ihr Zuhause zu verlieren.

Auf einzigartige, vielstimmige, mit überbordender Energie und Momenten der Stille orchestrierte Weise erzählt „Alcarràs“ von der letzten Ernte der Solés – so handfest, zärtlich und sinnlich, dass wir uns bald selbst als Mitglied der Familie wähnen. Der Großvater Rogelio gibt die Hofffnung nicht auf, den jungen Pinyol zum Einlenken zu bewegen. Vater Quimet stürzt sich in die Erntearbeit, als gäbe es doch noch ein Morgen. Dolors hält Haus und Familie mit fröhlicher Geduld zusammen, doch auch sie kann beherzt Grenzen ziehen. Die älteren Kinder Roger und Mariona, Quimets Schwestern Glòria und Nati und Schwager Cisco – alle helfen mit bei der Arbeit, inmitten des unbändigen Tobens der Kinder Iris, Teia, Pau und Pere. Jede und jeder in diesem Ensemble hat seine eigene Stimme und Geschichte. Die lärmende Unbeschwertheit des Familienfests, harte Arbeitstage vom Morgengrauen bis tief in die Nacht, der Kampf in der Genossenschaft gegen das Preisdiktat der Supermärkte, die Fröhlichkeit der gemeinsamen Ernte, das tiefe Wissen über Pflanzen und Boden, die Ungewissheit über das, was kommen mag: „Alcarràs“ ist ein grandios choreografierter Film voller Farben, Kontraste und Facetten, voller Leben und Liebe. Je näher das Ende dieses Sommers rückt, desto mehr nehmen die Spannungen in der Familie zu. Fast übersehen die Solés, dass sie einen Trumpf in Händen halten, den ihnen niemand wegnehmen kann.


Spanien, Italien 2022
Regie: Carla Simón
Darsteller: Jordi Pujol Dolcet, Anna Otin, Xènia Roset
120 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.

Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr



Ein 90-jähriger Brite geht auf eine Reise mittels Bussen von einem Ende des Landes zum anderen – und wird, ohne dass er es merkt, zu einer viralen Sensation. Zu Herzen gehender Film über den Verlust und das Trauern.

Vor 70 Jahren zogen Tom (Timothy Spall) und Mary von Land’s End, dem südlichsten Zipfel Englands, nach John o’ Groats, dem nördlichsten Punkt Schottlands. Von einem Ende des Landes, so weit weg wie nur möglich. Nach dem Tod seiner Frau macht sich Tom nun auf den Weg zurück und benutzt dafür seinen Fahrausweis, der es ihm erlaubt, kostenlos die Busse des Nahverkehrs zu nutzen. Auf seiner Reise trifft er die unterschiedlichsten Menschen – und er wird bemerkt. Schon bald ist er ein virales Phänomen und die Leute sind gespannt, was er am Ziel seiner Reise machen wird.

Der Film ist ganz und gar ein klassisches Road Movie, nur mit dem Unterschied, dass der Weg hier nicht das Ziel ist. Für Tom ist es unerlässlich, dass er sein Ziel erreicht. Es ist die letzte Reise, die er in diesem Leben unternehmen will, eine, die er schon vor langen Jahren antreten wollte, für die er nun aber mehr Grund als je zuvor hat. Eine Reise voller Erinnerungen. An glücklichere Tage, aber auch an düstere, an ein volles Leben, das doch nie das sein konnte, was sich das junge Paar im Jahr 1950 versprochen hatte. Verlust ist das tragende Element des Films, die Bewältigung von Trauer die andere Säule. Jeder geht mit Verlust und Trauer auf eigene Art und Weise um, hier ist es eine Rückkehr an den Anfang, die den Kreis schließen soll. Entlang des Wegs spürt man die Emotion, die dieser Film verströmt. Wer von Toms Trauer nicht ergriffen wird, der hat nie wirklich gelebt. Timothy Spall ist grandios. Zurückhaltend, gebrechlich, freundlich, entschlossen und immens stark – eine der wohl schönsten Rollen die der britische Charaktermime je gespielt hat. Im Verlauf der Reise sind es kurze Rückblicke, die verständlich machen, wieso sie für Tom so wichtig ist. Es ist sympathisch, dass der Film sich nicht auf Tom als virales Phänomen kapriziert, sondern diesen Teil der Handlung nur en passant laufen lässt. Denn weit wichtiger ist die eigentliche Geschichte einer großen Liebe.

