Hayao Miyazaki Retrospektive in der Schauburg
DAS WANDELNDE SCHLOSS
am Donnerstag, 23. Mai um 19 Uhr
in Originalfassung mit Untertiteln


Beruhend auf „Sophie im Schloss des Zauberers“ der englischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones zaubert uns Hayao Miyazaki ein modernes Alptraummärchen, daß den großen Erfolg von „Chihiro“ sogar übertrumpfen konnte.

Sophie wird von einer boshaften Hexe in eine 90-jährige Frau verwandelt. Entschlossen, den Fluch aufzuheben, wendet sie sich an das wandelnde Schloss, indem sich Kreaturen finden, die ihr helfen könnten.

Spätestens nachdem der Begründer der Studio Ghibli Schmiede Hayao Miyazaki seinen wohl letzten Film „Der Junge und der Reiher“ im asiatischen Raum ohne jegliche Marketing-Kampagnen ins Kino brachte und alle Rekorde brach ist klar, daß wir es hier mit einem Großmeister zu tun haben. Er vertraute darauf, daß die Kinogänger einfach so zu seinem Werk finden würden und so kam es. Auch in Europa feierte der Film einen sehr erfolgreichen Kinostart.

Miyazaki gründete 1985 sein Unternehmen Studio Ghibli, welches immer ein Karriere-Sprungbrett für Anime-Regisseure darstellte. Alle dort veröffentlichten Filme sind überragend in Ästhetik, neigen stets zu Tiefgang und zu überbordender Originalität – Studio Ghibli gilt seit jeher als Qualitätssiegel.

Wir zeigen Hayao Miyazaki’s wichtigste Werke, aber auch frühe und kaum im Kino aufgeführte Titel. Alle Filme präsentieren wir in der japanischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.


DAS WANDELNDE SCHLOSS
Land/Jahr: Japan 2004
Regie: Hayao Miyazaki
120 Minuten



 


TRAUMFABRIK "FILME ZUM MITDENKEN. Menschen, Künstler, Wissenschaftler, Gesellschaft" in der Schauburg
Werner Herzog: JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE
am Sonntag, 26. Mai um 15 Uhr



Am Sonntag, den 26.05. geht die Filmreihe „Traumfabrik“ 26 weiter. Um 15 Uhr sehen Sie JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE.

Kaspar Hauser, der Logik-Professor und die Traumgeschichten

Im Jahr 1828 taucht in Nürnberg ein junger Mann auf, Kaspar Hauser, der kaum sprechen kann und sein ganzes Leben lang in einem dunklen Kerker ohne menschlichen Kontakt eingeschlossen war. Die bürgerliche Welt reagiert zwiespältig auf den Außenseiter. Er wird ins Gefängnis gesteckt, als Kuriosität im Zirkus ausgestellt, bis sich der Lehrer Daumer seiner annimmt. Doch manche Versuche, ihn an die zivilisierte Welt zu gewöhnen, offenbaren deren eigene Schwächen.

Zusammen mit dem ZAK I Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, KIT und dem AWWK – Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung wird auch diese Ausgabe in der Schauburg durchführt und von einem Filmseminar begleitet.

Die 26. Traumfabrik umfasst Filme verschiedener Genres aus acht Jahrzehnten und verschiedenen Filmkulturen: Filme namhafter Autoren über Beobachtungen, Irrwege und Zeitreisen, über fröhliche Wissenschaft, komische und tragische Momente, über Krimirätsel und (Über)Lebensfragen. Inspiriert wurde unsere Auswahl von Ideen des Physikers und Wissenschaftsphilosophen Paul K. Feyerabend (Against Method, 1975; Erkenntnis für freie Menschen, 1976; Wissenschaft als Kunst, 1984; Killing Time, 1995) zu dessen 100.Geburtstag.


Wie üblich gibt es in der Traumfabrik vor jedem Film eine Mikroeinführung, danach, zum Gedankenaustausch, ein Kinogespräch
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Werner Herzog: JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE
Land/Jahr: Deutsschland 1974
110 Minuten
Mit Bruno S., Walter Ladengast, Brigitte Mira, Clemens Scheitz, Alfred Edel.






NEU in der Schauburg
FURIOSA - A MAD MAX SAGA

in englischer Originalfassung mit /ohne deutsche Untertitel


Action-Regisseur George Miller schlägt ein weiteres, temporeiches Kapitel seiner “Max Mad”-Saga auf. Hier ist Kult bereits vorprogrammiert!

Als die Welt untergeht, wird die junge Furiosa vom Grünen Ort der vielen Mütter entführt und fällt in die Hände einer großen Bikerhorde unter der Führung des Warlords Dementus. Bei ihrem Streifzug durch das Ödland stoßen sie auf die Zitadelle, die vom Immortan Joe beherrscht wird. Während die beiden Tyrannen um die Vorherrschaft kämpfen, muss Furiosa viele Prüfungen überstehen, während sie die Mittel zusammenstellt, um ihren Weg nach Hause zu finden.

