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Mi, 22.02. - Seniorenkino, nur 6€ inklusive einem Glas Sekt

Akropolis Bonjour – Monsieur Thierry macht Urlaub

Ein Familienvater will seine Ehe durch die Wiederholung einer Griechenlandreise retten. Sehr witzige, aber immer liebenswerte Komödie mit vielen Gags, zahllosen Missverständnissen und einem Hauch von Nostalgie und Melancholie.

„Wann machen wir diesen Urlaub noch einmal?“ Das steht auf der Rückseite eines Fotos, die Thierry Hamelin (Jacques Gamblin) aufwändig digitalisiert und neu sortiert – seine wichtigste, weil einzige Beschäftigung, seit er im Ruhestand ist. Das Foto zeigt ihn mit seiner Frau Claire (Pascale Arbillot) und den beiden inzwischen erwachsenen Kindern in Griechenland, 1998. Damals war’s, damals, als die Zukunft in rosigstem Licht lag und die Welt noch in Ordnung war. Damit ist jetzt endgültig Schluss, denn soeben hat Claire ihrem überraschten Gatten mitgeteilt, dass sie sich scheiden lassen will. Thierry ist wie vom Donner gerührt. Er will Claires Entscheidung nicht akzeptieren. Mit List und Tücke, inspiriert von dem Foto aus glücklichen Zeiten, entwickelt er die Idee, ihr den eigenen Wunsch mehr als 20 Jahre später zu erfüllen. Ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Also heißt es: Auf nach Griechenland...

In seiner ersten Kinokomödie legt François Uzan gleich richtig los. Auf der Grundlage einer gescheiterten Langzeit-Ehe und einer Familie, die sich auseinandergelebt hat, entwickelt er eine verzwickte Story mit zahllosen Verwicklungen, die immer liebenswert bleibt. Thierry ist ein altmodischer Familienvater und eine echte Nervensäge, der seine Tochter in einer Gerichtsverhandlung stört, nur weil er ein Foto nicht zuordnen kann. Jacques Gamblin spielt mit feinem Humor und leiser Melancholie dieses Musterbeispiel eines unterbeschäftigten Rentners, der in der Vergangenheit lebt und nicht merkt, dass die Zeit ihn überholt hat. Gamblin ist dabei sehr komisch und immer ein bisschen zurückhaltend, was ihn noch sympathischer macht. François Uzan gelingt es mit großer Souveränität, alle Fäden zusammenzuhalten und die handelnden Personen von einer komischen Katastrophe in die nächste taumeln zu lassen – mehr soll über die turbulente Handlung nicht verraten werden. Es darf gelacht werden!

2022 Frankreich
Drehbuch und Regie: François Uzan
Darsteller: Jacques Gamblin, Pascale Arbillot, Agnès Hurstel, Pablo Pauly, Ludovik
Kamera: Philippe Guilbert
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: k.A.


Internet-Links

Trailer AKROPOLIS BONJOUR