Quelle: programmkino.de / Peter Osteried

Großbritannien 2021
Regie: Gillies MacKinnon
Buch: Joe Ainsworth
Darsteller: Timothy Spall, Phyllis Logan, Ben Ewing, Natalie Mitson
86 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.

Sweet Disaster



So verspielt und schwungvoll hat schon lange niemand mehr von treulosen Männern und sitzengelassenen Schwangeren erzählt! Spielfilmdebüt mit einem vergnügten Grundton, der den darin versteckten Moll-Akkord elegant überspielt.

In der Welt von Frida (Friederike Kempter) steht alles Kopf. Auf dem Heimweg vom Familienbesuch in Finnland trifft sie am Flughafen den Piloten Felix (Florian Lucas). Der bläst Trübsal, weil seine Freundin Natalie (Diana Ebert) eine Pause will und nach Boston entschwindet. Deshalb kann er Fridas Trost gut gebrauchen. Ein paar Monate sind Felix und Frida ein Paar, dann kehrt Natalie vorzeitig nach Berlin zurück – und Felix zu ihr, Vaterschaft hin oder her. Aber damit ist das Chaos nicht komplett, denn eine späte Schwangerschaft (Frida ist 40) kann alle möglichen Komplikationen mit sich bringen. Frida mag sich einsam fühlen als allein erziehende Mutter in spe, fern von den Verwandten in Finnland. Aber ohne Unterstützung bleibt die quirlige Erzieherin mit ihren bunten Pullovern und Strumpfhosen nicht. Wie in einer Märchenwelt taucht das 15jährige Nachbarmädchen Yolanda (Lena Urzendowsky) auf: eine hochbegabte Erfinderin, die ihre fantasievoll umgebauten Drohnen auch mal zu Spionagezwecken ausleiht. Und dann gibt es noch die Karten spielenden Omas aus einer Kirchengruppe, die Frida vor den schlimmsten Konsequenzen zahlreicher Dummheiten bewahren...

Regisseurin Laura Lehmus hat sich den doppelten Schock – verlassen werden und unerwartet schwanger sein – nicht ausgedacht. Die grundlegenden Ideen für das Drehbuch von Ruth Toma stammen von ihr und sind biografischen Ursprungs. Aber sie erzählt das Erlebte nicht als Tragödie, sondern als Dramödie mit humorvollem, verspieltem Schwung. So lässt sie ihre Hauptfigur alternative Varianten der Wirklichkeit erträumen, herbeisehen und erleben – mit kindlicher Lust an der Überspitzung und einem beherzten Griff in die Trickkiste der Animation, in die farbenfrohe Palette der Ausstattung und in die kameratechnischen Möglichkeiten, Reales futuristisch entrückt oder magisch verzaubert erscheinen zu lassen. Das macht gute Laune und ist keineswegs bloß artistische Spielerei. Ein Baby, so hat Laura Lehmus es erlebt, ist nun wirklich kein Grund zum Weinen.

Quelle: programmkino.de / Peter Gutting


Deutschland 2021
Regie: Laura Lehmus
Drehbuch: Ruth Toma
Darsteller: Friederike Kempter, Lena Urzendowsky, Florian Lukas
93 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.8.

NOPE

Mit Get Out und Wir hat Oscar[r]-Gewinner Jordan Peele den modernen Horror auf den Kopf gestellt und völlig neu definiert. Im Sommer 2022 präsentiert er mit NOPE seine neueste doppelbödige Schreckensvision und beweist einmal mehr, dass er ein Meister des spektakulär abgründigen Genrefilms ist.

Jill (Keke Palmer) und James (Daniel Kaluuya) sind die Eigentümer einer Farm für Hollywood-Filmpferde. Ihre kalifornische Haywood-Ranch, weitab von den ersten Anzeichen menschlicher Zivilisation, ist bereits seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Eines Nachts beobachten sie auf ihrem Land schockierende Phänomene, für die es keinerlei Erklärung zu geben scheint. Dabei ahnen sie nicht, dass es sich nur um die Vorboten eines grauenerregenden Geheimnisses handelt ...

