PREMIERE in der Schauburg
STEP BY STEP

am Dienstag, 31. Januar um 20 Uhr in
Anwesenheit des Regisseurs Felix Starck

 


Dokumentarfilm über ein junges Paar, das aus Berlin nach Mallorca zieht, um eine Familie zu gründen und Landwirtschaft zu betreiben.

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie – 2020 - fühlen sich der Filmemacher Felix Starck und seine Lebensgefährtin Valentina Blaumann Alcantara in Berlin nicht mehr wohl. Als werdende Eltern möchten sie aus der Stadt wegziehen, hinaus aufs Land und sich von selbst angebautem Gemüse ernähren. Ihr Kind soll naturnah aufwachsen und sie wollen etwas Sinnvolles schaffen mit ihrem Projekt einer regenerativen Landwirtschaft. Auch Hund Rudi, den der Trubel der Großstadt stresst, soll endlich viele Stunden am Tag frei und ungestört draußen sein dürfen.

Das junge Paar entscheidet sich für die spanische Insel Mallorca als neuen Wohnort. Sie mieten ein Haus auf dem Land mit großen Grundstück. Aber als sie die ersten Beete anlegen wollen, entdecken sie, dass überall im Boden große Steine stecken. In mühevoller Arbeit holen sie die Steine heraus, legen viel Kompost an zur Wiederbelebung des Bodens. Ihr Wissen über Landwirtschaft lesen sie sich im Internet an. Die ersten Setzlinge gehen nach kurzer Zeit ein. Baby Oskar macht das Familienglück perfekt, doch dann kommt der Tag, an dem die Familie ausziehen muss. Doch Felix und Valentina sind entschlossen, weiterzumachen – auf einem neuen Grundstück.


STEP BY STEP

Dokumentation
Land/Jahr: Deutschland, 2022
Regie: Felix Starck
Darsteller: Valentina Blaumann, Felix Starck
97 Minuten
ohne Altersbeschränkung






SPECIAL in der Schauburg
WETLANDS - DIE ERBSCHAFT VON LUC HOFFMANN

am Dienstag, 31. Januar um 18.30 Uhr
im Anschluss Gespräch mit Tobias Salathé, Ramsar-Sekretariat Schweiz - in Kooperation mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört

 


Luc Hoffmann, ein früher Verfechter der Nachhaltigkeit, erkannte schon sehr früh die globale Dynamik der biologischen Vielfalt, welche die menschlichen Aktivitäten einschließt und mit ihnen interagiert. Seine besondere Aufmerksamkeit galt den Feuchtgebieten, deren Zerstörung er durch Studien und Schutzaktionen im Mittelmeerraum und Westafrika aufzuhalten versuchte.

Er stand hinter der Gründung des WWF und der Entstehung der Ramsar-Konvention. Der Film entführt uns in die Welt des Humanisten und Visionärs Luc Hoffmann, der sich entschieden hat, diesen Weg diskret zu gehen, ohne jemals nach Ehrungen oder Belohnungen zu streben. Der Film wirft ein Licht auf sein Werk und hilft uns, die entscheidende Bedeutung von intakten Feuchtgebieten zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen zu verstehen.

"Der Schutz der Feuchtgebiete ist für die Zukunft der Menschheit unerlässlich"

Hintergrund:
Am 5. September 2008 wurden die Feuchtgebiete entlang des Oberrheins zwischen Karlsruhe und Basel grenzüberschreitend als deutsch-französisches Ramsar-Gebiet „Oberrhein / Rhin supérieur“ ausgezeichnet. Dieses Zertifikat erhalten gemäß der am 2. Februar 1971 von der UNESCO initiierten Ramsar-Konvention nur Feuchtgebiete von international herausragender Bedeutung wie z. B. die Everglades in den USA oder die Etosha-Pfanne in Namibia.


WETLANDS - DIE ERBSCHAFT VON LUC HOFFMANN

Ramsar Kinoabend zum Welttag der Feuchtgebiete
mit einem Film von Stephan Rytz (ORCA Production)







ASIAN CINEMA in der Schauburg
Preview: DIE FRAU IM NEBEL

am Dienstag, 31. Januar um 21 Uhr in Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Den neuster Geniestreich DIE FRAU IM NEBEL vom Filmemacher von OLDBOY sehen Sie als exklusive Preview im koreanischen Original mit deutschen Untertiteln am Dienstag, den 31.01. um 21 Uhr in unserer Asia Cinema Reihe!

