Geplante Erstaufführungen in den nächsten Wochen:

voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.
Was uns hält
Ivo
The Bikeriders
Eternal You – Vom Ende der Endlichkeit
2Unbreakable
voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.
Déserts
Die Gleichung ihres Lebens
Daddio – Eine Nacht in New York
voraussichtlich ab Donnerstag 4.7.
Kinds Of Kindness
voraussichtlich ab Donnerstag 11.7.
Ein kleines Stück vom Kuchen
Madame Sidonie in Japan
voraussichtlich ab Donnerstag 18.7.
Juliette im Frühling
Love Lies Bleeding
voraussichtlich ab Donnerstag 25.7.
Zwei zu Eins

Voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.

Was uns hält

Daniele Luchettis Film erzählt davon, wie eine Beziehung fast scheitert, ein Paar trotz Untreue zusammenbleibt – und welche Folgen das hat. Drama, das vor allem dank der Schauspieler sehenswert ist.

Anfang der 80er Jahre leben Aldo (Luigi Lo Cascio) und Vanda (Alba Rohrwacher) in Neapel, eine oberflächlich betrachtet glückliche Beziehung mit den beiden Kindern Anna und Sandro. Aldo arbeitet beim Radio und hat eine Affäre mit seiner jungen, sehr hübschen Kollegin Lidia (Linda Caridi), eine Affäre, die er seiner Frau bald gesteht. Für eine Zeit lebt Aldo nun in Rom bei Lidia, doch ganz kann und will er nicht von seiner Familie lassen. Besuche bei Vanda und den Kindern sind wichtig aber schmerzhaft und dann springt die Erzählung in die Gegenwart. Ein älteres Ehepaar sind Vanda und Aldo (jetzt gespielt von Laura Morante und Silvio Orlando) nun, die Kinder Anna (Giovanna Mezzogiorno) und Sandro (Adriano Giannini) sind erwachsen und haben mit eigenen Problemen zu kämpfen. Hat das Paar die Affäre Aldos überwunden? Oder nur durchgestanden, ertragen, hingenommen, ohne über ihre Konsequenzen, gerade auch für die nächste Generation nachgedacht zu haben?

Die Vorlage ist ein Roman des italienischen Autors Domenico Starnone, der auch am Drehbuch mitschrieb. In Deutschland erschien er unter dem Titel „Auf immer verbunden“, was auch ein guter Titel für einen Film gewesen wäre, der sich eine schwierige Aufgabe stellt. Denn nicht um konkrete Ereignisse geht es, nicht ums Verlieben oder Verlassen, sondern um das Zusammenbleiben, trotz allem. Viel psychologischer, viel unterschwelliger ist dieser Ansatz eines Beziehungsfilms, viel weniger konkret, dadurch flüchtiger und schwieriger in einer nur 100 Minuten kurzen Erzählung zu fassen. Aber viele Momentaufnahmen überzeugen durch ihre Authentizität, gerade Szenen in den frühen 80ern, wenn das von Luigi Lo Cascio und Vanda Alba Rohrwacher gespielte Paar mit seiner Untreue umzugehen versucht und begreifen muss, dass das Leben nicht so einfach zu fassen ist, wie die Bücher, die Aldo in seiner Radiosendung analysiert.

Quelle: programmkino.de / Michael Meyns

Italien 2020
Regie: Daniele Luchetti
Darsteller: Alba Rohrwacher, Luigi Lo Cascio, Laura Morante
100 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.

Ivo

Täglich mit dem Tod konfrontiert sein macht etwas mit einem Menschen, nur was? Um diese Frage kreist Eva Trobischs Drama „Ivo“, der seine Hauptfigur, eine Palliativpflegerin 100 Minuten beobachtet.

Zwischen Krankenzimmern und Auto spielt sich das Leben der Palliativpflegerin Ivo (Minna Wündrich) ab, zur Ruhe findet sie selten und der Tod ist ständiger Begleiter. Bei ihren Patienten schaut sie nach dem Rechten, stellt die Dosierung der Medikamente neu ein, versucht, ein offenes Ohr zu haben, beobachtet auch das oft schwierige Verhältnis zwischen den Sterbenskranken und deren Angehörigen. Zu einer Patientin hat sie ein besonders enges Verhältnis, denn sie waren schon befreundet, bevor Solveigh (Pia Hierzegger) krank wurde. Zusätzlich verkompliziert wird das Verhältnis dadurch, dass Ivo gelegentlich Solveighs Mann Franz (Lukas Turtur) zum Sex trifft, kurze Momente der Flucht für Beide. Immer mehr kommt die Frage der Sterbehilfe auf, die von Ivos Chef (gespielt von einem echten Palliativarzt) aus offensichtlichen Gründen quasi unter der Hand angeboten wird. Für Ivo stellt sich die Frage, wie sehr sie ihrer Freundin zu helfen bereit ist.