NOPE vereint Ausnahmetalent Peele endlich wieder mit Oscar[r]-Preisträger Daniel Kaluuya (Get Out, Judas and the Black Messiah), an dessen Seite außerdem Keke Palmer (Hustlers, Alice) und der Oscar[r]-Nominierte Steven Yeun (Minari - Wo wir Wurzeln schlagen, Okja) zu sehen sind. Als Bewohner einer einsamen Bergschlucht im Landesinneren Kaliforniens werden sie Zeugen einer so unheimlichen wie erschreckenden Entdeckung.

USA 2022
Regie: Jordan Peele
Darsteller: Daniel Kaluuya, Keke Palmer, Steven Yeun
135 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.8.

Bullet Train

Ein vermeintlich einfacher Auftrag für den Profikiller Ladybug, einen Koffer voller Geld im Schnellzug nach Tokio zu transportieren, entpuppt sich als Herausforderung. Actionthrillerkomödie mit Starbesetzung. Zurücklehnen und einfach mitreißen lassen.

USA 2022
Regie: David Leitch
Darsteller: Brad Pitt, Sandra Bullock, Zazie Beetz
127 Minuten
ab 16 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.8.

Goliath



Whistleblower-Drama über ein politisch-brisantes Thema, das insbesondere von den sogenannten "Monsanto Papieren" inspiriert wurde, in die der Agrarkonzern Monsanto und sein auf Glyphosat basierendes Herbizid verwickelt sind.

Drei Menschen – drei Schicksale: Patrick, ein ehrgeiziger Anwalt, hat sich auf Umweltrecht spezialisiert. Mathias arbeitet als Lobbyist im Auftrag eines Agrarchemie-Konzerns. Die Lehrerin France engagiert sich als Aktivistin gegen den Einsatz von Pestiziden, nachdem ihre Ehefrau an Krebs verstarb. Als eine junge Frau eine radikale Tat begeht, kreuzen sich die Wege von Patrick, Mathias und France. Und während der Chemie-Konzern alles tut, um die Wahrheit zu vertuschen, stehen nicht nur ihre drei Lebenswege, sondern auch das Leben tausender Menschen auf dem Spiel.

Regisseur Frédéric Tellier auf die Frage, ob man zwangsläufig die Idee im Hinterkopf hat. dass das Kino die Welt verändern kann, wenn man einen solchen Film macht: “Ich glaube daran auf der Grundlage meiner eigenen Erfahrung. Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Als ich noch sehr jung war, hatte meine Mutter mich und meinen älteren Bruder in einem Stadtteilkino angemeldet, einen Cineclub. Und das hat mein Leben verändert! Filme sehen, mit ihnen konfrontiert werden, träumen, mich für zwei Stunden aus meiner Welt herausnehmen. Wenn es also mein Leben auf den Kopf gestellt hat, kann es auch andere auf den Kopf stellen! Ich erwarte jedenfalls als Zuschauer vom Kino, dass es mich aufrüttelt. Die Filme von Pakula, Lumet, Arthur Penn, Kubrick oder Forman haben mich sehr inspiriert. Man sagt, dass es zwei Arten von Kino gibt: Kino, das unterhält, und Kino, das vermittelt. Meine Filme tendieren zu einem Kino der Vermittlung. Eines, das Spektakel, Flucht, Emotionen und auch den Wunsch zu handeln nicht ausschließt. Ich bin dafür empfänglich, weil große Themen großartig unterhalten können!”


Frankreich, Belgien 2022
Regie: Frédéric Tellier
Darsteller: Pierre Niney, Gilles Lellouche, Emmanuelle Bercot
121 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.8.

Wettermacher


Am Ende der Welt – oder zumindest dem, was auf Erden dem am nächsten kommt – ist das Leben hart. Von Bildern getragene Doku, die die Tristesse und beißende Kälte in der Arktis einfangen, während sie das Porträt von Menschen zeichnen, die hier leben und arbeiten.

