Wichtige Informationen für Ihren Besuch in der Schauburg

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PREMIERE IN DER SCHAUBURG
JE SUIS KARL
am 16. September um 19.00 Uhr in
Anwesenheit von Regisseur Christian Schwochow & Drehbuchautor Thomas Wendrich

 


Eine Radikalisierungsgeschichte, die bekannte Muster unterläuft, erzählt Christian Schwochow in seinem neuen Film. Keine Islamisten, sondern Deutsche sind in seinem Drama die Täter. Ein spannendes, ambitioniertes Konstrukt, wuchtig gefilmt und gespielt.

Am Donnerstag, den 16.09. feiert der Film in der Schauburg seine Premiere in Anwesenheit von Regisseur Christian Schwochow und Drehbuchautor Thomas Wendrich.

Eine alltägliche Situation: Der Paketbote liefert ein Paket, aus purer Freundlichkeit nimmt Alex (Milan Peschel) es an. Er stellt es in der Wohnung ab, wo seine Frau gerade das Essen bereitet, die kleinen Zwillinge spielen. Er selbst geht noch mal runter, hat etwas im Auto vergessen. Kaum ist er auf der Straße, zerreißt eine Bombe das Haus. Dass seine Tochter Maxi (Luna Wedler) nicht in der Wohnung war, ist der einzige Lichtblick für Alex, der sich bald ganz der Trauer hingibt. Maxi dagegen ist wütend, rasend wütend. Scheinbar zufällig begegnet ihr auf der Straße der charmante Karl (Jannis Niewöhner), der sie vor hartnäckigen Paparazzi beschützt und nach Prag einlädt. Dort trifft sich eine europaweite Jugendorganisation, die gegen das Diktat und vor allem die Trägheit der Alten kämpfen will. Mit friedlichen Mitteln soll diese „Re/generation-Europe“ genannte Revolution wohlgemerkt ablaufen, was sich allerdings schnell als Anlass für Reden, Feiern und Trinken herausstellt. Viel zu wenig für Maxi, die sich leicht in Karls Bann ziehen lässt, nicht ahnend, dass es Karl war, der als Paketbote die Bombe geliefert hat, die Maxis Familie zerstört hat. Und Karls Pläne, mit Terror gegen das System zu kämpfen, haben gerade erst begonnen.

Schon der Titel von „Je Suis Karl“, den Christian Schwochow nach einem Buch von Thomas Wendrich inszenierte, deutet den Bezug zu einem der meistzitierten Schlachtrufe der linken Szene jüngerer Vergangenheit an: Je Suis Charlie. Für einen kurzen Moment konnten sich alle, die sich mehr oder weniger als Linksliberal definieren, hinter einem Slogan vereinen. Wie leicht solche Bewegungen missbraucht werden können, ist der interessanteste Aspekt von „Je Suis Karl.“ Der Film deutet in seinen stärksten Momenten an, wie leicht eine im Prinzip positiv besetzte Bewegung, die für die „richtige“ Sache kämpft, in radikale, gewalttätige Gefilde abdriften kann. Allein der Mut, sich auf diese Weise mit einem allgegenwärtigen Thema zu beschäftigen, macht Christian Schwochows Film in der deutschen Kinolandschaft bemerkenswert.

JE SUIS KARL
Land/Jahr: Deutschland, Tschechien 2021
Regie: Christian Schwochow
Darsteller: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Milan Peschel
126 Minuten
ab 12 Jahren


 


NEU in der Schauburg
DUNE

in englischer Originalfassung

 


Die lang erwartete Neuverfilmung des SciFi-Klassikers von Frank Herbert wurde aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschoben. Jetzt aber ist es endlich soweit! Ein Pflichtbesuch im Kino.

„Dune“ erzählt die packende Geschichte des brillanten jungen Helden Paul Atreides, dem das Schicksal eine Rolle vorherbestimmt hat, von der er niemals geträumt hätte. Um die Zukunft seiner Familie und seines gesamten Volkes zu sichern, muss Paul auf den gefährlichsten Planeten des Universums reisen. Nur auf dieser Welt existiert ein wertvoller Rohstoff, der es der Menschheit ermöglichen könnte, ihr vollständiges geistiges Potenzial auszuschöpfen. Doch finstere Mächte wollen die Kontrolle über die kostbare Substanz an sich reißen. Es entbrennt ein erbitterter Kampf, den nur diejenigen überleben werden, die ihre eigenen Ängste besiegen.

Mit „Dune“ bringt Oscar®-Kandidat Denis Villeneuve („Arrival“, „Blade Runner 2049“) die Adaption des gleichnamigen bahnbrechenden Bestsellers von Frank Herbert auf die Kinoleinwand. Produziert wurde der Film von Warner Bros. Pictures und Legendary Pictures.

