Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 18.4.
Es sind die kleinen Dinge
Evil Does Not Exist
La Chimera
For the Time Being
voraussichtlich ab Donnerstag 25.4.
Sterben
Challengers - Rivalen
voraussichtlich ab Donnerstag 2.5.
Touched
Was von der Liebe bleibt
voraussichtlich ab Donnerstag 16.5.
Das Zimmer der Wunder
Der Kolibri - Chronik einer Liebe
voraussichtlich ab Donnerstag 23.5.
Von Vätern und Müttern
voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.
Déserts

Voraussichtlich ab Donnerstag 18.4.

Es sind die kleinen Dinge

Einfühlsam und mit liebevollem Blick wird von einem kleinen Dorf in der Bretagne erzählt, das sich mit viel Elan zur Wehr setzt, um nicht von der Bürokratie überrollt zu werden. Es sind tatsächlich die kleinen Dinge, die das beherzte Plädoyer für Gemeinschaft und Solidarität so hinreißend machen – ein filmisches Kleinod, das Funken sprüht!

Regie: Mélanie Auffret
Darsteller: Michel Blanc, Julia Piaton, Lionel Abelanski


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.4.

Evil Does Not Exist

Absichtsvoll inszeniertes, naturverbundenes Gesellschaftsdrama, in dem es um die Balance der gegensätzlichen Lebensstile und Lebensräume geht. Ein Film, der zum Nachdenken anregt und den Mut aufbringt, nicht alle Fragen zu beantworten.

Takumi (Hitoshi Omika) und seine Tochter Hana (Ryo Nishikawa) leben in einem kleinen Dorf namens Mizubiki, das nicht weit von der japanischen Hauptstadt Tokio entfernt liegt. Ihr Leben ist einfach und eng mit der Natur verbunden. Sie genießen die Kargheit und Abgeschiedenheit ihres Alltags. Doch diese Idylle scheint bald ein Ende zu nehmen. Ein Unternehmen aus Tokio plant, eine Luxus-Campinganlage in der Nähe zu errichten. Das entschleunigte Leben der Dorfbewohner hätte damit ein Ende. Die Fronten sind verhärtet. In einem Versuch, die Situation zu entschärfen, schickt das Unternehmen zwei Agenturmitarbeiter nach Mizubiki. Doch anstatt einer Lösung nahezukommen, führt dies zu weiteren Spannungen –mit tiefgreifenden Folgen für alle Beteiligten.

Umwelt gegen Ökonomie. Um diese Auseinandersetzung geht es in Hamaguchis Werk, das auf dem letztjährigen Filmfest von Venedig acht Minuten lang Standing Ovations erhielt. „Evil Does Not Exist“ ist eine feinfühlig erzählte, ökologische Reise zu dem, was die Menschen in Mizubiki im Innersten antreibt und was sie erfüllt: sie existieren selbstbestimmt und unabhängig. Sie leben von dem, was der Wald ihnen gibt und was auf natürliche Weise vorhanden ist. Gerade jene Szenen im Wald haben etwas zutiefst Meditatives und zählen zu den stimmungsvollsten des Films. Verantwortlich dafür sind neben den ungewöhnlichen Blickwinkeln und Kameraperspektiven noch zwei andere Aspekte. Zum einen die authentische Soundkulisse und Klanglandschaft, vom Fließen des Baches über die knackenden Äste bis hin zum Vogelgezwitscher. Zum anderen die wunderschöne, anrührende Filmmusik, komponiert von der japanischen Künstlerin Eiko Ishibashi. Ihre Klänge unterstreichen viele Szenen, nicht nur jene im Wald. Und meist hat man das Gefühl, dass ihre Musik maßgeblich und stellvertretend für die Stimmung des gesamten Films ist. Und egal ob Dorfbewohner oder Städter: Hamaguchi entlockt seinen Schauspielern durch den reduzierten Einsatz von Dialogen durchweg und unablässig gelungene, wahrhaftige Leistungen.

