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Do,��26.08. - Open Air Kinonächte am Schloss Gottesaue: Sondervorstellung in Anwesenheit der beiden Protagonisten

Vogelfrei. Ein Leben als fliegende Nomaden

Reisefilme aus eigener Produktion boomen. Andreas Zmuda und Doreen Kröber ergänzen dieses Genre auf ungewöhnliche Weise: Mit einer Art fliegendem Motorrad geht es in über vier Jahren durch 33 Länder des amerikanischen Kontinents.

An Reisen ist in Corona-Zeiten bekanntermaßen noch nicht wieder zu denken, da kommt eine Dokumentation wie „Vogelfrei – Ein Leben als fliegende Nomaden“ gerade recht, um das Fernweh ein wenig zu stillen. Nachmachen möchte man die Art des Reisens, mit dem das Berliner Paar Andreas Zmuda und Doreen Kröber sich im Juni 2012 auf den Weg gemacht hat, allerdings nicht unbedingt: Denn das Fortbewegungsmittel ist weder ein Auto, noch ein Motorrad, auch kein Fahrrad oder die eigenen Füße. Mit einem so genannten Trike macht sich das Duo auf die Reise, einer Art Motorrad mit drei Rädern und einem großen Segel. Gut 100 km/h schnell ist das Gefährt, zwei, drei Stunden am Stück wird geflogen, meist möglichst früh am morgen, um Wind und Thermik zu entgehen.

518 Tage – 36.042 Flugkilometer – 33 Länder – 1 Kontinent – 197 Starts – 1 Crash – 1 Notlandung. Das sind die Rohdaten einer Reise, die nur der erste Teil eines viel größeren Abenteuers ist. Um die ganze Welt will das Paar in den nächsten Jahren reisen, für Nord- und Südamerika waren ursprünglich nur ein Jahr geplant, am Ende wurden es vier. Bevor sie sich auf die Weltreise machten, führte zumindest Doreen Kröber ein relativ konventionelles Leben in Berlin, bis sie bei einer Reise in Südamerika den Weltenbummler Andreas Zmuda kennenlernte. Nach kurzer Zeit des häuslichen Lebens in der deutschen Hauptstadt fällte das Paar den Plan, sich mit dem Trike auf den Weg zu machen. Zwangsläufig mutet „Vogelfrei – Ein Leben als fliegende Nomaden“ oft wie ein Heimvideo an, ist stilistisch meist spartanisch, vor allem die Flugaufnahmen ragen heraus. Vor allem aber gelingt es dem Reise- und Autoren-Duo, die Lust am Reisen einzufangen, die Lust am fortdauernden Entdecken und nicht zuletzt die Lust daran, die eigenen Grenzen auszuloten. Ein wenig neidisch kann man angesichts der vielen bereisten Länder, der unzähligen erlebten Abenteuer, von denen diese Dokumentation fraglos nur einen Bruchteil andeutet, schon werden; bis das eigene Reisen wieder möglich ist, bietet das Kino Ersatz.

Quelle: programkino.de / Michael Meyns

Dokumentarfilm
Deutschland 2021
Regie: Andreas Zmuda
112 Minuten
ohne Altersbeschränkung


Internet-Links

Trailer VOGELFREI.
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