Neben Oscar-Kandidat Timothée Chalamet („Call Me by Your Name“, „Little Women“) sind in „Dune“ Rebecca Ferguson („Doctor Sleeps Erwachen“, „Mission: Impossible – Fallout“), Oscar Isaac („Star Wars“-Reihe), Oscar-Kandidat Josh Brolin („Milk“, „Avengers: Infinity War“), Stellan Skarsgård („Chernobyl“, „Avengers: Age of Ultron“), Dave Bautista („Guardians of the Galaxy“-Reihe, „Avengers: Endgame“), Stephen McKinley Henderson („Fences“, „Lady Bird“), Zendaya („Spider-Man: Homecoming“ sowie Oscar-Gewinner Javier Bardem. Regie bei „Dune“ führte Dennis Villeneuve, nach dem Drehbuch von Jon Spaihts und Eric Roth, basierend auf der gleichnamigen literarischen Vorlage von Frank Herbert. Hinter der Kamera tat sich Villeneuve erneut mit dem zweifach Oscar-nominierten Produktionsdesigner Patrice Vermette („Arrival“, „Sicario“, „Victoria, die junge Königin“), dem zweifach Oscar-nominierten Editor Joe Walker („Blade Runner 2049“, „Arrival“, „12 Years a Slave“), dem zweifach Oscar-prämierten Visual Effects Supervisor Paul Lambert („Aufbruch zum Mond“, „Blade Runner 2049“) und dem Oscar-prämierten Special Effects Supervisor Gerd Nefzer („Blade Runner 2049“) zusammen.

DUNE

Land/Jahr: USA 2021
Regie: Denis Villeneuve
Darsteller: Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson
155 Minutten
ab 12 Jahren



NEU in der Schauburg
PAOLO CONTE - VIA CON ME



 


Liebenswürdige Filmbiographie über den großen italienischen „Cantautore“, die nicht nur ein Wiedersehen mit vielen seiner Songs und Weggefährten bringt, sondern auch Einblicke in seine Persönlichkeit gibt.

Ein winziger, alter Fiat Topolino fährt gemächlich durch alte Alleen, gesäumt von Weinbergen, umrahmt von sanften Hügeln. Dazu erzählt Paolo Conte vom Songschreiben als Landschaftsbeschreibung. Das kleine, rote Auto dient dem italienischen Regisseur Giorgio Verdelli als sprichwörtlicher roter Faden: Der „Topolino amaranto“ aus dem gleichnamigen Song von Paolo Conte begleitet das Publikum durch die Filmbiographie des menschenscheuen „Cantautore“. Der Sohn einer wohlhabenden Juristenfamilie aus Asti wurde 1937 geboren. Der junge Paolo begeistert sich besonders für Jazz, vor allem für Swing und Dixieland. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder spielt er in verschiedenen Bands. Er lernt Posaune und Vibraphon, arrangiert Songs, schreibt selbst welche. Zwar gelingt ihm mit dem Song „Azzurro“, den er für Adriano Celentano schreibt, im Jahr 1968 sein erster weltweiter Hit, doch bis Paolo Conte seine ersten Soloauftritte hat, dauert es noch ein paar Jahre...

Giorgio Verdellis Filmbiographie gelingt es, ein wenig von der Essenz einzufangen, die Paolos Conte Persönlichkeit und sein Schaffen bestimmt: die Poesie seiner Lyrics, der Schwung seiner Musik, die Leidenschaft für den Jazz – all das erfüllt den Film mit Schlichtheit und Eleganz und Lebensfreude, wie man sie vielleicht noch am ehesten an einem lauen Sommerabend in der Trattoria einer italienischen Kleinstadt findet. Verdellis Film ist natürlich vor allem eine Hommage an den großen Künstler. Verdelli nimmt Paolo Contes Biographie als Rahmen, der die Chronologie des Films bestimmt, aber da ist kein Abarbeiten von Stationen oder eine strenge, feste Dramaturgie. Alles bleibt leicht und locker, scheint sich wie zufällig zu entwickeln. Viele Songs werden angespielt und bieten eine kleine Zeitreise in die Welt der Popmusik. Es scheint, als ob Giorgio Verdelli mit seinem Film vor allem die echten Paolo-Conte-Fans ansprechen wollte.

PAOLO CONTE - VIA CON ME
Dokumentation
Land/Jahr: Italien 2020
Regie: Giorgio Verdelli
mit Paolo Conte
105 Minuten
ohne Altersbeschränkung