Filme in 70mm

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der demnächst gespielten Film im 70mm Format

Derzeit

Kaiserliche Venus (Erstauführungskopie mit Fading)

„La Lollo“, der Augenstern vom Stiefel, ist längst selbst eine verführerische Venus als sie sich die Herzensangelegenheiten von Napoleons Schwester zur üppigen Brust nimmt. Zur „Gina nazionale“ gekürt, hat sie 1962 bereits mit Größen wie Yul Brynner oder Anthony Quinn gedreht und war die erotischste Esmeralda im
gesamten Glockenturm – kurz:

Gina Lollobrigida ist auf dem Höhepunkt; und im Nachhinein betrachtet schon ein Stückchen darüber hinaus. Auch wenn sie im Jahr vor „Kaiserliche Venus“ noch einen „Golden
Globe“ als „Beliebteste weibliche Schauspielerin der Welt“ entgegennehmen und in den folgenden Jahren mit Rock Hudson, Sean
Connery, Sir Alec Guinness und Telly Savalas vor der Kamera stehen sollte. Ein Filmstar im langsamen Erlöschen, denn die Lollobrigida hat mit der schönen Sophia Loren eine mehr als ebenbürtige Rivalin bekommen, die sich außerdem nicht ständig mit Anzweiflungen ihrer schauspielerischen Qualitäten herumschlagen muss.
In Jean Delannoys Historienreigen um Politik, Liebe, Leidenschaft, Machtgier und Verrat erfreut Gina Lollobrigida allerdings noch als uneingeschränkt strahlender Dreh- und
Angelpunkt. Und poussiert 135 Minuten lang zielsicher mit den Falschen.
Gleich die erstbeste Liebe will sie heiraten. Doch Napoleon (Raymond Pellegrin) ist dagegen, weil der Auserwählte seiner Lieblingsschwester, Stanislas Fréron (Gabriele Ferzetti), mit 34
nicht nur mehr als doppelt so alt, sondern zudem ein Vertrauter Robespierres ist. Stattdessen ehelicht er, zu dieser Zeit noch
General, ohne Mutter Bonapartes (Lilla Brignone) Segen seine Joséphine (Micheline Presle); und viel besser zu Paolina passen
würde doch, so die Ansicht des großen Bruders, General Emanuel Leclerc (Massimo Girotti). Bevor es 1797 zur Vermählung kommt, lernt sie Jules de Canouville (Stephen Boyd) kennen. An den macht sich jedoch die adrette Joséphine heran und spannt ihn der Schwägerin aus. Paolina rächt sich: Sie weiht ihren Bruder ins falsche Spiel ein und geht mit ihrem
Ehemann nach San Domingo, wo dieser einen Aufstand niederschlagen soll.
Sie gebärt ihm einen Sohn, der im Jahre 1803 ebenso einen Grabstein gesetzt bekommen hat
wie sein Vater, als Paolina mit dem schönen, aber impotenten Grafen Camillo Borghese (Giulio Bosetti) den nächsten Bund fürs Leben schließt. Diesmal stirbt Madame um ein Haar selbst; allerdings vor Langeweile und Sehnsucht nach Paris. Sie lässt sich in Rom vom Bildhauer Antonio Canova (Gianni Santuccio) als Venus verewigen und muss 1804 bei Napoleons Krönung zusammen mit ihren Schwestern die Schleppe der verhassten Joséphine tragen.
Diverse Liebesaffären und andere Vergnügungen prägen ihr weiteres Leben, bis sie durch einen Zufall erneut auf den Oberst ihrer Jugendzeit trifft. Canouville soll ihre große Liebe sein, doch Napoleon ist in höchstem Maße eifersüchtig.

Auch der französische Regisseur Jean Delannoy kennt seine Venus gut. 1956 hatte er mit Gina Lollobrigida die überdurchschnittliche Victor-Hugo-Verfilmung „Der Glöckner von Notre-Dame“
gedreht. Diesmal beschränkt sich das Ergebnis auf ein aufwändig ausgestattetes Kostümmelodram, dessen Titelheldin die Lollobrigida zwar ebenso temperamentvoll wie
verführerisch verkörpert, das seine Einordnung als Historienfilm – um dessen Authentizität es nebenbei bemerkt nie ging – aber einzig der
Tatsache verdankt, dass man die zeitgenössische Weltgeschichte und ihre Konflikte als Kulisse (be-)nutzt. Jean Delannoy greift
in seinem bunten Bilderreigen in erster Linie die wesentlichen Stationen der 1825 gestorbenen
Paolina Bonaparte auf, die sich anders als ihre Geschwister einzig der Schönheit und der Liebe
verschrieben und nie politische Bedeutung erlangt hat. Für die filmische gilt selbiges.

Italien, Frankreich 1962
Regie: Jean Delannoy
Darsteller: Gina Lollobrigida, Stephen Boyd, Gabriele Ferzetti
135 Minuten
ab 16 Jahren
Präsentiert in 70mm (1:2,21) / 6- Kanal Stereo Magnetton - Aufgenommen in Super
Technirama 70 (35mm Negativfilm / 8-Perf horizontal)

Deutsche Fassung
140 Minuten

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Derzeit

Krieg und Frieden, Andrej Bolkonski (Teil 1)

Erster Teil von Sergey Bondarchuk vierteiliger Romanverfilmung von "Krieg und Frieden". Es beginnt 1805 in St. Petersburg: Die Stimmung ist angespannt, denn Napoleons Heer zieht gen Russland. Doch während der junge Fürst Bolkonski (Wjatscheslaw Tichonow) hofft, sich bald Ruhm erkämpfen zu können, provoziert sein alter Freund Besuchow (Regisseur Bondartschuk), der uneheliche Sohn eines Grafen, die Stadt mit Zechgelagen.

