70mm Matinée in der Schauburg
TOD AUF DEM NIL
am Sonntag, den 9. OKtober um 12.45 Uhr in deutscher Fassung und 70mm Projektion

 


Am Sonntag, den 09.03. um 13 Uhr zeigen wir Ihnen die Neuverfilmung des Klassikers von Agatha Christie TOD AUF DEM NIL in analoger 70mm Projektion!

Ein heimtückischer Mord und viele Verdächtige – ein klarer Fall für Meisterdetektiv Hercule Poirot!

Die Ferien des belgischen Detektivs Hercule Poirot an Bord eines glamourösen Schaufelraddampfers in Ägypten wandeln sich zur erschreckenden Suche nach einem Mörder, als die Flitterwochen eines bildhübschen Ehepaars ein tragisches, schnelles Ende nehmen. Diese dramatische Geschichte einer unglücklichen Liebe zeigt, vor der epischen Kulisse der weitläufigen Wüsten und den majestätischen Pyramiden von Gizeh, eine internationale Gruppe tadellos gekleideter Reisende und bietet genügend boshafte Wendungen, die das Publikum bis zur schockierenden, finalen Auflösung im Dunkeln lassen.

Die Verfilmung auf der Basis von Agatha Christies Roman „Tod auf dem Nil“ aus dem Jahr 1937 ist ein spannender Mystery-Thriller über emotionales Chaos und dessen tödliche Konsequenzen, ausgelöst durch obsessive Liebe. Kenneth Branagh ist zurück als ikonischer Detektiv Hercule Poirot und hat an seiner Seite Tom Bateman, die viermalige Oscar®-nominierte Annette Bening, Russel Brand, Ali Fazal, Dawn French, Gal Gadot, Armie Hammer, Rose Leslie, Emma Mackey, Sophie Okonedo, Jennifer Saunders und Letitia Wright. “Tod auf dem Nil” bringt die Crew hinter „Mord im Orient Express“, dem weltweiten Erfolg von 2017, wieder zusammen und wurde von Michael Green für die Leinwand adaptiert, produziert von Ridley Scott, Kenneth Branagh, p.g.a., Judy Hofflund, p.g.a und Kevin J. Walsh, mit Mark Gordon, Simon Kinberg, Matthew Jenkins, James Prichard und Mathew Prichard als ausführende Produzenten. Der Film wurde 2019 mit 65mm Panavision-Kameras gefilmt und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die 1930-Jahre, an viele der nun nachgebauten Schauplätze, die als Inspiration für Christies glamourösen High-Society-Krimi dienten.


TOD AUF DEM NIL
Land/Jahr:
USA 2021
Regie: Sir Kenneth Branagh
Darsteller: Sir Kenneth Branagh, Gal Gadot, Armie Hammer
127 Minuten
ab 12 Jahren




 

NEU in der Schauburg

IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT



 


In der Geschichte von Suzie, die in der DDR vom angepassten Mädchen zur Rebellin wird, verknüpft die Regisseurin ihre eigene Autobiographie mit historischen Aspekten und mit dem Lifestyle der End-80er-Jahre.

Susanne, genannt Suzie – ihre Mutter war Suzie-Quatro-Fan – steht kurz vor dem Abitur. Eines Tages wird sie auf offener Straße von Volkspolizisten kontrolliert. Bei der folgenden Durchsuchung findet sich bei ihr ein verbotenes Buch. Sie hat noch Glück im Unglück, denn sie landet dafür nicht im Gefängnis, sondern sie darf sich „in der Produktion bewähren“. Das heißt, sie muss die Oberschule verlassen und wird zwangsweise Lehrling in einem Metallberuf, Fabrikarbeiterin also. Jeden Morgen muss sie mit der Straßenbahn zu der verhassten Fabrik fahren. Dabei wird Suzie, die wehmütig aus dem Fenster schaut, von einem Unbekannten fotografiert und findet wenig später zu ihrer Überraschung ihr Konterfei in der viel gelesenen Zeitschrift „Sybille“ wieder. Daraus entwickelt sich schließlich über mehrere Umwege der Beginn einer Karriere als Model. Und diese Karriere hat Folgen, nicht nur für ihre Ausbildung...