Seo-Rae (Tang Wei) ist eine Frau, die gern die Kontrolle behält. Selbst als ihr Mann in den Tod stürzt, bleibt sie seltsam unberührt. Der Kommissar Jang (Park Hae-il), vertraut mit den Abgründen der menschlichen Seele, stellt Seo-Rae ins Zentrum der Untersuchung. Doch seine Faszination für diese so verletzliche wie aufregend schöne junge Frau unterwandert die Ermittlungen. Jang beobachtet Seo-Rae, umkreist sie, verfolgt sie. Aus Verhören werden Gespräche, aus Verdacht wird Hoffnung. Doch die Wahrheit macht ihre eigenen Spielregeln, die Seo-Rae und Jang schon bald nicht mehr unter Kontrolle haben.


DIE FRAU IM NEBEL

Land/Jahr: Südkorea 2022
Regie: Park Chan-wook
Darsteller: Go Kyung-pyo, Wei Tang, Park Hae-il
138 Minuten
ab 16 Jahren





NEU in der Schauburg
CAVEMAN


 


Basierend auf dem weltberühmten Broadway-Theaterstück „Caveman“ erscheint zu Weihnachten dieses Jahres eine hochkarätig besetzte Filmversion des Mann-Frau-Klamauks.

Eigentlich sollte es der große Tag von Rob Becker (Moritz Bleibtreu) werden. Schon als Kind wollte der erfolglose Autoverkäufer unbedingt Comedian werden und nun hat er beim Openmic Abend des lokalen Comedyclubs endlich die Chance, sich zu beweisen. Das perfekte Thema für sein Programm hat er auch schon parat: Vor kurzem ist Rob nämlich der Caveman – sein imaginärer Freund aus der Steinzeit – begegnet. Seitdem tauscht Rob sich oft und gern mit diesem altersweisen Höhlenmenschen aus und glaubt, dank seines Alter Egos endlich den Unterschied zwischen Männern und Frauen, den Jägern und Sammlerinnen besser verstehen zu können. Doch es gibt da ein Problem – und das heißt Claudia Müller (Laura Tonke) und ist mit Rob verheiratet. Nachdem ihn Claudia im Streit und nur 15 Minuten vor seinem großen Auftritt verlassen hat, schleppt Rob sich auf die Bühne und ändert spontan sein Programm. Er erklärt dem Publikum die Unvereinbarkeit von Frauen und Idioten. Der moderne Mann, meint Rob, ist in der modernen Welt gescheitert. Er nimmt die Zuschauer mit auf einen wilden und witzigen Ritt durch seine Beziehung – vom ersten Zusammentreffen mit Claudia bis zur Trennung. Am Ende soll das Publikum entscheiden: Ist Rob wirklich der Vollidiot in dieser Beziehung oder vielleicht doch nicht?

Rob Beckers Theater-Comedy „Caveman“ ist eines der erfolgreichsten Bühnenstücke aller Zeiten am Broadway. Seit 1995 zählt der Publikumserfolg allein in Deutschland über fünf Millionen Besucher*innen und wurde in über 55 Ländern, in mehr als 25 verschiedenen Sprachen gespielt. Jetzt gelingt dem Höhlenmenschen endlich der Sprung von der Bühne auf die große Leinwand. Regisseurin Laura Lackmann (“Mängelexemplar”) adaptierte die gleichnamige Theatervorlage und verfilmte ihr eigenes Drehbuch mit Starbesetzung: Moritz Bleibtreu (“Nur Gott kann mich richten”) und Laura Tonke (“Mängelexemplar”) spielen die Hauptrollen, unterstützt durch Wotan Wilke Möhring, Martina Hill und Jürgen Vogel.