Anya Taylor-Joy und Chris Hemsworth übernehmen die Hauptrollen in "Furiosa: A Mad Max Saga" von Oscar-Preisträger George Miller, der mit Spannung erwarteten Rückkehr in die ikonische dystopische Welt, die er vor mehr als 30 Jahren mit den bahnbrechenden "Mad Max"-Filmen geschaffen hat. Miller schlägt mit einem völlig neuen, eigenständigen Action-Abenteuer ein neues Kapitel auf, das die Ursprünge der Hauptfigur aus dem mehrfach Oscar-prämierten Welterfolg "Mad Max: Fury Road" enthüllt. Der neue Film von Warner Bros. Pictures und Village Roadshow Pictures wird von Miller und seinem langjährigen Partner, dem Oscar-nominierten Produzenten Doug Mitchell ("Mad Max: Fury Road", "Babe"), unter ihrem in Australien ansässigen Banner Kennedy Miller Mitchell produziert. Taylor-Joy spielt die Titelrolle, und neben Hemsworth sind auch Alyla Browne und Tom Burke in dem Film zu sehen. Miller hat das Drehbuch verfasst, zusammen mit Nico Lathouris, dem Co-Autor von "Mad Max: Fury Road". Zu Millers Kreativteam gehören der erste Regieassistent PJ Voeten und der zweite Regisseur und Stuntkoordinator Guy Norris, der Kameramann Simon Duggan ("Hacksaw Ridge", "Der große Gatsby"), der Komponist Tom Holkenborg, der Sounddesigner Robert Mackenzie, der Cutter Eliot Knapman, der Leiter der visuellen Effekte Andrew Jackson und der Kolorist Eric Whipp. Zum Team gehören außerdem weitere langjährige Mitarbeiter: Produktionsdesigner Colin Gibson, Cutterin Margaret Sixel, Tonmeister Ben Osmo, Kostümbildnerin Jenny Beavan und Maskenbildnerin Lesley Vanderwalt, die alle einen Oscar für ihre Arbeit an "Mad Max: Fury Road" gewonnen haben.


FURIOSA - A MAD MAX SAGA

Land/Jahr: Australien 2024
Regie: George Miller
Darsteller: Anya Taylor-Joy, Chris Hemsworth, Tom Burke, Angus Sampson, Alyla Browne
Laufzeit: 140 Minuten




 

 

NEU in der Schauburg
VON VÄTERN UND MÜTTERN



Eine ganze Horde von Helikoptereltern steht im Mittelpunkt der dänsichen Komödie. An einem Eltern-Kinder Wochenende eskaliert die Situation und zeigt, wer die eigentlichen Problemkinder sind.

Schon wieder soll Hannah (Ida Skelbæk-Knudsen) die Schule wechseln. Nicht weil sie selbst Probleme hat, sich zu integrieren, sondern weil ihre Eltern Ulrik (Jacob Lohmann) und vor allem die Mutter Piv (Katrine Greis-Rosenthal) es besonders gut meinen. Nun soll es eine Privatschule mit künstlerischem Ansatz sein, auf die Hannah gehen soll. Der Direktor Adrian (Lars Brygmann) ahnt zwar, was er sich da ins Boot holt, aber Hannah bekommt dennoch einen der begehrten Plätze – und die Eltern auch. Was bedeutet: An der Vorbereitung der jährlichen Hüttenfahrt mitzuwirken, sich in den Kreis der anderen Helikoptereltern einzufügen, die es sehr, sehr gut meinen...

Ein dankbares Thema für eine Komödie hat sich die dänische Regisseurin Paprika Steen für ihren Film „Von Vätern und Müttern“ ausgesucht. Leicht fällt es, sich über anstrengende Eltern lustig zu machen, die ihre Kinder per Elterntaxi bis vor das Schultor bringen und dabei andere Kinder gefährden, die schon vor dem Unterricht die Aufmerksamkeit der Lehrer über alle Maßen beanspruchen, die glauben, ihr Kind sei das einzigste und wichtigste in der ganzen Klasse, die ihrem Ruf als Helikoptereltern alle Ehre machen. Wie sehr sie dabei oft ihre Kinder nerven und ihnen peinlich sind, entgeht den Eltern dabei oft, aber dafür gibt es Filme wie diesen. Genüsslich zeigt Steen nach einem Drehbuch von Jakob Weis, wie sich die Eltern voreinander profilieren wollen, wie sie scheinbar das Interesse der Kinder im Blick haben, dabei aber vor allem an sich selber denken. Angesichts der Fülle der Figuren bleiben zwar viele Ansätze etwas oberflächlich, wird oft mehr kursorisch angedeutet, welche Probleme die Eltern mit sich rumschleppen, als komplexe Figuren gezeichnet. Kein Dogma-Film ist „Von Vätern und Müttern“, keine harsche, schonungslose Sezierung von Zwischenmenschlichem, sondern eine leichte Komödie, die nicht in die Tiefe geht, aber auf der flüssig inszenierten Oberfläche viele Treffer setzt.