In ihrem ersten Spielfilm „Alles ist gut“ erzählte Eva Trobisch von einer Frau, die schweigend mit dem Trauma einer Vergewaltigung umzugehen versucht. Auch „Ivo“ erzählt von einer Frau in einer extremen Situation und beschreibt den Versuch damit umzugehen, einerseits ständig vom Tod umgeben zu sein, ihn andererseits aber nicht zu nah an sich heranlassen zu dürfen. Doch wie soll das gehen, einerseits empathisch mit den sterbenden, zum Teil leidenden Patienten umzugehen, andererseits auch keine allzu große Nähe entstehen zu lassen? Mit dieser Versuchsanordnung arbeitet Eva Trobisch und hat ihren Film auch wie ein formales Experiment aufgebaut: Fast dokumentarisch muten viele Szenen an, wenn die Handkamera beobachtet, wie Ivo von einem Patienten zum nächsten fährt, kaum Pausen zwischen den Terminen, am Abend zu Hause bei der Tochter, die mehr mit dem Handy beschäftigt ist, als in der Realität zu leben. Betont distanziert umkreist Trobisch ihre Hauptfigur, bleibt wage, was die Verhältnisse der Figuren angeht, legt Spuren, macht Verweise und Andeutungen.

Quelle: programmkino.de / Michael Meyns

Land/Jahr: Deutschland 2024
Regie & Buch: Eva Trobisch
Darsteller: Minna Wündrich, Pia Hierzegger, Lukas Turtur, Lilli Lacher, Johann Campean, Lea Gerstenkorn
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: 12


Voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.

The Bikeriders

Loyalität und Respekt werden groß geschrieben in Jeff Nichols neustem Drama, das zeigt, was passieren kann, wenn zwischenmenschliche Beziehungen auf die Probe gestellt werden und Treue alles bedeutet.

Den Furchtlosen gehört die Freiheit. Bennys (Austin Butler) Leben dreht sich Mitte der 1960er-Jahre um genau zwei Dinge: die Leidenschaft für den Motorrad-Club der Vandals unter Anführer Johnny (Tom Hardy) und die Liebe zu seiner Frau Kathy (Jodie Comer), die ihn vom ersten Moment an als den unzähmbaren Rebellen akzeptiert, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Doch ihre hingebungsvolle Beziehung wird im Laufe der Jahre zunehmend auf die Probe gestellt, denn Benny hat sowohl dem charismatischen Johnny als auch seiner Frau die Treue geschworen. Schon bald werden die Vandals nicht nur immer größer, sondern auch gefährlicher. Benny muss sich entscheiden zwischen seiner Loyalität zu Johnny und seiner Liebe zu Kathy.

Inspiriert von Danny Lyons gleichnamigem Kult-Fotobuch erweckt Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols (“Midnight Special”) mit “The Bikeriders” die sagenumwobene Subkultur der amerikanischen Motorradclubs zu neuem Leben. Produziert wurde das rasante Actiondrama von Sarah Green (“Knight of Cups”), Brian Kavanaugh-Jones (“Midnight Special”) und p.g.a. Arnon Milchan (“The Revenant”). Mit Jodie Comer (“The Last Duel”, “Killing Eve”) und Austin Butler (“Elvis”, “Dune: Part Two”) konnte Regisseur Jeff Nichols zwei der angesagtesten Jungstars für seinen Ausflug in die legendäre Easy-Rider-Ära der 1960er-Jahre gewinnen. An ihrer Seite spielt Tom Hardy (“Mad Max: Fury Road”, “Venom”) den unbeugsamen Vandals-Anführer, und in weiteren Rollen sind Michael Shannon (“Midnight Special”), Mike Faist (“West Side Story”) und Norman Reedus (“The Walking Dead”) zu sehen.