CAVEMAN
Land/Jahr: Deutschland 2021
Regie: Laura Lackmann
Darsteller:innen: Moritz Bleibtreu, Laura Tonke, Wotan Wilke Möhring, Martina Hill, Jürgen Vogel, Thomas Herrmanns
Verleih: Constantin Filmverleih
105 Minuten
ab 12 Jahren


 


NEU in der Schauburg
THE SON

auch
in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


 


Ein Vater kämpft verweifelt um seinen Sohn, der offenbar einer Depression erliegt. Für das Drehbuch zu seinem Film „The Father“ erhielt Florian Zeller den Oscar. Jetzt legt er nach.

Kate (Laura Dern) wendet sich an ihren geschiedenen Mann Peter (Hugh Jackman), der eine neue Familie gegründet hat. Ihr gemeinsamer Sohn Nicholas war wochenlang nicht mehr in der Schule. Sie kommt nicht mehr an ihn heran. Peter möge doch bitte mit ihm reden. Das macht er auch, aber einer Lösung kommt er so auch nicht näher. Nicholas zieht zu ihm, seiner Frau und dem neuen Baby, doch auch hier fühlt sich der 17-jährige Junge verloren. Es ist ein immenser Seelenschmerz, der ihn nicht loslässt, den sein Vater aber nicht verstehen kann. Weil für ihn alles rational sein muss. Doch wie soll man rational erklären, welche Auswirkungen eine Depression auf einen Menschen hat?

Wie schon „The Father“ ist auch „The Son“ alles andere als leichte Kost. Man merkt die Wurzeln als Bühnenstück, weil Zeller dem Zuschauer nicht alles mit dem Löffel serviert. Er überspringt Szenen und lässt den Zuschauer die Lücken selbst füllen. Was den Film aber wirklich schwierig macht, ist der emotionale Schlag, den er versetzt. Nicht nur, indem er einen Menschen zeigt, der nicht mehr weiß, wie er seiner Traurigkeit Herr werden soll, sondern auch, weil die Menschen, die ihn lieben, nichts tun können. Zeller erzählt ausgesprochen filigran, die Schwere der Geschichte legt sich aber auch auf den Zuschauer. Kein leichtverdaulicher Film, der elegant gestaltet ist, denn obwohl man das Ende kommen sieht, zeigt es doch einem Paukenschlag gleich Wirkung. Herausragend ist Hugh Jackman, der hier eine seiner differenziertesten und wohl auch schmerzlichsten Darstellungen abliefert – als ein Mann, der eigentlich alles richtig machen will, aber es einfach nicht kann. Das Ende zeigt dann nur noch, dass mancher Schmerz nie vergeht. Weil die Zeit eben doch nicht alle Wunden zu heilen vermag.


THE SON
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Florian Zeller
Buch: Christopher Hampton, Florian Zeller
Darsteller: Vanessa Kirby, Anthony Hopkins, Hugh Jackman, Laura Dern
123 Minuten




 


 

NEU in der Schauburg
CLOSE

auch in französischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Die Geschichte einer intensiven Freundschaft, die ins Wanken gerät. Ebenso feinfühliges wie aufwühlendes Drama über Nähe, Distanz und Entfremdung.

Léo und Rémi, beide 13 Jahre alt, sind beste Freunde und stehen sich nah wie Brüder. Sie sind unzertrennlich, vertrauen sich und teilen alles miteinander. Mit dem Ende des Sommers und dem Wechsel auf eine neue Schule gerät ihre innige Verbundenheit plötzlich ins Wanken – mit tragischen Folgen.