Aelrun Goette erzählt mit viel Sinn für Zeitkolorit eine Geschichte vom Erwachsenwerden in der Wendezeit. Auch sie wurde zufällig als Model entdeckt und ihre Fotos erschienen in der „Sibylle“, die sie als eine Art Alternativvorschlag zum DDR-Sozialismus darstellt: gleichzeitig Vorzeigebetrieb, Imagefaktor und Inbegriff von Freiheit und Vielfalt, aber immer hübsch staatskonform. Aelrun Goettes Alter Ego spielt die junge Marlene Burow, deren blasses Renaissancegesicht mit den ausdrucksvollen, melancholischen Augen den Zeitgeist der späten 80er Jahre widerspiegelt. Aber wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Ihre anfängliche Unsicherheit verschwindet bald und wird durch Selbstbewusstsein und Entschlossenheit ersetzt. Suzies Freundschaft zu Rudi (Sabin Tambrea), einem Rebellen, der gern Frauenkleider trägt und ihr beibringt, auf High Heels zu gehen, wird für sie bald genauso wichtig wie ihre Beziehung zu Coyote, dem verrufenen Fotografen, der es sich so gern mit allen verdirbt. Aber Suzies wahre Liebe gehört der DDR-Subkultur, der Aelrun Goette mit diesem Film ein kleines Denkmal setzt.


IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT
Land/Jahr: Deutschland 2022
Regie und Drehbuch: Aelrun Goette
Darsteller: Marlene Burow, David Schütter, Sabin Tambrea, Claudia Michelsen, Jördis Triebel, Helene Grass, Sven-Eric Bechtolf, Bernd Hölscher
101 Minuten
ab 12 Jahren



 


NEU in der Schauburg
IM WESTEN NICHTS NEUES



 


Die Neuverfilmung der schonungslosen Schilderung des Horrors des Ersten Weltkriegs nach der Romanvorlage von Erich Maria Remarque geht für Deutschland ins Oscar-Rennen

Frühjahr 1917. Der 17-jährige Paul Bäumer (Felix Kammerer) und seine Freunde können es nicht erwarten, in den Krieg zu ziehen, auf Paris marschieren, den Sieg davontragen. So stellen die Jungs sich das vor. So wird es ihnen versprochen. Jubelnd und singend marschieren sie los, die „eiserne Jugend“, für Kaiser, Gott und Vaterland. Die Begeisterung hält nicht lange. Als sie nach tagelangem Marsch an der Westfront ankommen, regnet es in Strömen. Der Schützengraben läuft voll, ist ein einziger Morast. Doch die Franzosen warten nicht. Schon bald nehmen sie den Graben unter Beschuss.

“Im Westen nichts Neues” erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Paul (Felix Kammerer) und seine Kameraden erleben am eigenen Leib, wie sich die anfängliche Kriegseuphorie in Schrecken, Leid und Angst umkehrt, während sie in den Schützengräben verzweifelt um ihr Leben kämpfen. Regisseur Edward Berger (“Patrick Melrose”, “Jack”, “Deutschland83”) konnte für seinen Film ein eindrucksvolles Ensemble gewinnen: In der Hauptrolle des Paul Bäumer überzeugt Felix Kammerer. Mit “Im Westen nichts Neues” gibt er sein Schauspieldebüt in einem Spielfilm. Albrecht Schuch (“Lieber Thomas”, “Systemsprenger”) übernimmt die Rolle des Stanislaus Katczinsky, der Paul im Krieg zu einem engen Vertrauten wird. An ihrer Seite kämpfen Edin Hasanovic (“Je suis Karl”, “Skylines”) als Tjaden Stackfleet, Aaron Hilmer (“Das schönste Mädchen der Welt”) als Albert Kropp, Moritz Klaus (“Kleine Morde”) als Franz Müller und Adrian Grünewald (“Sløborn”) als Ludwig Behm. Daniel Brühl (“The Alienist – Die Einkreisung”, “Nebenan”) bemüht sich als Matthias Erzberger um einen Waffenstillstand. Devid Striesow (“Ich bin dann mal weg”) verkörpert General Friedrichs. In weiteren Rollen sind Thibault De Montalembert (“The Collapse”), Anton von Lucke (“Große Freiheit”) und Andreas Döhler (“Die Saat”) zu sehen.