Quelle: programmkino.de / Björn Schneider

J 2023
Regie: Ryusuke Hamaguchi
Darsteller: Hitoshi Omika, Ryo Nishikawa, Ryuji Kosaka
106 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.4.

La Chimera



Ein Ex-Archäologe hilft einer Bande von toskanischen Grabräubern. Eigenwilliger, anspruchsvoller Hybrid aus Drama, Komödie, Romantik und Mystery. Ein poetisches Werk.

Zurück in seiner kleinen Stadt am Tyrrhenischen Meer, trifft der frisch aus dem Gefängnis entlassene Arthur (Josh O Connor) auf seine Tombaroli-Bande. Eine Gang toskanischer Grabräuber. Arthur unterstützt seine Mitstreiter bei deren Raubzügen und dem Versuch, verschollen geglaubte Kammern aufzuspüren. Kurz darauf lernt er die lebensfrohe Aushilfe Italia (Carol Duarte) kennen, die in einer von Gräfin Flora (Isabella Rossellini), der Mutter seiner verstorbenen großen Liebe Beniamina, bewohnten Schlossanlage als Aushilfe arbeitet. Gelingt es Arthur mit ihr, seine Trauer zu überwinden?

Mit „La Chimera“ beendet Alice Rohrwacher ihre unbetitelte Filmtrilogie über das einfache Leben im ländlichen Italien. Ihre Trilogie begann sie 2014 mit „Land der Wunder“, es folgte „Glücklich wie Lazzaro“ im Jahr 2018. Wie gewohnt macht es die 41-jährige Autorenfilmerin dem Zuschauer mit ihrem anspielungsreichen Vorgehen und den rätselhaften Verweisen nicht leicht – doch es lohnt mehr denn je, sich in dieser filmischen Welt auf Entdeckungsreise zu begeben. Es ist eine Reise der Gegensätze und sich gegenüberstehender Widersprüchlichkeiten. So trifft arm auf reich, wenn der mittellose, in einer improvisierten Wellblechhütte lebende Arthur mit seinen ebenfalls verarmten Grabräuber-Kumpanen auf die reichen Kunsthändler trifft. Jene Händler, die Arthur und seiner Bande die antiken Kunstfunde zu Billigpreisen abkaufen. Nur um sich selber durch den Weiterverkauf daran zu bereichern. Ganz allgemein stellt Rohrwacher hier aber auch die Armut der Landbevölkerung und Bauern dem Wohlstand und Luxus der Städter gegenüber. Ein Hauptgewinn ist Josh O’Connor („The Crown“), der interessanterweise eine aus England stammende Hauptfigur in seiner Wahlheimat Italien spielt, die über eine besondere Begabung verfügt: Arthur kann die Lage der etruskischen Gräber erspüren. O’Connors Spiel ist virtuos und emotional gewichtig und er macht alleine durch seinen gedankenverlorenen Blick und seinen Gang klar: Er ist ein trauernder, von beständigen Tagträumen und Visionen geplagter Mann.

Quelle: programmkino.de / Björn Schneider

Italien 2023
Darsteller: Josh O Connor, Carol Duarte, Vincenzo Nemolato, Isabella Rossellini
130 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.4.

For the Time Being

Michelle heiratete ihren Jugendfreund Jermaine im sterilen Besuchsraum eines Hochsicherheitsgefängnisses – in der Hoffnung, bald mit ihm in Freiheit leben zu können. Jermaine behauptet, zu Unrecht wegen Mordes verurteilt worden zu sein. Er verbüßt eine 22-jährige Haftstrafe im berüchtigten Sing Sing-Gefängnis in der Nähe von New York. Jahrelang kämpft Michelle unermüdlich dafür, seine Unschuld zu beweisen, während sie sich gleichzeitig als alleinerziehende Mutter um ihre jugendlichen Kinder Paul und Kaylea kümmert.