Land/Jahr: USA 2023
Regie: Jeff Nichols
Darsteller: Jodie Comer, Austin Butler, Tom Hardy, Michael Shannon
Laufzeit: 116 Minuten
FSK: k.A.


Voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.

Eternal You – Vom Ende der Endlichkeit

Mithilfe Künstlicher Intelligenz schaffen Start-Ups digitale Avatare, die es Trauernden ermöglichen, mit ihren verstorbenen Liebsten in Kontakt zu treten. Eine filmische Erkundung eines tiefen menschlichen Wunsches.

Menschen aus aller Welt nutzen Services, die mit Künstlicher Intelligenz Tote "zum Leben erwecken". Der Film begleitet die Pioniere und ersten User einer Technologie, die den Tod obsolet machen will. Joshua chattet Tag und Nacht mit dem digitalen Klon seiner verstorbenen ersten Liebe und lässt sie an seinem Alltag teilhaben. Christi möchte nur die Bestätigung, dass es ihrem verstorbenen besten Freund im Himmel gut geht, hat aber eine erschütternde Erfahrung mit seinem KI-Konterfei. Jang Ji-Sung trifft den VR-Klon ihrer verstorbenen 7-jährigen Tochter. Die Erfinder der Dienste lehnen jede Verantwortung für die tiefgreifenden psychologischen Folgen dieser Erfahrungen ab. Zahlreiche Wettbewerber hoffen auf einen lukrativen Markt, da religiöse und kollektive Trauerformen an Relevanz verlieren. Ist das der Anfang vom Ende der Endlichkeit?

Zitat Hans Block und Moritz Riesewieck, Regie: “Menschen wenden sich von Religionen ab und sehnen sich nach neuen, weltlichen Heilserzählungen gegen die Erbarmungslosigkeit des Todes. In diese Lücke stoßen Tech-Unternehmen vor und verwickeln Trauernde in ein Experiment am offenen Herzen. Wir wollen mit unserem Film eine Debatte eröffnen darüber, wie weit KI vordringen soll in unser aller Leben – vor und nach dem Tod.“ Blocks und Riesewiecks Debütfilm “The Cleaners” über die Schattenindustrie der digitalen Zensur in Manila feierte 2018 beim Sundance Film Festival seine Weltpremiere und wurde seither auf mehr als 70 internationalen Filmfestivals und weltweit in Kinos und im Fernsehen gezeigt. Er wurde für einen Emmy und den Deutschen Fernsehpreis nominiert und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den Prix Europa für den besten europäischen TV-Dokumentarfilm

Land/Jahr: Deutschland/USA 2024
Regie: Moritz Riesewieck, Hans Block
Dokumentation
Laufzeit: 87 Minuten
FSK: 12


Voraussichtlich ab Donnerstag 20.6.

2Unbreakable

Die Geschichte zweier junger Menschen, deren Leidenschaft Breaking ist. 2024 wird die Tanzform in Paris olympische Disziplin und die beiden nutzen die Chance, ihre Kunstform für die Gesellschaft sichtbarer zu machen.

Von der Straße auf die olympische Bühne: In New York wurde in den 1970ern mit Breaking ein neuer Tanzstil geboren. Heute messen sich BBoys und BGirls in Battles, die von einer Jury bewertet werden. Zum ersten Mal in der Geschichte trifft die Breaking Szene auf das olympische System. Serhat ist bereits im deutschen Bundeskader. Er hat das Breaken schon mit sechs Jahren im Jugendzentrum im Münchner Kieferngarten für sich entdeckt. Seit 2008 ist Serhat Mitglied der „Sankofa“ Crew. Frei leben und tanzen zu können, ist für Serhat keine Selbstverständlichkeit. Serhat lebt in München und ist auch dort geboren, aber er ist Uigure. Die Familie stammt aus dem autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas. Sie floh 1995 über Kasachstan nach Deutschland. Jetzt im deutschen Bundeskader für Olympia trainieren zu können, bedeutet ihm und der Familie viel. Joannas Ziel ist es 2023 in den Deutschen Bundeskader zu kommen, dafür muss sie in Vorentscheiden, sogenannten „Ranking Battles“, möglichst viele Punkte sammeln. Mit 17 wurde sie in der Crew „The Saxonz“ aufgenommen. Sie ist das einzige BGirl in der Crew und trainiert im Landeskader Sachsen.