Auf die Frage, woher die Idee kam, die Geschichte einer Freundschaft zu erzählen, sagt Regisseur Lukas Dhont: “Ich hatte verschiedene Ideen, auf denen ich herumkaute, aber irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Ich fühlte mich etwas verloren. Dann besuchte ich meine alte Grundschule in dem Dorf, wo ich aufgewachsen bin. Ich fühlte mich von den Erinnerungen regelrecht überwältigt, wie es damals gewesen war, als ich in die Schule ging und es mir richtig schwerfiel, mein wahres, ungefiltertes Ich zu zeigen. Die Jungs verhielten sich auf eine gewisse Weise, die Mädchen auf eine andere, und ich hatte immer den Eindruck, in keine dieser Gruppen wirklich hineinzupassen. Ich fing an, mich in den Freundschaften unwohl zu fühlen, speziell mit anderen Jungs, weil ich eher feminin war und mir deshalb viele Hänseleien gefallen lassen musste. Eine enge Freundschaft mit einem anderen Jungen schien die Vermutungen nur zu bestätigen, die andere von meiner sexuellen Identität hatten. Eine meiner ehemaligen Lehrerinnen, die mittlerweile die Direktorin ist, brach in Tränen aus, als sie mich sah. Das Schulwiedersehen war ausgesprochen emotional, und es wurden nicht nur glückliche Erinnerungen zu Tage gefördert. Ohne übermäßig dramatisch klingen zu wollen, komme ich selbst heute noch nur bedingt mit den schmerzhaften Jahren in der Grundschule und der Oberschule klar. Also versuchte ich meine Gedanken dazu zu Papier zu bringen und etwas über diese Welt aus meiner eigenen Perspektive zu erzählen. Ich schrieb ein paar Wörter nieder: Freundschaft, Intimität, Angst, Männlichkeit … Daraus entstand CLOSE”.


CLOSE
Land/Jahr: Belgien, Niederlande u.a. 2022
Regie: Lukas Dhont
Darsteller: Eden Dambrine, Gustav De Waele, Emilie Dequenne
104 Minuten
ab 12 Jahren



NEU in der Schauburg
RETURN TO SEOUL

in Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Die Suche einer brennenden jungen Frau nach einer Lösung für ihre tief verwurzelte Identitätskrise.

Freddie, 25, kehrt zum ersten Mal nach Südkorea zurück, wo sie geboren wurde, bevor sie adoptiert wurde und in Frankreich aufgewachsen ist, um ihre Herkunft wiederzufinden. Die eigensinnige junge Frau macht sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern in einem Land, von dem sie so wenig weiß, dass es ihr Leben in neue und unerwartete Bahnen lenkt.

Davy Chou beweist große Sensibilität im Umgang mit Themen wie Heimat, Identität und dem Aufeinanderprallen. Der französisch-kambodschanische Regisseur erweist sich in seinem Nachfolgefilm zu “Diamond Island” als ein neuer, unverzichtbarer Porträtist der heutigen Jugend und entmystifiziert die vorgefassten Meinungen über internationale Adoptionen. Chou darüber, wie die Idee zu seinem Film entstand: “2011 präsentierte ich meinen ersten abendfüllenden Dokumentarfilm in Südkorea. Eine Freundin begleitete mich. Sie ist in Südkorea geboren und wurde in Frankreich adoptiert, als sie ein Jahr alt war. Sie kehrte zum ersten Mal in ihr Geburtsland zurück, als sie 23 war und lebte dort zwei Jahre lang, bevor sie nach Frankreich zurückkehrte. Bevor wir abreisten, warnte sie mich: "Wir werden meinen koreanischen leiblichen Vater nicht wiedersehen". Ihre erste Begegnung war nicht gut verlaufen. Wir trafen uns in Busan, und nach zwei Tagen auf dem Festival sagte sie zu mir: "Schau, ich habe meinem Vater ein paar Nachrichten geschickt. Wir treffen uns morgen in Jinju, eineinhalb Stunden von hier entfernt. Willst du mit mir kommen?" Wir nahmen einen Bus, und ich fand mich beim Mittagessen mit ihrem leiblichen Vater und ihrer Großmutter wieder. Das war eine sehr bewegende Erfahrung für mich. Es gab dabei eine tragisch-komische Dimension, denn man konnte erkennen, dass sie nicht in der Lage waren, sich gegenseitig zu verstehen. Wir hatten eine Dolmetscherin mitgebracht, und sie hatte große Schwierigkeiten, die Wutausbrüche meiner Freundin mit koreanischer Höflichkeit wiederzugeben. Da mich diese Situation zutiefst bewegte, beschloss ich, dass ich eines Tages vielleicht einen Film darüber drehen würde.”


RETURN TO SEOUL
Land/Jahr: Belgien, Deutschland 2022
Regie: Davy Chou
Darsteller: Park Ji-Min, Oh Kwang-rok, Guka Han
116 Minuten