Die Wetterstation Chodowaricha liegt nahe dem sibirischen Polarmeer. Hier arbeiten drei Meteorologen – Wladimir, Sascha und Alexander. Sie beobachten das Wetter, und das jahrein, jahraus. Es ist ein Leben der andauernden Isolation und des Verzichts. Nicht vieles gibt es, was die Tristesse durchbricht. Russische Popsongs sind es für den einen, Internet für den anderen – aber das gibt es nur in einer Ecke des Raums und wie der Mann es überhaupt zum Laufen brachte, ist sein Geheimnis. Nomaden kommen vorbei und sind so etwas wie fahrende Metzger, Eisbären tauchen schon auch mal auf, und der Wachhund Jack verschwindet. Dass der Hund ausgerechnet dann verschwindet, als die Fleischvorräte zur Neige gehen, gibt zu denken. Eine definitive Aussage, was mit dem Hund passierte, gibt es aber nicht. Man spricht immer davon, dass er abgehauen sei – in die weite Ödnis?

Man bekommt bei diesem Film das Gefühl, dass sich auch die Menschen gerne dorthin zurückziehen würden. Das sind drei Männer und eine Frau, die hier leben und arbeiten und damit vom echten Leben in Gänze abgeschnitten sind. Es ist eine eigentümliche Existenz, in der nur wenig wirklich Freude bereitet. Das macht die Dokumentation von Stanislaw Mucha mehr als eindringlich klar. Ihm war dabei nicht daran gelegen, einen Film über den Klimawandel zu machen. Denn dort, wo gedreht wurde, denkt man an ein solches Wort gar nicht mehr – bei teils -60 Grad hat man andere Probleme. Es ist ein unaufgeregter Film, den er mit „Die Wettermacher“ abgeliefert hat. Einer, der von der Simplizität des Lebens erzählt, bei dem man aber auch ganz froh ist, dass man ein anderes Leben führt und nicht in der Isolation eingehen muss. So wie der frühere Chef der Station, der wegen Depressionen abgelöst wurde. Sein Ersatz kam von einer anderen Station, in der ein Mann unter mysteriösen Umständen starb. Man spürt bei den Bildern, die dieser Film liefert, den Wahnsinn, der immer gerade außerhalb des Blickwinkels kauert, aber sich langsam anpirscht.

Quelle: programmkino.de / Peter Osteried

Dokumentarfilm
Land/Jahr: Deutschland 2021
Regie: Stanislaw Mucha
Buch: Dorothea Braun, Stanislaw Mucha
92 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.8.

Der Gesang der Flusskrebse



Jedes Geschöpf tut alles, um zu überleben. Bestseller-Verfilmung nach Delia Owens um das mysteriöse “Marschmädchen”

Als junges Mädchen wird Kya von ihren Eltern verlassen. In den gefährlichen Sümpfen von North Carolina zieht sie sich alleine groß und entwickelt sich zur scharfsinnigen und zähen jungen Frau. Jahrelang geisterten Gerüchte über das „Marschmädchen“ durch das nahegelegene Örtchen Barkley Cove und schlossen sie von der Gemeinschaft aus. Als sich Kya zu zwei jungen Männern aus der Stadt hingezogen fühlt, eröffnet sich für sie eine neue, verblüffende Welt. Doch als einer von ihnen tot aufgefunden wird, sieht die Gemeinde sofort in Kya die Hauptverdächtige. Im Laufe des Falles wird immer mysteriöser, was tatsächlich passiert ist – und es droht die Gefahr, dass die vielen Geheimnisse, die im Sumpf verborgen liegen, ans Licht kommen ...

2019 begeisterte die amerikanische Schriftstellerin Delia Owens Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt mit ihrem Roman „Der Gesang der Flusskrebse“ – das Buch wurde zu einem globalen Phänomen. Basierend auf dem Bestseller um das geheimnisvolle „Marschmädchen“ kommt jetzt die fesselnde Verfilmung auf die große Leinwand. Produzentinnen von “Der Gesang der Flusskrebse” sind niemand Geringere als Hollywoodstar Reese Witherspoon und Lauren Levy Neustadter, das Erfolgsteam hinter „Big Little Lies“ und „Kleine Feuer überall“. Regie führt Olivia Newman, die bereits durch ihren Netflix-Film „First Match“ ein starkes Ausrufezeichen setzte. In der Filmadaption des Bestseller-Romans übernimmt Daisy Edgar-Jones („Normal People“, „Fresh“) die Hauptrolle der Kya. Zum hochkarätigen Cast gehören außerdem Taylor John Smith („Sharp Objects“) als Tate Walker, Harris Dickinson („The King’s Man – The Beginning“) als Chase Andrews, Michael Hyatt („Snowfall“) als Mabel, Sterling Macer Jr. („Double Down“) als Jumpin und David Strathairn („Nightmare Alley“, „Nomadland“) als Tom Milton. Das Drehbuch nach dem Roman von Delia Owens stammt von Lucy Alibar („Beasts of the Southern Wild“).