In einer zermürbenden Routine aus kurzen Telefonaten, Briefeschreiben und Besuchen in der Haftanstalt träumt sie von einem idyllischen Familienleben außerhalb der Gefängnismauern. Kurz bevor Paul und Kaylea in ihr eigenes Leben aufbrechen, wird ein neues Beweisstück in Jermaines Fall entdeckt, das ihre Hoffnung auf seine baldige Freilassung wieder aufleben lässt. Entstanden über fast eine Dekade hinweg zeichnet der Dokumentarfilm „For the Time Being“ ein intimes Porträt weiblicher Widerstandskraft, inmitten des maroden US-amerikanischen Justizsystems.

Deutschland 2023
Regie: Nele Dehnenkamp
90 Minuten
FSK: 0


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.4.

Sterben


Ein Film über das große Ganze, über Geburt und Tod, über Familien, Eltern, Kinder, über Liebe und Sex und alles dazwischen. Epos mit großer Kraft und schonungsloser Härte.

Lissy Lunies (Corinna Harfouch) sitzt im wahrsten Sinne des Wortes in der Scheiße: Ihr Mann Gerd (Hans-Uwe Bauer) leidet an Parkinson, läuft schon mal nackt durchs Treppenhaus und wird bald in ein Pflegeheim abgeschoben. Was Lissy nicht allzu sehr zu bedrücken scheint, die Liebe ist längst verschwunden, darüber hinaus plagen sie eigene gesundheitliche Sorgen. Zwei Kinder hat Lissy, doch die stehen der Mutter nicht zur Seite, sondern kämpfen mit eigenen Problemen: In Berlin probt der Dirigent Tom (Lars Eidinger) mit einem Jugendorchester eine Komposition seines Freundes, dem depressiven Komponisten Bernard (Robert Gwisdek). In Hamburg wiederum lebt Toms Schwester Ellen (Lilth Stangenberg) ein Leben im Rausch, trinkt, singt und beginnt mit ihrem Chef, dem Zahnarzt Sebastian (Ronald Zehrfeld) eine Affäre...

In fünf Kapiteln und einem Epilog entwickelt Matthias Glasner seinen Reigen, ein breites Panorama von Emotionen und Exzessen. Während die ersten drei Kapitel nach den drei Familienmitgliedern Lissy, Tom und Ellen benannt sind, heißen spätere Liebe und Leben, was ganz gut den inhaltlichen Bogen umfasst, den Glasner hier abdecken möchte. Besonders zwischen Mutter und Sohn, zwischen Harfouch und Eidinger, entstehen einige schonungslos harte Momente, die präzise eine Entfremdung beschreiben oder vielmehr eine Eltern-Kind-Beziehung, die nie wirklich existiert hat. In diesen Momenten ist „Sterben“ das große Epos über die Schwierigkeit von Beziehungen, den ewigen Kampf zwischen sich selbst und dem Wissen, wie wichtig andere Menschen für das eigene Wohlbefinden sind. In seinen besten Momenten zeigt „Sterben“ auch, dass Matthias Glasner wie nur wenige andere deutsche Regisseure den Mut hat, dahin zu gehen, wo es weh tut, Figuren zu zeigen, die oft zutiefst unsympathisch wirken, aber gerade dadurch komplex und wahrhaftig sind. Trotz mancher Schwächen also ein Film, der besonders ist, der viel riskiert und dabei manchmal scheitert, aber allein schon wegen seiner großen Ambition Beachtung verdient.

Quelle: programmkino.de / Michael Meyns

D 2024
Regie: Matthias Glasner
Drehbuch: Matthias Glasner
Besetzung: Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith
180 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.4.

Challengers - Rivalen



Der Comeback-Plan für einen gefallenen Tennis-Profi gerät zur Zerreissprobe. Spannende Dreiecksgeschichte im Umfeld des Profisports, inszeniert von Luca Guadagnino.

