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So,��15.08. - Open Air Kinonächte am Schloss Gottesaue

Dream Horse

Beinahe wahre Komödie über walisische Provinzstädter, die gemeinsam ein Rennpferd züchten. Mit originellen Charakteren, viel Humor und tollen Dialogen ist der Film ein echtes Kino-Highlight, nicht nur für Fans von Pferden und BritComs

„Das kann doch nicht alles gewesen sein“, denkt sich Jan Vokes (Toni Collette), wenn sie ihren trägen Mann Brian (Owen Teale), ihre öde Umgebung – eine heruntergekommene Kleinstadt in Wales –, ihren Kassenjob im Supermarkt und als Tresenkraft im Pub betrachtet. Die Kinder sind aus dem Haus, und mit ihnen, so scheint es, ist auch der letzte Rest an Lebensfreude von ihr gewichen, zumal es mit den alten Eltern auch immer mehr bergab geht. Aber so schnell gibt Jan nicht auf. Aus nahezu heiterem Himmel verkündet sie ihre Absicht, ein Rennpferd aufzuziehen, um sich selbst und ihrer gesamten Umgebung wieder zu etwas mehr Pep, Aufregung und nebenbei zu einem Haufen Geld zu verhelfen. Gesagt, getan – zum großen Rennpferdtreffen im Pub finden sich tatsächlich ein paar Leute ein, die mit wachsendem Erstaunen Jans Pläne verfolgen und sie dabei unterstützen. Sie gründen eine Art Kooperative, und Jan hat alles bestens vorbereitet: Sie hat schon eine Stute gefunden,

Mit vielen überraschenden Wendungen kann Neil McKays Drehbuch vor allem dank einer absurden Geschichte voller Hindernisse überzeugen, wobei es einige Momente gibt, bei denen im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge trocken bleibt. Sei es vor Lachen oder vor Weinen. Da treffen Komik und Wortwitz auf anrührende Momente, und bei beidem kann durchaus mal ein Tränchen aus dem Auge kullern. Die wesentliche Zutat aber ist der originelle Cast, lauter geschätzte Originale aus dem innerbritischen Universum merkwürdiger oder sehr, sehr merkwürdiger Typen einschließlich arroganter Upper-Class-Schnösel. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Kleinen sich gegen die Großen wehren – der britische Film ist reich an Beispielen dafür: „The Full Monty“ oder „Calender Girls“ sind nur zwei von vielen. Auch hier werden mit einfachsten Mitteln die imperialen Truppen in Gestalt der traditionell konservativen Pferdezüchter von den ahnungslosen, aber liebenswerten Provinzlern ausgespielt. Ein Märchen? Keinesfalls, sondern eine wahre Geschichte! Deshalb sollte man unbedingt auch den Abspann sehen!

Quelle: programmkino.de / Gaby Sikorski

Großbritannien 2020
Regie: Euros Lyn
Darsteller: Toni Collette, Damian Lewis, Joanna Page
114 Minuten
ab 6 Jahren


Internet-Links

Trailer DREAM HORSE
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