IM WESTEN NICHTS NEUES
Land/Jahr: Deutschland 2022
Regie: Edward Berger
Darsteller: Felix Kammerer, Albrecht Schuch, Daniel Brühl
148 Minuten
ab 16 Jahren 



 


NEU in der Schauburg
RIMINI



 


Ein abgehalfterter Schlagersänger hält sich im winterlich verlassenen Rimini mit Auftritten bei Kaffeefahrten über Wasser. Neuestes Werk des österreichischen Extremfilmers Ulrich Seidl.

In Rimini hat sich der einst bekannte Schlagersänger Richie Bravo ein neues Leben aufgebaut, eines jedoch, das ebenso verfallen ist, wie sein mächtiger Körper. In der Wintersaison, wenn die meisten Hotels und Restaurants des italienischen Seebades geschlossen sind, tritt er vor einem Publikum auf Kaffeefahrt auf. In Reisebussen kommen Männer und vor allem Frauen, die noch älter sind als Richie selbst. Sie hängen an seinen Lippen, bewundern seine glitzernden Anzüge – und manche von ihnen besucht Richi dann noch auf dem Hotelzimmer. Als Gigolo verdient er sich ein Zubrot, macht aus der geradezu verzweifelten Begierde seiner weiblichen Fans ein Geschäft und finanziert so sein Leben. Und dann steht eines Tages Tessa (Tessa Göttlicher) vor Richie, seine Tochter, deren Mutter er vor Jahren verlassen hat...

Viele Elemente von „Rimini“ sind aus dem Werk Seidls bekannt, von Formen der Prostitution bis hin zum Verhältnis von Einheimischen und Migranten und doch mutet der neue Spielfilm des Österreichers anders an als frühere Werke. Eine gewisse Altersmilde scheint sich breit zu machen, wie man sie auch in „Vernichten“ dem neuen (und vielleicht letzten) Roman von Michel Houllebecq feststellen kann. Auf ähnliche Weise haben beide Autoren sich den emotionalen und nicht zuletzt sexuellen Abgründen unserer Zeit gewidmet, haben mit ihren harschen Schonungslosigkeit schockiert, manchmal vielleicht auch bewusst und plakativ provoziert. Lange wirkt „Rimini“ so wie ein typischer Seidl, voller wenig sympathischer Menschen, ausgeleuchteter Fettpolster, betont unerotischem Sex, gesellschaftlicher Abgründe. Doch wenn Richi Bravo zwischen dem Tod seines Vaters und den Begegnungen mit seiner Tochter realisiert, dass auch er keine Insel ist, gönnt sich Seidl und seinen Figuren ein ungekanntes Maß an Empathie.


RIMINI
Land/Jahr: Österreich/ Frankreich/ Deutschland 2022
Regie: Ulrich Seidl
Buch: Ulrich Seidl & Veronika Franz
Darsteller: Michael Thomas, Tessa Göttlicher, Hans-Michael Rehberg, Inge Maux, Claudia Martini, Georg Friedrich
114 Minuten
ab 12 Jahren




 


 

NEU in der Schauburg
MONA LISA AND THE BLOOD MOON

auch in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Eine junge Frau mit mysteriöser Fähigkeit und eine Stripperin gehen gemeinsam auf Bruch. Neueste Genre-Perle der Regisseurin von “A Girl Walks Home Alone At Night”

Längst vergessen in einer Psychiatrie im Sumpfland von Louisiana erwacht die junge Mona Lisa in einer Blutmondnacht aus einer jahrelangen Lethargie. Dank ihrer mysteriösen Fähigkeit, den Willen anderer Menschen kontrollieren zu können, entflieht sie der Anstalt und findet sich auf den Straßen New Orleans wieder. Dort begegnet sie der Stripperin Bonnie, die Mona Lisas Gabe erkennt und sie bei sich aufnimmt. Während Bonnie die Kräfte der scheuen Frau für gemeinsame Raubzüge ausnutzt, entwickelt sich zwischen Mona Lisa und Bonnies zehnjährigem Sohn Charlie eine zarte Freundschaft. Doch die Diebstähle bleiben nicht unbemerkt und schon bald gerät Mona Lisa ins Visier der örtlichen Polizei.