Filmemacherin Maike Conway startete in ihr Berufsleben 1984 als Fotoassistentin, bevor sie eine Ausbildung an der „stage school“ in Hamburg absolvierte. Es folgte ein Praktikum in den ARRI-Tonstudios. 1990 bis 1995 assistierte sie als Cutterin für Hochschulproduktionen. Seit 1996 arbeitet sie als freie Dokumentar-Filmemacherin und hat bereits über 35 Projekte umgesetzt, unter anderem für das ZDF und den BR. Dabei blickt sie hinter die Kulissen verschiedener Lebensrealitäten. Die Regisseurin konnte mit ihren Dokumentarfilmen bereits mehrere Preise und Nominierungen verzeichnen.

Land/Jahr: Deutschland 2024
Regie: Maike Conway
Darsteller:
Laufzeit: 90 Minuten
FSK: 6


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.

Déserts

Ein Auftrag führt zwei Geldeintreiber auf eine mystische Reise. Überzeugende Mischung aus absurder Komödie und faszinierendem Western.

Mehdi und Hamid, langjährige Freunde, arbeiten für ein windiges Inkassobüro. Ihre Klientel besteht aus den Ärmsten der Armen, den Bewohnern der trostlosen Wüstenlandschaften im Süden Marokkos. In ihrem abgenutzten Renault reisen sie von einem gottverlassenen Dorf zum nächsten, um die säumigen Schuldner dazu zu bringen, Kredite zurückzuzahlen, die sie sich eh nie leisten konnten. Dabei schrecken sie auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurück. Ihre skurrile Mission gerät jedoch ins Wanken, als sie plötzlich an einer Tankstelle einen Mann entdecken, der an den Gepäckträger eines Motorrads gefesselt ist – und eine rätselhafte, mystische Reise nimmt ihren Anfang…

Der in Cannes ausgezeichnete Marokkaner Faouzi Bensaïdi ist nicht nur Regisseur, sondern spielt auch selbst in den meisten seiner Filme. Mit “Déserts” schafft er ein intensives, visuell herausragendes Werk, voll von skurrilem Humor und tragikomischen Begegnungen. Ein Roadmovie der besonderen Art, das eine unerwartete Wendung nimmt. Der Film feierte seine Deutschland-Premiere im Rahmen des Filmfest Hamburg 2023. Auf die Frage nach dem Titel und seinem faszinierenden Plural erklärt der Regisseur: “Das ist der ursprüngliche Titel. In meinem Kopf begann die Geschichte in diesem städtischen Randgebiet eines marokkanischen Dorfes - wie eine Wüste des Elends -, bevor sie sich buchstäblich in der Wüste fortsetzte. Es gab auch die Idee, dass es für jeden Menschen eine Wüste gibt. Ein nackter Raum, in dem jeder sich selbst gegenübersteht. Und schließlich ist es ein Plural, denn das Leben dieser Menschen ist auch eine emotionale Wüste“.

F 2023
Regie: Faouzi Bensaïdi
Darsteller*innen: Fehd Benchemsi, Abdelhadi Taleb, Rabii Benjhaile
125 Minuten
ab 12 Jahren


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.

Die Gleichung ihres Lebens

Emanzipationsgeschichte einer begabten Mathematikerin – überzeugend und charismatisch dargestellt von der französisch-schweizerischen Schauspielerin Ella Rumpf.

Primzahlen sind Marguerites große Leidenschaft. Die brillante Mathematikstudentin ist die einzige Frau im Promotionsprogramm unter dem renommierten Professor Werner an der École Normale Supérieure in Paris. Doch als sie bei der Präsentation vor einem Forschergremium mit einem gravierenden Fehler in ihrer Arbeit konfrontiert wird und die Fassung verliert, lässt ihr Doktorvater sie fallen und widmet sich ganz dem talentierten Promovenden Lucas. Tief erschüttert und voller Selbstzweifel wirft Marguerite alles hin und sucht sich einen Aushilfsjob. Schnell muss sie erkennen, dass auch das Leben außerhalb der Universität überraschende Erkenntnisse bereithält und sich weder die Mathematik noch Lucas so einfach aus ihrem Leben verbannen lassen.

