I feel it’s tremendously satisfying for us to be able to use the cinematic art to achieve something of a mass emotion. – Alfred Hitchcock 1962/1983
Großes Kino heißt große Gefühle - ein Film, der unsere Emotionen gar nicht ansprechen kann, wäre als Kunstwerk misslungen. Doch was kann Gefühle so wirkungsvoll erzeugen wie Musik? Daher erinnern wir uns an bestimmte Filmszenen und an bestimmte Stimmungen, wenn wir die Musik hören. Schon längst gehört Filmmusik zur Hochkultur: Filmkomponisten werden als Künstler anerkannt und mit Retrospektiven geehrt; erfolgreiche Konzerte aus Film Kompositionen werden veranstaltet; Filmmusik taucht im klassischen und modernen Repertoire oder in Hitparaden auf.
Zum Thema Filmmusik haben wir schon vor einigen Jahren eine Traumfabrik veranstaltet. Viele Kinobesucher teilten uns danach ihre Wunschfilme mit, denn der Fundus an guten Filmen mit herausragender Musik ist schier unerschöpflich. Diesmal liegt ein Schwerpunkt unserer Filmreihe auf namhaften und hörenswerten Filmkomponisten: vom Klassiker Max Steiner, der in Wien noch Gustav Mahler hörte, über Nino Rota, Bernhard Herrmann, Ennio Morricone, bis zu einer bemerkenswerten zeitgenössischen Komponistin wie der Isländerin Hildur Guðnadóttir.
Einen Blick in die Geschichte der Filmmusik bietet diese Traumfabrik: Im Programm finden Sie Filme aus neun Jahrzehnten, von der Blüte des klassischen Tonfilms über Nachklassik und Neue Wellen bis zur Postmoderne und darüber hinaus. So sieht man, wie verschiedene Filmgenres – engagierter Emigranten- und Antinazifilm, pazifistische Science Fiction, neorealistisches Road Movie, Italowestern und Bürgerkriegs-Epos, Film Noir, Abenteuerfilm, Comicadaption – mit unterschiedlichen musikalischen Gattungen und Gestaltungsformen verbunden sind. Musical und Musikfilm dürfen natürlich nicht fehlen.
Über die Traumfabrik Filmreihe
Im Winter- und Sommersemester findet immer sonntags um 15 Uhr die Traumfabrik-Reihe in Zusammenarbeit mit der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung Karlsruhe (AWWK), Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)und dem Studium Generale, KIT statt.
Vor der Filmvorführung gibt er eine fundierte Einführung mit Einordnungen und filmhistorischen Fakten durch Wolfgang Petroll. Nach der Vorstellung gibt es Raum für ein Kinogespräch. Daneben bieten wir zu bestimmten Terminen Freitag nachmittags in unserem Workshop-Raum ein begleitendes Filmseminar mit Analysen, Vertiefungen und Theorien zu den Schwerpunkten dieser Reihe.