VON VÄTERN UND MÜTTERN
Regie: Paprika Steen
Darsteller: Katrine Greis-Rosenthal, Jacob Lauberg Lohmann, Nikolaj Lie Kaas
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 12






NEU in der Schauburg
MIT EINEM TIGER SCHLAFEN
auch in Originalfassung mit englischen Untertiteln


Ein filmisches, inneres Poträt der Ausnahmekünstlerin Maria Lassnig. Kein Biopic im üblichen Sinn, sondern eine malerische Beschreibung.

Begabtes Kind, verlassene Tochter, entschlossene Frau, einsame Künstlerin, Erforscherin innerer Welten, gefeierte Malerin. Der Film “Mit einem Tiger schlafen” von Anja Salomonowitz ist ein poetisches Portrait der österreichischen Malerin Maria Lassnig (Birgit Minichmayr). Ein Film über ihre Suche nach ihrem ganz persönlichen, künstlerischen Ausdruck, ihren Kampf in der männlichen Kunstwelt, ihr körperliches Ringen um ihre Malerei, in der sie ihren inneren Schmerz auf die Leinwand bringt. Und dann auch ein Film über ihren großen künstlerischen Erfolg.

“Mit einem Tiger schlafen” ist ein Lassnig-Biopic mit eigener Form. Die Malerin wird in jedem Alter – egal ob 6, 19, 64 oder 94 Jahre alt – von der Schauspielerin Birgit Minichmayr verkörpert. Sie bewegt sich als ewig gleiche Figur durch die Zeiten. Als Maria Lassnig, die verlassene Tochter, wenn sie in einem bunt karierten Pullover vor dem Grab ihrer Mutter sitzt und in einer Notiz im Zeichenblock vermerkt: „Sie war nie da. Sie hat dich bei der Großmutter untergebracht und ist weg gewesen.“ Als Maria, die unverstandene Künstlerin, wenn bei einer Ausstellung ihr Bild verhüllt wird und sie es nur leise mit leichtem Seufzer kommentiert. Maria, die stille Denkerin, an deren Ideen sich auch ihr 10 Jahre jüngerer Geliebter Arnulf Rainer (Oskar Haag) bereichert. Maria Lassnig, die selbstbewusste Malerin, wenn sie in einer Galerie die Hängung ihrer Bilder später laut kritisiert. Birgit Minichmayr ist immer Maria Lassnig; eine künstlerische Übersetzung für den seelischen Zustand der Malerin. Man sagt nämlich über Maria Lassnig, dass sie alterslos war: weise als junges Mädchen und jung geblieben als alte Frau. Es übersetzt auch ihre körperliche Malerei, ihr „von innen heraus die Welt sehen und fühlen“, in eine filmische Sprache. Anja Salomonowitz zeichnet einfühlsam und kreativ ein filmisches, inneres Porträt dieser Ausnahmekünstlerin. Damit ist dieser Film eigentlich kein Biopic mehr. Er ist eine malerische Beschreibung, wie Erinnerungen und Gefühle in keiner Zeit verankert sind und jederzeit Bilder hervorrufen können.

MIT EINEM TIGER SCHLAFEN
Land/Jahr: Österreich 2024
Regie: Anja Salomonowitz
Darsteller: Christine Buchmann, Saladin Dellers, Randall Galera, Max Gindorff
Laufzeit: 107 Minuten






QUEERFILMNACHT in der Schauburg
DIE FREUNDIN MEINER FREUNDIN
am Mittwoch, 29. Mai um 19 Uhr in spanischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln

 


Zaida ist Mitte 30, lebt aber so, als wäre sie noch Anfang 20. Die Nachwuchsregisseurin und Content Creatorin träumt sich durch den Tag, ist verliebt in die Liebe und ständig auf der Suche, ohne genau zu wissen nach was. Als sie frisch getrennt zurück nach Barcelona kommt, steigt sie etwas ratlos, aber voller Leidenschaft in das Liebeskarussell ihrer Freundinnen-Clique ein. Während verkuschelter Vormittage im Bett, durchphilosophierter Nachmittage im Kino-Café und geselliger Kunst-Soirees entwirft Zaida einen romantischen Plan für ihre Zukunft.


Für ihren wunderbar charmanten und eloquenten Debütfilm schöpft Regisseurin und Hauptdarstellerin Zaida Carmona aus ihrem eigenen Bohemien-Leben in Barcelona. Ihr lesbisches Figurenensemble setzt sie in knallbunten Interieurs, mit verspielten Dialogen und französischen Chansons zu einer smarten und sehr queeren Rom-Com zusammen, die spürbar von den Filmen Éric Rohmers und Pedro Almodóvars inspiriert ist. Eine hinreißende lesbische Sommerkomödie mit ganz viel spanischem Flair.


DIE .FREUNDIN MEINER FREUNDIN
Land/Jahr: Spanien 2022
Regie: Zaida Carmona
Darsteller: Zaida Carmona, Marc Ferrer
89 Minuten