USA 2022
Regie: Olivia Newman
Darsteller: Daisy Edgar-Jones, David Strathairn, Garret Dillahunt
Laufzeit: 126 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.8.

Evolution


Die Geschichte dreier Generationen derselben jüdischen Familie. Es geht um Vorverurteilung und Stigmatisierung, die Folgen des Holocaust und die Nachwirkungen, die er in der Gesellschaft verursacht hat. Ergreifend und glaubhaft gespielter Film

Über drei Generationen folgt „Evolution“ dem Schicksal einer jüdischen Familie vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Kernfrage des Films: Was bedeutet es, in Deutschland jüdisch zu sein? „Evolution“ ist in drei Bestandteile gegliedert, die inhaltlich miteinander verknüpft sind. 1945: In einer Gaskammer wird die kleine Éva gefunden, die auf wundersame Weise überlebt hat. Jahrzehnte später erkundigt sich Évas Tochter Léna (Annamaria Lang) bei ihrer mittlerweile von leichter Demenz betroffenen Mutter (Lilli Monori) nach Geburtsurkunden und Ausweispapieren. Es stellt sich heraus, dass alle Dokumente gefälscht sind, um die jüdische Herkunft zu verbergen. Und dann gibt es da noch Évas Enkel Jonás (Goya Rego). Jónas lebt in Berlin und fühlt sich als Jude in der Schule ausgeschlossen. Éva, Léna und Jonás – drei Generationen, die alle auf ihre Weise mit ihrer Herkunft, Religion und Identität konfrontiert sind. Und die mit den gesellschaftlichen Ausgrenzungen, Stigmatisierungen und den Folgen in der jeweiligen Zeit zu kämpfen haben..

Nach dem einführenden Teil über Éva, der im KZ Ausschwitz spielt und visuell sowie akustisch packend inszeniert ist, richtet Regisseur Kornél Mundruczó sein Augenmerk auf die mittlere Episode seines filmischen Triptychons. Viel wird geredet und diskutiert in dieser Episode, vor allem über die Fragen der „Vererbung“ von Schmerz und Verlust, das Verdrängen der eigenen Identität und wie sinnvoll und nötig es war, dass Éva nach dem Krieg im kommunistischen Ungarn ihre Herkunft und wahre Geschichte verschwieg. Der Regisseur zeichnet ein direktes, unverfälschtes Bild von den unterschiedlichen Auffassungen und Ansichten der Generationen, die sich in den mitreißenden Streitgesprächen und Wortgefechten zwischen Mutter und Tochter entladen. Die beiden Schauspielerinnen Monori und Láng spielen mit würdevoller Zurückhaltung und darüber hinaus punktet der Film im Mittelteil mit der Thematisierung relevanter, spannender Fragestellungen und einer schlanken Erzählung ohne unnötigen Storyballast.

Quelle: programmkino.de / Björn Schneider

Ungarn, Deutschland 2021
Regie: Kornél Mundruczó
Drehbuch: Kornél Mundruczó, Katá Weber
Darsteller: Annamária Láng, Lili Monori, Goya Rego
97 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.8.

Die Känguru-Verschwörung



Marc-Uwe und sein freches Beuteltier mischen jetzt Verschwörungsschwurbler auf. Bei diesem garantiert kultigen Vergnügen beibt kein Auge trocken

Marc-Uwe und das Känguru gehen eine gewagte Wette ein: Sie werden ihre Wohnung verlieren, wenn sie es nicht schaffen, Marias Mutter zu retten. Die ist im Internet falsch abgebogen und leugnet nun die Klimakrise. Auf ihrem absurden Roadtrip zur Conspiracy Convention in Bielefeld geraten Kleinkünstler und Beuteltier ins Visier von Verschwörungs-Guru Adam Krieger und seinen fanatischen Anhängern. Blöderweise können die beiden es einfach nicht lassen, zur falschen Zeit das Richtige zu sagen. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um ihre Wohnung - sondern um Leben und Tod! Werden sie es trotzdem schaffen? Sehr wahrscheinlich. Ist ja ‘ne Komödie.