In knalligem Neon-Look und mit einem coolen Soundtrack überrascht Ana Lily Amirpour (“A Girl Walks Home Alone At Night”) erneut mit einer außergewöhnlichen Genreperle über eine fantastische Heldin, die nach einem Platz in dieser Welt sucht. Statement der Regisseurin: “Als ich in den USA aufwuchs, war mir immer bewusst, dass ich eine Außenseiterin bin. Meine Familie und ich stammen nicht von dort, wir sprachen eine andere Sprache und es war schwer, seinen Platz zu finden. Die Fantasy-Filme, die ich gern als Kind geschaut habe, haben den Außenseitern Macht verliehen. Darin fand ich Helden, die mir das Gefühl gaben, gesehen zu werden, und die mich in meinem Streben nach persönlicher Freiheit bestärkt haben. In meinen Filmen ist der größte Feind das System, das uns zu einem bestimmten Verhalten zwingt und letztlich beeinflusst, wie wir andere Menschen sehen und wo wir uns zugehörig fühlen. Mit Mona Lisa wollte ich eine neue Form von Heldin kreieren, die mutig genug ist, sich den Herausforderungen dieser modernen und chaotischen Realität zu stellen. Mein Film ist ein abenteuerliches Märchen, das ergründet, was persönliche Freiheit in einer Gesellschaft bedeutet, die es einem schwer macht, sich frei zu fühlen.”


MONA LISA AND THE BLOOD MOON
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Ana Lily Amirpour
Darsteller: Jeon Jong-seo, Kate Hudson, Craig Robinson
107 Minuten
ab 16 Jahren



NEU in der Schauburg
IGOR LEVIT - NO FEAR

auch in französischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Levit, Mitte dreißig, ist ein Ausnahmekünstler im mitunter etwas gediegenen Universum der klassischen Musik. Levit will mehr als konzertieren - und gleichzeitig sind es seine einzigartigen, intensiven Konzerte, in denen er ganz bei sich zu scheint. Mit acht Jahren kam er als jüdischer Einwanderer russischer Abstammung nach Deutschland und hat sich seitdem immer wieder öffentlich zu Wort gemeldet - eine Überlebensstrategie, die er in seinem Leben und in seiner Musik verfolgt. Er füllt die großen Konzertsäle rund um die Welt und spielt bei Eiseskälte im Dannenröder Forst aus Protest gegen dessen Rodung. Er legt die gefeierte Aufnahme aller Beethoven-Sonaten vor und widmet sich dann Schostakowitsch und Ronald Stevensons atemberaubender "Passacaglia on DSCH". Er schlägt die Brücke vom Alten zum Neuen, von der Musik zur Welt, dorthin, wo die Menschen sind.

IGOR LEVIT - NO FEAR begleitet den Pianisten bei der Erkundung seines "Lebens nach Beethoven", bei der Suche nach den nächsten Herausforderungen, nach seiner Identität als Künstler und Mensch. Wir beobachten Levit bei der Aufnahme neuer Werke, seiner Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Produzenten und Tonmeister Andreas Neubronner, mit Dirigenten, Orchestern und Künstlern, seinem intensiven Eintauchen in die Musik, seiner Hinwendung zum Publikum, diesem unwiderstehlichen Wunsch zu teilen. Dann bremst Covid dieses Leben unter ständiger Hochspannung von einem Tag auf den anderen aus. Über 100 gebuchte Konzerte in der ganzen Welt werden abgesagt. In dieser Situation des unfreiwilligen Stillstands ist Levit einer der ersten, der erfinderisch wird und mit seinen allabendlich gestreamten Hauskonzerten eine musikalische Lebenslinie zwischen sich und seinem Publikum auf Instagram und Twitter aufbaut. Während dieses Prozesses entdeckt er eine neue Freiheit, abseits der Zwänge des Tourneebetriebs, der Veröffentlichungen und der Vermarktung.

IGOR LEVIT - NO FEAR ist das inspirierende Porträt eines Künstlers auf seinem Parcours zwischen traditioneller Karriere und neuen Wegen in der Welt der Klassik, dem Impuls des politischen Engagements und der ständigen künstlerischen Herausforderung, zwischen Kontemplation und Bewegung. Immer wieder nimmt sich Filmemacherin Regina Schilling dabei die Zeit, Igor Levits Musik zuzusehen und zuzuhören und der Faszination, dem Geheimnis jenseits der Worte Raum zu geben.


IGOR LEVIT - NO FEAR
Dokumentation
Land/Jahr: Deutschland 2021
Regie: Regina Schilling
119 Minuten
ohne Altersbeschränkung