Authentisch und einfühlsam spielt Ella Rumpf (“Raw”, “Freud”, “Tiger Girl”) eine hochbegabte junge Frau, die lernen muss, dass sich die großen mathematischen Rätsel nicht allein am Schreibtisch lösen lassen. Der sensible Film um die Schönheit von Zahlen und die vielen Variablen auf dem Weg zur Selbstbestimmung feierte Premiere im Rahmen der Special Screenings bei den Filmfestspielen von Cannes 2023. RegisseurinAnna Novion übr ihre Hauptdarstellerin: “ Es gab mit ihr kein Vorsprechen für die Rolle. Als wir uns trafen, haben wir uns viel unterhalten, ich habe sie beobachtet und wusste, dass sie es ist. Ich spürte, dass es eine faszinierende Verbindung zwischen Ella und der Figur geben könnte, und dass daraus eine spannende Marguerite entstehen würde. Ella strahlte eine Intensität und eine Fähigkeit zur Hingabe aus, die ich filmen wollte”.

Jahr: Frankreich, Schweiz 2024
Regie: Anna Novion
Darsteller: Ella Rumpf, Jean-Pierre Darroussin, Clotilde Courau, Julien Frison, Sonia Bonny
Laufzeit: 112 Minuten
FSK: 12


Voraussichtlich ab Donnerstag 27.6.

Daddio – Eine Nacht in New York

Eine Nacht in New York, ein Taxi, zwei Personen: Sean Penn und Dakota Johnson in einem intimen Gespräch über die Liebe, unerfüllte Sehnsucht und das Leben selbst.

Eine junge Frau (Dakota Johnson) steigt nachts am Flughafen New York in ein Taxi ein. Sie möchte nach Hause, in ihre Wohnung in Manhattan. Nach und nach kommen sie und der Fahrer (Sean Penn) ins Gespräch. Doch sie ist immer wieder abgelenkt von Textnachrichten, die sie von einem Mann erhält. Langsam öffnet sie sich, erzählt dem Fahrer ihre unglücklichen Liebesentscheidungen, die dazu führten, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat. Auch er gibt immer mehr Einblick in sein Leben. Es entsteht eine inspirierende Unterhaltung, die berührt und unter die Haut geht.

„Daddio – Eine Nacht in New York“ präsentiert mit Dakota Johnson („Frau im Dunkeln“, „Fifty Shades of Grey“, „Black Mass”) und Sean Penn („Cheyenne – This must be the place“, „Mystic River“, „Milk“) ein eindrucksvolles Duo in den Hauptrollen. Sean Penn zeigt sich in Bestform und Dakota Johnson brilliert als einsame junge Frau mit unerfüllter Sehnsucht nach Liebe. Regie führte Christy Hall („I am not okay with this“), die auch das Drehbuch verfasste und den Film mitproduzierte. Es geht um Wahrheit und Illusion und darum, wie mühelos wir das eine durch das andere ersetzen. Beide Protagonisten lassen uns tief in ihr Innenleben blicken und teilen ihre intimsten Gedanken - es entwickelt sich eine große Nähe zwischen den beiden und vor dem Hintergrund der nächtlichen Großstadt eine Poesie, die nachwirkt. Phedon Papamichael („Le Mans 66“, „The Monuments Men“, „Downsizing“) zeichnet als Kameramann für die atmosphärischen Bilder verantwortlich.

Land/Jahr: USA 2023
Regie: Christy Hall
Darsteller: Dakota Johnson, Sean Penn, Marcos A. Gonzalez, Shannon Gannon
Laufzeit: 101 Minuten
FSK: k.A.


Voraussichtlich ab Donnerstag 4.7.

Kinds Of Kindness

Der Film erzählt drei unterschiedliche Geschichten: Von einem getriebenen Mann, der versucht, die Kontrolle über sein Leben zu erlangen; von einem beunruhigten Polizisten, dessen auf See vermisste Frau nach ihrer Rückkehr ein anderer Mensch zu sein scheint; und von einer entschlossenen Frau, die jemanden finden muss, der dazu bestimmt ist, ein großer spiritueller Führer zu werden.

Land: USA Großbritannien 2024
Regie: Yorgos Lanthimos
Darsteller: Emma Stone Jesse Plemons Willem Dafoe Margaret Qualley
165 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.7.

Ein kleines Stück vom Kuchen

Die 70-jährige Mahin (Lily Farhadpour) lebt seit dem Tod ihres Mannes und der Ausreise ihrer Tochter nach Europa allein in Teheran. Ein geselliger Nachmittagstee mit Freundinnen gibt den Anstoß dazu, ihren einsamen und monotonen Alltag hinter sich zu lassen. In Mahin reift der Wunsch ihr Liebesleben wieder zu aktivieren. Auf der Suche nach einem neuen Partner, öffnet sie spontan ihr Herz für den gleichaltrigen Taxifahrer Faramarz (Esmail Mehrabi). Aus der zufälligen Begegnung wird eine ebenso überraschende wie unvergessliche Nacht.