In „Challengers – Rivalen“, dem neuen Werk des visionären Filmemachers Luca Guadagnino, spielt Zendaya in der Hauptrolle das ehemalige Tennis-Wunderkind Tashi Duncan. Die zielstrebige Powerfrau arbeitet inzwischen erfolgreich als Trainerin und hat ihren Ehemann (Mike Faist, „West Side Story“) zum Champion aufgebaut. Weil sich dieser jedoch in einem Formtief befindet, bringt Tashi ihn dazu, an einem unterklassigen Turnier teilzunehmen, um zu alter Stärke zurückzufinden. Der Comeback-Plan nimmt allerdings eine überraschende Wendung, als Tashis Mann gegen den gescheiterten Patrick (Josh O’Connor, „The Crown“) antreten muss – seinen ehemaligen besten Freund und Tashis früheren Lebensgefährten. Während Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen und die Spannungen hochkochen, muss sich Tashi eine entscheidende Frage stellen: Wie weit gehe ich, um zu gewinnen?

“Challengers – Rivalen” ist der achte Spielfilm des italienischen Regisseurs Luca Guadagnino. Für das Drehbuch zeichnete der US-amerikanische Dramatiker und Romanautor Justin Kuritzke verantwortlich, der damit sein erstes Skript für einen Film vorlegte. Es war 2021 in der Blacklist der besten unverfilmten Ideen Hollywoods gelistet. Das US-amerikanische Filmstudio MGM sicherte sich die Rechte an einer Verfilmung und soll Kuritzke, der kein Mitglied der Writers Guild of America (WGA) war, einen siebenstelligen Betrag dafür gezahlt haben. Die Hauptrollen übernahmen Zendaya als Trainerin Tashi, Mike Faist als ihr Ehemann Art und Josh O’Connor als Patrick. Mit allen drei Schauspielern arbeitete Guadagnino das erste Mal zusammen. Als Kameramann fungierte der Thailänder Sayombhu Mukdeeprom, der mit Guadagnino an “Call Me by Your Name” (2017) und “Suspiria” (2018) zusammengearbeitet hatte. Der Filmschnitt oblag Marco Costa, ebenfalls ein Weggefährte des Regisseurs. Für die Filmmusik gewann Guadagnino die beiden Komponisten Trent Reznor und Atticus Ross, die schon mit ihm an “Bones and All” zusammengearbeitet hatten.

USA 2024
Regie: Luca Guadagnino
Darsteller: Zendaya Josh O Connor Mike Faist Jake Jensen


Voraussichtlich ab Donnerstag 2.5.

Touched

Maria arbeitet als Betreuerin in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen. Sie durchläuft eine transformative Reise, als sie auf Alex, einen querschnittsgelähmten Bewohner, trifft. Sie gehen eine verbotene Beziehung ein, angetrieben von ihrer sexuellen Entdeckung und tiefen Verbindung zueinander. Mit der Vertiefung ihrer Bindung stoßen Alex Forderungen und Demütigungen Maria an ihre Grenzen. "Touched" erforscht die Feinheiten von Liebe, Abhängigkeiten und den Herausforderungen, die entstehen, wenn diese Elemente aufeinandertreffen.

D 2023
Regie & Buch: Claudia Rorarius
Darsteller: Isold Halldórudóttir, Stavros Zafeiris, Angeliki Papoulia
135 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 2.5.

Was von der Liebe bleibt

Ilyas und Yasemin sind seit 15 Jahren ein Liebespaar, als plötzlich Yasemin bei einem Anschlag auf ihr Café von Unbekannten erschossen wird. Ilyas Leben und das der gemeinsamen Tochter Senna gerät aus den Fugen, besonders als Ilyas selbst von der Polizei verdächtigt wird, seine Frau erschossen zu haben. Intensives Drama.

Deutschland 2023
Regie: Kanwal Sethi
Darsteller: Serkan Kaya, Seyneb Saleh, Amira Demirkiran
100 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 16.5.