UdSSR 1966
Regie: Sergei Bondartschuk
Darsteller: Ljudmila Saweljewa, Sergei Bondartschuk, Wjatscheslaw Tichonow
135 Minuten
ab 12 Jahren

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am 12.12.2021 um 11.00 Uhr

Krieg und Frieden, Natascha (Teil 2)

Zweiter Teil von Sergey Bondarchuk vierteiliger Romanverfilmung von "Krieg und Frieden". Auf einem Petersburger Ball trifft die aparte Natascha (Ljudmila Saweljewa) ihre erste Liebe wieder: Fürst Bolkonski (Wjatscheslaw Tichonow). Der bezauberte Witwer möchte sie heiraten, gibt der jungen Frau aber ein Jahr Bedenkzeit. Vielleicht zu viel?

UdSSR 1966
Regie: Sergei Bondartschuk
Darsteller: Ljudmila Saweljewa, Sergei Bondartschuk, Wjatscheslaw Tichonow
95 Minuten
ab 12 Jahren

Online Tickets kaufen für So, den 12.12. um 11 Uhr

am 19.12.2021 um 11.00 Uhr

Krieg und Frieden, Borodino 1812 (Teil 3)

Dritter Teil von Sergey Bondarchuk vierteiliger Romanverfilmung von "Krieg und Frieden". Auf einem Hofball trifft Zar Alexander I. die überraschende Nachricht von Napoleons Einmarsch in Rußland. Fürst Andrej Bolkonski (Wjatscheslaw Tichonow) und Pierre Besuchow (Sergej Bondartschuk) melden sich zum Fronteinsatz. Am 7. September kommt es nahe des Dorfes Borodino zu der für beide Seiten verlustreichen Entscheidungsschlacht. Im Lazarett trifft der schwerverletzte Bolkon-ski auf Anatol Kuragin (Wassili Lanowoi), der sein Glück mit Natascha (Ljudmila Saweljewa) zerstörte. Im Angesicht des Todes scheint der Haß verflogen…

UdSSR 1967
Regie: Sergei Bondartschuk
Darsteller: Ljudmila Saweljewa, Sergei Bondartschuk, Wjatscheslaw Tichonow
105 Minuten
ab 12 Jahren

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am 01.01.2022 um 12.00 Uhr

2001: Odyssee im Weltraum - deutsche Fassung in 70mm Projektion

Auf der Odyssee vom Affenmenschen zum „Übermenschen“ gilt es zunächst, Technologie und Technokratie zu meistern. „Also sprach Zarathustra“ wird zum Leitmotiv der Entwicklung – will der Mensch seinen eigenen Fortschritt überleben, muß er sich selbst weiterentwickeln. Man fliegt im Walzertakt zum Mond, und Ligetis Neue Musik wird zum musikalischen Symbol ungewohnter ästhetischer Erfahrungen.
Kubricks Film belebte das Science Fiction Genre neu.

USA 1968
Regie: Stanley Kubrick
Nominiert für 4 OSCARs.
Darsteller: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Leonard Rossiter.
Buch: Arthur C. Clarke, Stanley Kubrick; Kamera: Geoffrey Unsworth; Spezialeffekte: Stanley Kubrick (OSCAR), Douglas Trumbull; Musik: Richard Strauss, Györgi Ligeti, Joh. Strauß.
149 Minuten
ab 12 Jahren

Trailer 2001
Tickets kaufen für den 01.01.22 um 12 Uhr

am 02.01.2022 um 11.00 Uhr

Krieg und Frieden, Pierre Besuchow (Teil 4)

Vierter und letzter Teil von Sergey Bondarchuk vierteiliger Romanverfilmung von "Krieg und Frieden". Rußland im Herbst 1812: Napoleons Heere stehen vor den Toren Moskaus. Feldmarschall Kutusow (Boris Sachawa) muß den Rückzug befehlen. Auch die Rostows verlassen die Stadt, begleitet von An-drej Bolkonski. Der schwerverwundete Offizier wird von Natascha (Ljudmila Saweljewa) gepflegt. Als er sie am Krankenbett endlich erkennt, beichtet er ihr seine ungebrochen große Liebe.

UdSSR 1967
Regie: Sergei Bondartschuk
Darsteller: Ljudmila Saweljewa, Sergei Bondartschuk, Wjatscheslaw Tichonow
122 Minuten
ab 12 Jahren

Online Tickets kaufen für So, den 02.01. um 11 Uhr

am 13.02.2022 um 15.00 Uhr

Quentin Tarantino: The Hateful Eight (OmU, exklusive 70mm Roadshow-Fassung)

Fast nichts ist, was es scheint, jeder hat seine dunklen Seiten, dazu Fake News und Lügen, bis sich die Balken des Blockhauses biegen: Tarantinos Rachewestern stellte schon vor der Wahl von Trump die Frage nach dem Erbe von Abraham Lincoln und gibt darauf eine makabre Antwort. – Horror-Kammerspiel mit Spitzenbesetzung, vor dem Hintergrund des latent weiterschwelenden amerikanischen Bürgerkriegs. Im originalen Super-Panavision-Format auf der Todd-AO-Bildwand ein Filmgenuß der Extraklasse.

USA 2015
187 Minuten
Musik: Ennio Morricone
Mit Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Walton Goggins, Jennifer Jason Leigh, Michael Madsen, Bruce Dern, Channing Tatum
70mm-Superpanavision

Trailer THE HATEFUL EIGHT
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