Endlich kehrt das Känguru zurück auf die große Leinwand! Und alle Fans des kultigen Beuteltiers dürfen sich freuen, denn Känguru-Schöpfer Marc-Uwe Kling führt diesmal sogar selbst Regie. Mit “Die Känguru-Verschwörung” nimmt er die Klimakrise ins Visier und erzählt ein brandneues, noch nicht aus den Büchern bekanntes Abenteuer. Herausgekommen ist ein Film, der laut Umfrage der deutsche Film ist, auf den sich das Kinopublikum dieses Jahr am meisten freut! Kein Wunder, wenn das Känguru gegen Klimaleugner und Verschwörungsschwurbler kämpft und gemeinsam mit Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) zur Conspiracy Convention nach Bielefeld reist, kann dabei gar nichts anderes herauskommen als der irrwitzigste Roadtrip des Kinojahres! Nach dem Drehbuch von Marc-Uwe Kling und Jan Cronauer spielen neben dem wie immer überragend guten Känguru wieder Dimitrij Schaad als Marc-Uwe und Rosalie Thomass als Maria. Neu vor der Kamera von Markus Nestroy („Freud“) sind Petra Kleinert als Lisbeth Schlabotnik, Nils Hohenhövel als Krapotke, Michael Ostrowski als Joe - und Benno Fürmann als charismatischer Verschwörungs-Guru Adam Krieger. Melanie Straub als Tina und Volker Zack als Heinz wissen als Wirrköpfe zu überzeugen. Und natürlich dürfen die Nachbarn und Freunde nicht fehlen: Tim Seyfi und Adnan Maral als Otto-Von und Friedrich-Wilhelm und Carmen-Maja Antoni als Herta.

Deutschland 2022
Regie: Marc-Uwe Kling, Alexander Berner
Darsteller: Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Petra Kleinert
101 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.8.

Märzengrund



Die wahre Geschichte eines jungen Bauernsohnes, der die Last der elterlichen und gesellschaftlichen Erwartungen nicht mehr erträgt. Entschleunigt und langsam erzählter Film, der wichtige Fragen unserer Zeit aufwirft

Das Zillertal in den späten 60ern: Der 18-jährige Elias (Jakob Mader) ist der Sohn eines wohlhabenden, einflussreichen Großbauern. Entsprechend scheint sein Lebensweg vorherbestimmt: nicht mehr lange und Elias, der ein ausgezeichneter Schüler ist, soll in die Fußstapfen des Vaters treten und den Hof übernehmen. Doch der feinfühlige junge Mann leidet seelisch an dem Druck und den Erwartungen. Und an der Tatsache, dass seine Eltern Elias große Liebe, die geschiedene Moid (Verena Alternberger), nicht akzeptieren. Eine Depression sucht ihn heim, die ihn viele Wochen ans Bett fesselt. Um wieder zu Kräften zu gelangen, schickt sein Vater (Harald Windisch) ihn zur Auszeit auf die Hochalm „Märzengrund“ mitten in den Tiroler Alpen. Als seine Eltern ihn am Ende des Sommers allerdings abholen wollen, weigert sich Elias mit nach Hause zu kommen und zieht noch weiter in die Berge hinauf. Dort hofft er das zu finden, wonach er sich so lange sehnt: bedingungslose Freiheit.

Wie ist das Streben nach Entschleunigung und Entspannung mit der Hektik und dem Druck des Alltags zu vereinen? Wie stehen Freiheit und gesellschaftliche Anpassung zueinander? Und wie genau wollen wir eigentlich leben? Dies sind die Kernfragen, denen sich der 31-jährige Filmemacher Adrian Goiginger in seinem auf wahren Begebenheiten beruhenden Mix aus Aussteiger-Drama, Heimatfilm und Biografie widmet. Goiginger beweist durchaus Mut beim Bruch mit konventionellen Erzählweisen, wenn er sich etwa gegen die Chronologie der Geschehnisse und zeitlichen, gewohnt linearen Abfolge entscheidet. Darüber hinaus zeichnet er ein direktes, unverfälschtes Bild vom harten, einfachen Landleben, dem bäuerlichen Alltag und den Verpflichtungen, die mit dem Betrieb eines (Familien-) Bauernhofs einhergehen. Auch bei der Wahl seines Casts zeigt er ein ausgezeichnetes Gespür für die richtige Besetzung und charismatische, unverbrauchte Schauspieler.