Das Zimmer der Wunder



Nachdem Thelmas Sohn beim Skaten angefahren wird und ins Koma fällt, entdeckt sie in seinem Tagebuch „Dinge, die man vor dem Ende der Welt tun sollte". Thelma verwirklicht diese Teenage-Träume, um ihm am Krankenbett davon zu erzählen. Die Hoffnung ihn dadurch aus dem Koma zurückzuholen ist übermächtig. Liebeserklärung an das Leben.

Frankreich 2023
Regie: Lisa Azuelos
Darsteller: Alexandra Lamy, Muriel Robin, Hugo Questel, Xavier Lacaille
95 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 16.5.

Der Kolibri - Chronik einer Liebe



Marco Carrera, genannt "der Kolibri", verliebt sich während eines Urlaubs am Meer in Luisa Lattes. Ihre Liebe wird unerfüllt bleiben, aber Marco sein Leben lang begleiten. Die Chronik einer Liebe, die immer ein Traum bleibt, wird kongenial auf verschiedenen Zeitebenen erzählt.

Italien, Frankreich 2022
Regie: Francesca Archibugi
Darsteller: Pierfrancesco Favino, Nanni Moretti, Bérénice Bejo, Kasia Smutniak
126 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 23.5.

Von Vätern und Müttern

Nachdem ihre Tochter die Schule gewechselt hat, müssen Piv und Ulrik direkt an der berühmten jährlichen Klassenfahrt mit Kindern und Eltern teilnehmen, bei der sie um einen Platz in der Elterngruppe der neuen Klasse kämpfen. Sie werden konfrontiert mit einer festgefahrenen Machtstruktur und dominanten Eltern... Witzige und intelligente Karikatur der heutigen Elterngeneration.

Regie: Paprika Steen
Darsteller: Katrine Greis-Rosenthal, Jacob Lauberg Lohmann, Nikolaj Lie Kaas


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.

Déserts



Ein Auftrag führt zwei Geldeintreiber auf eine mystische Reise. Überzeugende Mischung aus absurder Komödie und faszinierendem Western.

Mehdi und Hamid, langjährige Freunde, arbeiten für ein windiges Inkassobüro. Ihre Klientel besteht aus den Ärmsten der Armen, den Bewohnern der trostlosen Wüstenlandschaften im Süden Marokkos. In ihrem abgenutzten Renault reisen sie von einem gottverlassenen Dorf zum nächsten, um die säumigen Schuldner dazu zu bringen, Kredite zurückzuzahlen, die sie sich eh nie leisten konnten. Dabei schrecken sie auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Ihre skurrile Mission gerät jedoch ins Wanken, als sie plötzlich an einer Tankstelle einen Mann entdecken, der an den Gepäckträger eines Motorrads gefesselt ist – und eine rätselhafte, mystische Reise nimmt ihren Anfang…

Der in Cannes ausgezeichnete Marokkaner Faouzi Bensaïdi ist nicht nur Regisseur, sondern spielt auch selbst in den meisten seiner Filme. Mit “Déserts” schafft er ein intensives, visuell herausragendes Werk, voll von skurrilem Humor und tragikomischen Begegnungen. Ein Roadmovie der besonderen Art, das eine unerwartete Wendung nimmt. Der Film feierte seine Deutschland-Premiere im Rahmen des Filmfest Hamburg 2023. Auf die Frage nach dem Titel und seinem faszinierenden Plural erklärt der Regisseur: “Das ist der ursprüngliche Titel. In meinem Kopf begann die Geschichte in diesem städtischen Randgebiet eines marokkanischen Dorfes - wie eine Wüste des Elends -, bevor sie sich buchstäblich in der Wüste fortsetzte. Es gab auch die Idee, dass es für jeden Menschen eine Wüste gibt. Ein nackter Raum, in dem jeder sich selbst gegenübersteht. Und schließlich ist es ein Plural, denn das Leben dieser Menschen ist auch eine emotionale Wüste“.

F 2023
Regie: Faouzi Bensaïdi
Darsteller*innen: Fehd Benchemsi, Abdelhadi Taleb, Rabii Benjhaile
125 Minuten
ab 12 Jahren