EIN KLEINES STÜCK VOM KUCHEN (OT: MY FAVOURITE CAKE) ist bereits die dritte gemeinsame Arbeit des erfolgreichen iranischen Regie-Duos Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha (BALLADE VON DER WEISSEN KUH). Der Film, der seine umjubelte Welturaufführung auf der diesjährigen Berlinale 2024 im Wettbewerb feierte, erzählt mit zartem Humor eine ebenso spielerische wie gefühlvolle Geschichte von Hoffnung und Liebe. Dabei zeichnet die Tragikomödie ein authentisches Bild des alltäglichen Lebens von Frauen im Iran und deren Möglichkeiten einer subtilen Emanzipation gegen die patriarchalen Autoritäten. Was als romantische Begegnung zweier einsamer Fremder beginnt, entwickelt sich so zu einer berührenden Ode an das Leben, die Frauen und die Freiheit.

Land: Iran, Frankreich, Schweden, Deutschland 2024
Regie: Maryam Moghaddam
Darsteller: Lili Farhadpour, Esmaeel Mehrabi


Voraussichtlich ab Donnerstag 11.7.

Madame Sidonie in Japan

Sidonie Perceval, eine etablierte französische Schriftstellerin, trauert um ihren verstorbenen Mann. Als sie für die Neuauflage ihres ersten Buches nach Japan eingeladen wird, empfängt sie ihr dortiger Verleger und nimmt sie mit auf eine Reise durch den japanischen Frühling. Doch der Geist ihres Mannes folgt Sidonie: Sie muss endlich die Vergangenheit loslassen, um wieder lieben zu können. Eine Hymne an das Leben, getragen von der Ausnahmeschauspielerin Isabelle Huppert

Land: Frankreich 2023
Regie: Élise Girard
Darsteller: Isabelle Huppert, Tsuyoshi Ihara, August Diehl
95 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.7.

Juliette im Frühling

Eine Kinderbuchillustratorin kehrt in ihren Heimatort in der französischen Provinz zurück, wo sie auf ihre Schwester trifft, die mitten in einer existentiellen Krise steckt, ihren liebevollen, aber etwas launischen Vater, ihre Mutter, die das Thema New Age für sich entdeckt hat und auf ihre Großmutter, die sich mit ihrem neuen Leben in einem Pflegeheim anfreunden muss. Und dann ist da noch der freundliche, etwas einsame Polux, der zufällig ihren Weg kreuzt... Warmherzige Komödie über familiäre Beziehungen

Land: Frankreich 2024
Regie: Blandine Lenoir
Darsteller: Izïa Higelin, Sophie Guillemin, Jean-Pierre Darroussin


Voraussichtlich ab Donnerstag 18.7.

Love Lies Bleeding

Power, Pulp und Bodybuilder: Regisseurin Rose Glass wandelt auf den Spuren Tarantinos und inszeniert Kristen Stewart und Katy O’Brian so lustvoll wie kompromisslos auf einem energiegeladenen Trip voll tiefschwarzem Humor, zügelloser Gewalt und pulsierendem 80ies Soundtrack. Der NATURAL BORN KILLERS für eine neue Generation: Wild, sexy und berauschend.

USA/ GB 2024
Regie: Rose Glass
Darsteller: Kristen Stewart, Katy O’Brian, Jena Malone, Anna Baryshnikov, Dave Franco, Ed Harris
104 Minuten


Voraussichtlich ab Donnerstag 25.7.

Zwei zu Eins

Halberstadt im Sommer 1990. Maren, Robert und Volker kennen und lieben sich seit ihrer Kindheit. Eher zufällig finden sie in einem alten Schacht die Millionen der DDR, die dort eingelagert wurden, um zu verrotten... Sommerliche Komödie um eine Gruppe von Freund:innen, die gemeinsam mit der Nachbarschaft den Siegeszug des Kapitalismus aufhalten wollen,

Regie: Natja Brunckhorst
Darsteller: Sandra Hüller, Max Riemelt, Ronald Zehrfeld
115 Minuten