Quelle: programmkino.de / Björn Schneider

Deutschland, Österreich 2021
Regie: Adrian Goiginger
Drehbuch: Adrian Goiginger, Felix Mitterer
Darsteller: Johannes Krisch, Jakob Mader, Verena Altenberger,
Gerti Drassl, Harald Windisch
110 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Mittwoch 31.8.

Die Zeit, die wir teilen



Eine Verlegerin blickt auf ihr Leben zurück. Isabelle Huppert und Lars Eidinger brillieren in einem Drama, das erfahrnar macht, was zwischen Vergessen und Erinnern bleibt.

Die Pariser Verlegerin Joan Verra (Isabelle Huppert) trifft nach Jahrzehnten ihre erste große Liebe wieder. Aufgewühlt verlässt sie Paris und zieht sich in ihr Landhaus zurück. Dort beginnt sie, ihr Leben Revue passieren zu lassen. Joans Erinnerungen verdichten sich mehr und mehr zu einer emotionalen Reise, bei der Wunsch und Wirklichkeit verschwimmen. Doch sie ist nicht allein: Es begleiten sie der exzentrische Schriftsteller Tim Ardenne (Lars Eidinger), der als einzige Konstante fest an ihrer Seite zu stehen scheint, und ihr Sohn Nathan (Swann Arlaud), den sie allein großzog.

“Die Zeit, die wir teilen” blickt zurück und macht dabei erfahrbar, was uns zwischen Vergessen und Erinnern bleibt. Oder wie es im Film so schön heißt: „Man muss leben, jetzt und hier. Und schließlich im Nichts versinken.“ „Ich bin Laurent Larivière sehr dankbar dafür, dass er mich als Tim Ardenne besetzt hat, weil es eine sehr komplexe Figur ist, nach der man fast eine Sehnsucht hat, diese Existenz zu übernehmen. Mit Isabelle Huppert zu drehen war etwas ganz Besonderes“, so Hauptdarsteller Lars Eidinger. „Die Zeit, die wir teilen” ist ein sehr wichtiger Filmstart in 2022“, so Thomas Reisser, Geschäftsführer bei Camino Filmverleih. „Trotz der erheblichen Schwierigkeiten in den letzten Jahren können wir damit zeigen: wir sind noch da und wir liefern den Kinos starken, konkurrenzfähigen Arthouse-Content. Mit einer wieder einmal wunderbaren Isabelle Huppert und einem grandios aufspielenden Lars Eidinger haben wir für den späten Sommer für die Kinobetreiber ein herausragendes Filmangebot, das sein Publikum finden und begeistern wird.“


Frankreich, Deutschland 2022
Regie: Laurent Larivière
Darsteller: Isabelle Huppert, Lars Eidinger, Swann Arlaud
101 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 15.9.

Into the Ice

Ein atemberaubender Dokumentarfilm, der uns mit drei der bedeutendsten Gletscherforschern buchstäblich in das grönländische Inlandeis hinein führt. Erzählt von CAMPINO.

Mit ihren bahnbrechenden Forschungen tragen Jason Box, Alun Hubbard und Dorthe Dahl-Jensen dazu bei, herauszufinden, wie schnell das Eis wirklich schmilzt - und welche Auswirkungen das für uns Menschen hat. Aufrüttelnde neue Erkenntnisse treffen auf spektakuläre Natur- und Expeditionsaufnahmen, wenn die Forscher z.B. fast 180 Meter tief in eine sogenannte Gletschermühle hinabsteigen - ein Weltrekord.

INTO THE ICE ist eine Entdeckungsreise zu den riesigen Eismassen Grönlands, deren Schmelzen das Leben auf unserem Planeten verändern wird.

Eine dokumentarische Erzählung über Wissenschaft, Natur und Abenteuer.

Dokumentarfilm
Dänemark, Deutschland 2022
Regie: Lars Henrik Ostenfeld
85 Minuten